Eragon - Das Mädchen ohne Erinnerungen

GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Arya Brom Eragon Murtagh OC (Own Character) Saphira
07.07.2018
25.09.2020
57
191.316
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10.07.2018 2.209
 
Eine überraschende Wendung
Da es zu unsicher war, den Rückweg zum Bauernhof bei Nacht anzutreten, entschied Garrow, dass die bis zum Morgengrauen in Cravahall blieben. So gesellten sich Eragon, sein Onkel und Nele zu Horst und dessen Familie. Der Dorfschmied, seine Ehefrau und die Söhne saßen an einen der vielen Feuer und wärmten sich. Die Freunde redeten die halbe Nacht und Nele ließ Garrow die Geschichte ihres vermeintlichen Vater aus Therinsford erzählen. Sie nickte nur bestätigend mit den Kopf und war hauptsächlich damit beschäftigt, sich an ihren Tee zu wärmen. Albriechs Blick lag die ganze Zeit über auf Nele, was sie bemerkte und verursachte, dass sie sich unbehaglich fühlte und ihren Blick abwandte. Später gesellte sich sogar Roran wieder zu ihnen und auf die Frage, wo er den die halbe Nacht war gab er keine Antwort. Elain fand gefallen an Nele und lud sie zu sich ins Haus ein. Elain spielte mit Neles schulterlangen Haar und murmelte etwas unverständliches. „Wenn du mich mal besuchen kommst, werde ich dir deine Haare machen“. Nele verstand nicht, was an ihren Haaren zu machen sei. Das ihre Haare kürzer waren, als die der Frauen in Cravahall war ihr schon aufgefallen aber es hatte sie nicht weiter gestört. Langsam neigte sich die Nacht zum Ende. „Du bist so ein liebes Mädchen, Nele“, sagte Elain als sie Nele zu Verabschiedung umarmte. Als dann langsam die ersten Sonnenstrahlen zum Vorschein, kamen traten sie den Rückweg zum Bauernhof an.

„Nele, kommst du mal hoch?“, rief Eragon von seiner Kammer aus. Nele die gerade fegte, sie hatte ja schließlich angeboten zu helfen, stellte den Besen ab und kletterte die große Leiter hoch. Es war Abend und die Händler waren seit knapp einer Woche wieder weiter gezogen. Sie und Eragon waren alleine auf den Hof, da Roran bei Horst in Cravahall war und Garrow ihn begleitet hatte. Als sie in der Tür zu Eragons Kammer stand, sah sie das er den ovalen glänzenden Stein unter seinen Bett hervor geholt hatte. Wieder saß sie sich Eragon gegenüber, den Stein zwischen ihnen. „Entweder sehe ich Geister oder er hat sich verändert“, begann Eragon besorgt. Nele beugte sich vor um die Oberfläche genauer zu betrachten. Eragon schien Recht zu haben, die Oberfläche schimmerte dunkler, als Nele sie in Erringung hatte. Auch die feinen wie Äderchen aussehenden Schatten wirkten dunkler. „Nein, du hast Recht, er ist wirklich dunkler geworden und er scheint viel kälter als sonst“, bestätigte Nele Eragon und setzte sich wieder richtig auf. Nun beugte sich Eragon vor und flüsterte erstaunt: „Hast du das auch gesehen? Einer der Schatten hat sich bewegt!“. Verwundert stieß Nele mit ihrer Hand leicht an Eragons von Haaren verdeckte Stirn, so das dieser wieder hoch sah. „Da kann sich unmöglich was bewegt haben, Eragon. Das ist nicht möglich. Vielleicht sieht du doch Geister“. Kaum hatte sie das ausgesprochen, ertönte ein Knacken. Beide sahen sich erschrocken an. „Sind Garrow und Roran wieder da? Die Tür unten?“, flüsterte Nele fragend und sah an Eragon vorbei zu Tür. „Nein, sie wollten nicht vor Morgengrauen wieder hier...“, begann Eragon doch stockte mitten im Satz. Wieder ein Knacken. „Vielleicht ein Holzbalken?“, setze Nele wieder an und sah zur Decke hoch. „Nele...“, kaum mehr als ein Atmen. Knack. „Nele..sieh doch“, drängte Eragon. Wieder ein Knacken. Langsam dämmerte es Nele und ihr Blick folgte den von Eragon, der schon die ganze Zeit auf den ovalen Stein sah. Mehrere Risse hatten sich sich gebildet und an einer Seite fiel ein Stück blaues ab.

Instinktiv rutschte Nele nach hinten, doch ihren Blick konnte sie nicht von den abwenden, was da gerade vor ihr auf den Bode geschah. Eragon sah genau so gebannt auf die Oberfläche, die immer mehr knackte und Risse bekam. Mit jeden knacken rutschte Nele ein Stück weiter nach hinten. Bis schließlich ein großes blaues Stück weg fiel und eine Sicht auf den Inhalt frei gab. Nele weiß nicht wieso, aber am liebsten wäre sie aufgesprungen und so schnell fort gelaufen wie sie konnte, doch irgendetwas, irgendjemand schien sie davon ab zuhalten. Die letzten Stückchen der blauen Oberfläche brachen weg und Eragon und Nele sahen sich gleichzeitig erschrocken an. Vor ihnen auf den Boden, in einer Kammer eines Bauernjungen, mitten im nördlichen nirgendwo lagen zwei sich windende und zappelnde bläuliche Wesen. Nele konnte nur durch die Geschichte von Brom den Geschichtenerzähler erahnen was für Wesen da vor ihnen lagen, Drachen.

Keiner der beiden wagte es sich zu bewegen und der Schock stand ihnen noch ins Gesicht geschrieben. Nele blickte zu erst auf und suchte Eragons Augenpaare, dieser schaute auch hoch und erwiderte ihren fassungslosen Blick. Als wäre es Eragon noch nicht bewusst formte Nele mit stumm mit ihren Lippen: „Drachen?“. Darauf hin nickte Eragon mit den Kopf. So viele Fragen schossen Nele durch den Kopf, doch ihre lauten Gedanken wurden unterbrochen, als sich die bläulichen Wesen begannen auf zu stellen. Sie brauchten einige Versuche doch ehe Eragon und Nele sich versahen, standen die kleinen Wesen auf ihren kleinen mit Schuppen bedeckten Beinen. Als schienen sie den Blickwechsel zwischen Nele und Eragon zu bemerken, strecken sie ihre Köpfe hoch und sahen sich um. Etwas wackelig auf den Beinen, erkundeten sie ihre Umgebung und quiekten vor sich hin. Einige Sekunden vergingen, ohne das die Drachen Nele und Eragon zu beachten schienen. Bis ihre Blicke jeweils bei Nele und dann bei Eragon hängen zu blieben schienen. Der Drache, der vor Nele stand, sah ihr direkt in die Augen. Beide Drachen hatten eine ähnlich gleiche bläuliche Farbe wie der Stein- besser das Ei hatten. Die großen Augen des einen Drachen bohrten sich tief in Neles Gedächtnis und sie konnte trotz des Schockes sagen, dass sie diese Augen niemals vergessen wird. Bei Eragon, war sie sich sich war es genau so.. Dann flatterten sie mit ihren Flügeln und kamen näher fiepend auf Nele und Eragon zu. Eragon fand als erster seine Worte wieder und flüsterte: „Vielleicht sollten wir sie streicheln..? Sie schauen so erwartungsvoll“. Nele sah kurz zu ihn rüber und flüsterte zurück: „Gleichzeitig“. Beide nickten sich nochmal zu und dann steckten sie langsam und bedacht ihre Hände aus. Nele war so in diesen Moment gefangen, dass sie weder bemerkte, dass Eragon schneller war als sie, noch das ihre eigene Berührung mit den kleinen Drachen ein reißendes Licht verursachte, welches sie so sehr blendete, dass sie ihren rechten Arm schützend über ihre Augen lag. Ihre linke Hand fühlte sich an, als wurde sie brennen und der Rest ihres Körper würde langsam von der Flamme die von dieser Hand ausging übermannt. Es war ein Schmerz so unbeschreiblich, so einzigartig und kostbar. Dann verlor sie ihr Bewusstsein und fiel zu Seite. Kurz bevor sich ihre Augen schlossen, sah sie wie Eragon ebenfalls auf den Boden lag. Damit schlossen sich ihre Augen und vor ihren inneren Auge, sah sie tanzende blaue Flammen.

Keiner von ihnen konnte sagen, wie viel Zeit vergangen war, seit sie beide ihr Bewusstsein verloren hatten. Sicher war aber für Nele, dass sie sich fühlte wie gerädert.
Als sie ihre Augen wieder öffnete, sah sie verschwommen Eragon. Er war wach aber hatte sich nicht wieder auf gesetzt. Immer noch benommen griff sich Nele an den Kopf und hievte sich auf. Dabei durchfuhr sie ein stechender Schmerz, ausgehend von ihrer linken Hand, weshalb sie leicht auf stöhnte. Den Drachen den sie berührt hatte, lag zwischen ihren Beinen eingerollt und sah mit seinen runden großen Augen hoch, als sie sich bewegte. „Wie...“, murmelte Nele und sah rüber zu Eragon, der genau so da lag, wie sie es gerade noch tat. Dieser drehte seinen Kopf und Nele konnte sehen, das er sich genau elend fühlte wie sie. „Sieh dir deine Handfläche an“, flüsterte er völlig entkräftet und mit immer noch geschlossen Augen. Nele bemerke wieder den stechenden Scherz und folgte ihn mit ihren Blick. Erneuter Schwindel überkam sie, als sie ihre linke Handfläche sah. Die Berührung hatte eine Art Brandmal hinterlassen, welches sogar noch leicht blutete. Es schimmerte silbrig und hatte eine ovale Form. In diesen Moment hielt Eragon seine rechte Hand hoch und drehte die Handfläche zu Nele. „Hab ich auch“, wieder waren seine Augen geschlossen. Nele konnte es nicht glauben, was war gerade passiert? Etwas streife ihr Bewusstsein. Wieder etwas, wie ein dünnes Stück Stoff, welches sie kitzelte. Nele begann zu zittern. Ohne drüber nach zu denken, strecke sie ihren Finger nach den Drachen in ihren Schoß aus und streifte seinen Kopf. Sie hatte eine ähnliche Reaktion erwartet wie bei der ersten Berührung. Doch es geschah nichts.
Der Drache schaute nach der Berührung hoch und steckte seinen Kopf Richtung Neles Hand. Drauf hin streichelte sie ihn über den Kopf und der Drache schnurrte leise. Ein kleines Lächeln huschte ihr übers Gesicht. „Was werden wir Garrow und Roran sagen?“, schaffte sie zu fragen. Ihre Stimme war heiser und ihr Hals kratzte. Eragon der sich mittlerweile auch auf gesetzt hat, wirkte genau so aufgeregt wie sie, doch schüttelte den Kopf: „Wir dürfen das niemanden sagen, Nele, niemanden. Ich kann nicht glauben, dass ich ein Drachenei im Buckel gefunden habe..“. Sie beschlossen, dass es das beste wäre, die kleinen Drachen draußen im angrenzenden Wald zu verstecken. Doch für den Rest der Nacht behielten sie die Drachen im Haus. Sie beschlossen auch, in Eragons Kammer zubleiben und wenig später schliefen sie mit den zusammen gerollten Drachen im Schoß ein.

Als die ersten Sonnenstrahlen am Himmel erschienen, wurde Nele von einen leisen Geräusch geweckt. Als sie ihre Augen öffnete und sich aufstützte, sah sie wie der kleine Drache neben ihr, über seine Schuppen kratzte. Sie konnte es immer noch nicht fassen, doch streckte ihre Hand zum kleinen Wesen aus um strich ihn über den Rücken. Wieder dieses streifende Gefühl an ihren Bewusstsein. Erst da bemerkte sie, wie Eragon auf seinen Bett saß, der andere Drache neben ihn. „Morgen“, lächelte Nele ihn zu, doch Eragon sah nicht aus, als hätte er lange geschlafen.

In diesen Moment klapperte die Tür von unten und sie hörten wie Garrow und Roran das Haus betraten. Schnell sprangen Eragon und Nele auf und sahen panisch zur Kammertür. Die Drachen bemerkten die Aufruhr und fingen an, mit ihren Flügeln zu schlagen. Ihre Flügel scharrten über den Holzboden. Nele kniete sich nieder und legte ihren Zeigefinger auf ihre geschlossen Lippen. „Schhhh“, machte sie und die Drachen hörten auf und sahen sie neugierig an. „Eragon, Junge? Schläfst du noch? Wo bist du komm herunter!“, rief Garrow und Eragon griff nach seiner großen aus Leder gefertigten Umhängetasche. Diese drückte er Nele in die Hand und flüsterte:

„Sammle die Scherben auf und wickle sie ein, schmeiß sie hier aus den Fenster wir holen sie später. Ich lenke Onkel und Roran ab“ und im gleichen Atemzug rief er: „Ich komme“. Schnell zeigte er noch auf die Drachen und die Umhängetasche, dann raus zum Fenster und verließ die Kammer. Nele stand immer noch verwirrt da und sah, wie die beiden Drachen die zerbrochenen Scherben beschnupperten. „Lass mich mal ihr beiden“, flüsterte Nele und schob den einen Drachen etwas zur Seite. Durch das einfallende Licht, bemerkte sie die Farbunterschied der beiden Drachen besonders. Zügig sammelte sie die Scherben auf, wickelte sie ein und schmiss sie aus den kleinen Fenster nach draußen. Von unten konnte sie hören, wie Roran etwas über die Schmiede und Horst erzählte.
Plötzlich hatte sie Eragons Anspielung verstanden und sah runter auf die beiden Drachen. Während sie die große Umhängetasche auf den Boden legte flüsterte sie: „Das wird euch nicht gefallen aber bitte..Ich muss euch raus tragen. Keiner darf euch sehen“. Nach etwas drängen und zurecht rücken, hatte Nele beide Drachen in der Umhängetasche verstaut und kletterte vorsichtig die Leiter herunter. „Schhh“, machte sie dabei um die Drachen zu beruhigen. Unten angekommen wurde sie von Garrow und Roran begrüßt. Eragon sah sie drängend an. „Ich..ich gehe etwas spazieren..“. Eragon nickte schnell und öffnete ihr die Tür ins freie. „Ich werde nachkommen, etwas frische Luft tut bestimmt gut“.

Nele lief schnell, sehr schnell, so schnell das sie hörte, wie sich die kleinen Drachen beschwerten. „Schhh Schhh bitte“, machte sie wieder und erreichte den Rand des angrenzenden Waldes. Behutsam legte sie die Tasche auf den Boden ab und kaum hatte sie die Tasche geöffnet kullerten die beiden blauen Drachen heraus. Als diese die fremde Umgebung bemerkten, drängten sie sich aneinander. Doch nach einigen Sekunde gewann die Neugier und sie beschnupperten quiekend ihre Umgebung. „Ihr ist es schön oder? Schaut das weiße ist Schnee“, erklärte Nele sanft und hob etwas Schnee auf und ließ es aus ihrer Hand rieseln. „Schnee ist gefrorenes Wasser“, erzählte sie weiter und kniete sich zu ihnen. „Und das sind Äste vom Baum und das da sind Steine“. Plötzlich hörte sie ein stampften und sie sah erschrocken über die Schulter, doch es war Eragon. „Ich habe etwas Fleisch mitgebracht“, sagte er und hielt zwei kleine Lappen Fleisch in die Luft. Wie auf Kommando hoben die kleinen Drachen ihre Köpfe und liefen vorsichtig auf ihn zu. Eragon legte die Fleischlappen in den Schnee und die Drachen schlangen sie mit einen mal herunter. „Das war schon alles“, meinte Eragon als die Drachen nach mehr schnupperten. „Wen können wir von ihnen erzählen?“, fragte Nele plötzlich. Sie kniete immer noch im Schnee und sah zu Eragon hoch. „Es gibt wahrscheinlich nur eine Person die wir etwas über Drachen fragen können. Brom den Geschichtenerzähler“.
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