Eragon - Das Mädchen ohne Erinnerungen

GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Arya Brom Eragon Murtagh OC (Own Character) Saphira
07.07.2018
25.09.2020
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16.09.2019 5.216
 
Teil 45 Tarnag

Sie haben zwei volle Tage gebraucht um nach Tarnag zu gelangen. Gerastet hatten sie bei Nacht, woher Orik allerdings wusste ob es Tag oder Nacht war hielte er nicht für notwendig zu erzählen. Stille hatte sich in diesen Tagen über ihre Reisegesellschaft gelegt. Orik sprach nur wenige Worte während sie rasteten, Arya noch weniger. Auch Nele und Eragon hatten beschlossen zu schweigen. Das Schweigen brach, als die Gefährten den Tunnel verließen und auf ein Tal blickten, durch das sich der Kóstha-mérna See erstreckte. Das Wasser schimmerte violett in der östlichen Sonne. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees strömte der Az Ragni nach Norden, bis er hinter den Bergen verschwand. Die Bergkette zu ihrer rechten waren abgesehen von einigen Wege unberührt. Auf der linken Seite allerdings, erstreckte sich die gewaltige von den Zwergen in das Beor-Gebirge gehauene Stadt Tarnag. Stufenartig schlängelten sich die Terrassen von Fuß des Berges bis weit hinauf. Es drängten sich eng gebaute Gebäude auf den weitläufigen Terrassen, bis sie vor einer weißgoldenen Glaskuppel endeten. Das Glas funkelte im Sonnenlicht wie polierter Mondstein. Nele wurde von Reizen überflutet. Der langersehnte kühle Wind, wehte ihr um die Haare und zog leicht an ihrer Kleidung. Das wärmende Sonnenlicht strahlte auf ihrer Haut und der Geruch der freien Natur kroch ihr in die Nase. Dazu die atemberaubende Aussicht, die sich vor ihnen auf tat. Eragon stand neben ihr, genoss wie sie den Moment endlich wieder über der Erde zu sein. Arya hingegen spazierte unbeeindruckt an ihnen vorbei und machte sich an den Abstieg. „Beeindruckend nicht war?“, meinte Orik neben Eragon und deutete auf die Glaskuppel. „Das ist der Celbedeil, der größte Tempel des Zwergenreichs. Während unseren Besuches werden wir bei bei den Clan- Oberhaupt Undin übernachten, sein Clan der Ragin Hefthyn, die Flusswächter herrschen über Tarnag. Hrothgar bestand darauf, euch her zu bringen“, erklärte er weiter und deutete den Reitern an ihn zu folgen. „Wir werden erwartet?“, fragte Nele. „Ja, Hrothgar möchte euch die Wunder Tarnags nichts vorenthalten, nun da ihr zu seiner Familie gehört“. Arya hatte nicht auf sie gewartet, die Lücke zwischen ihnen war groß. Als Eragon Orik drauf ansprach, lachte er grimmig. „Arya liegt seit Jahren mit den Priestern des Zwergeintempels im Streit. Immer wenn sie nach Tarnag kommt, streitet sie mit den Priestern“. „Warum?“. „Ich weiß nicht viel aber wie es scheint lehnen die Elfen es ab, wie sie es nennen 'in die Luft zu murmeln und um Beistand zu bitten'“. Nele und Eragon wechselten fragende Blicke. Sie wussten nicht woran Elfen glaubten. Der Weg führte sie erst hinunter zum See, von dort aus ging es ein Stück an dessen Ufer entlang, bis sie auf das erhöhte Stadttor von Tarnag zu liefen. Es ertönten Worte in der Zunge der Zwerge. Nele konnte ihren Uhrsprung erst nicht ausfindig machen, bis sie im Unterholz ein zotteliges Tier entdeckte, auf dessen Rücken ein Zwerg saß. Das Tier glich einer Ziege, wie Nele sie schon in vielen Städten gesehen hatte, nur war dieses Tier deutlich größer und in seinen Hörnern waren Muster eingeritzt. Orik antwortete den Zwerg und kurz darauf öffnete sich das Stadttor von innen. „Was sind das für Tiere? Sie sind größer als Ziegen“. „Das ist ein Feldunost. Eins von fünf Tieren die es nur im Beor-Gebirge gibt“. Das Tor öffnete sich langsam und es strömten die ersten Schaulustigen zusammen. Vor der Menge galoppierten sieben Feldunost aus der Stadt heraus. Die Zwerge auf ihnen, trugen Lanzen mit blauen Fahnen an ihren Seiten. Der Zwerg an dessen Spitze ergriff das Wort. „Ich heiße euch in Tarnag willkommen. Im Namen von Undin und Gannels, biete ich Thorv, Sohn von Brokk, euch sichere Unterkunft in unseren Hallen“. Sein Akzent war breit. „Und in Hrothgars Namen nehmen wir Ingietum eure Gastfreundschaft an“, verkündigte Orik. „Auch ich, im Namen von Islanzadi“, sagte Arya. Zufrieden gab Thorv ein Zeichen und die übrigen sechs bildeten eine Formation um die Neuankömmlinge. Thorv gab erneut ein Zeichen und ihre Formation setzte sich in Bewegung. Die Gebäude an denen sie vorbei kamen, bestanden aus Gestein mit unterschiedlichen Verzierungen. Die meisten Verzierungen waren hellrot und schlängelten sich an den Wänden entlang. Unterbrochen wurden sie vereinzelt von grünlichen Schatten, welche so klar waren, dass sie das Sonnenlicht hindurch ließen. Sie erreichten die ersten bewohnten Terrassen, auf denen Zwerge aus verschiedenen Clans umher liefen. Die Straße wurde breiter und die Zwerge gingen ihren Geschäften nach. Es gab Stände mit Stoffen, Juwelen, Gemüse, Schmieden und bunte Läden mit Schaufenster. Die Zwerge trugen in Vergleich zu denen den sie schon begegneten waren sehr aufwendige Kleidung, fast schon Kostüme. Nele und Eragon wechselten Blicke, es war still. Ihnen wurde nicht zu gejubelt, im Gegenteil. Ständig stelle sich ein wutentbrannter Zwerg vor ihre Formation und schimpfte unverständlich lange Worte. Nele erschauderte und lugte bei jeder Beschimpfung erst zu Eragon dann zu Orik, dessen Miene sich zwar nicht rührte, aber dessen Hand immer weiter zu seiner Streitaxt rutschte. Hrothgars Entschluss uns in seinen Clan auf zu nehmen, scheint mir nicht seine beliebteste gewesen zu sein. Stimmt, pflichtete Eragon ihr bei. Dennoch war es seine Entscheidung, sagte Saphira ruhig. Thorv trieb ihre Gruppe voran, als würden die Zwerge nicht existieren. Auf diese Art erklommen sie noch weitere sieben Terrassen bis sie vor das Tor traten, welches sie vom Celbedeil trennte. Doch bevor ihnen das Tor geöffnet wurde, traten bewaffnete Zwerge auf die Straße, umstellten sie und versperrten so mit ihren Weg. Ihre Gesichter waren umhüllt von purpurnen Stoff, der bis weit über die Schultern hing. Thorv und seine Männer zügelten ihre Tiere. „Was ist los?“, fragte Eragon. „Sie sind bewaffnet..“, flüsterte Nele und sah über die Schulter, um die Zwerge im Blick zu haben. Orik hingehen schüttelte nur den Kopf und ging weiter. Seine Hand an seiner Streitaxt. Ein Zwerg rief mit erhobenen Fäusten und schimpfte Minuten lang. Mit jeden Wort wurde er wütender. Thorv unterbrach den aufgebrachten Zwerg und dieser verstummte, wenn auch nur widerwillig. Thorv sprach zu ihn. Orik war zu sehr beschäftigt der Auseinandersetzung zu folgen, er übersetzte nicht. Nele und Eragon verstanden aber auch ohne Übersetzung. Sie verstanden die Worte Durgrimst und Ingietum. Es ging um ihren Beitritt in den Ingietum. Die Auseinandersetzung ging so weit das Thorv demonstrativ seine Streitaxt auf blitzen ließ. Sie werden uns doch nicht angreifen oder?, fürchtete Nele. Ich denke nicht. Die Zwerge respektieren sich untereinander. Sie haben nur verschiedene Meinungen, entgegnete Stac. Der schimpfende Zwerg zog einen Silberring aus seiner Innentasche, zupfte sich Barthaare aus, spuckte aus und warf sie zusammen zu Boden. Ohne weitere Worte gingen er und die Zwerge in purpurnen Gewändern zur Seite und verschwanden zwischen den Gebäuden. Orik, Thorv und die andern Zwerge sahen erstarrt auf den Ring. Selbst Arya, wirkte unbehaglich. „Was bedeutet das?“, fragte Eragon, denn befürchtete das mehr dahinter steckte. „Ihr habt euch Feinde gemacht“, sagte Thorv nur. Orik hob den Ring auf und steckte ihn weg. Im Innenhof des Celbedeil brannten Laternen und es standen geschmückte Tische mit langen Bänken bereit. Vor den Bänken stand eine Gruppe Zwerge, an ihrer Spitze ein älterer Zwerg mit grauen Bart und Wolfspelz. „Willkommen in Tarnag. Heimat des Durgrimst Ragi Hefthyn. Wir haben viel von euch gehört Eragon Schattentöter und Nele Argetlam. Ich bin Undin, Derunds Sohn Oberhaupt meines Clans“. Ein anderer Zwerg trat vor, er stand stolz wie ein Krieger. „Und ich bin Gannel, Sohn von Orm Blutaxt, Oberhaupt des Durgrimst Quan“. „Es ist uns eine Ehre eure Gäste sein zu dürfen“, erwiderte Eragon für sich und Nele. Beide senkten dankend die Köpfe. Orik war allerdings nicht danach Höflichkeiten auszutauschen. Ohne ein Wort zu sagen, holte er den Ring aus seiner Tasche und präsentierte ihn ihren Gastgebern. Undin zog hörbar Luft ein und nahm Orik vorsichtig den Ring aus der Hand. „Von wen hast du ihn?“. „Ein Mitglied der Az Sweldn rak Anhuin. Er ist nicht für mich sondern für Eragon und Nele“. Der Ring musste große Konsequenten nach sich ziehen, wenn alle Zwerge ihn fürchteten. Stirnrunzelnd betrachteten Undin und Gannel den Ring. „Darüber müssen wir uns später noch beraten Schattentöter und Argetlam. Aber zu erst veranstalten wir für euch ein Fest. Bitte folgt meinen Diener, er wird euch eure Unterkunft zeigen. Dort könnt ihr euch erfrischen und danach werden wir beginnen“. Nele gab die Zügel von Schneeweiß einen Zwerg. Wir werden gleich wieder da sein, passt auf euch auf!

Nele und Eragon wechselten sich am Wasserbecken, welches im Boden eingelassen war ab. Helme, Arm und Beinschienen lagen auf ihren niedrigen Betten. „Zum Glück bleiben wir nicht lange in Tarnag“, sagte Nele knapp, während sie aus ihrer Satteltasche den Tiegel mit Ringelblumenpaste und einen frischen Verband holte. Wassertropfen bahnten sich ihren Weg an ihren Gesicht, über ihren Hals hinab. Sie hatte sich zu erst frisch gemacht. Nun stand Eragon barfuß am Wasserbecken, dieser trug schon ein Teil der Kleidung, die er während der Beisetzung an hatte. Sein weites Hemd hatte er noch nicht vollständig zu geschnürt und es hing ihn über den Hosenbund. Auch er war über diesen Umstand glücklich. Er hoffte das in der kurzen Zeit ihres Offenhaltens die wütenden Zwerge von einen Angriff absahen. „Wie geht es deiner Schläfe?“, fragte er stattdessen. „Kommt her“. Eragon tat wie Nele sagte und sah in ihr Gesicht. Der Bluterguss um ihr linkes Auge herum war noch unverändert. Auch konnte sie das Auge noch nicht vollständig öffnen, auch wenn es schon weniger geschwollen war. Eragon dachte daran, was für eine Qual es sein musste, nicht zu wissen ob man auf einen Auge erblindet ist oder nicht. Doch Glücklicherweise haben Angela und Arya das bereits ausgeschlossen gehabt. Er folgte der Spur aus verfärbter Haut über ihre Wange und Auge zur Schläfe. Nele hob die Haare weg, damit Eragon ihre Schläfe sehen konnte. Die Nähte waren bereits gezogen, dennoch blieb die fingerlange Narbe nahe ihren Haaransatzes. „Tut es weh?“. „Kommt drauf an. Ich wollte sobald wir Tarnag verlassen haben auch aufhören mein Auge zu verbinden aber das muss ich noch mit Arya bereden“. „Ja, frag sie lieber“, pflichtete Eragon ihr bei, „frische Luft wird aber sicher gut tun“. Nele nickte und ließ ihre Haare wieder fallen. „Und was ist mit deinen Rücken?“. Eragon zog sein Hemd aus und kehrte Nele schulterzuckend den Rücken zu. „Seit der Feier mit den Zwergen hatte ich keine größere Schmerzwelle mehr“. Bei der Feier war Eragon, angetrunken auf einen Tisch geklettert um zu tanzen. Es war amüsant, bis er das Gleichgewicht verlor und auf den Rücken fiel. Sein Rücken war wie gehabt, die Verletzung war sauber vernarbt und Nele konnte keine Anzeichen von Eiter oder ähnlichen erkennen. Das einzige womit er kämpfen musste, waren die unvorhersehbaren Schmerzwellen. Benommen betrachtete Nele die schwülstige lange Narbe, die quer über Eragons Rücken verlief. Einen Augenblick später wurde ihr etwas schwindlig und sie fand sich im Boer-Gebirge wieder.

Es war Nacht, das Licht des Mondes reichte kaum aus, um die Person vor ihr zu erkennen. Doch sie kannte die lange qualvolle Narbe und hörte die klagende Stimme des jungen Mannes in den sie verliebt war...ist. Es war die Nacht vor der Ankunft bei den Varden, in der Murtagh ihr und Eragon den Grund für seine Angst vor den Varden offenbarte. Sein Vater Morzan, der erste Abtrünnigen des Königs und Verräter der Drachenreiter, warf betrunken sein Schwert nach seinen Sohn als er noch sehr klein war. Es war die Tat eines Monsters. Ein anderes Monster hatte Eragon und ihr das gleiche angetan, auch wenn Nele keine Narbe auf ihren Rücken trug, erinnerte sie sich an die Qual. Tränen sammelten sich und Nele musste schluchzen. Schmerzerfüllt umfasste sie den Amethysten um ihren Hals. Der Wald um sie herum wurde dunkler, kühler und die Trommeln der Urgal Arme die ihnen folgte wurden lauter. Murtagh stand mit den Rücken zu ihr und hörte sie nicht. Er rührte sich nicht, bis er sich ruckartig bewegte. Er wich einen Angriff eines unsichtbaren Gegners aus. Nele sah nur seinen Rücken. Sie wollte schreien, doch sie brachte kein Ton über die Lippen. Murtagh wurde getroffen und sank stumm auf die Knie. Eine lange Schwertspitze ragte blutig aus seinen Rücken. Der Angreifer rammte das Schwert tiefer durch Murtaghs Leib, bis es den Anfang des Griffs erreichte. Ein quellender Fluss aus Blut lief ihn über den Rücken bis zum Hosenbund, bis es auf den Waldboden sickerte und eine dunkle Lache bildete. Murtagh fiel leblos in sich zusammen.

Nele hörte ihre Schreie und Wehklagen nicht. Nicht bis sie eine Hand spürte und diese sie in eine wärmende Umarmung zog. Schützend und voller Zuneigung umhüllten sie die Arme und Nele klammerte sich klagend an den Körper. Mit brennenden Lungen vergrub sie ihr Gesicht und hörte einen Herzschlag. Es war Eragon, doch Nele traute sich nicht die Augen zu öffnen, zu sehr fürchtete sie noch vor Murtaghs leblosen Körper zu stehen. Sie hörte seine beruhigenden Worte und wollte ihnen so gern glauben. Aus den Worten wurde ein langsames Summen. Nele spürte die Vibrationen an Eragon Brustkorb und langsam beruhigte die Melodie ihren Geist. Eragon summte weiter und begann zu schaukeln. Er schaukelte so lange, bis Nele mit schaukelte und bis sie zu ihn auf sah. „Murtagh, im Beor-Gebirge. Er.. wurde nieder gestochen..überall floss Blut“, flüsterte Nele zittrig. „Dein Geist hat dir einen Streich gespielt, es ist alles gut. Du bist in Sicherheit“. Vorsichtig löste Eragon seine Umarmung und trat von Nele weg. Diese wischte ihre Tränen fort und nickte zögerlich. „Ein Streich, ja“. Stumm ging sie auf den Tisch zu und griff nach einen Verband. Obwohl sie noch zitterte, gelang ihr das verbinden. Langsam war sie routiniert darin. „Wir müssen noch nicht wieder raus gehen. Wir können auch noch einen Moment bleiben, bis du dich beruhigt hast“, versicherte Eragon ihr. Doch Nele schüttelte den Kopf: „Wir müssen wieder zu Stac und Saphira. Außerdem werden wir abgeholt“.

Es war Nachmittag als die Tarnag erreichten, doch war es als sie die Halle verließen dunkler. Die Stadt hatte sich gewandelt. Die unzähligen Laternen leuchteten in warmen Tönen und die einzelnen Terrassen und das Tal waren geflutet von Licht. Der Innenhof wurde während ihrer Abwesenheit hergerichtet. Undin und die anderen Zwerge standen an den Tischen, Stac und Saphira fanden an jeweiligen Ende einen Platz und niemand der Zwerge schien ihre Anwesenheit zu stören. Wie fühlst du dich Kleine? Ich konnte nicht zu dir durchdringen..es füllte sich an wie eine Mauer. Mein Geist hat mir einen Streich gespielt.. doch es sah so echt aus, erklärte Nele betroffen. Dein Herz ist schwer. „Nele und Eragon, bitte nehmt neben mir Platz“, verkündete Undin laut und deutete zu seiner Rechten. Unter Beobachtung nahm Nele dankend den Platz rechts von Undin ein. Neben ihr setzte sich Eragon und neben diesen Orik. Arya saß ihnen direkt gegenüber. Die Elfe wirkte verstimmt, dennoch betrachtete sie Nele eindringlich. Diese sah verstohlen zur Seite, ihre Wangen waren immer noch gerötet und ihr Auge musste von den Tränen sicher noch gläsern sein. Eragon wollte etwas fragen, doch kam Undin ihn zuvor. Dieser Schlug feierlich auf den Tisch und rief: „Ignh az Voth!“. Darauf ihn kamen Diener mit goldenen Platten herbei gelaufen. In mehren Gruppen brachten sie Fleisch, Kuchen und Früchte. Eine Unmenge von Speisen türmten sich auf den Tischen vor ihnen. Eintöpfe aus Rüben und Knollen, saftige Hirschkeulen, warme Brotlaibe aus Sauerteig und Honiggebäck. Auf einen anderen Tisch standen Platten mit gebratenen Forellen und Aalen. Nele erkannte sogar einen goldbraun gebrannten Schwan umgeben von Gänsen und Enten. Dazu wurden gedünstete Pilze und Kartoffeln serviert. Die Menge an Köstlichkeiten war beeindruckend, dennoch fehlte noch ein letztes Gericht. Mehre Diener trugen ein riesiges, gebratenes Wildschwein herbei. Das Wildschwein war so groß wie der Rumpf eines Pferdes. „Das ist ein Nagra“, flüsterte Orik ihnen beiden zu, „er erweist euch eine wirklich große Ehre. Riesenwildschweine werden nur von den mutigsten Zwergen im Beor-Gebirge gejagt. Man serviert ihn Gästen, denen man größte Wertschätzung entgegen bringt. Ich glaube er möchte euch gegen den Durgrimst Nagra unterstützen“. Die Diener schnitten mit goldenen Messer den Nagra Scheiben ab und servierten diese direkt auf die Teller. Alle Teller außer der von Arya bekam eine Scheibe tropfendes Wildschwein. „Isst du kein Wildschwein?“, fragte Eragon die Elfe verwundert. „Ich esse gar kein Fleisch“, antwortete diese ruhig, „niemand in meinen Volk tut das. Es gibt Ausnahmen, wie wenn unser Überleben davon abhängt aber sonst nicht“. „Das könnte ich nicht“, erwiderte Eragon standhaft. Er aß gern Fleisch. „Das wirst du, sobald ihr eure Ausbildung begonnen habt. Dann werdet ihr es verstehen“. Für Arya war das Thema damit beendet. Eragon wechselte mit Nele irritiert Blicke. Diese zuckte stumm mit den Schultern. Stac und Saphira erhielten ein großes Stück Wildschwein. Undin ergriff sein Messer, schnitt durch das sanfte Fleisch und verspeiste es. Eragon hielt das Festmahl für eröffnet, doch bemerkte Nele, wie niemand aß. All die Zwerge starrten zu Undin, der übertrieben kaute. Nele hörte ihn deutlich schmatzen, bis er schluckte und rief: „Ilf gauhnith!“. Nun langten die Zwerge nach den Speisen und es wurde sich unterhalten. „Das ist ein Brauch“, erklärte Orik auf Nachfrage nachdem er selbst einen Bissen schluckte, „damals vergifteten sich die Clans regelmäßig untereinander. Indem der Gastgeber als Erster isst, erklärt er seine Speisen für ungefährlich“. Das Wildschwein war köstlich. Es schmeckte nach Apfel, Wein und seltsamen Gewürzen, die Nele noch die geschmeckt hatte. Auch Eragon genoss das Wildschwein sichtlich. Die Stunden flossen dahin, wie der Inhalt ihrer Krüge. Es wurde gesprochen und gelacht. Eragon unterhielt sich angeregt mit Orik und selbst Arya sprach. Undin bemühte sich stetig mit Nele ins Gespräch zu kommen, da sie nun direkt zu seiner Rechten saß. Diese unterhielt sich mit ihn, blieb aber bei Höflichkeiten. Undin erzählte vom Beor-Gebirge und dessen Faszination über die Berge im Winter. „Die meisten denken die Berge sind ein gefährlicher Ort bei Kälte und Schnee. Doch ich sage dir, sie irren sich! Wenn der Schnee in unseren Tal liegt, sieht es wundervoll aus. Dir würde das sicher gefallen, ich wünschte es wäre Winter“. Nele lächelte höflich, obwohl sie nicht verstand, warum ausgerechnet sie daran gefallen finden sollte. Der einzige Winter an den sie sich erinnern konnte, war der in Cravahall bevor sie Eragon kennen gelernte. Es war eisig kalt, windig und Eragon war nicht begeistert gewesen eine Fremde zu beherbergen. Doch hätte Garrow sie nicht in Haus gebeten, wäre sie erfroren. ´Wundervoll' stellte Nele sich anders vor. Wie viel sich seit dieser Nacht geändert hat, dachte sie. „Aber sicherlich ist der Winter hier im Beor-Gebirge milder als im hohen Norden“, erwiderte sie. Undin lachte lautstark: „So muss es sein, ich war noch nie im Norden. Geschweige den außerhalb des Beor-Gebirges. Wir Zwerge gehören zu den Bergen“. Eragon und sie kosteten von allen Speisen, teils aus Höflichkeit, teils aus Neugier über ihren Geschmack. So schlich die Nacht schneller heran als gedacht und nachdem auch der letzte Teller und der letzte Krug geleert waren, wurde das Festmahl beendet. „Ich hoffe euch haben die Speisen gemundet?“, fragte Undin nun auch Eragon. „Sie waren köstlich“. Undin neigte den Kopf. „Warum warf man uns den Ring vor die Füße?“, fragte Eragon plötzlich, obwohl er diese Frage auch später hätte stellen können. Orik, der wie die anderen noch am Tisch saß, zuckte. Arya sah plötzlich interessiert zu Undin und wartete gespannt auf dessen Antwort. Nele sah wie sich die Miene ihres Gastgebers veränderte, er wollte nicht darüber sprechen, nicht nach solch einen Festmahl. Sein Blick war finster. „Ihr Clan war eins der einflussreiche in unseren Königreich. Ihre besten Krieger kämpften freiwillig an Vraels Seite gegen Galbatorix. Doch dieser und sein dreckiges Pack von Abtrünnigen schlachtete sie allesamt in Uru´baen ab. Danach kamen sie dahergeflogen und mordeten weiter. Anhuin und ihre Leibgarde überlebten, doch sie starb an gebrochenen Herzen. Seitdem verbergen die Angehörigen der Knurlagn ihre Gesichter und nennen sich Az Sweldn rak Anhuin, Anhuins Tränen“. Er sah düster auf seinen übrig geblieben Nachtisch. „In den letzten Jahren haben sie ihren Clan wieder aufgebaut. Euch beide mit den Zeichen Hrothgars zu sehen, empfinden sie als schlimmstmögliche Beleidigung. Schließlich haben die Abtrünnigen Drachenreiter ihren Clan abgeschlachtet. Mit den Fehdering haben sie euch zu ihren Blutfeinden erklärt, sie werden alles dran setzen sich euch entgegenzustellen“. Nele erschauderte und Eragons Wangen brannten vor Scharm, doch bemühte sich um eine starre Miene. Die Knurlagn gaben den Drachenreitern die Schuld für ihr Leid. „Werden sie uns angreifen oder Schaden zufügen?“, fragte Nele an Eragons Stelle. Undin lugte zu Gannel den Priester, bis er mit den Kopf schüttelte. „Nein Argetlam, macht euch keine Sorgen. Auch sie würden es nicht wagen einen Gast etwas anzutun. Das ist verboten. Sie wollen nur das ihr geht“. Das beruhigt mich nicht! „Bitte, lasst uns nicht mehr über dieses unangenehme Thema sprechen! Gannel und ich haben euch in aller Freundschaft, Speise und Getränke dar geboten. Das allein zählt doch oder?“. „Ja, das tut es“, gab Eragon auf. Plötzlich wurde Nele bewusst, dass es Undins und Gannels Pflicht war sie zu empfangen, nicht ihr freier Wille. Undin bemühte sich so sehr um sie währenden des Festmahles, weil es seine Pflicht gewesen war, nicht weil er sich mit ihr unterhalten wollte. Ihr wurde schlecht. Sie haben Angst und fürchten sich vor uns. Sie müssen aber für uns Partei ergreifen auch wenn sie es nicht wollen, sagte Saphira ernst und Stac pflichtete ihr bei.

„Ich habe euch auf Hrothgars ausdrücklichen Wunsch hin eingeladen. Er sagte ich solle euch mit den Traditionen der Zwerge vertraut machen, solltet ihr sein Geschenk annehmen. Was ihr getan habt, deshalb sind wir ihr“, erklärte Gannel ihnen am nächsten Morgen und hielt Nele und Eragon zwei Krüge Bier entgegen. „Undin hätte euch sonst die Wahrzeichen seiner Stadt gezeigt, aber es ist klüger nicht unnötig durch die Stadt zu schlendern“. Nele und Eragon nahmen die Krüge dankend entgegen. Für ihre baldige Abreise wurden bereits Vorbereitungen getroffen. Die Wachen die sie in aller Frühe bis nach Ceris begleiten sollten, wurden von drei auf sieben Zwerge verstärkt. Was Eragons letzte Hoffnung auf einen Flug nach Elesmera nun endgültig zerschlug. Die Drachenreiter folgten Gannel in einen von fünf Korridoren des Celbedeils. „Unser Stein. Unsere Halle. Unsere Ehre. Ihr dürft mit niemanden Außenstehenden darüber sprechen, unsere Geheimnisse und Glaube gehören den Zwergen. Das versteht ihr?“, sprach Gannel und nippte an seinen Krug. „Natürlich“. Mit einen nicken begann Gannel seinen Unterricht. Die erste Statue an der sie vorbei liefen, zeigte einen grübelten Zwergen mit rauen Gesicht aus braunen Granit. „Das ist Guntera, König der Götter. Er ist Krieger und Gelehrter aber leider auch launenhaft. Um sein Wohlwollen zu gewinnen, verbrennen wir bei Sonnenwenden, vor der Aussaat, bei Todesfällen und Geburten Opfergaben. Auch beten wir vor einer jeden Schlacht zu ihn, denn er hat die Erde unter uns geformt, in dem er einen Riesen tötete. Alles Land gehört Guntera“. Dann zeigte Gannel ihnen, wie sie dem Gott ihre Ehrerbietung darbrachten. Er erzählte von den Legenden von Guntera, wie er von einer Wölfin großgezogen wurde, gegen Monster und Riesen kämpfte und wie er Kílf, die Göttin der Seen und Meere zu Frau nahm. Die Statue Kílfs stand nehmen ihn und war kunstvoll aus hellblauen Stein gemeißelt. Wallendes Haar umrahmte ihr fröhliches Gesicht, in dem amethystblaue Augen funkelten. Mit ihren Händen umschloss sie liebevoll eine Wasserrose. Gannel schien kein Wort über sie sagen zu wollen und ging weiter. Nele jedoch blieb stehen und legte den Kopf in den Nacken um Kílf ganz sehen zu können. Sie ist wunderschön! Die Göttin der Seen und Meere..das habe ich doch schon mal gehört. Eragon bemerkte ihr fehlen und kam zu ihr zurück gelaufen. Nele rührte keinen Muskel, sie fühlte sich gefangen in den Wellen des hellblauen Steins. Als würde der Wind übers Meer wehen, wogen sich die Wellen tief im inneren des Steins. „Erinnerst du dich noch an die Schnitzerei die ich in der Hektik aus Dras-Leona mit genommen habe und die dann nach den Angriff der Ra´zac verschwunden war?“, hauchte Nele leise. Eragon nickte: „Ja, aber warum kommst du jetzt darauf?“. Nele riss sich von Kílfs Abbild los. „Es war die Göttin der Seefahrt und Kílf ist die Göttin der Seen und Meere. Sie sehen sich so ähnlich. Kílf erinnert mich an sie. Der alte Mann wollte nach den Namen der Göttin suchen, aber dann musste ich wegrennen, weil du Alarm geschlagen hattest. Außerdem sagte er, die Schnitzereien stammen aus Narda, da bekam ich Kopfschmerzen..“. „Ihr beide habt für Menschen wirklich einen leichtfüßigen Gang! Ich habe nicht gemerkt, dass ihr nicht mehr hinter mir geht. Kann ich behilflich sein?“, sprach plötzlich Gannel hinter Eragon. Eragon wandte sich zu den Priester um und nippte an seinen Bier. Nele hingegen betrachtete wieder Kílfs Statue. „Ich habe auf unserer Reise von einer Göttin der Seefahrt gehört. Sie soll mal entlang des Meeres im Norden sehr verehrt worden sein, bis sie viele Gläubige von ihr abwandten. Hast du von ihr mal gelesen? Ich kenne ihren Namen nicht“. Doch Gannel schüttelte beinah amüsiert den Kopf: „Ich kenne mich mit den menschlichen Göttern nicht aus. Ich bete nur zu den Göttern meines Volkes. Auch wenn Kílf im Gegensatz zu den anderen Göttern kein Volk erschuf, würde sich nie ein Zwerg von ihr abwenden!. Nun kommt bitte weiter. Es gibt noch so viel für euch zu lernen“. Nele wartete bis Gannel sich weg drehte um seinen Weg fortzusetzen, dann berührte sie für einen Augenblick den hellblauen Stein Kílfs. Sie gingen weiter zu Urur, dem Meister der Lüfte und des Himmels und dessen Bruder, Morgothal, dem Gott des Feuers. Morgothals Statue war karminrot und Gannel erzählte von der brüderlichen Liebe der beiden zu einander. Danach waren noch zwei Götter übrig. Sindri, die Mutter der Erde und Helzvog. „Guntera mag König der Götter sein, doch Helzvog erschuf uns Zwerge aus einen Stein. Das Land musste nachdem Sieg über die Riesen neu besiedelt werden. Alle Götter waren dagegen, doch Helzvog ignorierte sie und erschuf uns Zwerge. Unsere Herzen schlagen für ihn. Die anderen Götter wurden neidisch und Guntera erschuf die Elfen, damit sie über Alagaesia herrschten. Sindri erschuf die ersten Menschen und Urur und Morogothal schenkten der Welt die ersten Drachen. Kílf erschuf kein Volk. So entstanden die Völker die es heute gibt“. Nele überlegte angespannt, ob sie den Namen Sindri schon einmal gelesen hatte. Doch ihr fiel kein Buch das sie gelesen hatte ein, in dem dieser Namen fiel. Woher wusste Gannel das alles? Nele dachte schaurig an den Kult des Helgrinds, deren Anhänger sich beim Gebet selbst verstümmelten und dunklen Mächten huldigen. Die Menschen glaubten unterschiedliches, woher war sich Gannel dessen also so sicher?. Auch Eragon wollte die Frage über die Quelle Gannels Wissen nicht stellen, so nickten sie, nippten an ihren Bier und hörten den Priester weiter zu. „Das wichtigste Rituals welches ihr unbedingt kennen müsst, ist die Beisetzung eines Zwerges. Wir Zwerge entstammen nicht der Erde, des Meeres, des Feuers oder der Luft. Wir entstammen der Steine und unter diesen müssen wir auch beigesetzt werden. Es ist eure Pflicht als Ingietum, einen in eurer Begleitung gestorbenen Zwerges eine angemessene Ruhestätte zu finden. Tut ihr dies nicht- außer ihr seid schwer verletzt oder werdet angegriffen, wird Hrothgar euch verstoßen und kein Zwerg wird euch mehr beachten. Ihr müsst noch viel lernen, aber wenn ihr euch an das haltet, was ich euch heute erzählt habe, kann euch nichts passieren“. „Wir werden uns alles merken“, versicherte Eragon und Nele pflichtete ihn bei. Zufrieden führte Gannel sie von den Statuen weg und griff währenddessen in seine Innentasche. Er holte zwei schlichte Ketten hervor und legte sie Nele und Eragon in die Hände. Die Kette war Leder, an der ein winziger silberner Hammer hing. „Hrothgar hat mich ebenfalls darum gebeten, euch diese Ketten an zu fertigen. Er befürchtet Galbatorix wüsste nach eurer Begegnung mit Durza wie ihr ausseht. Das würde ihn erlauben euch durch die Traumsicht zu beobachten. Wenn ihr diese Ketten tragt, kann niemand euch und eure Drachen durch die Traumsicht einfangen“. Daran hätten wir denken müssen!, entfuhr es Eragon. Neles Gesicht brannte, gerade ihr hätte es auffallen müssen. Schließlich hatte Durza sie erkannt und die wusste immer noch nicht woher. Wir waren unvorsichtig.. „Ich habe die Kette selbst mit den Schutzzauber belegt. Der Hammer wird euch vor der Traumsicht schützen. Doch er nährt sich von euren Kräften, also seid gewarnt. Wenn sie aktiviert wird, wird sie von euren Kräften rauben, bis ihr sie abnimmt oder die Gefahr vorüber ist“. Nele sollte den Hammer zwischen ihren Fingern. „Heißt das, die Kette kann uns schaden?“. „Wenn der Versuch euch durch die Traumsicht zu beobachten zu lange dauert oder ihr nicht stark genug seid, möglich ja. Deshalb warne ich euch“. Als letztes zeigte Gannel ihnen ein Wandgemälde, welches den Drachenkrieg darstellte. Eragon schritt langsam auf den Mittelpunkt des Gemäldes zu. In mitten von Blut, Elfen und Drachen die sich gegenseitig töteten, kniete ein junger Elf, der ein weißes Drachenei in den Händen hielt. „Ist das..?“, flüsterte Eragon. „Das ist Eragon, der allererste Drachenreiter ja. Und das Gemälde trifft ihn recht gut, denn er hat dafür vor unseren Künstlern Porträt gestanden“. Eragon ging geführt von Neugier näher heran und betrachtete das Gesicht seines Namensvetters. „Ich habe ihn mir anders vorgestellt“, sagte er zu Nele die neben ihn stand. „Er ist ein Elf.., dennoch schau wie er das Drachenei ansieht. Sein Blick ist erfüllt von Zuneigung und Ehrfurcht“. „Ja.. Ich frage mich ob er unsere Taten billigen würde“, erwiderte Eragon. „Ihn und uns trennen Jahrhunderte“. Plötzlich ertönten Schritte im Gang hinter ihnen. Es war Arya, welche mit ausdrucksloser Miene auf sie zugelaufen kam. Die Gemälde an der Wänden ignorierte sie. „Gimsthborith“. „Arya. Was führt dich zu uns?“. „Hast du Eragon und Nele deine Mythen zu Ende erklärt?“, fragte sie trocken. „Wie kannst du es wagen unseren Glauben als Mythen zu beschimpfen!“, entbrannte Gannel zornig. „Ich bestreite ihn doch nicht, ich sage, dass man nicht alles glauben sollte, nur weil jemand es mal niedergeschrieben hat. Ich denke man kann etwas auch begreifen ohne daran zu glauben“. Gannels Gesicht lief rot an und voller Zorn konterte er. Arya lächelte. Nele und Eragon verloren schnell den Faden und konnten den Streit nicht folgen. Arya kritisierte das Verhalten des Durgrimst Quan, da sie ihre Reichtümer lieber behielten anstatt den Bedürftigen zu helfen. Gannel griff das als Andeutung auf, das Arya dachte die Zwergengötter wurden nicht existieren. So stritten sie weiter und während Gannel immer zorniger und lauter wurde, blieb Arya höflich und ruhig. Nele fand ihr Verhalten beeindruckend. Schon viel zu oft, ist ihr aufgefallen wird sie selbst laut oder launisch, ihr entgleitet die Kontrolle. Arya hingegen ist die Ruhe
selbst und kontrolliert ihre Stimme tadellos. Nele begann zu hoffen, dies auch zu lernen. Nach einigen Minuten hob Arya die Hand: „Grimstborith, dass ist halt der Unterschied zwischen uns. Du glaubst an Dinge die du für wahr hältst, sie aber nicht beweisen kannst. Deshalb lass uns darauf einigen das wir uns uneinig sind. Ich bin nicht gekommen um zu streiten“. Sie wandte sich an Nele und Eragon. „In der Stadt entstehen Proteste. Die Az Sweldn rak Anhuin haben die die Bewohner gegen euch aufgehetzt. Undin befürchtet Demonstrationen und schlimmstenfalls Randale. Er ist, wie ich der Meinung, dass es am sichersten ist, sofort in seine Halle zurück zukehren und dort bis zu unser Abreise zubleiben“. Die Drachenreiter nickten und bedankend sich bei Gannel für dessen Zeit. Dieser nahm ihre leeren Krüge entgegne und sagte: „Es war mir eine Ehre euch in Glauben der Gemeinschaft einzuweisen, der ihr angehört. Möge Gunteras Segen mit euch sein“.
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