Eragon - Das Mädchen ohne Erinnerungen

GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Arya Brom Eragon Murtagh OC (Own Character) Saphira
07.07.2018
25.09.2020
57
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08.07.2018 1.392
 
Der Bauernhof
Nele folgte den einfachen Trampelweg der durch fast hüfthohes Gras führte. Der Mond war die einzige Lichtquelle, doch er spendete genügend Licht, um nicht vom Weg ab zukommen. Seit sie das Dorf Carvahall hinter sich gelassen hatte, überlegte Nele wie sie jetzt vorgehen sollte. Wie soll ich meine Lage erklären, ohne verrückt zu klingen?, fragte sie sich selbst. Während des schnellen Laufens spielte sie an ihren Gürtel herum. Plötzlich und schneller als Nele es erwartet hatte, sah sie ein Bauernhof. Auf den Dach ragte ein dicker Schornstein, auf der Veranda stapelte sich ein Haufen Feuerholz und erst jetzt wird Nele bewusst, dass sie nicht weiß was sie sagen soll. Sollte sie sagen das ein Mädchen namens Katrina sie geschickt hat?

Nele muss lauter gewesen sein, als sie gedacht hatte, denn die
Tür des Hauses ging auf und ein Mann kam auf die Veranda mit seinen Blick auf Nele gerichtet. Das muss Garrow sein, dachte Nele aber sagte kein Wort laut. Der Mann war mittleren Alters, trug von der Arbeit abgenutzte Kleidung, hatte eine Lederschürze um und trug einen Bart in den schon weiße Haare zu erkennen waren im Gesicht. ,,Kann ich dir helfen, mein Kind?", fragte der Mann der Garrow sein musste, seine Stimme klang freundlich. Nele schluckte schwer und bemühte sich ihre Stimme fest klingen zu lassen: ,,Verzeiht die späte Störung, mein Herr. Ich komme nicht aus dieser Gegend und wurde von einen Mädchen mit Kupfer rotem Haar - Ihr kennt sie bestimmt, zu euren Hof geschickt. Sie sagte mir Ihr und eure Söhne könnten mir helfen". Hinter Garrow kam ein Junge zum Vorschein, er war vielleicht siebzehn und hatte braunes strubbliges Haar. Er flüsterte Garrow etwas zu worauf dieser laut sagte: ,,Wenn Katrina dich schickt, dann bist du bei uns willkommen, trete herein und dann erzähl uns deinen Geschichte. Ich würde es mir niemals verzeihen, dich draußen bei dieser Kälte stehen zu lassen". Nele lief auf die Veranda zu und bedankte sich vielmals.
Im Haus war es angenehm warm und Nele blickte zu den großen Kamin in den ein Feuer loderte. Nun da sie im warmen stand, bemerkte sie erst, wie kalt es draußen war. Ein paar Schritte von ihr weg, stand ein ebenfalls großer Tisch, der schon sehr alt aussah, genau wie der Fußboden bestand er aus Holz und hatte sich im laufe der Jahre abgenutzt. Am Tisch saß ein Junge, auch er hatte braunes zotteliges Haar, er schien etwas jünger als Nele zu sein. ,,Wie ist dein Name, mein Kind?", fragte Garrow und bot ihr einen Sitzplatz an, welchen sie gern annahm. ,,Mein Name ist Nele", war ihre kurze Antwort. Nele bemerkte wie müde und erschöpft sie eigentlich war und musste sich ein Gähnen unterdrücken. ,,Roran bring ihr bitte was zu essen, wir sind gastfreundliche Menschen", kaum hatte der Mann die Worte zu seinen Sohn gesagt, stand dieser auf um etwas zu holen. ,,Mein Name ist Garrow und das ist mein Sohn Roran und mein Neffe Eragon aber für mich sind beide meine Söhne", stelle er sich und die Jungen vor. Nele blickte kurz zur ihrer rechten um den Jungen Eragon zu sehen. Er hielt seinen Kopf nach unten, so das ihn seine Haare vor die Augen hingen. Noch hatte er nichts gesagt und sich weiter mit seinen Essen beschäftigt. ,,Erzähl mir wieso Katrina dich in der Nacht zu uns schickt, Nele", bat Garrow und sie folgte seiner Bitte. Erst holprig dann flüssiger, erzählte Nele ihnen wie sie im Buckel zu sich gekommen war. Sie berichtete wie ihre Kleidung noch klamm war, während sie durch den Wald rannte. Sie stoppte um sich bei Roran für das Essen zu bedanken. Garrow hörte ihr konzentriert zu und stellte einige Fragen. Immer wenn Nele sich zu Garrow wandte und ihn seine Frage zu beantworten, sah sie aus ihren Augenwinkel, wie Eragon sie eindringlich beäugte.
Nele konnte spüren, dass er ihr nicht glaubte. Garrow nickte verständnisvoll und verkündete:,,Ab heute bist du unser Gast und morgen wird Eragon dir den Stein zeigen, den er gefunden hat. Wir haben ein freies Bett in den du vorerst schlafen kannst". Nele bedankte sich und bot ihre Hilfe im Haus an, welche Garrow nickend annahm. Wenige Augenblicke später, lag Nele mit gefüllten Magen in einen Holzbett mit einer Stroh Unterlage. Eingerollt in einer dicken Wolldecke und umhüllt von Wärme, schlief sie kurzer Hand ein.

Als sie Stimmen und Geräusche am nächsten Morgen weckten, fühlte sie sich wie zuhause. Ihr wurde schwindlig bei diesen Gedanken, so sehr das sie sich im liegen ans Holzbett klammerte. Hatte sie überhaupt eine Familie? Wo waren sie? Warum konnte sie sich nicht an sie erinnern? Als der Schwindel verflog, setzte Nele sich auf, schwang ihre Beine über die Bettkante und legte ihren Kopf in den Nacken. Als sie die Augen schloss, hörte sie das rauschen ihres Blutes und konnte das dröhnen in ihren Kopf nicht mehr ignorieren. Während sie immer noch ihre Augen geschlossen hatte, klopfte es an der schiefen Holztür, welche sich nicht richtig schließen ließ. Nele öffnete eins ihrer Augen und schaute zur Tür. Eragon stand im Türrahmen, er trug das gleiche wie gestern Abend, nur seine Haare waren nass. Anscheinend hat er sie sich mit Wasser gewaschen, dachte Nele, als sie ihn betrachtete. Kurz schauten sie sich nur still an bis Eragon sich räusperte: „ Ich soll mit dir nach Cravahall, aber davor möchte mein Onkel dich noch etwas fragen“. Damit drehte er sich um und verschwand. Mit eine leisen Seufzer, stemmte sich Nele aus den Bett und kletterte die Holzleiter herunter. Garrow saß bereits am alten Holztisch und als er Nele die Leiter herunter kommen sah, lächelte er ihr freundlich zu und begrüßte sie. Nele erwiderte zögernd und setzte sich zu ihn an den Tisch.
Sie schwiegen, bis Roran sich vom Ofen aus räusperte und seinen Vater einen Blick zu warf. „Ich verstehen, warum du gestern in Cravahall von den Bewohner so betrachtet worden bist... “, setze Garrow leise aber bestimmt an. Nele kam den Mann zuvor und erwiderte ebenfalls leise: „Weil ich eine Fremde bin, die durch den Buckel geirrt ist?“. Doch Garrow schaute sie verwirrt an und sah danach zu seinen Söhne, die sich nun auch an den Tisch gesellt hatten. „Nun daran liegt es bestimmt auch, aber ich denke mein Vater wollte darauf hinaus, dass du Hosen trägst und kein Kleid“, murmelte Roran mit roten Kopf. Nun war auch Nele verwirrt und schaute im sitzen an sich runter. Ihre Hose war durch den gestrigen Tag noch etwas dreckiger geworden, bemerkte sie. „Ich..“, setzte fragend an, doch wurde von Garrow unterbrochen. „Ich glaube in ganz Cravahall, hat nie jemand Weibsbild in Hosen gesehen. Das ist sehr fremd...ich würde es gut heißen, wenn du ein altes Kleid von uns anziehen würdest, bevor Eragon mit dir nach Cravahall geht. So bist du nur noch ein unbekanntes Gesicht und wir können dich als eine entfernte Bekannte von uns ausgeben“. Kaum hatte Garrow das gesagt, sprang Roran auf und wollte protestieren, doch Garrow beendete Rorans Aufstand mit einer Hand Bewegung.
„Solange wir nicht wissen, was Eragon da im Buckel gefunden hat und was Nele damit zu tun hat, ist das das einzige was wir tun sollten“, Garrows Betonung lag besonders auf Nele.
Womit soll ich etwas zu tun haben?, fragte Nele sich. Was habe ich mit einen Stein zu tun?
Wenig später trug Nele ein älteres aber immer noch sauberes Kleid, welches aus einen grauen Unterrock, einen bläulichen Überrock, einen grauen Oberteil und einer Schürze bestand.
Nele hatte dennoch beschlossen, ihre Hose unter den Kleid an zu behalten. Ihren Gürtel, hatte sie sich unter die Schürze gebunden, so dass er und der Dolch vor neugierigen Blicken geschützt waren. Eragon hatte immer noch kein weiteres Wort mit ihr gewechselt und als Roran sie in den Kleidern sah, drehte dieser sich einfach weg und verließ das Haus. Nele blickte Hilfe suchend zu Garrow, doch dieser trug einen traurigen Gesichtsausdruck und nickte ihr stumm zu. Kurz darauf machten Nele und Eragon sich auf in Richtung Cravahall. Was hat es mit diesen Kleid auf sich?, fragte Nele sich, als sie noch mal zum Bauernhof um drehte. Und wenn schon, dachte ein anderer Teil ihres ohne hin noch schmerzenden Kopfes. Viel wichtiger ist es doch, was dieser Junge Eragon im Buckel gefunden hat und warum sie denken ich hätte etwas damit zu tun.
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