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GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Elijah Kamski Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor RT600 Chloe
07.07.2018
07.07.2018
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07.07.2018 1.628
 
Es war Winter. Die Straßen waren vereist und die Stadt war in meterhohen Schichten Schnee eingedeckt. Trotzdem musste Juli dringend zum Arzt. Seit Tagen lag sie stark fiebernd im Bett und bekam kein Auge zu. Schnell, aber dennoch vorsichtig, fuhr Hank das alte Auto in Richtung Krankenhaus. Ihre Atmung wurde schlagartig schwächer, weshalb sie sich sofort auf den Weg machten. Es hieß, ein Arzt könnte bei diesem Wetter nicht zu ihnen nachhause kommen, darum mussten sie halt zu dem Arzt.
Alles lief relativ gut. Connor saß auf dem Beifahrersitz damit Juli hinten auf der Rückbank liegen konnte. Leise lief die Lieblingsmusik des Kindes im Hintergrund um sie etwas zu beruhigen. An einer Ampel richtete die Schwarzhaarige sich kurz auf und packte sich an den Kopf.
"Papa, mir tut alles weh." schluchzte das Mädchen zitternd.
Der Android hatte sie schon in gefühlt 10 Decken gewickelt damit es ihr warm wurde, doch half das alles nichts.
"Wir sind fast da Kleine. Ich bring dich ins Krankenhaus und dort wird man dir helfen." sprach Hank aufgewühlt mit den Blick nach vorne gerichtet.
Immer wenn er bei solchen Wetter fuhr dachte er an damals. Den Tag an dem er seinen Sohn verlor.

Nur schwer erkannte man als die Ampel von rot auf grün wechselte und langsam fuhr Hank über die Kreuzung.
Plötzlich hörte man nur noch ein lautes Hupen durch den Sturm schallen.
Ein LKW Fahrer, der der Meinung war, am Handy zu spielen und dabei über die rote Ampel zu fahren, kam von rechts auf sie zugerast. Der Boden war zu rutschig zum bremsen und schon ging alles so schnell.
Ein lauter Knall und verzweifelte Hilfe rufen traten aus dem Auto herraus und ehe man sich versah nahm der LKW dieses noch mehrere Meter mit.
Der Aufprall war so immens, dass Juli während der Fahrt nach draußen geschleudert wurde und regungslos am Straßenrand lag.
Der Lieutenant war kurzzeitig bewusstlos und hatte zum Glück nur eine leichte Kopfplatzwunde.
Connor war, wie auch immer, kaum was zugestoßen, außer ein kurzer Zusammenbruch des Systems, welcher aber schnell behoben werden konnte.
Der Wagen drehte sich noch einige Runden, landete dann auch in einem großen Schneeberg und blieb stecken. Panisch stieg der Android aus und rannte sofort zu dem Kind.
Zitternd lag sie da und kniff die Augen zusammen. Ihre Atmung war kurz und hektisch und sie lag in einer Blutpfütze. Als Connor sie in die Arme nahm färbte sich seine Kleidung sofort rot.
"Alles wird gut, okay. Halt einfach durch mein Schatz." versuchte der Braunhaarige sie zu beruhigen.
Man sah ihr die starken Schmerzen an und der Schnee fing langsam an sie zu bedecken.
Trotz das Connor auf der Stelle einen Krankenwagen bestellte kam nach einer Weile immer noch keiner. Das Wetter hielt einfach alles und jeden auf sich irgendwo hin zu bewegen.
Es ging um jede Minute und langsam fing der Mann an die Hoffnung zu verlieren, als plötzlich eine Limosine neben sie fuhr und ein Android schnell ausstieg.
Die Frau nähert sich den beiden und wollte Juli hochheben, als Connor sie wegstieß.
"Fass sie nicht an." schrie er bissig und hatte leichte Tränen im Gesicht.
"Wir wollen ihr helfen. Vertrau mir. Sie muss dringend in ein Krankenhaus." sprach die Stimme ruhig und löste Connors Hände von seinem Kind.
Vorsichtig hob sie die Schwarzhaarige hoch und lag sie in das, anscheinend sehr teure, Auto.
"Steig ein. Jemand wird sich um deinen Freund kümmern. Aber das Leben dieses Mädchens ist gerade wichtiger." rief sie dem Androiden zu und schloss die Tür nachdem er zögernd einstieg.
Das Abteil wo sie saßen war von den anderen abgeschirmt. Darin saßen jetzt nur er, die unbekannte Frau und seine Tochter, welche so lag, dass sie ihren Kopf auf Connors Schoß liegen hatte.
"Sie wird es schaffen. Wir müssen uns nur beeilen." sagte die helle Stimme und zog ihre Kapuze runter.
Er kannte dieses Gesicht. Diese blonden Haare, das war eine Chloe.
Ohne ein Wort zu sagen streichelte Connor zärtlich Julis Kopf, welche immer noch die Augen geschlossen hielt und gerade mit ihrem Leben kämpfte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hielt sie endlich an und jemand öffnete von draußen die Autotür.
Mehrer Arztandroiden hoben die Kleine sachte auf eine Trage und schoben sie ins Krankenhaus hinein. Ihre Begleitung sprang sofort auf um mitzugehen, als die Blonde ihn am Handgelenk packte.
"Ganz ruhig. Ihr wird jetzt geholfen. Warten sie noch etwas, ihr Freund ist auf den Weg hier her." meinte sie nur und schloss die Tür wieder, damit nicht zu viel Schnee reinflog.
"Wieso helft ihr uns? Hat Kamski was damit zu tun? Was passiert mit meiner Tochter?" fragte der Braunhaarige misstrauisch.

"Weil dieses Kind nicht sterben soll. Elijah hat uns den Befehl gegeben euch zu helfen. Was seine Hintergründe sind weiß ich nicht. Ihr wird geholfen, versprochen." antwortete Chloe darauf monoton.

Etwas später öffnete sich erneut die Tür und ein andere Chloe stand draußen, neben ihr Hank mit einem Verband um den Kopf.
"Wo ist Juli???" fragte der Grauhaarige panisch.
Er schien noch sichtlich unter Schock zu stehen. Wenn Juli jetzt das selbe passieren würde wie Cole, dann wäre das das Schlimmste was je hätte geschehen können.
Hank liebte sie wie sein eigenes Kind, deshalb konnte er sie jetzt einfach nicht verlieren.

Gemeinsam warteten Connor und Hank zusammen vor einem Zimmer, welches in einem unteren Stockwerk etwas abseits der anderen Räume war.
Ungeduldig sah der Ältere alle zwei Sekunden auf die Uhr und ging vor der Tür auf und ab. Der Android saß auf einen der wenigen Stühle und versuchte irgendwie die Ruhe zu bewaren.
Irgendwann öffnete sich dann die Tür und beide Männer blickten geschockt in eisblaue kalte Augen.
Vor ihnen stand Elijah Kamski. An seiner Kleidung und den Händen befanden sich Rückstände von sowohl roten, als aber auch von blauen Blut.
Mit einem Tuch in der Hand rieb er sich die Haut sauber und trat trocken ohne ein Wort zu sagen zur Seite und ließ die zwei Männer hineintreten.

Mitten im Raum stand ein Bett, indem Juli mit geschlossenen Augen drinne lag. Sie trug eine Atemmaske und wurde daher gerade noch künstlich beatmet. An ihren Armen waren mehrere Schläuche angebracht. Auch dort wieder floß durch einen von diesen rotes Blut, durch ein anderen blaues.
Das verwunderte Connor sehr, aber es beruhigte ihn schonmal ungemein, als er sie atmen sah. Zwar schien es dem Mädchen noch schwer zu fallen, doch sah man an der Maschine neben ihr, welche auch an ihr angeschlossen war, dass sie wieder stabil wurde.

Zärtlich strich der Braunhaarige seinem Kind einige der schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht und dann über ihre Wange.
Neben ihn hielt der alte Mann ihre Hand so fest wie noch nie.
Beide waren froh sie lebend zu sehen.

"Ich habe sie so weit es ging retten können. Es war eine ziemliche Herausforderung, da ihr Körper durch die derzeitige Krankheit extrem geschwächt war. Doch habe ich sie gut hinbekommen." unterbrach plötzlich Kamski die Stille mit kalten Ton.
Zwar war Connor froh dies zu hören, doch stellte er sich trotzdem diese eine Frage: Wieso hat Kamski sich um Juli gekümmert? Er ist bestimmt kein Arzt und kümmert sich normalerweise um Androiden. In dem Moment weiteten sich die Augen das Braunhaarige und er realisierte gerade etwas. Geschockt drehte er sich zu dem Dunkelhaarigen Mann um und sah ein leichtes Grinsen in seinem Gesicht.
"Zeig es ihnen Chloe." sprach dieser stumpf und lehnte mit dem Rücken gechillt gegen die Wand.
Wie es ihr befohlen wurde ging die Blonde auf die andere Seite des Bettes und stand zögern vor dem Mädchen.
Dann griff sie Julis Hand, welche sich dadurch weiß färbte. Bis zu den kleinen Oberarm verschwand die Haut, genau wie bei einem Androiden.
Fassungslos nahm Hank seine Hände zu sich und trat einen Schritt zurück. Connor bliebe stehen während seine Augenbraune leicht nach unten gingen und etwas Wut zeigten.
"Was haben sie mit meinem Kind gemacht." brüllte der Lieutenant in das Gesicht Elijahs als er diesen schon an seinem Oberteil packte und gegen die Wand drückte.
"Sie gerettet." entgegnete dieser eintönig und wandte den Blick nicht ab.
In dem Moment ließ Hank los und schwankte etwas nach hinten.

"War es die einzige Möglichkeit?" sprach Connor mit leiser Stimme und streichelte erneut zärtlich über Julis Haut.

"Ja." antwortete Kamski direkt.
"Um ehrlich zu sein, hätte sie so einen Unfall normal nicht überlebt. Ich hatte schon lange vor mal soetwas zu probieren, und es scheint gut geklappt zu haben." fügte er hinzu und wirkte dabei mehr als nur kaltherzig.
"Also war unsere Tochtet nur ein Versuchskaninchen?" schrie Hank und war kurz davor wieder auf den Mann loszugehen.
Der Dunkelhaarige lachte leicht und meinte nur:
"Wenn sie es so sehen wollen. Ja. Doch sollte sie eigentlich froh sein, dass ich es getan habe. Es gab nunmal nichts zu verlieren. Sie wäre sowieso gestorben, also wieso sie nicht versuchen am Leben zu erhalten, indem ich ihr Teile eines Androiden einsetze. Und so faszinierend es ist, hat sie genau deshalb überlebt."
Nach kurzen aus und wieder einatmen sprach er weiter: "Die Kleine wird ganz normal weiter leben können. Ihr linker Arm sowie ihr rechtes Bein sind die eines Androiden. Sowohl musste ich einige Organe ersetzen. Ihr eines Auge war so beschädigt, das sie blind geworden wäre, doch habe ich auch dieses gegen Ersatzteile eingetauscht.
Eine ihrer Lungen wurde kommutiert und durch einige Adern fließt deshalb nun auch blaues Blut. Aber sonst geht es ihr wieder gut."

So sauer und schockiert Hank und Connor gerade auch noch waren, sind sie trotzdem mehr als glücklich ihr Kind wieder zu haben.
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