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Verwirrende Gefühle (II)

von Desyline
GeschichteFamilie / P18 / Gen
Brian Cooper Byron Sully Colleen Cooper Dr. Michaela Quinn Loren Bray Matthew Cooper
07.07.2018
02.02.2019
59
60.974
5
Alle Kapitel
239 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
07.07.2018 677
 
Hallo Ihr Lieben!

Ich freue mich, dass Ihr hier her gefolgt seid und meine Geschichte weiter lesen und kommentieren möchtet. - Heute habe ich nur einen kleinen Part für euch.

Dafür habe ich aber angefangen meine neue fertige Geschichte zu posten.  Hier der Link dazu:
https://www.fanfiktion.de/s/5b3ca05e0007260919c29e80/1/Ich-begehre-dich-

Wäre toll, wenn Euch auch diese Story gefällt und Ihr fleißig lest und kommentiert!


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Er ging direkt in sein Zimmer und ließ sich auf sein Bett fallen. Jetzt wo er allein war, konnte er endlich seinen Tränen freien Lauf lassen. Er war so erschüttert über alles, dass er nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Er wusste nur eins, dass seine Ehe endgültig am Ende war. Seine Gedanken rasten nur so durch seinen Kopf. - Später klopfte es an der Tür. „Ja?“, rief Joseph und wischte sich schnell die Tränen ab. Die Tür öffnete sich einen Spalt und Charlotte fragte: „Ich bin es – darf ich rein kommen?“ „Sicher“, gab er zurück und sein Herz machte einen kleinen Sprung als sie herein kam. „Ich habe dir einen Tee mitgebracht“, meinte sie zaghaft und reichte ihm die Tasse. „Danke! Du scheinst immer zu wissen, was ich gerade brauche“, antwortete Joseph und wieder stiegen ihm die Tränen in die Augen. „Möchtest du mir erzählen was passiert ist?“, fragte sie sanft und legte eine Hand tröstend auf seine Schulter, „meistens hilft es, wenn man darüber redet und ich bin eine gute Zuhörerin.“ „Vielleicht hast du Recht“, antwortete Joseph und machte ihr ein Zeichen, dass sie sich zu ihm aufs Bett setzen sollte.

„Und was ist mit den Kindern?“, fragte Joseph schnell, weil sie ihm einfielen, „sie werden dich brauchen.“ „Nein, sie sind längst im Bett.“ „Was, so spät ist es schon?“, war Joseph erstaunt, er hatte das Gefühl für die Zeit vollkommen verloren. „Ja, nachdem du nicht zum Abendessen erschienen bist, dachte ich mir, ich schau mal nach dir. Ich kann dir auch noch schnell was zu essen holen, wenn du Hunger hast“, bot Charlotte an. „Danke nein, ich habe keinen Hunger“, antwortete Joseph niedergeschlagen. „Gut, dann erzähl“, forderte Charlotte wieder sanft auf. Stockend erzählte er dann, was sich am Tage zugetragen hatte. Charlotte schüttelte ebenfalls darüber ihren Kopf: „Das ist allerdings sehr niederträchtig“, gab Charlotte zu, „Wie hat Michaela darauf reagiert?“ „Sie hat geweint und gefragt, wie ihre Mutter so etwas nur tun konnte“, antwortete Joseph. „Arme Michaela“, seufzte Charlotte, „aber du hast es auch nicht leicht.“ Durch ihre Anteilnahme löste sich bei Joseph eine Sperre und er fing an von seinem Leben zu erzählen.

Er erzählte alles – wie er Elisabeth kennengelernt hatte, wie glücklich er war als seine Töchter geboren wurden und den Schwierigkeiten, die danach einsetzten. Ebenfalls über die Fehler, die er, wie er nun wusste, begangen hatte. Dem unausweichlichem Zerwürfnis seiner Familie und dass er glücklich war, dass es Michaela endlich gut ging. Charlotte hingegen erzählte zwischendurch von ihrem Leben, von ihrer Ehe und dem Aus, um ihm zu zeigen, dass sie ihn verstand, denn sie hatte ähnliches durchmachen müssen. Auch Charlotte tat es gut, über ihre Gefühle und ihrem Leben zu reden und so gingen beide erst ins Bett als es draußen schon hell wurde.

Da der Tag ein Samstag war und Brian nicht in die Schule musste, frühstückten alle zusammen recht spät. Als Charlotte und Joseph kurz allein waren, bedankte sich Joseph bei Charlotte: „Danke, dass du mir zugehört hast – es hat mir sehr geholfen.“ „Das Kompliment kann ich zurück geben. Ich hatte bisher auch noch keinen so guten Zuhörer, dem ich alles erzählen konnte“, antwortete Charlotte. „Ich dachte, du hättest viel mit Michaela geredet“, erwiderte Joseph erstaunt. „Ja, aber nicht über alles. Sie weiß zwar, dass mein Mann noch lebt und dass er mich verlassen hat und alles Geld mitgenommen hat aber mehr auch nicht“, gab Charlotte leicht errötend zu. Beide spürten in diesem Moment eine Art Anziehung zu einander, denn ihnen wurde bewusst, wie viel sie dem anderen schon anvertraut hatten. Joseph gab Charlotte schnell einen Kuss auf die Wange und ging, bevor Charlotte noch etwas sagen konnte.
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