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[9] I/ME/MINE

GeschichteDrama, Familie / P18 / Gen
Elijah Kamski Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor RT600 Chloe
06.07.2018
21.07.2018
25
28.298
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06.07.2018 1.102
 
"Jetzt sei nicht so empfindlich." meinte Hank nur lachend.
"Die Couch ist ziemlich hart, war dein Bett nicht groß genug für uns beide?” sagte der Neue zynisch mit einem Zwinkern.
Der Blick der Schwarzhaarigen war wütend. Sie sah Connor an und mied den Augenkontakt mit allen anderen im Raum.
“Du bist immer noch ein ziemliches Arschloch, AJ.” zickte Juli etwas, stand auf und ging auf ihr Zimmer.

Langsam drehte sie sich zu Elijah und meinte leise: "Am besten du gehst ohne mich...Ich sollte mal wieder Zeit mit meinem Vater unternehmen glaube ich."
Der sah sie skeptisch an doch nahm es zögernd so hin.
Sobald er das Haus verlassen hatte wandte sich Juli von der Tür ab und ging in die Richtung ihres Zimmers.
Mit einem letzten wütenden Blick sah sie leicht zu Hank und fügte hinzu: “Meinem richtigen Dad.”

Connor sah wütend aus. Wütend auf den Mann der ihm gegenüber saß. Egal auf welchen der Beiden.
Mit leichtem Zorn lief Hank nach kurzem Warten der Frau hinterher. Wütend klopfte er gegen die Tür und schrie, dass sie aufmachen sollte.
Doch bekam er keine Antwort.
Ein paar weitere Male versuchte es noch und drohte schon die Tür einzutreten, als ihm plötzlich die Augen geöffnet wurden. Seine zur Faust geballte Hand, lag auf dem weißen Holz, fuhr nun nach unten und löste sich langsam. Er legte seine Stirn dagegen und kniff die Augen zusammen.

"Es tut mir Leid..." flüsterte er mit zittriger Stimme.
Die Wut, und wahrscheinlich auch der Alkohol, haben ihn blind gemacht. Alles was er hörte, war ein leises Weinen, welches aus dem Zimmer, vor dem er stand, kam. Sie weinte seit sie aufstand, doch merkte er es einfach nicht.
"Lassen sie mich mit ihr reden Lieutenant." hörte der Mann plötzlich den Androiden sagen und spürte eine Hand auf seiner Schulter. Er drehte sich um und sah in leicht wütende, braune Augen.
Der Grauhaarige nickte und ging zurück in die Küche.
Hank hatte gehofft, dass Juli besser auf AJ reagieren würde, aber da hat er falsch gedacht.
Es war nicht ihre Schuld.

"Schatz? Lässt du mich bitte rein? Hank ist nicht mehr da keine Sorge. Und in dein Zimmer wird auch niemand sonst kommen." versuchte der Android sein Kind zu beruhigen.
Auch er bekam keine Antwort.
"Ich bitte dich. Wie wäre es damit, wenn wir zwei noch was schönes aus dem Abend machen und morgen etwas zusammen unternehmen. Ohne Ajax. Ohne Hank. Okay?" fügte er zögernd hinzu.
Nach einigen Minuten schweigen seufzte der Braunhaarige laut und stand auf.
In dem Moment wo er sich auf den Weg machte zu gehen öffnete sich langsam die Tür.

Erstaunt sah er zurück und trat ein.
"Schließ hinter dir bitte ab Dad." schluchzte die junge Frau und starrte auf den Boden.
Connor musterte sie und sah ein verweintes Mädchen, eingewickelt in einer dünnen Decke auf dem Bett sitzend. Ihr Blick war leer und bedrückt.
Vorsicht saß er sich neben sie.
"Weißt du noch damals...Am meinem Geburtstag bekam ich dieses Zimmer. Ich habe mich sehr darüber gefreut, einfach weil es für mich bedeutete, dass ich nun wirklich eine Familie habe." meinte die Schwarzhaarige leise.

Connor lag seine Arme um sie und entgegnete: "Wie könnte ich das je vergessen."
Sanft kuschelte das Mädchen ihren Kopf an die Schulter ihres Vaters und schloss die Augen.
"Und weißt du noch, was dann passierte?" flüsterte sie und hatte dabei ein ganz leichtes Kratzen im Hals.
Connors Herzschlag beruhigte sie ungemein, auch wenn es kein echtes Herz war, sie spürte ihn trotzdem.
Leicht legte der Android seine Hand auf den Kopf der Frau und fing an sie etwas zu streicheln. Das gefiel ihr.
"Wir...haben dir gesagt, dass du offiziell adoptiert bist. Danach hast du geweint und wir haben uns alle lange und innig umarmt. Das würde ich niemals vergessen." sprach der Braunhaarige, schloss auch seine Augen und legte seinen Kopf auf den seiner Tochter.

Am liebsten hätte Juli noch etwas gesagt, doch hätte es Connor ungewollt verletzt. Bei Situationen wie diesen von vorhin, wünschte sie sich manchmal, das sie nicht Hanks Tochter wäre. Sie selbst hasst sich für diese Gedanken, doch scheint er sie ja sowieso nicht wirklich zu lieben. Es ist nur ihr empfinden, welche durch völlig durcheinander geratene Gefühle entstand.

Wie Connor es ihr versprach, verbrachten die beiden noch den Abend zusammen. Ajax und Hank taten dies auch.
Irgendwann schlief Juli auf der Couch ein, nachdem die beiden Videogames spielten und Filme als auch Serien die Nacht durchschauten, und lag dabei geborgen in den Armen ihres Androiden Vaters.
Am nächsten Morgen wachte sie jedoch alleine auf, befand sich dazu zugedeckt im Bett liegend.
Eigentlich wollte sie nicht aufstehen. Am liebsten gar nicht mehr, aber versprach Connor ihr einen tollen Tag mit ihm.
Verschlafen stand sie also auf und ging, ohne sich vorher wirklich frisch zu machen, langsam in Richtung Küche. Auf dem Weg dort hin schnappte sie sich den viel zu großen DPD Hoddie und zog diesen über.

Ihre langen schwarz-blauen Haaren waren völlig zerstruppelt und hingen halb draußen und halb unter dem Hoodie.
Ihre Augenringe, die sie sowieso hatte, waren stärker zu erkennen als sonst.
Im Gesicht hatte sie ein paar leichte Faltenabdrücke und man hörte ihre Schritte gut, da sie Barfuß war.
In der Küche stand Connor am Herd und machte wie jeden Morgen Speck und Rührei für sie.
Am Tisch saß Hank und las Zeitung, während er ab und zu an seinem Kaffee schlürfte.
Ajax war nicht zu sehen, aber den Geräuschen nach zu urteilen, nahm er gerade das Bad ein.

Langsam zog Juli den Stuhl zu sich um sich hinzu setzen. Keiner sagte auch nur einen Ton.
Nur Connor drehte sich um und sprach fröhlich: "Guten Morgen Juli. Gut geschlafen? Dein Frühstück ist sofort fertig."
Es klang wieder so, wie als ob er einfach nur einen einprogrammierten Satz abspielte.
Launisch murrte die Halbjapanerin ein leises "Morgen." zurück und rieb in ihren Augen.
Sowohl Hank als auch sie mieden Augenkontakt und sprachen kein Wort zueinander.
Connor servierte nach einigen Minuten Stille das Essen für drei und platzierte sich neben sein Kind.
"Aus Höflichkeit sollten wir tzdm warten bis Ajax da ist." meinte der Android, in der Hoffnung, nichts falsches zu sagen.
"Dad. Normalerweise ja. Aber heute kannst du dir deine Höflichkeit echt sonst wo hinstecken." entgegnet Juli trocken und fing an das Essen in sich hineinzustopfen.
Verzweifelt blickte Connor zu Hank, welcher nur mit monotonen Blick seine Zeitung weiter las.
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