Die Unsterbliche

von Raez a Mo
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
05.07.2018
12.11.2018
22
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Edit 22.09.2018:  

Huhu. Seit einigen Tagen hab ich eine Betaleserin die mit mir nach und nach die Kapitel aufarbeitet.
Ich würde dann in den aktuellsten Kapiteln schreiben, welche nun mit der Korrektur ausgtauscht habe und somit lohnt es sich vielleicht für den ein oder anderen n och mal in eins der alten Kapitel reinzuschauen :)

Hiermit danke ich Charon1305 für die Mühe und die Arbeit die sie sich nun macht, denn aktuell sind 14 Kapitel inklusive 2 Prologien on und ich weiß, dass das nicht gerade wenig Arbeit ist.

Also dann, viel Spaß beim lesen ;o)

Raez a Mo
Vorwort, bzw. Anmerkungen zum Geschichtsverlauf und der Timeline:

Guten Abend.
Mir geistert schon seit einiger Zeit eine Story im Kopf herum, die mir als Nebengeschichte zu Peter Jacksons Kinofilm „The Hobbit“ gefallen würde.
Primär geht es um den Thorin Eichenschild ungefähr zehn Jahre bevor er auf die verhängnisvolle Reise zum Erebor aufbricht.
Wenig ist über ihn tatsächlich bekannt, was aber bekannt war, war dass er hier und da auf Reisen ging und sei es nur darum um später seinen verschollenen Vater zu suchen.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Reisen, wenn auch nicht von seinem gewünschten Erfolg gekrönt, dennoch viel lehrreiches und interessantes auch für ihn beinhalteten.
Ein Wesen wie Thorin Eichenschild, der seinen Beinamen in einer Schlacht, die er zwar gewonnen, deren Preis jedoch unbezahlbar blieb, bekam, ist sicherlich kein guter Kumpel zum Tratsch, aber als Freund und Helfer stets jemand, auf den man sich immer verlassen konnte.
So auch seine hohe Aufopferungsbereitschaft gegenüber seiner Sippe, für die er stets als Anker und auch als König galt.
Seine Neffen verehrten ihn, wie auch seine Freunde und niemand von ihnen zögerte in dem Moment, als er nach Getreuen für seine Reise suchte.
Doch wie schwer lastete tatsächlich die königliche Verantwortung gegenüber der zwergischen Sitte auf ihn? Und hatte er tatsächlich nur den Grund den Arkenstein zurück zu bekommen, damit er die Heere für einen aufziehenden Krieg, dessen dunkle Zeichen er selbst noch gar nicht wahrgenommen hatte, vereinen konnte, oder hatte er vielleicht sogar ganz eigene Gründe, der König der Könige zu werden?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Thorin erzählt, was ihn höchstwahrscheinlich OCC werden lässt, was ich aber eigentlich nicht beabsichtige.

Aber ok, Schluss mit dem Gejammer. Mal sehen was sich hier bringen lässt.
Es ist meine erste Geschichte und ich will sie definitiv zu Ende bringen. Sie soll nicht so extrem umfangreich werden wie ein Buch, aber ich hoffe schon, dass ich alles soweit rüberbringen kann, dass jeder (irgendwie) weiß wie es gemeint ist.





Prolog: Die Unsterbliche


Unsere Hände hatten sich gleichzeitig in das struppige Kaninchenfell gekrallt.
Ich hatte es freilich zu erst gesehen aber mit einem Bogen bewaffnet erlegte sie das Tier viel schneller als ich.
„Das ist mein Kaninchen!“, schrie sie mich sogleich an und packte ebenfalls beherzt zu.

Ein blondhaariges, halbwüchsiges Menschenkind. Weiblich, aber noch völlig ohne Anzeichen von Fraulichkeit.
Mir bereits über den Kopf gewachsen, aber längst nicht so groß wie ihre ausgewachsene Sippe.
„Hab Respekt, du Plage! Du weißt ja nicht wen du vor dir hast,“ grollte ich ihr erzürnt zu und sie grinste und zerrte an dem toten Tier.
„Wahrlich, einen dreckigen Dieb und ein Naugrim! Mein Vater schlägt Euch euren hässlichen Kopf ab!“, erwiderte sie und ich packte sie vor Zorn am Handgelenk.
„Na Euren Vater will ich kennenlernen, aber vorher gibt’s eine Tracht Prügel!“, sagte ich und schon stemmte sie sich mit den Beinen gegen mich, trat und strampelte, wie man es bestenfalls von ihren Pferden erwarten würde.
Also war an dem Gerücht, dass das Volk Rohans ihren Pferden nicht unähnlich war, tatsächlich etwas dran.
Aber verdammt, war dieses Rotzgör stark. Dürr und schlaksig war sie und man würde es auf keinen Fall vermuten.
Blitzartig ließ sie das Kaninchen los und ich glaubte mich fast schon am Sieg, doch da packte sie mir in die Haare.
Mir stockte ob der Unverschämtheit der Atem.
Selbst Orks wagten es nicht, einem lebenden Zwerg in die Haare zu packen.
Mit einem wütenden Aufschrei ließ ich ihr Handgelenk los und packte ihr ebenfalls in das typische flachsblonde Haar.
„Au! Elender Zwerg! Lass los!“, schrie sie mich an und ergriff meine Hand.
„Lass du zuerst los! Mir in die Haare zu packen, warte du nur ab!“, drohte ich wütend und dann spürte ich mit einem Ruck, dass sie mein Handgelenk wieder losließ und sah, wie sie ein Messer von ihrem Gürtel zog.

Ich war schnell genug ihren Arm abzufangen, ließ dabei aber ihre Haare los und Mahal, was war das für eine unglaubliche Kraft, mit der dieses Kind auf mich eindrosch?
War das hier überhaupt ein Kind?
Sie hing in meinen Haaren, hatte ihre Beine um meine Tailie geschwungen und klammerte sich mit derartigen Druck fest, dass mir fast die Luft aus ging.
Und zu allem Überfluss attackierte sie mich noch mit einem Messer.
Es reichte.
Das musste enden und zwar jetzt!

Nun ließ auch ich das Kaninchen los, packte mit meiner nun freien Hand dem Saum ihres Leinenhemds und knallte sie mit derartiger Wucht rücklings auf den staubigen Boden, dass sie das Messer und mich losließ und hustend und japsend nach Luft schnappend liegen blieb.

Wütend riss ich sie wieder auf die Beine und schüttelte sie wie eine Ratte, doch das beeindruckte sie kaum und so trat sie mir beherzt ins Gesicht.
Schmerz explodierte an meiner Nase und ich ließ sie los und strauchelte zurück.
Während ich mir die blutende Nase hielt, kam sie wieder auf die Beine, sprang furchtlos wie ich es kaum kannte auf mich zu und riss mich zu Boden.

Sie war über mir, platzierte einen Fausthieb in mein Gesicht und sagte: „Ich bin unsterblich, dämlicher Zwerg und du wirst daran nichts ändern!“
„Doch!“, erwiderte ich und fing ihre Faust beim nächsten Schlag ab.

Die Rangelei fing von vorne an und wurde mit kratzen, beißen und treten erweitert.
Doch dann vernahm ich Hufgetrappel und auch sie stockte in ihren Bewegungen, sah mich mit siegessicheren Lächeln an, dass nur von ihrer Arroganz übertroffen wurde.

„Papa! Der Zwerg hat unser Abendessen gestohlen! Ich habe es tapfer verteidigt,“ rief sie und strampelte erneut um sich aus meinem Griff zu winden, doch ich dachte nicht in Traum daran sie los zu lassen.

Wir wurden von Reitern umrundet, an der Zahl vorne weg zehn und nicht auf Ponys, sondern auf hohen Rössern sitzend.

„Gestohlen habe ich nichts! Ich habe es zuerst gesehen!“, verteidigte ich mich selbst donnernd und kam mir im Anschluss davon reichlich töricht vor.
Seit wann hatte ich es nötig mich von einem Kind derart runterputzen zu lassen? Oder überhaupt mich zu rechtfertigen?
„Aber ich habe es erlegt! Es ist meins!“, erwiderte sie aufgebracht und erneut strampelte sie und stemmte sich gegen mich.

„Herr Zwerg,“ sprach nun einer der Reiter, laut und gebieterisch und ich sah auch wie die Göre zusammenzuckte und zu ihm hinübersah.
Es stieg ein hochgewachsener, schmaler Rohirrim von einem Schimmel und kam einige Schritte auf uns zu, die wir dreckig und ineinander verschlugen am Boden lagen.
Lange, flachsblonde Haare, die unter seinem ledernen Helm hervorlugten, fielen ihm etwas zottig auf die Schultern und er trug einen ledernen, schuppigen Harnisch und den darunter für Rohan typischen Waffenrock.

Die Stiefel waren mit grauen Fell besetzt und auch trug er einen mit edlen Beschlägen verzierten Schwertgurt und auch das Schwert an seiner Seite, dessen Griff er nun umfasste und mir mit einer Geste des Vorzeigens präsentierte, signalisierte mir, dass ich es hier nicht mit Räubergesindel zu tun hatte.
Es war ein Marshall. Dieses Balg war die Tochter eines Marshalls.

„Lasst bitte meine Tochter los, Herr Zwerg,“ sprach mich der Marshall erneut an und am liebsten hätte ich ihr das dreckige Grinsen aus dem Gesicht gewischt, dennoch tat ich worum er mich bat und aber nicht nur ich erlebte eine Überraschung.

Kaum hatte ich abgelassen war sie aufgesprungen und zu ihrem Vater gerannt doch noch bevor sie etwas sagen konnte, holte dieser aus und verpasste ihr eine derartig schallende Ohrfeige, dass sie sich einmal drehte und nur mühselig auf den Beinen blieb.
Erschrocken hielt sie sich die gerötete Wange und starrte ihn offenen Mundes an.

„Von allen Zwergen die dir zum ersten Mal begegnen musste es ausgerechnet der König der Langbärte sein, Alvares,“ sprach der Vater mit ernster, sehr, sehr ruhiger Stimme. Er wusste also ebenfalls, wer und was ich war.

„Ich will nichts hören. Geh mir aus den Augen,“ sagte er weiter und Alvares rannte zwischen den Reitern davon und verschwand im Gestrüpp der Uferböschung.
Dann wandte sich der Mann aus Rohan mir wieder zu und trat näher.
Er streckte mir die Hand zum Aufstehen hin und ich war erst versucht sie wegzuschlagen, fühlte ich mich doch massiv von seinem Plag in der Ehre gekränkt, doch nahm ich seine Hilfe an.
Er verbeugte sich vor und sagte: „Sohn von Thrain, Sohn des Thrors, bitte nehmt meine Entschuldigung ob das despektierliche Verhalten meiner Tochter an. Sie ist ein gutes Kind, allerdings fehlt ihr die Mutter sehr und ihre wenigen Sommer haben noch nicht ausreichend Erfahrung gebracht um einen König zu erkennen.“
Ich sah ihn einen Augenblick an ehe ich langsam nickte.
„Lassen wir es vorerst darauf beruhen, doch mit wem habe ich nun die Ehre?“, erkundigte ich mich und der Rohirrim richtete sich wieder auf.
„Ich bin Helger, Herdots Sohn. Ich war Marshall der Ostfold unter König Fengel und nun außer Dienst und als Pferdehirte tätig. Bitte nehmt das Angebot an Euch in unserem Lager auszuruhen und zu stärken,“ bot der Rohirrim an und ich nickte.
Helger war sehr höflich und belesen. Er stieg nicht auf sein Pferd und verzichtete darauf es mir anzubieten, da ihm sehr wohl bekannt war, dass Zwerge auf keinen Fall ein Pferd reiten würden.
Dennoch bat er mir an, mein Gepäck auf sein Reittier zu laden und so lief er den gesamten Weg neben mir her während seine Getreuen um uns herumritten und nach außen vor möglichen Gefahren abschirmten.


Nach nicht allzu langen Marsch kamen wir zu einer Senke in der ein Zeltlager errichtet worden war.
Vorneweg fünfzehn größere Zelte waren in einem Kreis angeordnet, in deren Mitte sich ein großes Küchenzelt befand in dem ein langes, üppiges Feuer vor sich hin glühte.
Mir wurde ein Zelt zugewiesen und man brachte mir Wasser zum waschen und erfrischen.
Dies tat ich und spürte wie gut mir dies tat und auch die ordentliche, pochende Schwellung meiner Nase wurde durch die angenehme Kühle des Wassers gelindert.
Es herrschte ein reges Treiben im Lager und drum herum graste eine große Herde von mehreren dutzend Pferden, vielfach auch mit Fohlen und hier und da waren junge Hengste dabei ihre Kraft miteinander zu messen.
Als ich mich ausreichend erfrischt hatte trat ich aus dem Zelt heraus und ein Mann erwartete mich dort. Ebenfalls ein Rohirrim, scheinbar gleichaltrig mit Helger. Ebenfalls blond und hochgewachsen. Eigentlich sahen hier alle fast gleich aus.
„Mein Name ist Brynjolf, Majestät. Mein Schwager Helger bat mich, Euch zum Feuer zu geleiten,“ sagte er und verbeugte sich.
Ich nickte ihm zu und ließ mich führen.

„Was machte der König der Langbärte in der Riddermark?“, erkundigte sich Helger als ich mich auf den mir zugedachten Platz an der Stirnseite des Feuers auf dem dicken Pelz niederließ.
„Ich suche meinen Vater, Thrain,“ antwortete ich und verspürte einen unangenehmen Stich im Herzen, war meine Suche doch erneut erfolglos gewesen.
Helger nickte sacht, kommentierte meine Suche jedoch nicht und sein Schweigen machte aber meinen Groll nicht besser.
„Er ist nicht tot,“ wisperte ich mehr zu mir selbst als zu ihn.
„Blut ist dicker als Wasser. Wenn Ihr das sagt, wenn Ihr das fühlt, dann wird es so sein,“ meinte Helger schließlich und man stellte uns jeweils einen Krug mit Met hin und auch gab man mir Essen.
Weitaus besseres als mageres Kaninchen.

„Eure Tochter schlägt sich ordentlich,“ sagte ich nach einiger Zeit und Helger lächelte sanft.
„Sie ist eine Kämpfernatur. Sie und ihre Mutter litten am Kindsbettfieber. Ihre Mutter starb, Alvares überlebte. Dann, einige Jahre später, wurde sie von einem Warg angegriffen und man gab sie bereits auf, aber sie überlebte und da erhielt sie auch ihren zweifelhaften Beinahmen: Die Unsterbliche. Sie verlässt sich einfach zu sehr auf ihr Glück und fordert es regelmäßig heraus, wodurch sie durchaus auch mal an den Falschen geraten kann, wie etwa heute,“ sprach er und ich hörte interessiert zu.
Ja, dünn und ungesund sah sie aus, die Kröte, obwohl dieses Lager nicht danach aussah, als müsste man Hunger leiden.
„Sie ist schwierig, in jederlei Hinsicht, Herr Eichenschild,“ sagte Helger und schüttelte den Kopf.
„Aber sei es drum. Esst und trinkt, ruht und schöpft Kraft.“
Im Fortschritt des Abends versammelten sich immer mehr Menschen um das Lagerfeuer und Brot und Fleisch wurden herumgereicht.
Auch Brynjolf setzte sich zu uns, wandte sich an Helger und beide sprachen kurz in Rohirrisch, ihrer archaischen Sprache.
Am anderen Ende des Feuers sang ein älterer Recke ein sanftes, ruhiges Lied und einige der andere fielen leise mit ein.
Ich verstand nur die wenigsten Worte Rohirrisch und kaum einer sprach nicht der Höflichkeit halber Westron in meiner Nähe.
Helger teilte sein Pfeifenkraut mit mir, was mir angenehm in Geschmack war und völlig unbekannt.
„Man nennt ihn den süßen Galenas, oder auch Westmannskraut. Habe ihn von einem Händler aus Gondor,“ berichtete er und ich lächelte leicht und spürte, wie sich die Anspannung des Tages nun endlich vollends ablegte.
Heute Nacht würde ich in einem annähernd sicheren Bett schlafen können. Vielleicht sollte ich dem Rotzgör dafür danken?

Besagtes Rotzgör erschien wenig später mit zerkratzten Beinen, aber gewaschenen Gesicht im Lager an der Seite ihres Vaters, der sie mit sanfter Stimme auf Rohirrisch grüßte.
Sie war in wenigem Abstand zu uns stehen geblieben, warf mir einen äußert giftigen Blick zu und ging dann zu der mir fernen Seite ihres Vaters, der seinen Umhang, den er bereits ob des fortgeschrittenen, kühlen Abends um die Schultern trug, anhob und ihr schützenden, wärmenden Raum bot, in dem sie sich an seine Seite lehnte und er den Umhang über sie legte. Er legte seinen Arm um ihre schmalen Schultern und Alvares verschwand bis auf den Kopf unter dem erdfarbenen, schweren Stoff und ich sah, wie sie leicht zitterte und sich in den schützenden Arm ihres Vaters drückte.  
Helger platzierte einen sanften Kuss auf ihren Haarschopf und wisperte ihr weiterhin leise auf Rohirrisch zu.
Ich sah, wie sie den Kopf schüttelte und Helger die Augen rollte und aufseufzte.
„Dann esse wenigstens meine Reste, du bist viel zu klein und dürr für dein Alter,“ stöhnte er, ergriff seine hölzerne Schale in der noch Reste von Brot und Fleisch darin waren und hielt sie ihr hin.
Alvares griff aus dem Umhang heraus und nahm das ihr angebotene Essen an.
Langsam und mäkelig kaute sie die Bissen, aß aber den gesamten Rest auf und erhielt dann von Brynjolf, ihrem Onkel ebenfalls noch die Reste, ehe sie sich zwischen ihrem Vater und Onkel auf dem Pelz etwas streckte und dann den Oberschenkel ihres Vaters als Kissen benutzte, bevor sie um den Schutz ihrer Ahnen wissend, die Augen zum Schlafen schloss.
Ich beobachtete, wie Helger seiner Tochter gedankenverloren durch das, im Vergleich zu den Zwergen, dünne Haar strich und auch Brynjolf den Teil seines Mantels über ihre Beine, die aus dem Umhang ihres Vaters hervorlugten, legte.
Dieses Kind wurde sehr geliebt und beschützt und auch die Ohrfeige von heute Nachmittag ließ ihren Glauben daran nicht wanken.

„Welchen Weg wollt Ihr als nächstes einschlagen?“, fragte Brynjolf mich und ich sah zu ihm auf.
„Bree, entlang des Grünwegs. Ich kehre in die Ered Luin zurück,“ erwiderte ich und Brynjolf nickte und sah Helger kurz an.
„Wir sind ebenfalls auf den Weg in den Westen und wir können Euch für eine Zeit geleiten. Ich habe kein passendes Pferd derzeit. Zumindest keines was geritten ist. Aber bis Bree kann sich das ändern. Alleine Reisen ist derzeit gefährlicher geworden,“ meinte Helger und ich nickte langsam.

Es war wirklich beschwerlich gewesen, auch wenn ich es durchaus gewohnt war allein zu sein und zu reisen.
Pferdemenschen waren stolz und edelmütig. Vor ihnen hatte ich in der Regel weit weniger zu befürchten als vor Dunländern, bei den man nie wusste woran man war.
Und zu gern tauschte ich meine beschwerliche Reise ohne Bett und tägliche Nahrung gegen den Komfort dieser Truppe, auch wenn die erste Zusammenführung alles andere als lustig war.
So blieb ich zu Gast im Lager der Rohirrim und würde die nächste Zeit mit ihnen reisen.
Als Helger später seine schlafende Tochter sich über die Schulter legte und sich verabschiedete, sah diese mich, als der Vater sich von mir wegdrehte, nochmals an.
Unsere Blicke fixierten einander, doch sie wagte es tatsächlich erneut mir die Zunge herauszustrecken.
Rotzgör.
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