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Das Ende der Strecke

von LilysEyes
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Ashley Dinah Greaseball Pearl
05.07.2018
03.10.2018
18
41.220
3
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25 Reviews
Dieses Kapitel
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05.07.2018 2.599
 
Hallo und schon mal vielen Dank fürs anklicken.

In dieser Geschichte existieren die Starlight Züge in einer Art Parallelwelt, welche Menschen zwar betreten können, ohne die Züge jedoch jemals als lebendig wahrzunehmen. Ich habe mich ein bisschen schwer getan, wenn es darum ging wie die Züge in ihrem Aussehen zu beschreiben sind. Mehr wie die Darsteller in der Show, oder mehr wie richtige Züge? Gibt es da schon irgendwelche ungeschriebenen Fan „Gesetze“?

Letztendlich habe ich mich dann mehr für die anthropomorphisierten Charaktere der Show entschieden, da ich echte Züge für zu begrenzt in ihren Handlungsmöglichkeiten fand. Langer Rede kurzer Sinn, sie sehen eher menschlich aus, leben aber eher wie Züge, also z. B. ohne irgendwelches Mobiliar in ihren Depots, das nicht unmittelbar mit ihrer Aufgabe als Lok oder Wagon zu tun hat.

Zeitlich Spielt das Ganze in der Version der Show wie ich sie das erste Mal gesehenen habe, also noch mit den Rockys, Buffy, Ashley und Caboose, aber ohne Belle den Schlafwagen.

So, ich glaube das wär´s dann mit der Einleitung, bleibt mir nur noch zu sagen: vielen Dank fürs Lesen, hoffentlich macht es Dir mindestens so viel Spaß wie mir das Schreiben.

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Der Wind, der durch den beinah völlig verlassenen Rangierbahnhof pfiff und Schwärme brauner Blätter vor sich her wirbelte, hatte wieder an Stärke gewonnen. Pearl hoffte er würde helfen ihr Kleid zu trocknen. Ein recht großer Kratzer, der ihren Rock verunziert hatte, war überlackiert worden und nun  rollte sie vor der Werkstatt auf und ab und wartete, dass die letzte Lackschicht endlich trocknete. Es traf zu, wie Pearl bestätigen konnte, was über den Unterhaltungswert von trocknender Farbe allgemein gesagt wurde und obwohl sie hoffte, dass sie nicht mehr so sehr ungeduldig war wie als sie noch ganz, ganz neu war, würde Geduld wahrscheinlich nie wirklich eine von ihren Stärken werden.

Pearl seufzte leise, wenn ihr doch wenigstens jemand Gesellschaft leisten könnte.  Aber Ashley  hatte heute Putztag und würde wohl noch den ganzen Abend damit verbringen ihre Aschenbecher zu entleeren und zu polieren. Dinah backte Kuchen für den nächsten Morgen und Buffy war wahrscheinlich noch damit beschäftigt aus orangefarbenen Papierservietten winzige Kürbisse zu falten. Normalerweise half Pearl ihr bei dieser ermüdenden Aufgabe, aber das feuchte Herbstwetter hatte bedeutet, dass  sie ihr Kleid so schnell wie möglich hatte reparieren lassen müssen wenn es nicht rosten sollte.

Pearl fragte sich warum Menschen an Halloween wohl gerne Kürbisgerichte aßen, es schien ihr kein besonders furchterregendes Gemüse zu sein, soweit sie das beurteilen konnte. Vielleicht schmeckte es ja einfach nur zum fürchten. Sie fuhr ein paar langsame Kreise, verloren in ihren Betrachtungen über die Bedeutung von Kürbissen, als plötzlich hinter ihr eine Stimme erscholl.

„Hey, Pearl!“

Pearl zuckte zusammen und hätte fast die Balance verloren.

„Ups, tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken, Süße.“

Buffy rollte vorsichtig auf sie zu, halb verborgen hinter einer großen Metallkiste die sie vor sich her trug.

„Keine Sorge, ein bisschen Aufregung schadet mir sicher nicht“, lächelte Pearl. „ Es kommt mir vor als ob ich hier schon ewig stehe und dieses blöde Ding ist immer noch nicht trocken.“Sie deutete auf ihren Rock.

Buffy lächelte mitfühlend und versuchte über ihre Kiste hinweg die reparierte Stelle etwas besser zu sehen zu bekommen.

„Ist aber gute Arbeit“, nickte sie anerkennend. „Man würde wirklich nicht denken, dass da mal ein Kratzer war.“

„Danke. Es tut mir leid, dass ich dir dieses Jahr nicht mit den Servietten hab helfen können, das muss ja ewig gedauert haben.“

„Na ja, so gut wie“, gab Buffy zu.“ Wenn du magst, kannst du mir ja später helfen die Tische zu dekorieren. Oh, wo ich von Tischen spreche, du weist nicht zufällig wo Dinah ist?“

Pearl schüttelte den Kopf.

„Ich habe sie seit gestern Abend nicht mehr gesehen, aber ich schätze, dass sie noch immer fleißig am backen ist.“

„Tja, das hatte ich auch angenommen, aber ich war grade bei ihrem Depot um die Kuchen für morgen abzuholen und es war niemand zu Hause. Du glaubst doch nicht, dass sie es vergessen hat, oder?“

„Wenn ihr von Dinah sprecht, nein, vergessen hat sie es nicht.“

Ashley kam rasch auf sie zugerollt, ein Blatt Papier in einer Hand. Buffy lächelte erleichtert.

„Sie war wahrscheinlich schon auf dem Weg und wir haben uns einfach irgendwie verpasst, ich seh` dann mal besser zu, dass ich los komme. Bis morgen, Pearl, Ciao, Ash.“

Ashley seufzte und schüttelte den Kopf.

„Kein Grund zu Eile, fürchte ich, ich habe das hier vor einer halben Stunde auf meiner Fensterbank gefunden“, sie hielt das Papier hoch. „ Ich nehme an, Dinah hat es irgendwann letzte Nacht dort hingelegt und ich habe es vorher einfach nicht bemerkt.“

„Letzte Nacht?“ fragte Pearl überrascht.

„Was steht da denn drauf?“ erkundigte sich Buffy  und stellte endlich ihre Kiste ab

„Nun, es sind nicht gerade gute Neuigkeiten.“

Ashley gab Buffy den Brief, der in Dinahs üblicher hellblauer Tinte verfasst war.

Pearl und Buffy  stießen in ihrem Eifer den Brief zu lesen beinah mit den Köpfen zusammen. Sie lasen:

Liebe Ashley, Buffy und Pearl,

ich wollte euch nur wissen lassen, dass ich den Bahnhof für eine Weile verlassen werde. Mir ist endlich klar geworden, dass ich Greaseball nicht brauche und jeder weitere Tag mit ihm mich davon abhält mein eigenes Leben zu leben. Vielleicht werde ich ohne ihn glücklich, mit ihm aber sicherlich nicht. Ich weiß nicht ob oder wann ich zurück komme, nur die Zeit wird das zeigen können. Macht euch keine Sorgen und seid mir bitte nicht böse, dass ich es euch nicht persönlich gesagt habe, aber ich musste einfach nur so schnell wie möglich hier raus.



Alles Liebe,                                                                                                                                                       Dinah

XXX



Pearl versuchte etwas zu sagen um ihren Schock auszudrücken, aber der Kloß in ihrem Hals wollte ihr keinen Ton entweichen lassen.

„Hmm, arme Dinah“, sagte Buffy  leise nach einem Moment. „ Ich wünschte,  wir hätten uns wenigstens verabschieden können, aber...wenn es so für sie das Beste war…“

„Endlich, könnte man sagen“, stimmte Ashley zu. „ Das liebe kleine Ding hat was Besseres  als ihn verdient.“

„Aber...aber ich verstehe nicht“, sagte  Pearl und schniefte ein wenig. „ Ich meine, sie und Greaseball schienen doch so glücklich zusammen. Erinnert ihr euch noch wie Dinah uns erzählt hat, dass er sich dieses mal wirklich geändert hätte und dass sie sich ihre Zukunft mit keiner anderen Lok vorstellen könnte?“

Dinah war ihre beste Freundin und ihr auch vom Alter her am nächsten und Pearl wollte einfach nicht glauben, dass sie den Speisewagen vielleicht nie wieder sehen sollte.

„Ach, Kleine, wein doch nicht“, Buffy tätschelte Pearls Schulter. „ Manchmal funktioniert eine Beziehung einfach nicht, ganz gleich wie sehr man es sich wünscht und sie beenden ist dann einfach das Gesündeste was man machen kann. Wenigstens hat Dinah die Kraft gehabt einen Schlussstrich zu setzen und zu tun was für sie das Richtige war.“

Pearl fuhr sich mit der Hand über ihre Augen und seufzte.

„Ich hoffe du hast recht. Ich meine, ich will natürlich das Dinah glücklich ist, es ist nur...dass ich sie so vermissen werde.“

„Das werden wir natürlich alle...nun ja, Greaseball vielleicht nicht, aber Buffy hat recht, Dinah hat die gesündeste Entscheidung getroffen“, bemerkte Ashley und zog einen Zigarillo aus ihrem Handschuh um ihn Pearl anzubieten.

Pearl schüttelte den Kopf und versuchte zu lächeln.

„Ich frage mich was Greaseball getan hat um Dinah endgültig aufgeben zu lassen, ich hoffe es war nichts allzu Schlimmes, aber…“ Aber wie sie Greaseball kannte, gab es nicht so schrecklich viel, was ihm nicht zuzutrauen wäre.

Ashley zuckte eine Schulter. „ Es war ja nicht so als ob er ihr jemals wirklich Grund gegeben hätte zu bleiben, wenn du mich fragst.“

Pearl nickte stumm, sie fühlte sich immer noch mehr als ein bisschen schuldig, dass sie mit Greaseball das Rennen gefahren war. Sie hatte damals kaum verstanden wie sehr sie Dinah damit verletzt hatte.

„Nun, ich muss ja immer noch die Kuchen holen, wenn Dinah sie überhaupt gebacken hat natürlich, also finde ich ja vielleicht raus was passiert ist“, meinte Buffy nach einer Weile.

„Glaubst du Greaseball würde es dir erzählen?“ fragte Pearl zweifelnd.

„Oh, ich bin mir sicher, dass er jeden wissen lassen möchte, dass es auf keinen Fall seine Schuld war, also wäre ich nicht überrascht wenn er mir etwas erzählen würde, ob das dann aber die Wahrheit ist...“

Ashley verdrehte die Augen und zündete sich einen Zigarillo an. „ Tja, Greaseball und wie er die Welt sah: warum es nie meine Schuld ist.“

Das Leuten einer Glocke klang dumpf durch den aufsteigenden Nebel.

„Oh, ich muss los, ich bin jetzt schon zu spät dran“, Buffy hob ihre Kiste wieder auf. „ Ich wollte Dinah noch die Kürbisse, die ich gefaltet habe, zeigen“, sagte sie mit einem etwas wehmütigen Lächeln und lüftete den Deckel der Kiste um die Unmenge kleiner Papierkugeln darin zu zeigen.

„Die sind wirklich sehr süß.“ Pearl lächelte brüchig

„Danke. Nun ja, wir sehen uns dann“, Buffy hatte schon begonnen davon zu rollen.

„Lass uns wissen was du rausfindest!“ rief Ashley ihr nach.

„Mach ich “, Buffy winkte ihnen noch einmal zu, bevor sie in der wachsenden Dämmerung verschwand.

Pearl seufzte und wandte sich wieder Ashley zu.

„Glaubst du wirklich, Dinah wird okay sein?“

Ashley paffte nachdenklich ein paar Rauchkringel.

„Dinah hat es irgendwie geschafft mit Greaseball  zu leben, da wird sie es sicher auch ohne ihn schaffen“, meinte sie schließlich.

Das geräumige Depot, das Greaseball und Dinah geteilt hatten, lag in völliger Dunkelheit. Buffy hoffte, Greaseball  würde zu Hause sein, sie hatte noch einiges für den morgigen Tag vorzubereiten. Und wenn sie ehrlich war, war sie auch neugierig wie er damit umging diesmal selbst der Verlassene zu sein. Einerseits war Buffy froh für Dinah, es geschah Greaseball recht dafür wie er sie immer behandelt hatte, Dinah war viel zu gut für ihn gewesen. Andererseits wusste Buffy, dass Dinah im Moment wahrscheinlich alles andere als glücklich war. Trotz seiner Fehler hatte sie Greaseball zweifellos innig geliebt.

Sie stellte ihre Serviettenkiste neben sich ab und klopfte ein wenig leiser als gewöhnlich an das riesige Metalltor. Weder eine Antwort noch irgendein anderes Geräusch ließen einen anderen Schluss zu als, dass das imposante Gebäude leer war. Obwohl Greaseball  Besucher auch nicht selten einfach ignorierte, wie Buffy wusste. Sie klopfte noch einmal, dieses Mal um einiges lauter. Nichts...dann plötzlich ein barsches „ Was?“ von direkt hinter dem Tor.

„Ich bin` s, Buffy, ich wollte nur die Kuchen abholen,  die Dinah für morgen gebacken hat.“  Wenn Dinah sie gebacken hatte. Sonst müssten ihre Passagiere morgen mit Sandwiches auskommen.

„Dinah ist nicht hier.“

„Ja, ich weiß...sie hat uns einen Brief geschrieben.“

Stille, dann: „ Na, wie rücksichtsvoll von ihr.“

Buffy verdrehte die Augen, aber entschied sich Greaseballs nun definitiv gereizten Ton zu ignorieren.

„Ja, sehr“, stimmte sie zu. „ Nun, könntest du die Kuchen wohl für mich holen? Ich muss sie noch schneiden und verpacken...heute“, fügte sie etwas genervt hinzu.

„Was?“

„Die Kuchen, die ich morgen meinen Passagieren servieren möchte. Sie müssten im Kühlschrank sein...ähm, du weißt doch was ein Kuchen ist, nicht wahr?“ fragte Buffy, in dem Verdacht, dass sie Greaseballs Kenntnisse was die Essgewohnheiten von Menschen anging weit überschätzt hatte.

„Natürlich weiß ich das“, behauptete Greaseball.

Mehrere Momente vergingen in denen jemand sich geräuschvoll in dem Depot bewegte, bevor das schwere Tor sich endlich öffnete. Obwohl Greaseball seine Sonnenbrille trug, wusste Buffy, dass er dahinter ärgerlich auf sie herab funkelte. Wortlos hielt er ihr zwei große Schachteln entgegen.

„Wie supernett von dir“, Buffy schenkte ihm ein zuckersüßes  Lächeln. „ Lass mich nur schnell gucken...“

„Also das sind Zwiebelbrötchen“, sagte sie und einen Blick in die andere Schachtel werfend, „ und das ist ein Zitronenkuchen.“

„Was, meine ich mich zu erinnern, ist was du wolltest“, knurrte Greaseball.

Es war offensichtlich, dass er einfach zwei  x-beliebige Schachteln gegriffen hatte.

„Nun, ich nahm an du wüsstest, dass ich die Kürbiskuchen, die Dinah für Halloween gebacken hat, meinte“, antwortete Buffy.

„Weißt du wie viele Schachteln in dem dämlichen Kühlschrank sind? Du erwartest doch wohl nicht, dass ich da in jede einzelne reingucke?“

„Na ja, du könntest mich ja schauen lassen“, meinte Buffy vollkommen arglos.

Greaseball warf einen Blick über seine Schulter in das uncharakteristische Dunkel des Depots, bevor er sie wortlos herein winkte.

Buffy konnte in der Dunkelheit kaum den Weg zu dem riesigen begehbaren Kühlschrank finden, mit seiner Sonnenbrille musste Greaseball so gut wie blind sein.

„Ein bisschen sehr dunkel hier drin, wäre schön wenn du etwas Licht machen könntest.“

Buffy hörte das Klicken eines Schalters und eine einzige Neonröhre begann zu summen.

„Danke sehr.“

Greaseball nickte kurz, sein Gesicht ungewöhnlich weiß unter dem harschen Licht.

„Der Kühlschrank ist...“

„Ja, ich weiß“, unterbrach Buffy ihn.

Sie konnte ihn beinah die Augen hinter seiner Sonnenbrille verdrehen sehen, als er sich anschickte die wuchtige Tür für sie zu öffnen. Greaseball hatte nicht übertrieben, dutzende von Schachteln und Containern waren adrett auf den Regalen gestapelt.

„Ich mache so schnell wie ich kann“, lächelte Buffy, an Greaseball, welcher sich jetzt mit verschränkten Armen in der Tür aufgebaut hatte, vorbei gleitend.

„Gut.“

„Ich kann vollkommen verstehen, dass du im Moment lieber allein sein möchtest“, meinte Buffy und begann die Schachteln systematisch zu öffnen.

„Ach ja?“

„Natürlich, jeder weiß doch wie viel Dinah dir bedeutet hat.“Und viel kann es nicht gewesen sein, fügte sie still hinzu. „ Du musst ja am Boden zerstört sein.“

„Am Boden zerstört?“ schnaubte Greaseball. „  Ich wüsste nicht warum ich das sein sollte.“

„Also war es eine ...einvernehmliche Entscheidung?“ forschte Buffy vorsichtig.

„Kommt drauf an. Wenn du es, dass Dinah abgehauen ist und ich froh bin, dass sie weg ist als einvernehmlich bezeichnest, tja, ich schätze dann war`s das wohl“, sagte Greaseball grinsend.

„Ich weiß, dass es mich nichts angeht...“ begann Buffy, die nun endlich einen Kürbiskuchen gefunden hatte.

„Allerdings“, stimmte Greaseball zu.

„Aber da Dinah ja nun auch meine Freundin war, sorge ich mich natürlich um ihr Wohlergehen.“

„Da hast du keinen Grund zur Sorge, Dinah ging es glänzend als sie hier abgerollt ist...abgesehen von ihrer geistigen Umnachtung natürlich.“

Buffy konnte sehen, wie Greaseballs Kiefer sich anspannte.

„Oh, ich bin froh das zu hören, also nicht das mit der `Umnachtung` natürlich, es ist nur...Dinah klang so aufgewühlt in ihrem Brief.“

„Aufgewühlt? Nö, aber ich bin mir sicher, dass sie das sein wird wenn ihr klar wird, dass sie keinen Besseren findet als mich. Mann, ich wünschte ich könnte dann ihr Gesicht sehen.“

„Nun, ich bin mir sicher, dass die Zeit alle Wunden heilt“, sagte Buffy langsam, Greaseballs boshaften Ton übergehend.

Sie fühlte sich plötzlich seltsam unbehaglich in der Gegenwart des Diesels. Seine Haltung schien nun fast bedrohlich. Seine Hände öffneten und schlossen sich krampfhaft auf seinen massiven Bizeps und Buffy meinte, sie könnte ihn beinah mit den Zähnen knirschen hören.

„Ha, ich glaub`, ich habe sie jetzt alle gefunden.“ Sie hob eine dritte Schachtel von einem der oberen Edelstahlregale.

„Na, das hat ja gar nicht lange gedauert“, meinte Greaseball, seinen Platz im Türrahmen verlassend.

„Tja, es wäre schneller gegangen wenn du mir geholfen hättest“, stellte Buffy fest, während sie versuchte die sperrigen Schachteln vor sich zu balancieren.

Greaseball blieb stumm und öffnete als Antwort nur das Tor für sie.

„Wirklich, ich kann gar nicht verstehen warum Dinah eine so charmante Lok wie dich verlassen würde“, sagte Buffy, nun selbst recht gereizt.

„Ja, ich auch nicht“, stimmte Greaseball zu und schloss das Tor donnernd vor ihrer Nase.

Buffy starrte auf das Tor und schnaubte verärgert, bevor sie sich bückte um ihre Serviettenkiste wieder aufzuheben. Jetzt mit dem Turm aus Kuchenschachteln darauf, konnte sie wirklich nur noch vermuten wo sie hinfuhr.

Langsam rollte sie los in die hoffentlich richtige Richtung, in welcher ihr Depot lag.
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