Spiegelselbst

GeschichteHumor, Romanze / P12
Dazai Osamu OC (Own Character)
04.07.2018
11.11.2018
6
8266
3
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7 Reviews
Dieses Kapitel
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Herzlich willkommen zu meiner neuen FanFiktion und die erste in diesen Fandom.
Die Geschichte plane ich schon seit langen und eigentlich wollte ich erst alle Kapitel fertig haben, bevor ich
sie hochlade. Doch ich hab mir überlegt, dass ich erst einmal wissen möchte, wie euch meine FF gefällt.
Lasst mir eure Meinung da, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch gerne gesehen.
Viel Spaß beim Lesen.






Es gab Tage, die waren einfach nur langweilig. Zumindest schien das Dazai so. Da es gerade keine neuen Aufträge gab, hatte Kunikida darauf bestanden alle offenen Berichte fertig zu stellen. Atsushi half ihm dabei, Dazai drückte sich davor, indem er vorgab zu schlafen. Er lag also auf dem Sofa, hatte die Arme im Nacken verschränkte und die Augen geschlossen. Irgendetwas störte ihn, es fiel ihm schwer sich zu entspannen und in seinen Kopf für ruhe zu sorgen. Es kam ihm vor, als hätte er etwas Wichtiges vergessen, etwas was er eigentlich nicht vergessen durfte. Das Gefühl war unangenehm, es saß in seiner Brust fest und fühlte sich an, wie ein Knoten, den er einfach nicht lösen konnte. Er öffnete die Augen, starrte an die Decke und setzte sich schließlich schwungvoll auf.
„Endlich aufgewacht?“, fragte Atsushi.      
„Tse, der hat doch gar nicht gepennt, sondern wollte sich nur vor der Arbeit drücken“, stellte Kunikida genervt klar. Doch Dazai reagierte darauf nicht. Sein Blick war fest auf die Bürotür des Chefs gerichtet. Die sich nun auch öffnete. Yukichi Fukuzawa war ein beeindruckender Mann, der immer eine ernste Miene aufgesetzt hatte. Auch jetzt schien sein Blick ernst und auch etwas wütend. Alle ließen ihre Arbeit stehen und sahen ihn erwartungsvoll an.
„Eigentlich wollte ich es euch nicht sagen, aber nun bleibt mir wohl nichts Anderes übrig. Seit zwei Monaten habe ich keine Nachricht von Hiromi mehr erhalten.“ Nun wurde Dazai klar, welches ungute Gefühl in seiner Brust saß. Er hatte Hiromi vergessen.
„Wer ist Hiromi?“, wollte Atsushi wissen.
„Hiromi arbeitet auch hier. Du und Kyoka kennt sie deswegen nicht, weil sie seit einigen Monaten auf einen Undercover Auftrage ist“, erklärte Kunikida.
„Einen Undercover Auftrag?“, hakte Atsushi fragen nach.
„Hiromi ist gut darin sich in andere Organisationen einzuschleichen. Bei ihrem aktuellen Auftrag ging es wohl, um einen Terror Gruppe die verschiedenen Anschläge im ganzen Land plant und zum Teil schon ausgeführt wurden“, erklärte Ranpo.
„Verstehe. Hiromi sollte also herausfinden, wo weiter Anschläge geplant sind“, schlussfolgerte Atsushi nachdenklich.
„Genauso ist es. Normalerweise nutzt Hiromi verschiedene Methoden uns Nachrichten zu übermitteln und das in regelmäßigen Abständen“, sagte Fukuzawa.
„Ist es denn ungewöhnlich, dass sie sich so lange nicht meldet?“
„Es ist für sie schon ungewöhnlich und lässt nur zwei Schlüsse zu. Erstens, sie wurde enttarnt oder zweitens, sie möchte, dass wir eingreifen“, meldete sich Dazai zu Wort. Bis jetzt hatte er nur schweigend zu gehört, es beunruhigte ihn leicht, dass der Chef sie nicht sofort darüber informiert hatte.
„Wie geht’s jetzt weiter Chef?“, erkundigte sich Kunikida.
„Dazai?“ Langsam erhob sich der Angesprochene.
„Ich weiß. Ich werde mich an unseren Notfallkontakt wenden und mich etwas umhören.“ Der Chef nickte im zu. „Nimm Atsushi mit. Ranpo du versuchst herauszufinden welche Orte sich als mögliches Anschlagsziel eignen. Ihr anderen helft ihm dabei.“ Dazai zog seinen Mantel über und verschwand ohne auf Atsushi zu achten aus der Tür. Sein erstes Ziel war eine Bar und er hoffte dort auf Hinweise zu stoßen.  Hiromi zu finden war nie einfach, besonders, wenn sie einen Auftrag angenommen hatte.
„Dazai wo ist denn dieser Notfallkontakt, von dem du gesprochen hast?“ Dämlich grinsend drehte sich der angesprochene zu seinem Partner um.
„Das ist eine Überraschung.“

Das Nachtviertel von Yokohama sah genauso aus wie in jeder anderen Stadt. Es reihten sich Clubs und Bars nebeneinander. Dazai ging mit ruhigen Schritten an ihnen vorbei und auch die dunklen Gassen kümmerten ihn wenig, nur Atsushi schien eingeschüchtert zu sein und sah sich immer wieder hektisch um. Diese Umgebung war ihm kaum vertrau.
„Benimm dich nicht so auffällig. Bleib einfach ganz gelassen“, wies Dazai ihn an.
„Du hast leicht reden. Du kennst dich hier bestimmt gut aus“, murmelte Atsushis leise. Dazai lächelte.
„Das stimmt, es gibt hier fantastische Läden die ich dir unbedingt zeigen muss.“
„Abgelehnt.“
„Schon gut. Aber darum geht es auch gar nicht“, sagte Dazai nun vollkommen ernst. „Falls Hiromi wirklich geschnappt worden ist, werden die Terroristen bestimmt herausfinden wollen, wer sie geschickt hat. Verraten wird sie uns nicht, das ist sicher, deswegen werden diese Mistkerle sie ganz sicher foltern und auch Nachforschungen anstellen. Wenn wir uns so auffällig benehmen wie du eben, werden sie nur auf uns aufmerksam.“ Verstehend nickte Atsushi.
„Glaubst du sie haben Hiromi wirklich enttarnt?“ Dazais Gesicht verdunkelte sich und hellte sich dann ganz plötzlich wieder auf. „Ich weiß es nicht, aber so leicht lässt sie sich nicht schnappen.“ Atsushi sah seine Partner genau an. Dazai schien in diesen Moment so unbekümmert wie sonst auch, doch irgendetwas stimmte trotzdem nicht mit ihm.
„Werden sie Hiromi töten?“ Dazai antwortet nicht, sondern steuerte auf eine Bar zu, die gerade erst geöffnet hatte. Bevor er die Tür aufstieß, drehte er sich noch zu Atsushi um. „Mach dir keine Sorgen. Sollten diese Typen nicht herausfinden, zu wem Hiromi gehört, werden sie, sie auch nicht töten. Und außerdem kann Hiromi gut auf sich selbst aufpassen.“ Dazai betrat die Bar und Atsushi fragte sich, ob diese Worte nun ihn oder Dazai beruhigen sollten.
Außer ihnen war nur der Wirt und zwei andere Typen anwesend. Dazai setzte sich an einen Tisch in der Mitte des Raumes und Atsushi nahm gegenüber von ihm Platz. Dazai bestellte sich eine Flasche Sake. Atsushi wunderte sich, dass sein Partner jetzt schon Alkohol trank, sagte aber nichts dazu.

Seit 20 Minuten saßen die beiden nun schon in der Bar. Dazai war inzwischen bei seiner zweiten Flasche Sake angekommen.
„Warten wir hier auf etwas Bestimmtes?“ wollte Atsushi wissen, als Dazai seine dritte Flasche bestellte.
„Mhm, vielleicht.“ Dazai lehnte sich schließlich ein Stück vor. „Ich wollte nur überprüfen, ob wir verfolgt werden. Doch wie es scheint, ist dies nicht der Fall, aber ich werde noch auf Nummer sichergehen.“ Dazai zwinkerte dem jüngeren zu und trank die Flasche schnell leer. „Das tat gut. Lass und noch woanders hingehen.“ Er lachte und redete laut genug, dass die halbe Bar ihn hörte.
„Wirklich? Hast du nicht schon genug getrunken?“ Atsushi wusste nicht genau was Dazai vorhatte, folgte ihn, aber als er die Bar verließ. Draußen war es dunkler geworden und auch voller. Sie gingen durch die dichte Menschenmenge ohne ein bestimmtes Ziel, wie es schien. Als sich beide sicher waren, dass niemand ihnen folgte, steuerte Dazai auf eine Seitenstraße zu.
„Hier werden wir mit etwas Glück eine Nachricht von Hiromi erhalten.“ Vor einer Stahltür blieb er stehen. Er hämmerte dreimal dagegen, wartete ein paar Sekunden und hämmerte noch mal zweimal davor. Die Tür wurde geöffnet.
„Was wollte ihr?“ Der Mann vor ihnen war groß und breit. Seine Haut war dunkler als für Japaner üblich und ein Tattoo verlief von seiner rechten Schläfe bis zur Schulter.
„Wir wollten nur eine Nachricht abholen.“ Der Mann mustere die beiden kurz.
„Zeichen?“ Dazai schob seinen Ärmel des rechten Arms zurück und löste ein Teil seines Verbandes den er am ganzen Körper trug. Zum Vorschein kam ein schwarzes Symbol. Es waren ineinander verschlungene Schleifen und kaum größer als seine Handfläche. Der Mann studierte das Symbol und schloss dann die Tür wieder.
„Was genau ist das hier?“
„So überbringt uns Hiromi manchmal Nachrichten. Dieser Typ erhält von ihr einen Brief mit diesem Symbol und wenn jemand, mit dem gleichen Symbol auftaucht überreicht er ihn den Brief“, erklärt Dazai gelassen. Der Mann öffnete wieder die Tür und hielt ihnen einen Briefkuvert entgegen. „Das ist die einzige Nachricht. Sie kam vor ungefähr zwei Wochen.“ Dazai nickte, nahm den Kuvert entgegen und gab den Mann etwas Geld. Die Tür wurde wieder geschlossen.
„Vor zwei Wochen? Das ist gut, dann bedeutet, dass das Hirmoi nichts passiert ist“, freute sich Atsushi, doch Dazai war nicht überzeugt. „Warum hat der Chef, dann seit zwei Monaten nichts mehr von ihr gehört?“
„Wie nimmt sie den normalerweise Kontakt zu ihm auf?“
„Sie schickt ihm eine Katze mit einem Zettel um den Hals.“
„Das erscheint mir keine sichere Übermittlung von wichtigen Informationen zu sein!“, schrie Atsushi und konnte nicht glauben, dass Dazai dies wirklich ernst meinte. Doch dieser achtet gar nicht auf das gesagte, sondern zog den Zettel aus dem Kuvert.
„Was steht drin?“ Atsushi spähte über Dazais Schulter.
„Wir müssen zurück.“ Dazai stopfte den Zettel zurück und rannte los.
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