Dark Guardian Angel

von Iceman58
GeschichteMystery / P16
03.07.2018
20.09.2018
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Kapitel 1:

Es ist mal wieder ein Tag wie jeder andere in meinem ach so alltäglichen Leben. Und auch wenn es manchmal nicht so aussieht, bin ich ein Mädchen wie jedes andere, welches auf eine gewöhnliche Schule geht. Mein Name ist Sam und ich bin 18 Jahre alt. Mein Name ist Samira, ich bin 18 Jahre alt, aber keiner von meinen Freunden oder meine Familie nennt mich so. "Sam", das klingt einfach viel besser und passt genau zu meinen Charakterzügen.
"Komm runter Sam, das Frühstück ist fertig und du musst gleich zur Schule!" kam es von meiner Mom und ich hörte sie unten in der Küche Kaffee kochen. Noch halb verschlafen quäle ich mich aus meinem Bett und reibe mir den restlichen Schlaf aus den Augen.
"Schon gut Mom, ich bin gleich unten!" rief ich zurück und streckte kurz meine Arme laut gähnend von mir. Nachdem ich nun einigermaßen wach war, suchte ich mir ein paar meiner Klamotten zusammen und verzog mich damit ins Bad. Meine Mom, mein Dad, mein 1 Jahr älterer Bruder Juho und ich wohnten in einem zweistöckigen Einfamilienhaus im Stadtinneren von Tampere. Von hier aus hatte ich es nicht weit bis zu meiner Schule, welche eine durchaus angesehene Privatschule ist, die sich auf den künstlerisch-kreativen Bereich spezialisiert hat. Seit frühester Kindheit konnte ich malen, zeichnen und mich mit Stiften kreativ ausdrücken, aber erst seit ein paar Jahren konnte man meine Werke deutlich erkennen. Meine Familie war von meinen Zeichnungen mehr oder weniger begeistert und je nachdem, was ich zu Papier brachte, reagierten sie manchmal mehr oder weniger erschrocken. Meine Großmutter aber mochte all meine Arbeiten und freute sich immer sehr, wenn ich ihr eines meiner Werke zeigte. Aus mir würde mal eine große Künstlerin werden, meinte sie. Genau das erhoffte ich mir für meine Zukunft. Ich wollte mit meinen Arbeiten und meiner Kreativität genug verdienen, um ein sorgenfreies Leben zu führen. Dass diese Vorstellung von einer Zukunft nicht gerade einfach sein würde, wurde mir durch die schwierige Arbeitslage immer wieder bewusst. Aber ich wollte diesen Traum auf gar keinen Fall aufgeben, ganz im Gegenteil. Ich wollte ihn leben und ganz intensiv auskosten. Während ich das zu Ende dachte, hatte ich mich umgezogen und soweitgehend für die Schule fertig gemacht. Durch mein schwarzes langärmliges Oberteil wirkte meine helle Haut noch blasser als sonst und meine schulterlangen dunkelblonden Haare fielen locker um meine Schultern und brachten so meine strahlend blauen Augen noch mehr zur Geltung. Nach einem letzten prüfenden Blick verließ ich das Bad wieder und ging mit leicht knurrendem Magen runter in die Küche. Dort stieg mir der kräftige Geruch von frischem Kaffee in die Nase und ich machte es mir an meinem Platz am Küchentisch gemütlich.

"Na endlich. Wir dachten schon, du wolltest im Bad einziehen." kam es leicht lachend von Juho und biss genüsslich in sein Brötchen. "Wirklich sehr witzig, Bruderherz. Außerdem braucht absolut perfektes Aussehen eben seine Zeit." gab ich zurück und schlug ihm leicht gegen seine rechte Schulter. Unser Verhältnis zueinander war ein typisch geschwisterliches. Mal stritten wir miteinander, mal waren wir die besten Kumpel. Obwohl er nur ein Jahr älter war als ich, führte er sich manchmal auf, als wäre er vier oder fünf Jahre älter als ich und müsste mich vor allem und jedem beschützen und fast immer und überall herumkommandieren.
"Bitte ihr beiden, fangt nicht an zu streiten und herumzutrödeln. Ihr habt kaum noch Zeit und müsst gleich los." bat meine Mom und goss sich was von dem Kaffee in ihre Tasse. "Tut mir leid Mom, Sam und ich haben nur Spaß gemacht. Hab ich Recht, Schwesterchen?" kam es weiter leicht lachend von Juho und legte mir seine rechte Hand auf meine linke Schulter. "Und wie Recht du hast." antwortete ich nickend und trank einen Schluck Tee. "Wann war die Party bei Ciara heute Abend nochmal?" fragte meine Mom und schnitt sich ein Brötchen auf. "Um sechs Uhr, Ciara holt mich gleich und auch heute Abend ab." gab ich zurück und warf einen kurzen Blick auf meine Uhr am linken Handgelenk. "Es könnte sein, dass Dad und ich nicht zu Hause sein werden, wenn du zurück kommst. Wir gehen heute Abend mit ein paar Freunden essen." antwortete sie und konnte sich ein kurzes Grinsen nicht verkneifen. "Oh verstehe, ihr wollt einfach mal wieder ein bisschen Zeit für euch haben?!" hakte Juho nach und biss wieder ein Stück von seinem Brötchen ab. "So ist es, ihr zwei seid fast aus dem Haus und schon selbstständig genug. Da können wir euch schon über einen längeren Zeitraum alleine lassen und außerdem genießt ihr beiden unser vollstes Vertrauen."gab sie nickend zurück und sah uns tief in die Augen.
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