SuperSEAL Ohana in Gefahr

von pewe1512
GeschichteKrimi, Familie / P16
Catherine Rollins Chin Ho Kelly Danny "Danno" Williams Kona "Kono" Kalakaua OC (Own Character) Steve McGarrett
02.07.2018
08.02.2020
9
31.789
10
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Dieses Kapitel
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02.07.2018 1.487
 
Hallöchen Five-0 Fan´s

Lange ist es her, seit ihr etwas von mir gehört/gelesen habt. Asche auf mein Haupt.
Irgendwie hat es nie so richtig gefluppt mit dem Schreiben. ERst jetzt komme ich so langsam in Schwung und möchte euch auch gleich dran teilhaben lassen. Das heißt aber auch, dass die Abstände zwischen den Kapiteln etwas länger sind, aber ich bemühe mich euch nicht sooo lange warten zu lassen.

Dann hoffe ich, dass euch auch die dritte SuperSEAL Geschichte gefällt und ihr mir ein paar Feedbacks da lasst.

Herzliche Grüße
Pewe

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Prolog

2010 Europäischer Wirtschaftskongress Katowice/Polen

„Was für ein Spektakel!“

Leicht überrascht drehte Nicolai Maradov sich zu der rauchigen Stimme und hielt unvermittelt den Atem an, als er in Smaragdgrüne Augen schaute, die ihn verschmitzt ansahen.
„Was sagten sie“, fragte er verwirrt nach, weil sie ihn zu seiner Überraschung auf Russisch angesprochen hatte, und obwohl es seine Muttersprache war, er sie selten sprach.
„Was für ein Spektakel, sagte ich“, um die wunderschönen Augen bildeten sich Lachfältchen, als sie ihn ansah. „Nach drei Tagen ständiger Debatten, Diskussionen, Vorträgen und unendlich langweiligen Powerpointpräsentationen, feiert man sich selbst bis kein Auge trocken bleibt und schmeißt dabei eine Unmenge Geld hinaus.“
Sie drehte sich wieder dem Saal zu und überblickte die dekadente Dekoration. Die Feier fand im Goldstein Palace statt, einer Villa aus dem 19. Jahrhundert. Nur die hochrangigen Gäste des Kongresses waren zu diesem Ball geladen worden.
Sie wandte sich ihm wieder zu und streckte ihr kleine Hand in seine Richtung. Kurz starrte Nicolai darauf und besann sich dann seiner guten Manieren. Er kam sich gerade wie ein belämmerter Teenager vor.
„Katharina Sukowa.“, sagte sie.
Nicolai nahm ihre Hand und beugte sich darüber, um ihr einen vollendeten Handkuss zu geben. Katharina´s Wangen überzog eine zarte Röte. „Nicolai Maradov. Es freut mich, sie kennenzulernen“, sagte er und strahlte sie an.
Ein Kellner kam vorbei und Nicolai schnappte sich zwei Champagnergläser und reichte ihr eins davon. „Na zdiorov'ye! Auf eine unverhofft reizende und schöne Bekanntschaft“, prostete Nicolai Katharina zu. Dabei wanderte sein Blick verstohlen über ihre Gestalt.
Ein Kleid, das die Farbe ihrer Augen widerspiegelte und ihre Sanduhrfigur vorteilhaft zur Geltung brachte, umschmeichelte ihre vollschlanke Figur. Das dunkle glänzende Haar war hochgesteckt und nur einige wenige Strähnen hatten sich, wie unabsichtlich, aus der Frisur gelöst. Außer kleinen Brillantohrsteckern trug sie nur noch eine dezente Brosche am Träger ihres Kleides. Er fand sie hinreißend.
„Würden sie mit mir tanzen?“
Katharina lachte und schüttelte den Kopf. „Glauben sie mir, Nicolai, dass möchten sie nicht. Ich habe überhaupt kein Talent dafür“, dann zeigte sie auf seine schwarzen Lackschuhe, die er zu seinem Smoking trug. „Es wäre schade um die schönen Schuhe.“
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so elegante Dame wie sie, nicht tanzen kann“, sagte Nicolai ungläubig.
„Glauben sie mir, ich kann wirklich richtig gut nicht Tanzen. Absolut Talentfrei. Dafür habe ich ein etwas aufregenderes Hobby“, flüsterte sie ihm vertraulich ins Ohr.
Erwartungsvoll und neugierig blickte er sie an. Da sie nicht sofort antwortete, konnte er sich nicht verkneifen zu fragen „Was ist es?“, wieder fühlte er sich wie ein aufgeregter Teenager. Er schüttelte innerlich den Kopf über sich. So hatte er ja noch nie auf eine Frau reagiert.
Katharina hob die Hand und lockte ihn mit dem Zeigefinger näher zu sich. Er musste grinsen, weil sie sich verschwörerisch umsah.
„Ich spiele leidenschaftlich gerne Poker, wann immer sich die Gelegenheit bietet“, flüsterte sie, als würde sie ihm ein Staatsgeheimnis anvertrauen.
„Mit allem habe ich gerechnet, aber nicht damit“, lachte Nicolai leise. „Ich spiele ab und an auch Poker, mein Bruder veranstaltet regelmäßig Pokerevents mit sehr exklusivem Klientel.“
„Moment!“, unterbrach Katharina ihn. „Maradov, Maradov? Alexej Maradov? Das ist ihr Bruder?“

Nicolai hob die Hände, wie um sich zu entschuldigen und nickte ihr zu. Jetzt wartete er darauf, dass sie ihn bat, sie ihrem Bruder vorzustellen, damit sie auf eines dieser Pokerevents eingeladen wurde. So erging es ihm immer, sobald er sich für eine Frau interessierte und diese herausfand wer sein Bruder war. Da konnte er als Professor an einer Universität, auch wenn er in Havard lehrte, nicht mithalten.
Doch zu seiner Verwunderung fragte sie nicht. Sie hielten Smalltalk, lachten und lästerten ein wenig über die ältlichen Wirtschaftsgrößen, die sich mit ihren jungen Frauen brüsteten, die ihre Töchter sein könnten.
„Katharina, darf ich fragen, woher sie diesen reizenden Akzent haben?“, fragte Nicolai charmant.
„Oh verdammt!“, brummelte sie und zog eine Schnute. „Ich gebe mir immer Mühe ihn zu unterdrücken, doch wenn ich mich so gut amüsiere, vergesse ich es wieder.“
„Sie sollten es nicht unterdrücken. Es hört sich wirklich sehr reizend an“, beteuerte er lächelnd.
„Danke. Ich bin zwar in Russland geboren, aber mein Vater war ein Diplomat und so zogen wir durch die Welt. Deutschland, Frankreich, Brasilien, Amerika und noch ein paar andere Länder. Jede neue Sprache die ich gelernt habe, hat meine Aussprache beeinflusst. Mein Vater bestand darauf, dass wir Kinder wenigstens die Grundkenntnisse der Sprache des Landes lernten, in dem wir gerade lebten aus Höflichkeit unseren Gastgebern gegenüber. Er hat uns Kindern auch das Pokern beigebracht“, sie blinzelte ihm lächelnd zu.
Nicolai nickte anerkennend. „Das ist eher ungewöhnlich, zeigt aber, dass ihr Vater ein weltoffener Mann ist.“
„War“, murmelte sie und kurz huschte Traurigkeit über ihr Gesicht. „Er ist 2002 umgekommen. Wir waren in Moskau, zu Besuch bei meiner Großmutter. Wir hatten Karten für ein Musical, das eigentlich ausverkauft war. Ich freute mich sehr darauf, jedoch hatte ich mir tagsüber beim Joggen den Fuß gebrochen und konnte nicht mitgehen. Also ging mein Vater alleine ins Theater Dubrowka ...“, Katharina verstummte.
Nicolai zog scharf die Luft ein. „Dubrowka Theater? Das Dubrowka Theater wo die Geiselnahme der Tschetschenen stattgefunden hat? Oh, Katharina“, murmelte er erschüttert. Er erinnerte sich daran, dass ca. 50 Tschetschenen das Theater gestürmt und hunderte von Geiseln genommen hatten. Sie verlangten, dass die russischen Truppen komplett aus Tschetschenien abzogen und das Land ihrem Volk zurück gaben. Drei Tage später stürmten russische Spezialeinheiten das Theater, nachdem Gas in das Gebäude geleitet wurde. Dabei kamen auch viele Geiseln um.
„Entschuldigen sie, Nicolai. Ich wollte ihnen nicht die Stimmung verderben. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass wohl der Champagner schuld ist. Ich hatte schon drei bis sieben Gläschen, und dann fange ich an zu plappern und werde sentimental. Normalerweise rede ich nicht so viel über mich. Ich … es tut mir leid“, verlegen sah Katharina erst ihn an und dann auf ihre Schuhspitzen.

Am liebsten hätte er sie jetzt in seine Arme genommen und getröstet. Doch er hielt sich zurück, nahm nur ihren Arm und zog ihn in seine Armbeuge. „Alles in Ordnung, Katharina. Wie wäre es, wenn wir diese Veranstaltung verlassen. Ich kenne hier in der Nähe ein wunderbares Frühstückscafé. Es ist ganz einfach gehalten, aber das Frühstück ist das beste in ganz Polen.“
„Hm?!“
Nicolai verstand ihr zögern. Sie hatten sich gerade erst kennen gelernt und befanden sich in einer fremden Stadt. Da sollte man nicht einfach einem Fremden vertrauen.
„Ich kann ihnen meinen Ausweis zeigen und sie können jemandem Bescheid geben, dass sie mit mir das Haus verlassen“, versuchte er ihr ein wenig Sicherheit zu vermitteln.
Ihre grünen Augen sahen ihn durchdringend an, dabei hatte er das Gefühl sie sah ihm bis in seine Seele. Dann nickte sie kaum merklich und ihre Mundwinkel hoben sich leicht. Nicolai stieß den Atem aus, er hatte gar nicht bemerkt, dass er vor lauter Erwartung die Luft angehalten hatte.
Auf seinem Gesicht entstand ein breites Grinsen. „Dann gehen wir Frühstücken.“
„Aber es ist erst vier Uhr morgens“, sagte Katharina.
„Es gehört einem Freund von mir“, meinte Nicolai, seine eisblauen Augen sahen sie auffordernd an. „Er muss sowieso bald aufstehen, da macht die halbe Stunde früher nichts. Was sagst du?“
Wie selbstverständlich hatte er zum du gewechselt und lächelt sie immer noch an.
„Sehr gerne, Nicolai. Habe ich dir schon erzählt was mein zweitliebstes Hobby ist?“
„Nein, aber ich bin sehr gespannt.“
„Essen! Frühstück war das Zauberwort, damit hattest du mich.“
Nicolai lachte herzhaft auf. „Das heißt, ich hätte mir das ganze Geplauder sparen können und nur einen Teller mit Leckereien gebraucht?“
Katharina grinste frech und zuckte mit den Schultern. Nachdem sie kurz mit jemandem telefoniert hatte trat sie wieder zu ihm. Arm in Arm verließen sie das Palace Goldstein und stiegen in eins der Taxen, die vor der Villa warteten.

Unauffällig folgte ihnen ein kleines altes Auto, in dem ein blondgelockter Mann saß. Er musste genügend Abstand halten, damit er nicht auffiel. Um diese Uhrzeit herrschte nicht viel Verkehr in den Straßen von Katowice. Sie fuhren nur wenige Minuten und hielten vor einem kleinen Laden, der sich Kafej nannte.
Der Blonde fuhr um die nächste Ecke und parkte, dann zog er ein Telefon aus seiner Hosentasche und drückte ein paar Tasten.
„Und?“, sagte eine dunkle Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Sie hat ihn am Haken.“
„Gib deinen Standort durch, Curley, ich werde dich dann ablösen.“
„Okay, Murdock. Bis später.“
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