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Verbrannte Seelen und eine Liebe, die ewig währt.

GeschichteSchmerz/Trost / P16 / Gen
Edith Cushing Sir Thomas Sharpe
02.07.2018
27.09.2018
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02.07.2018 307
 
Verbrannte Seelen und eine Liebe, die ewig währt.

die Flucht

Ich habe eine Entscheidung getroffen.

Thomas ist verletzt und nur Gott weiß, ob er das alles überleben wird, ich spreche kein Wort. Wir müssen fort von hier, sofort, bevor jemand uns aufhalten kann.

Ich habe ihn in seinem Arbeitszimmer unter dem Dach gefunden, verwundet, aber lebendig. Lucille liegt noch da, wo ich sie zurückgelassen hatte und Alan war bewusstlos, doch die Menschen aus dem Dorf werden, da bin ich mir sicher, bereits in einigen Minuten hier eintreffen und sich um seine medizinische Versorgung kümmern.

Ich lege ihm eine mottenzerfressene Decke  um die Schultern und stütze ihn, als wir das Haus durch die Hintertüre verlassen. Das letzte bisschen Geld, das übrig geblieben ist, etwas Kleidung und ein Laib Brot, das ist alles, mehr können wir nicht mitnehmen.

Er redet leise vor sich hin, als wir über den blutrot gefärbten Schnee gehen, unzusammenhängende Sätze. Bruchstücke eines Schuldgeständnisses, das er niemals vor einer anderen Menschenseele ablegen wird.

„Mutter.“ flüstert er. „Pamela. Margaret. Enola. Edith.“

Er fantasiert, er denkt, ich bin tot. Er denkt, es wäre seine Schuld.

„Thomas, ich bin hier, ich liebe dich, alles wird gut.“ sage ich leise und nehme seine Hand, ziehe ihn weiter, fort von diesem verfluchten Haus und der Vergangenheit, von der ich bete, sie vergessen zu können.

Hat nicht jeder ein Recht darauf, frei zu leben und zu lieben? Auch und vor allem er, der vor so langer Zeit von seiner eigenen Schwester manipuliert und seelisch vergiftet worden ist?

Er bereut aus tiefstem Innern, was er getan hat um das, was Lucille Liebe genannt hatte, zu schützen aber Himmel, es hat ihn verbrannt.

Thomas liebt mich, er hat es selbst gesagt.

Und bei allem, was mir heilig ist, ich liebe Thomas.

Wir verlassen Allerdale Hall noch am selben Tag zu Pferde.
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