Das verflixte Hochzeitsmahl für Dornröschen

KurzgeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character)
02.07.2018
02.07.2018
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Huhu^^

Das ist die Geschichte von einem ausgefuchsten Küchenjungen aus Dornröschen. Hier wird beleuchtet, wie schwierig es war, Dornröschens Hochzeitsmahl zuzubereiten. Dabei passierten nämlich ziemlich schräge Dinge ... die dem Koch überhaupt nicht gefielen.  xD  

Den ersten Absatz, dieser Geschichte habe ich von der Schule vorgegeben bekommen und ist somit nicht von mir. Ich habe dann die Geschichte kreativ weiter geschrieben. Ich hoffe euch gefällt diese Version.

Liebe Grüße,

TemariKitsune

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"Das verflixte Hochzeitsmahl für Dornröschen"


‚Der Küchenjunge hatte ein unglückliches Leben im Schloss: Sein Chef, der Koch, ließ ihn immer nur Zwiebeln schneiden. Und nie schnitt der Küchenjunge dem Koch die Zwiebeln fein genug. Der Junge hatte schon eine Triefnase und rot verheulte Augen von der vielen Zwiebelschneiderei, aber der Koch kannte kein Erbarmen: „Bevor du die Zwiebeln nicht so fein schneidest, dass man sie mit der Zunge zerdrücken kann, bekommst du keine Kartoffel in die Finger.“ An jenem Tag, an dem Dornröschen fünfzehn wurde, hielt der Küchenjunge es einfach nicht mehr aus. Als der Koch einmal mehr unmutig die geschnittenen Zwiebeln musterte und gerade den Mund öffnen wollte zu seinem viel gesagten Satz: „Bevor du die Zwiebeln nicht so fein schneidest …“, da hob der Küchenjunge den Kopf vom Zwiebelbrett. Seine tränenden Augen funkelten, die geschwollene Nase zuckte und mit verschnupfter Stimme schrie er: „Nicht eine Zwiebel werde ich mehr schneiden, und wenn´s mich das Leben kosten sollte.“ Der Koch hob die Hand zur einzigen Antwort, die seiner Meinung nach möglich war, nämlich zu einer saftigen Ohrfeige – aber genau in dieser Sekunde stach sich irgendwo in einem Dachzimmer des Schlosses Dornröschen mit der Spindel in den Finger und alle sanken augenblicklich in tiefen Schlaf‘…


… Nach 100 etlichen Jahren erwachte das Schloss, nachdem ein Königssohn das Dornröschen geküsst hatte, plötzlich wieder zum Leben. Alles nahm wie gewohnt seinen Lauf – auch in der Küche.

Alle dort anwesenden drehten sich um, nachdem sie die Streitigkeiten zwischen dem Koch und dem Küchenjungen vernommen hatten. Nur die Magd blieb sitzen und rupfte gelassen ihr Huhn weiter. Der Koch ließ sich dadurch allerdings nicht ablenken und holte mit seiner Hand aus. Es klatschte und der Küchenjunge ließ ein schmerzerfüllten Laut von sich. Die Umstehenden beobachteten das Geschehen ganz genau, um den neusten Tratsch und Klatsch im Schloss weitererzählen zu können. „Das sollte dir eine Lehre sein!“, sprach der Chef zum Jungen und wandte sich von ihm ab.

Am nächsten Tag verweigerte der Küchenjunge trotz dessen das Schneiden der Zwiebeln. „Ich stehe zu meinem Wort!“, äußerte er sich fest entschlossen dazu. „Nicht eine Zwiebel werde ich mehr schneiden.“ Der Koch war außer sich vor Wut und schmiss ihn kurzerhand einfach aus seiner Küche.
Die Magd, die still auf ihrem Hocker saß und ein weiteres Huhn für die Hochzeit von Dornröschen zupfte, schaute nun auf. Sie grinste. Der Koch hatte dies bemerkt und brüllte sie nun auch an: „Und was schaust du mich jetzt so belustigt an, du Weibsstück?! Rupf lieber dein Huhn weiter, sonst schmeiß ich dich auch noch hochkant raus!“ Daraufhin guckte die Magd blitzschnell wieder weg, doch ihr grinsen konnte sie sich noch immer nicht verkneifen.

Die nächsten Stunden laufen drunter und drüber in der Küche: Die Suppe brannte plötzlich an. Mäuse liefen in der Küche Hin und Her – stählten dabei Lebensmittel. Der Koch ließ den Braten mitten auf dem Küchenboden fallen. Lange Haare, Fingernägel und alte ausgefallene Zähne waren im Lieblingsauflauf der Prinzessin zu finden. Der Küchenchef war verzweifelt und in ihm stieg die Panik an. Es blieben mittlerweile nur noch wenige Stunden bis zur Hochzeit des Brautpaares.

„Vielleicht sollten sie sich eine helfende Hand suchen. Das Menü werden sie bis zur Hochzeit jetzt sicherlich nicht mehr alleine auf die Beine stellen können.“, stellte die Küchenmagd fest. „Und wen bitte schlagen sie vor?“, fragte der Koch missbilligend. „Ihren ehemaligen Küchenjungen.“, schlug die Frau vor. „Das können sie vergessen! Dieser Nichtsnutz hat in meiner Küche nichts mehr verloren!“, meinte er stur.

Währenddessen liefen in einer anderen kleinen Küche die Vorbereitungen auf Hochtouren. Viele verschiedene Düfte lagen in der Luft. Das Essen war bald fertig. Man sieht den ehemaligen Küchenjungen am Kochen und Backen – doch er war nicht allein, er hat sieben kleine Helferlein. Mäuse, die Lebensmittel lieferten und den Kochlöffel schwangen.

Einige Stunden später war es nun soweit. Das Festmahl sollte serviert werden. Der Küchenchef brachte nervös den ersten Gang in den Saal und tischte es dem Brautpaar, dem König, der Königin und den Gästen auf. Angespannt wartete er auf die Reaktionen der Leute. Der König schlürfte vorsichtig den ersten Löffel der Suppe und zwei Sekunden später prustete er sie aus. „Das ist ja widerlich!“, schreite er angeekelt. Der Koch wurde kreideweiß und wollte gerade etwas dazu äußern, als plötzlich neben ihm eine Gestalt auftauchte. „Entschuldigen sie. Ich habe dem Koch aus Versehen den falschen Topf auf den Servierwagen gestellt. Ich bitte vielmals um Verzeihung.“, erklärte der ehemalige Küchenjunge. Der Koch starrte ihn mit großen Augen an. „Wir werden ihnen sofort, die richtige Suppe servieren.“, sagte der Junge und deutete dabei auf den anderen Wagen. Der König nickte.

Das Menü schmeckte allen Anwesenden ausgezeichnet und so kam es, dass der Koch, den Küchenjungen beförderte. Er brauchte von nun an keine Zwiebeln mehr zu schneiden und durfte jetzt verantwortungsvollere Tätigkeiten übernehmen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kochen sie noch heute.