Lynsay sands - Eine vergessene Vampirin

von Ava Merin
GeschichteRomanze, Familie / P18
01.07.2018
08.05.2019
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Es dauerte eine Weile, eine gefühlte Ewigkeit, bis Aleon verstand, dass es keine wirkliche Gefahr war, die sie beide gerade unterbrochen hatte! Dort stand eine Frau. Zierliche Figur, lange braune Haare und für einen außenstehenden war sie etwa 25-30 Jahre alt. Aber er wusste sofort, dass sie eine Unsterbliche war, wie er. Sie konnte 20 oder auch 2000 Jahre alt sein.
Er wusste das er sie nicht kannte.
Aber wer war das?
Und was wollte sie hier?
Immer noch stand er schützend vor Eliza. Die fremde Frau lächelte freundlich und sah seit der ersten Sekunde friedlich aus. Von ihr ging offensichtlich keinerlei Gefahr aus.
"Natürlich nicht, Aleon!" Sie lachte leise, als sie das sagte. Woher kannte sie seinen Namen? Er verengte seine Augen ein wenig, starrte sie an, versuchte sich zu erinnern, ob sie sich bereits einmal begegnet waren...
Eliza konnte nicht sehen, wer da stand, immer noch hielt Aleon sie hinter sich fest. Sie hörte die Frau sprechen, wurde langsam neugierig.
"Nun lass doch Eliza los, Aleon. Ich möchte sie doch auch so gern kennenlernen!" Auch wenn die Stimme der Frau sehr liebevoll und beruhigend klang, wusste sie nicht, woher sie ihren Namen kannte. Nun drehte sie sich in seinem Griff, sodass sie an ihm vorbei sehen konnte. Da er nun wusste, das keine unmittelbare Gefahr drohte, ließ er es zu.
"Marguerite, bist du schon im Haus? Warte doch, bis...!", Aleon konnte Lucians eher hören als sehen. Als Lucian den Raum betrat, sah er sich ein wenig verdutzt um, dann konzentrierte er sich erst auf die Frau, Marguerite, dann auf Aleon und Eliza. Aleon, der immer noch ein wenig ratlos und stumm vor der leicht geöffneten Tarassentür stand, bemerkte, dass die Mundwinkel seines Freundes leicht zuckten. Langsam fing sein Kopf wieder an zu arbeiten und er verstand die Situation ein wenig besser; Lucian und die Frau wollten wohl nach den beiden sehen, wie es ihnen ging, und hatten sie in einer sehr eindeutigen Situation erwischt! Ein paar Augenblicke später und er hätte Eliza hier auf dem Fußboden genommen!
"Aleon, Glückwunsch! Jetzt bist du auch mit dem Lebensgefährten-Fieber angesteckt!", als die Brünette entzückt in die Hände klatschte und das in einem Ton sagte, als freute sie sich sehr für ihn, wurde ihm bewusst, dass sie schon die ganze Zeit seine und wohl auch Elizas Gedanken laß. Nun lachte Lucian laut auf.
Eliza verstand die ganze Stuation nicht wirklich, aber als sie spürte, das sich Aleons Körper nicht länger verkrampfte, wusste sie, dass keinen Gefahr drohte. Den blonden Mann, der ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten war, sah sie fragend an. Wie er so von Herzen lachte, da erinnerte sie sich an damals, als ihr Vater und ihre Mutter noch bei ihr waren. Als sie alle noch in ihrer kleinen perfekten Welt lebten und...
"Eliza, mein Name ist Marguerite, ich... " Ihr Blick wurde ein wenig traurig, aber sie atmete tief durch und sprach langsam weiter. "...ich war mit deinem Vater verheiratet..."
Alle schwiegen. Eliza und Aleon hielten einen Moment den Atem an. Das hatte Aleon nicht gewusst! Elizas Gesicht war wie versteinert und sie dachte auch in diesem Moment an nichts. Sie starrte die andere Frau nur an.

Seit Stunden hatte sie nun nichts mehr gesagt, aber immer wieder Aleons Nähe gesucht. Er war ihr Ruhepol, das spürte sie. Lange hatte Marguerite mit ihr gesprochen. Hatte ihr alles erzählt. Ließ einige, für sie unwichtigen Details weg, doch erklärte Eliza was passiert war. Sie erwähnte nicht, das Jean-Claude ihr das Leben zur Hölle gemacht hatte, das brauchte Eliza nicht zu wissen, doch sie erzählte ihr, was sie wusste. Elizas erster Gedanke war, dass die Ehefrau ihres Vaters ihre Mutter umgebracht haben musste, doch als sie ihr zuerst widerwillig zuhörte, verstand sie nach und nach, dass sie nichts mit dem Ereigissen gegen ihre Mutter zu tun hatte. Tatsächlich verstand Eliza, dass man auch ihr übel mitgespielt hatte.
"Das ist schon in Ordnung, meine Liebe, ich habe meine Lebensgefährten nach 700 Jahre endlich gefunden." Eliza war bewusst, dass sie ihre Gedanken lass, doch sie wusste nicht, woher sie das konnte. Da lachte die Frau, die ihr gegenüber saß, ein wenig und nahm über den Tisch hinweg ihr Hände. Drückte sie mütterlich. "Wir werden dir sehr vieles beidringen, Eliza..." Und sie fühlte sich tatsächlich geborgen. "Und wir müssen natürlich eine neue Bleide für dich finden!"
Entsetzt rissen Eliza und Aleon im selben Augenblick die Augen auf und starrten erst sich, dann Marguerite fragend an.



Was meint ihr, wie gefällt den beiden das wohl, wenn sie getrennt untergebracht werden sollen? ;)
Und warum will Marguerite die beiden wohl räumlich trennen?
Hoffe, euch gefällt das neue Kapitel. Schreibt doch mal, was ihr meint, wie es weiter geht ;)
LG Ava
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