Einmal Himmel und zurück...

GeschichteRomanze / P18
01.07.2018
09.07.2018
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Liebe? Liebe gibt es nicht ... Liebe ist eine Erfindung von Firmen um Geld zu Verdienen und wird von Frauen benutzt, um sich reiche Typen zu angeln.
Das ist zumindest die Meinung von Jake -Selfmade-Millionär, Besitzer der Shiloh-Ranch und begehrter Junggeselle-, bis Melody seinen Weg kreuzt.
Eine Frau die keine Ahnung hat, wer er ist als sie ihn kennenlernt und die nichts mehr mit ihm zu tun haben will als sie erfährt, wer er wirklich ist.
Als Jake endlich erkennt, dass er einen großen Fehler gemacht hat, ist es schon zu spät. Kann er Melody davon überzeugen, dass er der gleiche Mann ist wie der einfache Cowboy in den Sie sich verliebt hatte oder hat er alles verloren...



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Jake saß auf seiner Veranda und hatte seine langen Beine auf die Brüstung gelegt, neben sich auf dem Tisch stand ein Glas Whiskey an dem er hin und wieder nippt, während er konzentriert auf seinen Laptop starrte und nur hin und wieder etwas eintippte. Die Sonne stand schon tief und warf einen angenehmen kühlen Schatten auf die Veranda nach dem heißen Tag. Als er den Jeep hörte, der seine Auffahrt lang raste sah er kurz hoch und seine goldbraunen fast schon gelbbraun wirkenden und warm schimmernden Augen zogen sich kurz zusammen, bevor er wieder auf seinen Laptop sah. In einer Staubwolke blieb der Jeep dicht vor der Veranda stehen und sein jüngerer Bruder sprang aus dem Wagen. Wie Jake war auch Eddie groß und schlank doch im Gegensatz zu seinem Bruder wirkte Eddie eher schlaksig und nicht wie jemand der sein ganzes Leben auf einer Ranch verbracht hatte.  

Jetzt kam er in langen Schritten auf seinen Bruder zu und verzog missmutig sein Gesicht. Seine blonden Haare waren kurz geschnitten und wirkten eher militärisch und als er das leise Brummen vom Dach der Veranda hörte, blieb er stehen und sah nach oben, bevor er sich langsam gegen das Geländer legte und die Veranda nicht betrat.

Immer noch missmutig verzog er sein Gesicht und sah seinen Bruder an, der keine Anstalten machte von seinem Laptop aufzusehen oder etwas zu sagen. Eddie sah seinen Bruder an und überlegte gerade, ob er einfach die Beine seines Bruders von der Brüstung schubsen sollte, damit dieser reagierte als er die tiefe und weiche Stimme seines Bruders hörte. „Denke nicht einmal daran Eddie.“

Eddie seufzte und sah seinen Bruder an, der gerade etwas in sein Laptop tippte. Die selbst im Sitzen große und breitschultrige Gestalt, die langen, den Kragen seines Hemdes berührenden dunkelblonden fast hellbraun wirkenden Haare, und nicht zum ersten Mal fragte er sich, wie sie Brüder sein konnten, sie waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wenn man sie nebeneinander stellen würde, würde niemand denken, das sie Brüder wären.

„Du wolltest doch herunterkommen und mit uns feiern Jake, schließlich heiraten wie in ein paar Wochen. Cat ist todunglücklich da Du nicht da bist.“ Eddie hörte wieder das leise Brummen und wie ein Schwanz ungeduldig auf die Überdachung der Veranda klopfte.


„Du weißt das ich zu arbeiten habe.“ Jakes Stimme hatte einen kühlen Unterton bekommen und endlich sah er seinen Bruder an. „Ich habe nicht nur meine Firma zu leiten, sondern auch noch das finanzielle der Ranch zu regeln.“ Jakes Augen wurden eine Spur kühler und das warme Schimmern was vorhin noch in ihnen war, war komplett verschwunden. „Und ich habe nicht gesagt das ich herunterkommen werde. Ihr wolltet das.“ Jakes Stimme klang nun leicht spöttisch „feiert Eure Abschiedsparty, aber ich verzichte danke.“

Eddie wollte gerade etwas sagen, als er den leisen Aufprall von Pfoten neben sich hörte und unabsichtlich zuckte er zusammen, während der Puma ihn ansah und langsam Richtung Wald lief, wo er auf einen nahen Baum sprang und sich lang auf einen dicken Ast legte, er war so damit beschäftigt den jungen Puma zu beobachten, dass er erst nach einer ganzen Zeit wieder zu seinem Bruder sah. „Das brauchst Du nicht extra betonen, ich weiß was Du Dad damals versprochen hast. Und durch die Vermietung der kleinen Häuschen als Wochenendhütten sind wir aus den roten Zahlen raus in die uns Dad durch seine Sturheit rein gewirtschaftet hatte.“ Er kniff die Augen zusammen und sah wieder zu dem Puma, der ihn nicht aus den Augen ließ „Nur, weil Du nicht an Liebe glaubst, müssen nicht andere das auch verteufeln. Irgendwann wirst Du auch eine passende Frau treffen und Dich verlieben, warte es nur ab.“ Eddis Stimme klang nun ebenfalls spöttisch und langsam betrat er nun die Veranda und ließ sich in den freien Stuhl fallen.

Jakes Augen zogen sich zu Schlitzen zusammen und sein Blick wurde kalt „Ich hab gesehen, was Deine sogenannte Liebe anstellen kann, danke ich verzichte.“ Jake nahm sein Glas und trank einen Schluck, als er seinen Bruder ansah.

Eddie sah zu Jake und schüttelte dann den Kopf „Da ist noch was anderes was ich mit Dir besprechen wollte. Nächste Woche kommt eine Gruppe die die beiden unteren Häuser für zwei Monate gebucht haben, damit Du Bescheid weißt. Cat hatte es noch nicht eingetragen, weil die Leute heute erst bestätigt haben.“ Er machte eine kurze Pause „Nicht das Dein Hauskätzchen sie erschreckt.“ Seufzend strich er sich durch seine kurzen Haare und sah erneut zu seinem Bruder „Willst Du es Dir nicht nochmal überlegen Jake? Du wirst noch zum Einsiedler hier oben, Du brauchst mal Ablenkung und etwas Zerstreuung.“
Jake sah ihn spöttisch an „Glaub mir, ich habe genug Zerstreuung, wenn ich alle zwei Wochen für ein paar Tage nach Calgary fliege, um in meiner Firma nach dem rechten zu sehen.“


„Ich weiß, es steht genug in den Klatschspalten, wenn Du wieder mal in der Stadt warst. Es ist nicht zu übersehen dann.“ Eddie schloss kurz die Augen, Jake hatte sich wirklich ein perfekten Platz ausgesucht, um sein Haus zu bauen. Jake hatte ihrem Vater auf dem Sterbebett versprechen müssen wieder auf die Ranch zu ziehen, obwohl sich Jake in der Stadt ein Leben aufgebaut hatte und auch dort seine Firma war, die er vor über zehn Jahren gegründet hatte. Und obwohl er es gehasst hatte, hatte er das Versprechen gegeben. Eddie seufzte und sah vor seinem inneren Auge wieder das große private Grundstück von Jake vor sich. Er hatte sich am äußersten Rand der Ranch niedergelassen und noch einiges an Grund und Boden dazugekauft. Eddie hatte keine Ahnung, wie Reich sein Bruder wirklich war, er machte immer ein Geheimnis daraus. Selbst die Klatschblätter kannten keine genauen Zahlen, Fakt war nur das er, als er damals nach Calgary gezogen war, in einer kleinen Firma gearbeitet hatte, dann durch einen Aktienkauf innerhalb weniger Monaten zu einem unermesslichem Vermögen gekommen war, damit hatte er seine Sicherheitsfirma gegründet und mit der war es auch stetig bergauf gegangen. Egal was Jake anfasste, es wurde immer zu einem Erfolg. Selbst die Ranch die ihr Vater fast in Grund und Boden gewirtschaftet hatte, hatte er innerhalb von zwei Jahren aus den roten Zahlen geholt und sie zu einem beliebten Urlaubsort gemacht für Leute, die sich erholen wollten oder einmal die ursprüngliche Wildnis kennenlernen, wie es früher war. Jetzt mit fünfunddreißig war er ein begehrter Jungesselle, doch keine seiner unzähligen in den Klatschblättern breitgetretenen Affären konnte ihn länger als einige Tage fesseln.

Eddie öffnete wieder seine Augen und sah über das Gelände und das Land ein Stückchen unter ihm, das Haus von Jake lag ein Stückchen erhöht und gewährte einen atemberaubenden Blick auf das Land unter ihm, neben dem Haus standen einige Bäume und in einiger Entfernung begann der dichte Wald, der sich über einige hundert Hektar hinzog.
Auf der anderen Seite vom Haus war eine Garage wo Jakes Motorrad und sein Jeep standen und hinter dem Haus war ein Stall mit einer großen Koppel und einem großen tiefschwarzem Pferd. Einige hundert Meter entfernt war ein kleiner Landeplatz mit einem Hangar wo ein Hubschrauber stand.

Eddie stand wieder auf und sah auf seinen großen Bruder hinunter „ich muss wieder los, Cat wartet sicher schon. Bitte Jake, komm nachher runter, wir würden uns freuen. Tu es für mich. Du bist mein Bruder und ich würde Dich gerne dahaben, wenn Du Dich schon weigerst Trauzeuge zu sein.“

Jake seufzte und klappte seinen Laptop zu. „Eddie, wenn Du Dich schon ins Unglück stürzen willst, muss ich nicht dabei auch noch Dein Trauzeuge sein. Es reicht doch, wenn ich mich bereit erklärt habe den ganzen Mist zu bezahlen.“ Langsam stand er auf und reckte sich und sah dann auf seinen Bruder hinunter den er um mehr als zwei Köpfe überragte. „Du gibst sonst keine Ruhe, oder?“

„Nope“ Eddie grinste und ging Richtung Jeep „Es ist auch ganz zwanglos heute Abend, Du kannst sogar Deine Jeans und Deine Stiefel anlassen. Es sind nur ein paar Freunde und Bekannte da. Die ein paar Tage früher gekommen sind, weil sie noch ein paar Tage Urlaub vorneweg machen wollten. Wir Grillen und haben einfach nur ein bisschen Spaß“ Er sah wieder auf zu dem Puma, der auf dem Baum lag und scheinbar die letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne genoss, bevor sie komplett verschwand. Eddie hatte trotzdem das Gefühl, das die Katze ihn nicht aus den Augen ließ. Er mochte sie noch nie und hatte nicht verstanden, wie sein Bruder sie großziehen konnte, nachdem er sie neben der toten Mutter gefunden hatte. Er selber hätte sie erschossen oder einfach liegengelassen. Aber Jake hatte das einige Tage alte Kätzchen mitgenommen und die Mutter und toten Geschwister vergraben. „...aber lass Sima hier.“

Jake zuckte die Schultern und sah zu dem jungen Puma, der gerade den Kopf hob und ihn ebenfalls ansah „Wenn sie sich entschließt mitzugehen, geht sie mit.“ Er reckte sich und nahm seinen Laptop und sein Glas um es ins Haus zu bringen. „Fahr runter, ich komme nachher nach.“ Er sah kurz zu seinem Bruder „...versprochen...“ fügte er dann spöttisch hinzu.



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Cat sah kurz zu Jake der gelangweilt an seinem Jeep lehnte und dem treiben am Lagerfeuer zusah während er hin und wieder einen Schluck aus seiner Bierflasche trank. Hätte er nicht an einem Jeep gelehnt, sondern an seinem Pferd, hätte man denken können er wäre direkt einer Werbung für alte Wild-West Filmen entsprungen. Dann drehte sie das Gesicht und lächelte Eddie an bevor sie erneut aus den Augenwinkeln zu Jake sah, der Mann, in den sie sich damals verliebt hatte und den sie hatte nicht bekommen können, bevor sie seinen Bruder kennengelernt hatte. Noch immer bekam sie manchmal weiche Knie, wenn sie unerwartet seine tiefe weiche Stimme hörte, und jedes Mal hoffte sie das Eddie das niemals mitbekommen würde. Sie liebte Eddie, aber er entfachte nicht diesen Sturm der Gefühle in ihr wie sein großer Bruder. Cat sah, wie ihre Cousine aufstand und auf Jake zuging und ihn ansprach. Jake sah nur kurz auf und sagte etwas und Cat sah, wie Jenny plötzlich blass wurde und zwei Schritte zurückging, sich dann umdrehte und weglief. Innerlich schadenfroh lehnte sie sich an Eddie und schlang einen Arm um ihn.  Außer in den Klatschblättern hatte sie noch nie erlebt das Jake sich mit irgendeiner Frau traf oder sie an sich heranließ. Cat bezweifelte mittlerweile das es irgendwann überhaupt einer Frau gelang ihn auf Dauer zu erobern. Er war jemand, mit dem man eine Affäre haben konnte, aber es niemals schaffen würde ihn an sich zu binden.
...wie seine Wildkatze, wunderschön aber unberechenbar und nicht zu zähmen...

„Alles in Ordnung Darling? Du bist so still?“ Eddie legte einen Arm um ihre Schulter und sah sie an, Cat lächelte kurz und sah zu ihm hoch,

„Nur ein bisschen müde Honey...“ Cat wollte gerade noch etwas hinzufügen als sie einen scharfen und lauten Pfiff hörte und erschrocken zusammen zuckte, bevor sie zu Jake sah, der sich umgedreht hatte und in Richtung des kleinen Baches sah zu dem Jenny gelaufen war. Dann sah sie, wie Jakes Puma mit langen Sätzen angesprungen kam und auf die Ladefläche des Jeeps sprang und seinen Kopf auf Jakes Schulter legte.
Jetzt kam auch Jenny wieder zurück, am ganzen Körper zitternd und leichenblass. „Das verdammte Vieh wollte mich fressen“ Sie sah zu Jake und dem Puma und Jake erstarrte plötzlich mitten in der Bewegung, bevor er langsam auf Jenny zuging und sie grob am Oberarm packte.
„Man entfernt sich nicht von einem Lagerfeuer und läuft einfach irgendwo im Dunkeln herum, Jenny.“ Er ging Richtung Lagerfeuer und zog Jenny hinter sich her, bevor er sie auf einen Baumstamm drückte, die ums Feuer herum platziert waren und als Sitzplätze dienten.


„Eddie, pass besser auf Deine Gäste auf wen sie keine Ahnung haben wie man sich hier draußen benimmt.“
Dann sah er wieder zu Jenny und sein Gesicht wurde mehr als spöttisch „Keine Angst, sie hätte Dich nicht gefressen, sie besitzt etwas mehr Geschmack.“ Er nickte kurz zu Eddie und stellte seine noch fast volle Bierflasche in die Kiste an der Seite „Bring ihnen mal die Grundregeln hier bei, wenn sie einige Tage bleiben wollen. Ich fahre hoch, es reicht mir für heute hier.“ Er sah kurz zu Cat und sie sah den eisigen Ausdruck in seinen gelbbraunen Augen, den sie immer zusehen bekam, wenn er sie ansah. „Cat..“

Eddie sah ihm nach, bevor er sich zu Cat umdrehte und seufzte „manchmal hab ich das Gefühl Ihr beide verschweigt mir etwas...“


„Nein Darling, tun wir nicht. Er mag mich einfach nur nicht, obwohl ich mir alle Mühe gebe“ Cat sah Eddie nicht an und legte nur den Kopf an seine Schulter. „Hast Du ihm eigentlich Bescheid gesagt das einer der Gäste gerne einige Tage oben in den Wäldern verbringen würde, weil sie Fotos machen möchte?“

„Nope, dazu kamen wir noch nicht, ich sage es ihm die Tage. Es dauert ja noch, bis der Gast kommt.“ Eddie legte wieder einen Arm um Cat und strich ihr sanft über die Schulter „Er wird nicht begeistert sein das sie das Haus an seiner Grenze gebucht hat und er sie auch noch begleiten soll. Du weißt das er es hasst wenn er den Fremdenführer hier spielen soll.“



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„Das ist doch jetzt nicht Dein Ernst, oder?“ Jake stützte die Hände auf den Schreibtisch und beugte sich etwas vor und starrte seinen Bruder aus seinen fast goldbraunen Augen kalt an, die jetzt in diesem Moment mehr den je gelbbrauner und raubtierhafter aussahen als sonst, während Eddie langsam aufstand.
„Jake, Du kennst das Gebiet da oben wie Deine Westentasche. Sie will doch nur ein paar Fotos und Du willst nicht das da oben jemand umherwandert. Also hab ich gedacht das Du sie für einige Tage begleitest. Es ist doch nur eine Woche Jake. Sie hat zwar den ganzen Monat gebucht, will aber nur diese eine Woche in der Natur verbringen. Ob sie nun da draußen schläft oder im Haus und jeden Tag wandert oder reitet ist doch egal. Aber nur bei Dir da oben bekommt sie die Bilder, die sie will.“ Eddie strich sich durch die Haare und wurde unter Jakes kaltem Blick nervös. „Obwohl ich schon immer hier gelebt habe, kennst Du die schönen versteckten Plätze besser als jeder andere. Und das obwohl Du jahrelang weg warst.“ Bei seinen letzten Worten waren seine Worte leicht bitter und Jake sah ihn überrascht an.
„Ist es das was Dich stört? Das ich das Gebiet besser kenne als Du, obwohl ich über zwanzig Jahre nicht hier war, oder besser gesagt nur immer mal zwischendurch für ein paar Tage?“


„Das ist es nicht, es ist … ach verdammt, ich komme mir neben Dir immer nur wie ein Ersatz vor, vor allem da Cat sich...Verdammt Jake, warum hattest Du mir nicht gesagt das Cat Dich damals angebaggert hat als wir uns kennengelernt und ich sie Dir vorgestellt habe? Ich bin nur Dein Ersatz weil Sie Dich nicht haben  konnte.“

„Ach darum geht es“ Jake richtete sich auf und sah auf seinen Bruder hinunter „Ich hatte nie was mit ihr und werde auch nie. Sie hat mich angebaggert, ich habe sie kaltgestellt und dann war das Thema für mich erledigt. Das liegt schon Jahre zurück und war in Calgary, Eddie. Sie war für mich nur eine dieser Frauen die sich einen reichen Kerl angeln wollen und war für mich keinen zweiten Blick wert. Himmel, ich habe sie nicht einmal erkannt als Du sie hergebracht hast. Und ich habe Dich gewarnt als ich sie später erkannt habe, Du hast nicht auf mich gehört. Thema gegessen.Punkt.Aus.Ende.“

„Ich wollte mir nie einen reichen Kerl angeln, wie Du es nennst Jake. Ich hatte Dich damals echt gerne.“ Cats leise Stimme erklang hinter ihnen und beide sahen zur Türe an der Cat mit blassem Gesicht lehnte.
„Schön, und jetzt hast Du meinen Bruder gerne. Willst Du ihn auch noch heiraten, wenn ich sage, dass ich derjenige bin dem das alles hier gehört und er quasi nur für mich arbeitet? Er nicht reich ist? Ich damals von unserem Vater alles geerbt habe?“ Jake sah sie spöttisch und kalt an und er hörte, wie Eddie zischend Luft holte.


„Jake....“ Eddie wollte etwas sagen doch Cat war schneller

„Ja, will ich. Weil ich ihn Liebe Jake und es mir scheißegal ist, ob er Geld hat oder nicht. Etwas was Du niemals verstehen wirst, weil für Dich keine Liebe existiert, nicht wahr? In Deinem Leben gibt es nur Affären und Geld, sonst nichts. Manchmal tust Du mir echt leid Jake. Es gibt mehr als das.“ Cat drehte sich um und ging wieder weg, während sie kurz einen unglücklichen Blick auf Eddie warf der hinter dem Schreibtisch stand und neben seinem Bruder nicht sehr glücklich oder beeindruckend aussah.

„Danke Jake, vielen Dank.“ Eddies Stimme war wütend doch Jake zuckte nur mit den Schultern „Jetzt weiß sie, woran sie ist und Du auch. Ich bin immer noch gegen eine Heirat, aber wenn Du sie...“ Er presste kurz die Lippen zusammen, weil das Wort ihm nicht über die Lippen kam „...geh ihr besser nach. Und schick diesen Gast in den nächsten Tagen zu mir, ich mache es, ausnahmsweise. Denke nicht einmal im Traum daran, mich nochmal um so etwas zu bitten, kleiner Bruder.... Und mach nicht den Fehler ihr meinen Nachnamen zu nennen, ich bin froh, dass die ganzen Heiratswütigen Frauen mich hier oben noch nicht aufgespürt haben und ich hier meine Ruhe habe.“

Jake drehte sich um und verließ mit langen Schritten das Büro im Ranch-Haus und ging durch die große Halle zum Ausgang, wobei er fast mit einer Frau zusammengestoßen wäre, die gerade das Haus betreten wollte. Jake wich blitzschnell und in Gedanken aus und tippe sich kurz an seinen Hut „Ma'am“