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Worte aus dem Herzen

OneshotRomanze / P12 Slash
Akihiko Usami Haruhiko Usami Misaki Takahashi
30.06.2018
30.06.2018
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PoV Usagi

Sehnsüchtig sah er Misaki nach, wie er zur Uni losging.

Auch, wenn sie die letzten Stunden ausgiebig gemeinsam verbracht hatten, vermisste er ihn jetzt schon. Seufzend wollte er sich gerade ins Wohnzimmer setzen, als es an der Haustür klingelte.

'Wer ist das denn jetzt?', fragte sich der Autor stirnrunzelnd und begab sich zur Tür. Dort wartete sein Bruder Haruhiko auf ihn, der ihn ansah, als ob soeben jemand gestorben wäre.

„Haruhiko... Was willst du hier?" Usagi war nicht erfreut, seinen Bruder zu sehen, was er auch nur deutlich in seiner Stimme zeigte.

Haruhiko jedoch schien Usagis eher düstere Aura nicht wahrzunehmen oder schlichtweg zu ignorieren und sagte: „Akihiko... Wir müssen reden." Usagi knurrte entnervt und trat einen Schritt beiseite.

„Na schön. Komm rein." Gemeinsam setzten sie sich ins Wohnzimmer, der Silberhaarige blickte seinen älteren Bruder auffordernd an.

„Also, sag schon. Du siehst fast schon so aus, als sei jemand gestorben."

„Akihiko...", begann der Braunhaarige stockend und sagte dann vollkommen ruhig: „Ich habe mit Misaki geschlafen. Er liebt dich nicht, nicht im geringsten, sondern nutzt dich nur aus."

Stille. Undurchdringliche Stille legte sich über die gesamte Wohnung, die Zeit schien stillzustehen, während Usagis Herz ebenfalls stockte, sich schmerzhaft zusammenzog.

Dann jedoch riss er sich zusammen, blickte seinen Bruder feindeselig an und zischte gepresst: „Du lügst!" 'Wie kann er es wagen, so etwas zu behaupten!?'


Haruhiko jedoch ließ sich nicht im geringsten aus der Ruhe bringen, im Gegenteil, er grinste nur fies und erklärte: „Nein, das tue ich nicht. Misaki ist wirklich... unglaublich... alleine seine Bemühungen, nicht zu laut zu sein, während wir es taten. Er hat mich am Ende, als ich ihn in den Armen gehalten habe, sogar angefleht, dich wegzuholen. 'Ich liebe dich, Haruhiko, bitte hol mich von Usagi-San weg!'. Es war wirklich herzerweichend. Deswegen bin ich auch hier, um dir zu sagen, dass ich ihn abholen werde, sobald er wieder von der Uni zurückgekommen ist."

Usagi wurde bei jedem Wort immer blasser, sein Herz schien bei jedem einzigen Wort und vor allem bei der Ausführung der... Liebesnacht zwischen seinem Bruder und Misaki immer tiefere Risse.

Er wollte es nicht glauben, er wollte sich selbst beweisen, dass Haruhiko ihm gerade eine Lüge der grausamsten Sorte auftischte... Doch er konnte es nicht.

Zu sehr, zu laut schrie ihm sein gequältes Herz und sein Geist zu, dass Misaki in all der Zeit, in all den Jahren, in der er mit Misaki zusammen war, nicht einmal diese drei Worte von dem Braunhaarigen zu hören bekommen hatte.

Nie hatte Misaki ihm gesagt, dass er ihn liebte. Stattdessen hatte er es zu Haruhiko gesagt...

Innerlich schreiend vor Schmerz, äußerlich aber vollkommen ruhig, schloss er kurz die Augen, bevor er Haruhiko eiskalt ansah und zischte: „Raus hier."

Dabei verfluchte er das Zittern, dass sich dabei in seine Stimme geschlichen hatte. Sein Bruder lächelte noch einmal, ging zur Tür und rief dem Autor noch ein „Es tut mir leid, Bruderherz", zu, bevor er zur Tür hinausging.

Usagi allein ließ, der sich mit aller Macht zusammen riss, nicht vollkommen durchzudrehen und von dem Schmerz, der ihn langsam einnahm, zu versinken.

Doch viel Zeit blieb Usagi nicht, um sich wieder einigermaßen zusammenzureißen, denn soeben trat Misaki in die Wohnung. „Ich bin wieder da, die Uni ist ausgefallen, da so viele Lehrer krank waren."

Usagi regte sich nicht, zuckte nur innerlich furchtbar zusammen, sah aber ansonsten wie versteinert aus. „Ah.. Okay...", sagte er, seine Stimme klang fremd in den Ohren des Silberhaarigen.

'Es muss eine Lüge sein. Es muss!!!'

„Usagi-San? Ist alles in Ordnung mit dir? Und warum war dein Bruder hier, ich habe ihn eben wegfahren sehen."

Misakis verwirrte Stimme löste Wut in dem Autor aus, Wut und auch Verzweiflung. Bitter lachte er auf, versuchte die Anspannung, die ihn auch nur bei der Erwähnung seines Bruders befallen hatte, wieder loszuwerden.

„Nein. Es ist alles in Ordnung.", sagte er nur, ging auf Misakis andere Frage jedoch nicht ein. 'Wenn dieser dreckige Mistkerl Misaki wirklich angefasst hat.. Ich breche ihm sämtliche Knochen..!!'

Zittrig atmete er ein und aus, stand dann auf und ging zu Misaki, der ihn unsicher ansah. Noch einmal holte er tief Luft bevor er diese eine Frage stellte, die er Misaki bisher aus verständnis nie gestellt hatte: „Misaki.. Liebst du mich?"

'Ich weiß, dass es nicht fair ist, ihn jetzt so unter Druck zu setzen aber ich muss es einfach wissen. Ich muss einfach, muss sicher sein, dass Haruhiko gelogen hat...'

Usagi wollte sich nicht einmal im Ansatz vorstellen, was aus ihm und seinem Herzen werden würde, sollte Haruhiko doch recht behalten haben.

Verletzt sah er, wie Misaki bei seiner Frage zusammen zuckte, ihn aber nicht einmal in die Augen sah.

„W...Wieso fragst du das so plötzlich?" Kurz huschten die grünen doch zu Usagi, er sah ihn erschrocken an. „Was hat dein Bruder dir gesagt?!"

Usagi presste die Lippen zusammen, sein Blick wurde hart. 'Er weicht mir aus..' „Bitte. Antworte mir einfach. Liebst du mich?" 'Sag es doch einfach. Mach es uns nicht unnötig schwerer!'

Innerlich zitterte Usagi wie verrückt doch äußerlich wirkte er weiterhin vollkommen ruhig... 'Ich will diesen Bullshit, den Haruhiko von sich gegeben hat, nicht zwingend wiederholen.'

Misaki schwieg noch immer, wurde kurz rot und sah dann zu Boden, umarmte Usagi plötzlich und wisperte: „Ich kann es nicht sagen..."

Splitter. Usagi spürte fast schon körperlich, wie sein Herz in abermillionen Teile zersprang. 'Also hatte er recht...?'

Harsch drückte er Misaki von sich, er ertrug dessen Nähe jetzt einfach nicht, nicht wenn es so diese so sehr schmerzte. Dennoch, ein kleines Flämmchen Hoffnung brannte noch in ihm...

„Warum nicht?", wollte er daher wissen. 'Eine Chance.. Eine letzte Chance Misaki...'

„Bitte..." Seine Lippen formten dieses eine Wort, aber kein Laut verließ seinen Mund. Misaki sah ihn weiterhin nicht an, stattdessen spielte er mit dem Saum seines Pullovers.

„I-ich... Ich kann es einfach nicht. Die ganzen vier Jahre war es dir doch auch egal, ob ich es sage oder nicht. Was ist plötzlich los? Was hat dein Bruder dir erzählt? Es muss doch etwas mit ihm zu tun haben!"

Auffordernd sah Misaki auf, und in Usagi zersprang der Knoten aus Verzweiflung, Wut, Trauer und Schmerz, der sich seit dem Besuch seines Bruders in ihm gebildet hatte, seine Sicherungen sprangen durch und er brüllte los: „Er hat mir erzählt, dass er dich gefickt hat! Das du mich nur ausnutzt und..."

Kurz brach seine Stimme weg, als er den Kampf gegen die bitteren Tränen endgültig verlor und fuhr dann fort: „... das du ihm gesagt hast, dass du ihn liebst!!"

'Das du ihm die Worte gesagt hast, die du mir seit unsere ganzen Beziehung nicht sagen konntest'


Ein leise, schockiert geflüstertes „Was..?" drang an seine Ohren, als er sich abrupt abwandte.

Arme wollten sich um ihn schlingen, doch Usagi schüttelte diese ab. „Fass mich nicht an!", presste er erstickt hervor.

'Ich ertrage deine Berührungen jetzt nicht...'

"Us... Akihiko! Das stimmt nicht! Er lügt! Er lügt!! I-Ich..."

Ein dumpfer Knall ertönte, während Usagi herumfuhr, Misaki völlig aufgelöst auf dem Boden kniend sah, die grünen Augen quollen über vor Tränen.

„Ich liebe dich! Hörst du, Akihiko!? Ich liebe dich!!" Ein Schluchzen drang aus Misaki hervor, er zitterte, umschlang sich selbst und weinte noch stärker als zuvor. „Lass mich nicht alleine.... Akihiko bitte..."

Nun hielt Usagi nichts mehr. Wie der Blitz war Usagi bei Misaki, noch immer liefen ihm die Tränen über das Gesicht und er nahm ihn sanft in die Arme, hielt ihn so fest, als wolle er ihn nie wieder loslassen.

'Hat... hat Misaki das gerade wirklich gesagt? Oder habe ich mir das nur eingebildet?' „Misaki..." Die Stimme des Silberhaarigen war erfüllt von den Tränen, die ihm noch immer ungehindert über das Gesicht liefen.

„Meinst du das wirklich ernst?" 'Ich hasse es, ihn das jetzt in diesem Zustand zu fragen, aber ich muss mir einfach sicher sein..' Misaki drängte sich enger an ihn, fast so, als wolle er mit ihm verschmelzen und sah Usagi fest in die Augen.

„Ja! Ich liebe dich, Akihiko. Seit..." Kurz wurde er rot, bevor er fortfuhr: „Seit gestern Nacht bin ich mir absolut sicher. Ich liebe dich so sehr, dass es mich fast schon zerreißt, wenn ich dich leiden sehe."

Sanfte, warme Lippen legten sich auf Usagis, der diesen Kuss sofort erwiderte. Es war das erste Mal, dass Misaki ihn von sich aus küsste und auch sonst war dieser Kuss vollkommen anders, als ihre bisherigen.

Ein wahres Feuerwerk schien in Usagi zu explodieren, während sein Herz sich wieder zusammensetzte und mit jedem raschen Herzschlag nur einen Namen zu kennen schien: Misaki. Sein Misaki, der ihn tatsächlich liebte. Er konnte es nun auch in jeder einzelnen Lippenbewegung, in jedem, etwas unsicheren, Zungenschlag spüren.

Eine ganze Weile küssten sie sich, bis sie sich schließlich widerstrebend voneinander lösten. Sanft wischte Usagi Misaki die Tränen von den Wangen.

„Misaki.. es tut mir so leid. Ich wollte dir nicht wehtun oder dir Angst einjagen.. Haruhiko hat mich einfach so verunsichert... Und... Ich liebe dich auch Misaki. Mehr, als alles andere auf der Welt. Du bist für mich alles." Zittrig atmete Usagi aus und drückte den Braunhaarigen enger an sich.

Dieser murmelte an seiner Halsbeuge: „Würde ich auch nur auf die Idee kommen, mit deinem Bruder zu schlafen, würde ich mich auf der Stelle verbrennen... Jemand anderes als.. dich... in mir.. zu spüren, geschweige denn zu lieben kann und will ich mir nicht vorstellen.. Generell die Vorstellung davon ist schrecklich.."

Usagi spürte die Hitze, die von Misakis Gesicht ausging und musste leise Lachen, bevor er eine Hand langsam unter Misakis Pullover gleiten ließ.

„Dann verjage ich diese bösen Bilder mal ganz schnell aus deinem Kopf...", wisperte Usagi heiß in Misakis Ohr, bevor er sanft in dieses hineinbiss.

Ein heiseres Keuchen seitens des Braunhaarigen antwortete ihm und Usagi beschloss, dass nun genug geredet wurde...



ENDE...

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Ich hoffe, dieser kleine Oneshot hat euch gefallen :)

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