~Du gehörst mir und kein anderer bekommt dich~

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Riku Rajamaa Samu Haber
29.06.2018
05.02.2019
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Riku's Sicht


Wir suchten alles rund um den Tierpark ab, aber fanden ihn nicht. Samu zog mir nun plötzlich am Shirt und sagte zu mir: "Vielleicht ist er ja noch im Tierpark. Komm' wir gehen noch mal dort hin."

Ich nickte und danach liefen wir noch mal zum Tierpark. Samu steuerte noch mal mit Laila im Buggy, den Spielplatz an. Wir liefen den Beiden nach. Leevi hatte Loki an der Hundeleine und Frau Sillah lief ein wenig vor mir. Als wir den Spielplatz erreichten, sah ich Finn auf der Bank sitzen. Er schaute nun auch in unsere Richtung. Finn sah seine Oma und danach schaute er zu mir. Er stand auf und rannte wieder davon.

Frau Sillah konnte nicht so schnell laufen. Ich rannte ihm hinterher und bekam ihn auch schnell zu fassen. In meinen Armen rutschte er zum Boden und schlug mit seinen Armen um sich. "Lassen Sie mich los, Herr Haber Rajamaa.", schrie er immer wieder dabei und ich hielt ihn fest an mich und wiegte ihn dabei sanft hin und her. "Scht, Finn." und dabei beruhigte er sich langsam.

Seine Oma stand nun auch neben uns und Finn schaute zu ihr und schimpfte dabei: "Geh weg, Oma." Sie schaute ihren Enkelsohn entsetzt an, aber ich beruhigte sie, indem ich zu ihr sagte, dass ich erst mal mit Finn alleine sprechen würde. Sie entfernte sich nickend und ging dabei zu Samu, Leevi, Loki und Laila. Ich hob Finn nach oben und sagte zu ihm: "Lass uns ein bisschen spazieren gehen und dabei unterhalten wir uns. Okay?"

Er nickte und danach liefen wir zusammen durch den Tierpark. Ich erzählte ihm alles. Wirklich alles. Er blieb stehen und schaute mich dabei mit traurigen Augen an. "Ich hasse meine Oma. Ich möchte nicht mehr bei ihr wohnen. Sie hat mich jahrelang angelogen."
"Finn, Nein. Sie wusste zwar, dass ihr Sohn, nicht dein leiblicher Vater war, aber sie wusste nicht, wer dein richtiger Vater ist. Deine Eltern hielten dies für sich."
"Das habe ich schon verstanden, Herr Haber Rajamaa, aber meine Oma hätte es mir doch, nachdem Tod von meinen Eltern sagen können, dass er nicht mein leiblicher Vater war."
"Das wollte sie bestimmt nicht. Sie wollte, dass du behutsam weiter bei ihr groß wirst. Sie liebt dich, Finn. Stoße sie jetzt nicht von dir."

"Okay, aber ich bin trotzdem wütend auf meine Oma. Warum haben Sie eigentlich einen Vaterschaftstest machen lassen? Ich sehe aus, wie Sie."
"Mit dem Aussehen hast du recht, Finn, aber ich möchte es noch schriftlich haben, dass du mein Sohn bist. Ich muss das dann auch auf dem Jugendamt melden, wenn du dann bei uns wohnst."
"Ah okay. Das wusste ich nicht. Darf ich vielleicht schon vorher bei Ihnen wohnen? Ich möchte gerade nicht zu meiner Oma zurück."

"Finn, ich habe noch nichts schriftlich und deine Oma hat das Sorgerecht für dich. Und es wäre schön, wenn du mich duzt. Du brauchst mich nicht die ganze Zeit mit meinem Nachnamen anzusprechen. Okay?"
"Okay! Darf ich dann Riku zu dir sagen?"
"Natürlich darfst du das."
"Du bist aber mein Vater. Und man darf seinen eigenen Vater, nicht mit dem Vornamen ansprechen."

"Von wem hast du denn das?"
"Meine Mama hat das immer zu mir gesagt, weil ich manchmal Papa Nilas sagte. Sie mochte das wohl nicht, dass ich den Vornamen dazusagte."
"Das kann sein, Finn, aber ich habe damit kein Problem, wenn du, Riku zu mir sagst. Immerhin müssen wir Zwei uns erst mal näher kennenlernen und vielleicht sagst du irgendwann "Papa oder Papi" zu mir, wie du möchtest." wieder nickte er und danach gingen wir zurück zu den anderen.

Ich sprach danach mit Finn's Oma und danach brachten wir die Zwei noch nach Hause. Finn's Oma verhielt sich sehr ruhig. Sie sagte nicht viel dazu. Wir verabschiedeten uns danach von den Beiden und Finn umarmte mich sogar dabei. Ich staunte darüber und danach umarmte er noch Leevi und entschuldigte sich bei ihm, für sein Verhalten. Leevi nahm die Entschuldigung an und danach liefen wir nach Hause und Finn und seine Oma, gingen in ihr Zuhause.

Bei uns zu Hause erzählte ich erst mal alles Samu und Leevi. Laila hatten wir hingelegt. Sie war total fertig von diesem Tag an der frischen Luft. "Das ist doch schön, dass er bei uns wohnen möchte", sagte Samu und ich nickte ihm zu. Ein heftiges Klopfen und auch Türklingeln riss uns von der Couch hoch. Ich lief schnell auf unsere Haustür zu und öffnete sie.

Finn stand weinend davor. "Finn, was ist denn passiert?", er antwortete darauf nicht. Er lief schnell auf mich zu und umarmte mich. Finn klammerte sich bei mir fest und ließ mich nicht mehr los. Ich schloss die Tür und Samu hockte sich zu ihm, strich ihm dabei über seinem Rücken und sagte zu ihm: "Finn, was hast du? Warum weinst du so bitterlich?"

Er drehte seinen Kopf zu Samu und sagte unter Tränen zu ihm: "Meine Oma hat mich versohlt, weil ich abgehauen bin." und danach vergrub er wieder sein Gesicht, an meine Brust. Ich versuchte mich dann mit ihm auf die Couch zusetzen. Es klappte auch und Leevi nahm mir dann einfach Finn aus meinen Armen und sagte zu ihm: "Das wird alles wieder gut. Mein Papa hat mich auch mal versohlt, weil ich Blödsinn gemacht habe."

"Okay, aber ich bin doch nur weggelaufen, weil ich dir nicht glaubte. Ich wollte nicht abhauen. Und meine Oma hat mich jahrelang belogen und jetzt verhaut sie mich dafür. Sie sollte Haue bekommen und nicht ich. Ich will nicht mehr zu ihr, Riku." und dabei schaute er mich wieder traurig an. Ich seufzte und sagte zu ihm: "Du hast ein Stück weit recht. Sie hätte dich nicht versohlen dürfen, aber du kannst noch nicht bei uns wohnen."

"Bitte! Ich will nicht mehr zu ihr zurück", flehte er mich an und umarmte mich dabei wieder. In diesem Moment klingelte es wieder an unserer Haustür und Finn löste sich von mir und umarmte nun Leevi. Ich stand auf und ging zur Tür, weil Samu war gerade oben bei Laila. Sie war wach geworden von dem heftigen Geklopfe und von dem Klingeln.

Ich öffnete die Haustür und Frau Sillah stand davor. Sie hatte eine Tasche in ihrer Hand und in der anderen Hand, hatte sie Finn's Schulranzen. "Ist er bei Ihnen?"
Ich nickte und sie reichte mir die zwei Sachen und sagte zu mir: "Es ist erst mal das beste, wenn er bei Ihnen bleibt, bis sich die ganze Situation wieder beruhigt hat. Wäre das okay für sie?"

"Ja, das wäre okay für mich. Wir haben ein Gästebett. In diesem könnte er erst mal schlafen. Möchten Sie noch mal mit ihrem Enkelsohn reden?"
"Nein, Riku. Mein Enkelsohn hat mir vorhin deutlich an meinem Kopf geworfen, dass er mich hasst und erst mal kein Wort mehr mit mir sprechen wird. Ich akzeptiere das. Vielleicht kommt er irgendwann wieder selber auf mich zu. Bis bald, Riku."

Sie drehte sich danach um und ging wieder nach Hause. Ich schloss die Tür und drehte mich danach zu den Beiden herum. Leevi und Finn spielten mittlerweile mit Loki und Samu stand mit Laila auf seinem Arm vor mir. "Was ist jetzt, Riku?"
"Sie hat mir seine Sachen gegeben und er soll erst mal bei uns bleiben, bis sich die ganze Situation beruhigt hat."
"Das finde ich gut, Suosikki. So ist es besser, als wenn sie ihn nun mit Gewalt hier herausholen würde."
"Da hast du recht, mein Süßer. Ich werde die Sachen nach oben ins Gästezimmer bringen."

Samu nickte und ich sagte zu den Jungs: "Leevi und Finn, lasst uns mal nach oben gehen und das Gästebett aufstellen. Sie nickten und Leevi sagte gleich noch zu mir: "Kann Finn in meinem Zimmer schlafen?"
"Wenn er das möchte, kann er gerne in deinem Zimmer schlafen."
"Au ja, ich möchte in Leevi's Zimmer übernachten."
"Na dann, ab nach oben mit euch", sagte ich und sie rannten freudig an mir vorbei. Oben angekommen, stellte ich seine Sachen erst mal ins Gästezimmer und holte dabei, dass Gästebett hervor. Jaden schlief immer darauf, wenn er mit seinen Papa's bei uns war. Jetzt würde Finn bis Montag darauf schlafen und am Montag würden wir ihm ein eigenes Bett kaufen. Ich brauchte nicht mehr auf den Vaterschaftstest zu warten. Ich war schon felsenfest davon überzeugt, dass Finn-Jannis, mein Sohn war. Und er würde bei uns wohnen und er dürfte natürlich seine Oma jederzeit sehen, wenn er es wollte. Erst mal musste sich diese Situation beruhigen.

Ich lief danach mit dem Gästebett zu Leevi ins Zimmer. Die Zwei warteten schon auf mich und halfen mir nun beim Aufbau. Danach bezog ich noch ein Kopfkissen und eine Decke und danach sagte ich zu den Beiden: "Was haltet ihr davon, wenn ihr jetzt zusammen in die Badewanne geht und danach machen wir zusammen einen Filme Abend?"

"Jaaaaaaaaaaaa!", riefen Beide freudig und verschwanden zusammen ins Bad. Ich ging wieder ins Gästezimmer und suchte in Finn's Tasche, nach einem kurzen Schlafanzug. Ich fand dann auch einen und nahm ihn an mich. Danach ging ich auch ins Bad. Die Zwei saßen schon in der Badewanne und Leevi ließ das Wasser in die Badewanne. Ich legte den Schlafanzug auf den Schrank und holte dabei Leevi's Schlafanzug aus dem Schrank heraus.

Handtücher legte ich auch noch dazu und verschwand dann wieder aus dem Bad. Ich lief halber in Samu rein und er schmunzelte dabei. "Na, Suosikki! Hast du alles im Griff?"
Ich nickte und schmiegte mich an seine Brust. "Wo hast du Laila gelassen?"
"Sie hat sich noch mal die Augen gerieben und da habe ich beschlossen, dass ich sie bettfertig mache und sie wieder in ihr Bett tue. Sie ist auch gleich wieder eingeschlafen."
"Okay! Lass uns nach unten gehen und ein paar Trickfilme heraussuchen. Ich habe den Jungs, einen Filme Abend versprochen."

Er nickte und ging dann aber kurz noch ins Bad und sagte zu den Jungs: "Keine Überschwemmung, Leevi und Finn."
"Okay!", sagten sie und ich schmunzelte darüber.