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The Next Generation 2

von Cookie 24
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
28.06.2018
07.08.2018
5
19.691
 
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28.06.2018 961
 
Hallo ihr Leseratten da draußen.
Endlich tauche ich auch mal wieder aus dem schwarzen Loch voller Schulstress, Abschlussprüfungen, Schreibblockaden usw. auf. Und ich freue mich riesig drauf, endlich wieder eine Geschichte hochladen zu können.
Das war eine ziemlich spontane Idee, eigentlich wollte ich noch ein wenig warten, da ich leider noch nicht so weit mit dieser Geschichte gekommen bin, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber an einem so verregneten Tag ist mir nichts besseres eingefallen. Und ich glaube, es stört euch sicher nicht.
„The Next Generation“ startet in die zweite Runde und ich freue mich darauf, euch von den Abenteuern bekannter Charaktere zu berichten, euch neue Gesichter vorzustellen und alten Bekannten wieder eine Rolle in der Geschichte zuzuteilen. Hiermit wünsche ich viel Spaß beim Lesen
Lg
Cookie



Prolog


Es brannte.
Der Rauch füllte ihre Lungen und erschwerte ihnen die Sicht. Überall züngelten Flammen in die Höhe, es knisterte und zischte. Die Hitze war kaum auszuhalten, stellte ein großes Hindernis für die Wächter dar, die sich mühsam durch das Feuer kämpften.
Storm hielt sich einen Arm vor die Augen, die sengende Glut hinderte sie daran, frei zu atmen. Ihre Lungen brannten und sie versuchte den Atem anzuhalten, um den Sauerstoff so lang wie möglich zu behalten, während sie sich Schritt für Schritt durch den Brand quälte, der um sie herum aufloderte.
Ob sie zu spät kamen? Ob es überhaupt noch Überlebende gab? Sie wusste es nicht, doch sie konnte und wollte jetzt nicht aufgeben!
Selbst, wenn sie noch so erschöpft war. Selbst wenn der Rauch langsam unerträglich wurde und die Brandwunde an ihrem Arm schmerzhaft pochte. Sie hatte geschworen, die Leben zu retten, die Rettung bedurften. Sie trug die Verantwortung dafür, dass ihre Schutzbefohlenen überlebten.
Ein morscher Dachbalken landete nur eine Armeslänge von ihr entfernt auf dem Boden, Funken stoben in die Höhe und versengten ihr Haut und Kleidung, doch sie stolperte weiter. Der Raum, zu dem sie gelangte, war nur vage als der zu erkennen, der er vor dem Brand darstellte: Ein Kinderzimmer.
Sie konnte den Raum nicht lange in Augenschein nehmen, hielt nur Ausschau nach einem Lebenszeichen, doch auch hier war niemand.
Hastig eilte sie wieder hinaus und wurde von einem Arm gebremst, der sich um sie legte. „Storm, es ist zu spät. Hier ist nichts mehr zu retten. Wir müssen hier raus!“, hörte sie die Stimme des Wächters über den tosenden Lärm hinweg rufen.
Hartnäckig stemmte sie sich gegen ihn. „Was ist mit Declan?“, fragte sie, fast schon verzweifelt.
„Еr ist draußen. Los, komm! Hier können wir nichts mehr tun!“
Die Wächterin nickte und war sich nicht einmal sicher, ob er es bemerkte. Einen Moment war sie vollkommen orientierungslos in dem Meer aus Rauch, Flammen und Hitze, doch er schien den Weg zu kennen.
Er packte ihr Handgelenk und zog sie energisch aus dem Kinderzimmer – oder was davon übrig geblieben war. Er führte sie die Treppe hinunter; vorbei an brennenden Teppichen und Vorhängen, einstürzenden Dachbalken, die einen Hindernisparcour aus ihrer Flucht machten, und qualmenden Rauchschwaden.
Während des ganzen Weges, den sie sich nach draußen ins Freie kämpften, wurde Storm das Gefühl nicht los, dass sie etwas – oder jemanden – Wichtiges übersehen hatten. Es ließ sich nicht abschütteln, sondern legte sich dumpf und schwer wie ein Stein in ihren Magen.
Endlich gelangten sie hinaus in die kühle Nachtluft. Storm musste an sich halten, um sich nicht vor Erschöpfung auf die Knie sinken zu lassen. Ihre Augen brannten von dem stickigen Rauch und ihr Mund war so staubtrocken, als hätte sie wochenlang ohne Wasser in der Wüste ausgeharrt.
Als sie langsamer wurden, wurde sie von einem Hustenreiz geschüttelt. Sie griff sich an den Hals, holte tief Luft und ließ den frischen Sauerstoff dankbar in ihre Lungen strömen. Sie war noch nie so froh gewesen, wieder frei atmen zu können.
„Wo ist Maya?“, brachte sie noch immer nach Luft ringend hervor.
„Sie steht beim Wagen und ruft die Feuerwehr“, entgegnete der Wächter namens Luca ruhig, doch auch seine Atemzüge waren flach und abgehakt.
Storm richtete sich gerade auf und schnaufte noch einmal durch, dann schaute sie sich suchend auf der Wiese um. Die Flammen des brennenden Hauses im Hintergrund waren noch nicht auf Bäume und Gras übergegangen. Sie standen auf einer breiten Rasenfläche, um sie herum standen vereinzelt Bäume und hinter dem Haus ragte ein dichter Wald auf.
Die Wächterin konnte nun aber nicht darüber nachdenken, welches Problem auf sie zukäme, wenn die Feuerwehr nicht rechtzeitig eintraf und das Feuer löschte. Sie machte sich Sorgen um ihren Geliebten, Declan.
Er hatte sich, als sie hier ankamen und das lodernde Anwesen vorfanden, von ihr getrennt, um ebenfalls nach Überlebenden zu suchen. Durch den Aufruhr und das viele Feuer hatte sie ihn vollkommen aus den Augen verloren.
Wo war er? Luca hatte doch gesagt, dass er bereits draußen war. Begleitete er Maya zu ihrem Wagen? War er doch noch einmal zurückgekehrt, um sie zu holen?
Sorge packte sie. „Declan?“, rief sie in die Nacht.
„Storm, wir sind hier!“, antwortete die Stimme ihres Freundes.
Das Geräusch ertönte aus der Richtung einer kleinen Baumgruppe. Storm eilte darauf zu, um den Wächter dort wohlauf vorzufinden.
„Gott sei Dank. Was ist passiert?“, fragte sie, noch bevor sie bei ihm ankam.
Declans Mundwinkel zuckten. „Ich habe da drin noch jemanden entdeckt.“
Storm war nicht klar, wie er lächeln konnte, während hinter ihnen die Feuerwehrmänner das niedergebrannte Haus nach Zeichen von Überlebenden durchsuchten und sich um den Brand kümmerten, dann fiel ihr Blick auf eine kleine Gestalt neben ihrem Gefährten.
Ein Dhampir, ein kleines Mädchen, von vielleicht fünf oder sechs Jahren drückte sich ängstlich an Declan. Ihr Haar war von Blut und Ruß verkrustet und sie schaute Storm aus grünblauen Augen an. Darin lagen Angst und alle Trauer der Welt. „Habt ihr meine Mommy und meinen Daddy gesehen?“
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