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Without Empathy

von Feyane
GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18
Vinsmoke Ichiji Vinsmoke Judge Vinsmoke Niji Vinsmoke Reiju Vinsmoke Yonji
27.06.2018
03.01.2021
62
390.392
146
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
27.06.2018 911
 
Hallo liebe Leser,

diese FF ist ein wahres Herzensprojekt und daher freue ich mich, euch heute den Prolog präsentieren zu können :)

Nachdem mich die Familie Vinsmoke nun schon seit Wochen nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, schreit es geradezu nach einer FF. Es wird düster, es wird romantisch, aber es wird nicht kitschig. Seltsam anmutende Liebesschwüre werdet ihr hier nicht finden, dafür aber Erotik, je weiter die Story voranschreitet. Ich versuche die Charaktere IC zu halten und bitte euch, mir mitzuteilen, falls mir das mal nicht so gelingen sollte. Besonderer Wert wird auf Charakterentwicklung und Slow Burn gelegt.

Der Prolog ist eine kleine Einführung, die kommenden Kapitel werden länger. Ebenso wird dies das einzige Kapitel sein, das nicht aus der Reader-Perspektive geschrieben wurde.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Viel Spaß!

Liebe Grüße, eure Fey




Prolog


Vor langer, langer Zeit - da existierte ein Königreich.
Klein und unbedeutend schien es.
Und doch war seine Technologie so weit entwickelt, seine Waffenkunst so begehrt, dass seine Produkte schon bald die Welt bestimmten.
Egal ob Piraten, Marine, Weltregierung - alle trugen sie.
Alle kauften sie.
Alle benutzten sie.

Und doch wusste kaum jemand um ihr Geheimnis.
Das Geheimnis, das nur die Blutlinie der Königsfamilie enthüllen konnte.

„Solltest du einmal in Not geraten, so ergreife eine unserer Waffen, mein Kind. Sie wird dir womöglich das Leben retten.“

Das waren die Worte deiner Großmutter.

Du hättest nie gedacht, als wie wahr sie sich herausstellen würden.





Es war ein trister, wolkenverhangener Nachmittag, an dem sich Judge Vinsmoke auf seinem Thron zurücklehnte. Es regnete nicht, aber wie so oft verirrte sich die Sonne nur selten in das mobile Königreich der Germa 66. Sie mied es, ebenso wie die unzähligen Feinde, die sich die teuflische Armee in all den Jahren bereits gemacht hatte.

Undeutliches Stimmengewirr, Jubel und Lachen verirrte sich nach oben in den Thronsaal, drang gedämpft durch die geschlossenen Fenster zu ihm hoch und verhallte im ansonsten stillen Raum.

Wahrlich, heute war ein Tag zum Feiern.

Judge lächelte dunkel, ballte die Hände auf den Lehnen seines eisernen Throns zu Fäusten. Seine Söhne waren endlich heimgekehrt. Nach all den Monaten der Abstinenz. Natürlich hatten sie ihre Aufträge perfekt erfüllt und der Familie Vinsmoke horrende Summen eingebracht. Er hatte es nicht anders von ihnen erwartet.

Und da standen sie. In Reih und Glied, Seite an Seite, reihten sich seine vier Kinder am Fuße seines Throns auf. Warteten auf seine kommenden Worte. Unbewegte Mienen, absolute Perfektion. Und Gott möge es bezeugen, er war unglaublich stolz auf sie. Stolz auf seine Kampfmaschinen, frei von jeglicher Emotion, die sie hemmen konnte.

„Meine Kinder“, begann er und erhob sich langsam von seinem Thron.
„Meine Söhne“, setzte er hinzu und fixierte insbesondere drei von ihnen.

„Es ist mir eine Freude euch verkünden zu können, dass unsere Anstrengungen endlich Früchte tragen. Wir haben sie, die letzte verbliebene Nachfahrin der blutigen Königsfamilie.“

Er machte eine Pause, ließ die Worte auf seine Kinder wirken. Keinerlei Emotion spiegelte sich in ihren Zügen wider. Er lächelte selbstzufrieden.

„Es ist nur eine alte Überlieferung und wir wissen nicht inwiefern sie sich mit der Wirklichkeit überschneidet, dennoch wird ihr Blut dem Königreich Germa zu ungeahntem Ruhm und unendlicher Macht verhelfen!“, rief er in den Raum und das erste Mal erkannte man eine Regung auf den Gesichtern seiner Kinder.

Yonji lachte auf, ehe sich ein schiefes, böses Grinsen auf seine Züge legte. Auch Niji verzog die Lippen zu einem dunklen, arroganten Schmunzeln, das sich seines Gesichtes bemächtigte. Ichijis Miene hingegen blieb unbewegt, er verschränkte lediglich die Arme vor der Brust seines Raid Suits. Sie alle trugen noch ihre Kampfanzüge. Er hatte sie gleich nach ihrer Ankunft herbeordert, war seine Ankündigung doch von unschätzbarer Dringlichkeit.

Reiju war die Einzige, die die Augen niederschlug, beinahe als interessiere sie die Sache nur wenig. Er konnte es ihr nicht verübeln, schließlich hatte diese Nachricht vor allem für seine drei Söhne eine entscheidende Bedeutung.


Sie alle wussten was das hieß.


„In genau diesem Moment wird sie aus den Kerkern hergeführt. Ich erwarte Perfektion von euch. Ich will das Ausmaß ihrer Kraft, ihres Blutes erleben. Ich will, dass sich einer von euch mit ihr vermählt und verdammt sei ich, wenn ich nicht bald Enkelkinder sehe! Enkelkinder mit der Macht die wahre Kraft unserer Waffen zu entfesseln. Enkelkinder in denen das Blut der Vinsmokes fließt!“

Begleitet mit seinem euphorischen Ausruf drang das niederschmetternde, laute Bersten von Glas an seine Ohren, gepaart mit den Rufen seiner Klonsoldaten draußen auf dem Flur.

Es war ein ohrenbetäubendes Geräusch.

Die Köpfe seiner Kinder, ebenso wie seiner, drehten sich wie von selbst zur Seite, blickten hinaus in den wolkenverhangenen Himmel und auf das Satteldach, welches rechtwinklig vom Thronsaal abging.

Eine einzelne Gestalt war zu erkennen. Die Gestalt einer Frau. Ihr Haar wehte im rauen Wind dieser Höhen. Sie befanden sich schließlich mehrere hundert Meter über dem Meeresspiegel. Windböen rissen an ihrer Kleidung, minderten ihre Bewegungen jedoch nicht im Geringsten.

Sie rannte als hinge ihr Leben davon ab.

Seufzend ließ sich Judge zurück auf seinen Thron fallen. Sein Blick legte sich wie von selbst auf seine drei Söhne und was er sah, bestätigte ihn in der Annahme, dass es keiner weiteren Worte bedurfte.

Denn es waren die dunkelsten, vorfreudigsten Grinsen, die er je auf ihren Gesichtern gesehen hatte.

Ein vergingen wenige Sekunden, ehe sich seine Söhne gemächlich und synchron - teils mit den Händen in den Hosentaschen - umwandten und aus dem Thronsaal schritten.


Sie würden diesen lächerlichen Ausbruchsversuch im Keim ersticken.
Oh, und wie sie das würden.
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