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Blauer Nagellack

von JaliceTo
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alex Standall Bryce Walker Hannah Baker OC (Own Character)
26.06.2018
29.07.2018
12
15.545
3
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.07.2018 1.121
 
Absage

"Nimm bitte den Haustürschlüssel mit Adriana"

Ich nickte, fischte den besagten Haustürschlüssel vom Tisch und beobachtete meine Mutter, wie sich in der Küche stand und das Abendessen vorbereitete. Sie und mein Vater hatten nichts dagegen, wenn ich heute zur Party bei Kat gehen würde. Ich hatte immerhin meine Pflichten im Haushalt erfüllt und da heute nichts mehr anstand, wie eine Schulveranstaltung meiner Geschwister, konnte ich meine Freizeit so nutzen, wie ich es wollte.

"Seid ihr heute Abend weg? Sonst könntet ihr die Kellertür doch offen lassen oder ich deponieren den Haustürschlüssel einfach unter der Matte", schlug ich vor, wenn ich inmitten von den anderen Schülern auf der Party herum stehen würde, war die Wahrscheinlichkeit groß, das ich den besagten Schlüssel verlieren könnte. Musste ja nicht sein.
"Ich treffe mich nach dem Abendessen mit einer alten Freundin und dein Vater möchte mit Ethan und Ashley ins Kino. Aber lege den Schlüssel doch unter die Haustürmatte", Mom schien über den Vorschlag nachgedacht zu haben und war wohl zum gleichen Entschluss wie ich gekommen zu sein.
"Gut mache ich, bis Morgen Mom", erwiderte ich und meine Mutter wünschte mir viel Spaß, ehe sie sich wieder den Vorbereitungen zum Abendessen widmete.
Ich verließ das Haus, deponierte meinen Schlüssel unter der Matte und machte mich anschließend auf den Weg zum Haus von Leah.

Zwar hatte ich meiner besten Freundin ein Foto geschickt, von dem Party Outfit, das bei mir aus einem Knielangem grünem Kleid, schwarzen Sneakern und ein wenig Wimperntusche bestand. Aber Leah hatte noch nichts darauf geantwortet. Vielleicht war es so verstörend, das sie meine Gefühle nicht verletzten wollte. Eine andere Option wäre allerdings auch, das sie mir persönlich die Fehler aufzeigen wollte. Das würde zu Leah passen, doch ich fand meine persönliche Wahl gar nicht so schlecht.


"Tut mir total Leid Adriana"
Leah saß mit einem Paket Taschentücher in ihrem Bett, hatte eine rote Nase und klang verschnupft.
"Ist die Grippe Saison schon eröffnet? Ich muss nicht zur Party, ich kann auch hier bleiben", bot ich an und die dunkelhaarige tat mir so leid. Seit einigen Tagen hatte sie schon darüber geklagt, das sie Schnupfen hatte, aber sie nun so erkältet in ihrem Bett sitzen zu sehen war - traurig.
"Auf gar keinen Fall, meine fiese Erkältung wird dich nicht davon abhalten, zu Kat´s Party zu gehen", sagte Leah in einem ernsten Ton.
"Ich gehe doch nicht ohne meine besten Freundin auf eine Party", erwiderte ich und schüttelte meinen Kopf. Sie war der Grund warum ich überhaupt zugesagt hatte, denn Leah hatte nun einmal besseren Kontakt zu Kat.
"Es gibt Freibier und Snacks und die Schulmannschaft wird auch kommen.Nur Jeff nicht, er muss mit seiner Familie irgendwo hinfahren. Du gehst jetzt auf diese Party, feierst und schickst mir Fotos"
Leah wollte noch weiter sprechen, wurde aber von einem Niesen unterbrochen.
"Gesundheit. Na gut, aber bei der nächsten Party bist du dabei?", erwiderte ich, schenkte meiner besten Freundin ein Lächeln und verließ dann ihr Haus, es wäre zwar schöner wenn Leah mit mir kommen würde, aber gegen eine fiese Erkältung, die einen ans Bett fesselte konnte man nichts machen.

Es war ein Fußweg von Zehn Minuten und vom weiten aus konnte man schon die Musik hören.
Ich wusste das ich am richtigen Haus war, weil im Vorgarten einige  Jugendliche mit roten Plastik bechern standen und sich ausgelassen unterhielten.
Super, nun war ich also auf einer Party, ohne eine Person mit der ich reden könnte. Schade das Jeff nicht da war. Dann hätte ich jemanden gehabt, mit dem man ein wenig reden kann, um das Eis zu brechen.

"Hey Adriana"
Ich drehte mich herum und blickte in das Gesicht Zach Dempsey, einem guten Baseball Spieler. Wenn ich mich nicht täuschte, war er im Kurs von Miss Bradley.
"Hallo Zach", erwiderte ich und schenkte ihm ein vorsichtiges Lächeln.
"Ich bin überrascht dich hier zu sehen, also ähm weil ich dachte Leah begleitet dich", sagte Zach und fuhr sich einmal durchs Haar.
"Sie musste zu Hause bleiben. Also bin ich alleine hier", erklärte ich.
"Ah, das ist mies. Jeff hat von deinen Basketball Proben geschwärmt", erwiderte Zach grinsend.
"Meinen Versuchen? Ballsportarten sind nicht so meins. Aber er ist ein guter Trainer", erwiderte ich und meinte es auch ehrlich so. Jeff hatte unheimliche Geduld mit mir bewiesen.
"Er sagte du bist gar nicht so schlecht. Also falls du mal Baseball Training brauchst....", schlug Zach vor und schenkte mir ein Lächeln.
"Dann sollte Sie nicht dich fragen Zach.  Wirklich du schlägst manchmal wie ein Mädchen"
Niemand anderes als Justin Foley höchstpersönlich.
Foley legte grinsend einen Arm um Zach bevor die beiden sich anfingen zu kabbeln. Jungs halt.

Ich beschloss zur Haustür zu gehen und wurde dort von der Gastgeberin persönlich begrüßt. In eine schnelle Umarmung gezogen und mir wurde ein Becher mit Bier gereicht.
"Genieße die Party Freundin von Leah", sagte Kat zu mir, grinste mich an,ehe sie sich den anderen ankommenden Gästen widmete. So stand ich nun in der Nähe der Treppe, mit dem Bier Becher in der Hand und hörte das Klicken einer Kamera. Nicht weit entfernt von mir stand Tyler Down, der fleißig einige Fotos machte. Ob die wohl auch für private Zwecke genutzt werden?
Als ich den Namen Hannah von Kat sagen hörte, drehte ich mich herum. Hannah wurde von Kat in eine Umarmung gezogen, dann machte Tyler ein Foto und Hannah ging auf mich zu.
"Hey, du bist auch hier?", sagte Hannah grinsend.
"Hey Hannah, ja meine Begleitung und die Begleitung meiner Begleitung sind beide krank geworden", erklärte ich und freute mich darüber, das nun Hannah hier war.
"Cool. Kat hat dich schon mit Bier versorgt", stellte Hannah fest und deutete auf den roten Becher, von dem ich noch keinen Schluck genommen hatte.
"Ja, möchtest du es haben? Ich würde mir ein neues aus der Küche holen", schlug ich vor und vielleicht gab es ja etwas mit dem man das Bier mischen konnte, Cola zum Beispiel.
Hannah warf mir nur einen amüsierten Blick zu aufgrund meiner Frage.
"Nicht das du - verdurstest oder so", fügte ich noch schnell hinzu.
"Wie aufmerksam von dir", erwiderte Hannah und nahm das Bier entgegen.
"Hannah komm, ich muss dir jemanden vorstellen", rief Kat und ich nickte nur, als Hannah meinte wir würden uns später bestimmt noch sehen, ehe sie mit ihrer Freundin nach draußen verschwand.
Mal sehen ob es in der Küche auch Cola gibt, mit der man das Bier mischen kann.
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