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Blauer Nagellack

von JaliceTo
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alex Standall Bryce Walker Hannah Baker OC (Own Character)
26.06.2018
29.07.2018
12
15.545
3
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.07.2018 1.549
 
Montagsvariante

"Adriana, du denkst bitte daran, das heute Nachmittag die Nachhilfe ist. Du wirst nach der Schule direkt dort hingehen ja?"

Ich wollte mir gerade schnell das kleine Lunchpaket das Mom mir und meinen Geschwistern immer zum Start der Woche machte, von der Küchentheke nehmen, um es in meine Schultasche zu stopfen. Montage sind immer sehr deprimierend, da passt der Nachhilfeunterricht, für den ich das Haus meines Nachhilfelehrers besuchen muss perfekt. Sollte ich noch einmal versuchen die Sache mit Clay Jensen an zu sprechen? Nein, Mom würde später auch arbeiten gehen, da wäre es schlecht sie auf sowas an zu sprechen.
"Natürlich. Soll ich später, nach dem Nachhilfeunterricht noch einkaufen gehen?", erkundigte ich mich. Es passierte öfter mal, das unsere Eltern Überstunden machen mussten, meine Aufgabe die ich sogar gerne machte, war es dann das Abendessen für meine Geschwister und mich zu kochen.
"Ja bitte, ich lege dir Zwanzig Dollar auf den Küchentisch wenn du später nach Hause kommst", erwiderte Mom und reichte mir das Lunchpaket mit einem knappen Lächeln.
"Bis heute Abend", verabschiedete ich mich, stopfte das Paket in meine Schultasche und verließ das Haus.

Das Wohngebiet, wo unser kleines Haus lag, war wirklich praktisch in einer guten Wohngegend. Man konnte zu Fuß, als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Schule super erreichen. Wenn man nichts dagegen hatte eine Weile länger mit schwatzenden Schulkinder in einem Bus zu sitzen, konnte man auch den großen Supermarkt Walplex ohne Probleme erreichen.
Wenn das Wetter gut war, lief ich natürlich zur Fuß zur Liberty High. Selbstverständlich hatten viele meiner Klassenkameraden bereits Autos und den Führerschein. Letzteres hatte ich natürlich auch, aber ich wollte das Auto nicht nutzen, wenn das Wetter schön war.
Als ich einige Minuten unterwegs war, hörte ich wie mein Handy ein leises Piepen von sich gab - ich musste es noch auf lautlos stellen, bevor meine erste Unterrichtsstunde beginnen würde.
Es war eine Nachricht von Leah.

Hey, wenn du noch auf dem Weg zur Schule bist, wäre es super, wenn du im Monet's Cafe vorbei schauen könntest - die Montagsvariante wäre super <3

Ich schmunzelte und bog rechts ab, das Monet´s war nicht unbedingt auf meinem  Weg, aber es würde zeitlich kein Problem darstellen, wenn ich dort vorbei schauen würde, um unsere Montagsvariante zu holen.
Es waren zwei Milchkaffee mit Kakaopulver und Schlagsahne in einem Pappbecher, plus zwei Crunchy Cream Vanilla Donuts.
Eine Kleinigkeit um den Montag ein wenig - süßer und angenehmer zu gestalten. Es war ein Ritual das wir uns letztes Schuljahr angeeignet haben. Mal holte Leah es und mal war ich an der Reihe. Zehn Minuten später stand ich vor dem Cafe, das bei allen Gesellschaftsschichten äußerst beliebt war.

"Hallo Courtney", grüßte ich die Mitschülerin, die gerade mit ihren Vätern das Cafe verlassen hatte. Die kleine Familie blieb stehen, Steve und Todd Crimsen blieben stehen und warfen mir zuerst einen freundlichen Blick zu, ehe ein fragender Blick ihrer Tochter galt.
"Hey Adriana. Wir besuchen den gleichen Kurs in der Schule und sind im Veranstaltungsteam der Liberty", erklärte Courtney ihren Vätern.
"Immer fleißig unsere Courtney", sagte Todd lächelnd und legte eine Hand stolz auf die Schulter seiner Tochter.
"Dad", sagte Courtney und ihre Wangen färbten sich rot.
"Ich bin mir sicher das Adrianas Eltern ihren Stolz auch zeigen", sagte Steve und ich schenkte  dem Erwachsenen ein scheues, freundliches Lächeln.
"Natürlich Sir", sagte ich und es war normal das Eltern den Stolz über ihre Kinder  öffentlich zeigen wollten.
"Wir sehen uns in der Schule, tschüss Adriana", verabschiedete Courtney sich und ging mit ihren Vätern weg vom Cafe. Ich fragte mich ob sie wohl mit ihren Vätern hier gefrühstückt hatte. War bei mir in der Woche schon eine Seltenheit, weil jeder zu einem anderen Zeitpunkt aus dem Haus musste.
Mein Dad nahm meine kleine Schwester immer nach dem Frühstück zur Grundschule mit, mein Bruder frühstück vor meiner Mom und mir, wobei meine Mutter nur einen Kaffee trinkt und sich vor der Arbeit etwas holt.

Ich betrat das Cafe und ging direkt zur Schlange, wo man die Bestellungen aufgibt. Es war ein wenig aufgebaut wie bei Starbucks, man nennt das was man haben möchte und seinen Namen. Die Preise waren meiner Meinung nach, auch nicht so übertrieben teuer und es schmeckte für den Preis fast ein wenig besser als bei Starbucks. Vor mir waren nur ein paar andere Kunden dran, aber es ging zum Glück relativ schnell.
So nannte ich die Sachen, die ich bestellen wollte, bezahlte den passenden Betrag und wartete darauf, das meine Bestellung fertig sein würde.

"Dankeschön", bedankte ich mich als ich zuerst die Tüte mit den Donuts in meine Tasche gepackt hatte und anschließend die beiden Pappbecher in die jeweils rechte und linke Hand nahm. Nun wollte ich mich auf dem direkten Weg zur Schule machen.
"Hannah?", ich erkannte wie das Mädchen mit den Lockigen brustlangen Haaren gemeinsam mit einem anderen Mädchen, an einem Tisch des Cafes saß. Hannah blickte auf und winkte mich lächelnd zu dem Tisch. Für ein kurzes Gespräch hätte ich Zeit, auch wenn neue Kontakte zu fremden Menschen - eine Herausforderung waren.
"Hey Adriana. Das ist viel Kaffee für einen Montag Morgen", sagte Hannah lächelnd.
"Oh, nein einer davon ist für meine Freundin", erklärte ich schnell. So viel Kaffee brauchte ich dann auch nicht.
"Cool. Adriana, das ist Jessica Davis - Jessica das ist Adriana Hastings", stellte Hannah mich ihrer Freundin vor. Jessica hatte schönes lockiges Braunes Haar einen dunkleren Hautton sowie schöne dunkle Augen.
"Hallo Jessica", grüßte ich freundlich und hätte ihr gerne die Hand gegeben, aber das war mir gerade nicht wirklich möglich.
"Hey", erwiderte Jessica und nickte mir kurz zu.
"Wir sind beide seit einer Weile neu an der Schule, der Club der ausgestoßenen, wenn man so will", erklärte Hannah grinsend und trank einen Schluck aus der Tasse, die vor ihr stand.
"Arbeitest du auch in einem Geschäft deiner Eltern?", erkundigte ich mich bei Jessica.
"Nein - nicht jeder hat Eltern die sich selbstständig machen wie Hannah´s. Mein Dad ist bei der Air Force, wir ziehen alle Zwei Jahre um", erwiderte Jessica.
"Das müssen viele Abschiede von Freundschaften sein", sagte ich leise, nicht unbedingt leise genug , denn die beiden hörten es.
"Nicht wenn man neue Freundet findet, die nicht direkt nach seinem Schulabgang alle Geheimnisse ausplaudern", sagte Jessica und warf anschließend einen Blick auf ihr Handy. Ich konnte die Uhrzeit auf dem Display erkennen, erkannte das ich los musste und entschuldigte mich, verließ das Cafe anschließend und hoffte das mich auf dem Weg zur Schule niemand anrempeln würde.

"Du bist die beste. Was wären wir nur ohne unsere Montagsvariante"
Leah strahlte mich an, ehe sie einen der beiden Kaffeebecher an sich nahm und in ihrer anderen Hand den Donut hielt. Die kleine Tüte mit dem anderen Donut drin hielt ich in meiner Hand, trank einen Schluck des Getränks und lies mich auf dem Platz neben meiner Freundin nieder.
"Wie war dein Wochenende gewesen?", erkundigte ich mich und beobachtete die vorbei ziehenden Schüler, die wenig motiviert auf den Eingang des Schulgebäudes zugingen.
"Schön, wir waren in der Stadt gewesen und haben das schöne Wetter genossen", erklärte Leah mir, ehe sie einen Bissen von dem Donut nahm und genüsslich die Augen schloss.
"Ich war auf einem Tennis Match meiner kleinen Schwester - oh und am Sonntag Abend hatte es Pizza gegeben", erzählte ich. Mein Wochenende war in Ordnung gewesen, natürlich freute ich mich, das Leah so happy über die Montagsvariante war.
"Hast du ein Party Outfit? Kats Party beginnt am Freitag Abend. Du kommst vorher einfach zu mir ja?", schlug die Braunhaarige vor.
"Ja, eine kurze Hose mit einem T-Shirt", erzählte ich.
"Ist auf dem T-Shirt irgendein Kätzchen?", forschte Leah amüsiert nach.
"Nein - kein Kätzchen, es ist eine lächelnde Ananas" erwiderte ich und wir beide mussten Lachen.
"Bring es Freitag mit und wenn es absolut nicht akzeptabel aussieht, dann leihe ich dir was von mir. Du hast doch eine Ahnung wer Kat ist oder?", forschte Leah weiter nach.
"Sie ist in unserem Jahrgang und ist Blondhaarig oder? Oh und sie ist in jemanden aus dem Football Team verliebt - laut deiner Aussage", vermutete ich. Kat war niemand der in meine Welt passte, oder der Bücher mochte.
"Genau und da geht dieser Typ, in den sie verknallt ist gerade her", erwiderte Leah und nickte in eine Richtung wo zwei Jungs her gingen. Einer dieser Jungs hörte auf den Namen Justin Foley.
"Es gibt einige Spieler aus Jeff´s Team, die bestimmt super zu dir passen würde. Bestimmt gibt es eine Ball vor den Winterferien", sagte Leah mit einem wissenden Lächeln.
"Leah - warum willst du mich verkuppeln?", forschte ich nach und nahm anschließend einen Bissen meines Donuts.
"Weil wir dann so etwas machen können wir Doppel Dates", sagte Leah freundlich.

Als es zur ersten Stunde klingelte, trennten sich unsere Wege, die Pappbecher so wie die kleine Papiertüte landeten im nächsten Mülleimer und wir gingen zu unseren Kursen.
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