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Blauer Nagellack

von JaliceTo
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alex Standall Bryce Walker Hannah Baker OC (Own Character)
26.06.2018
29.07.2018
12
15.545
3
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23 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.07.2018 1.421
 
Tennis Match

"Das ist voll der schöne Nagellack Ada, wo hast du den her?"

Es war Sonntag Vormittag, meine Mutter war zufrieden gewesen mit den Dingen, die ich besorgt hatte auf der Grundlage der Handgeschriebenen Liste. Meine Schwester war in meinem Zimmer, natürlich war ihr aufgefallen das ich eine neue kleine Dose Nagellack in meinem Regal stehen habe.

"Vom Drug Store der Bakers. Du willst dir jetzt nicht deine Nägel lackieren oder?", fragte ich meine kleine Schwester, ohne meine Aufmerksamkeit von dem Buch zu nehmen, das ich gerade am lesen war.
"Von diesem Geschäft, was Ethan so toll findet? Warum nicht? Wir fahren erst in Zehn Minuten, bis dahin ist der Nagellack bestimmt getrocknet"
Okay, nun musste ich mein Buch doch zur Seite legen, nur um meine kleine Schwester skeptisch zu mustern.
Sie trug nämlich ihr Tennis Outfit, ein weißer Rocker mit einem pinken T-Shirt. Ich glaube nicht das Mom sonderlich happy darüber wäre, wenn sie mit dem Nagellack auf die teuere Uniform kleckert.
"Ihr fahrt eine Weile, bis ihr am Tennis Platz seid", bemerkte ich, stand von meinem Bett auf, um den Nagellack in Sicherheit zu bringen. Außerdem wollte ich nicht das sie die erste ist, die ihn nutzt. Für meine Fußnägel ist er im nächsten Sommer bestimmt noch gut zu gebrauchen.
"Du fährst doch mit Ada - hat Mom dir das nicht gesagt?", wollte meine kleine Schwester von mir wissen. Moment, ich sollte mit fahren zu einem von ihren Tennis Matchen? Da waren viele andere Menschen, die laut waren, sich über eine Sportart unterhielten, die für mich so interessant wie Knöpfe waren und ich könnte das neue Kapitel meines Buches nicht lesen. Wann sollte ich darüber informiert werden, mitfahren zu müssen?
"Nein, hat sie nicht", erwiderte ich, stellte den Nagellack wieder an einer Ecke ab, verließ mein Zimmer,um mich bei meiner Mutter nach dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu erkundigen.

Ich fand meine Mutter in der Küche, gemeinsam mit meinem Vater. Beim Abendessen am Freitag und Samstagabend, hatte ich versucht das Thema Nachhilfelehrer noch einmal an zu sprechen, doch meine Versuche wurden im Keim erstickt, mit der Begründung, das mein jetziger kostspieliger Nachhilfelehrer gut war, ich brauchte keinen anderen.
"Ah, da bist du ja Adriana. Zieh dich bitte an, wir wollen gleich deiner Schwester bei ihrem Tennis Match zusehen", sagte Mom zu mir.
"Ich wollte eigentlich zu Leah. Sie hat mir etwas von einer Party Einladung erzählt, von einer Kat", erzählte ich. Leah hatte mir nämlich heute morgen geschrieben, das am kommenden Freitag eine Party bei einer gewissen Kat, die auch auf unsere Schule ging stattfinden würde.
"Das ist schön und gut Adriana, aber wir wollen deine Schwester unterstützen, so wie wir damals immer bei deinen Theater Aufführungen in der Middle School waren", mischte mein Vater sich ein, er gab mir einen Blick, der keine Widerrede zuließ, so nickte ich nur, ging erneut nach oben und machte mich fertig. Ich schrieb Leah nur schnell das ich heute Nachmittag nicht kommen würde.

Fünfzehn Minuten später waren wir auf der Tribüne des Tennisplatzes, saßen neben einigen anderen Menschen und beobachteten wie meine Schwester gemeinsam mit ihrer Team Partnerin, gegen ein anderes Team spielte.
Ich war froh das es für Ende August recht angenehm war, was die Temperaturen betrifft. Auch wenn es eben erst die erste Schulwoche war, so kamen viele Mädchen sowie Jungs in kurzen Klamotten, um der Wärme ein wenig die Stirn bieten zu können.

Eine Weile ging der kleine grüne Tennisball hin und her, die Spielerinnen auf dem Tennisplatz schwangen ihrer Schläger und ich konnte dem Sport nicht wirklich etwas abgewinnen. Quidditch von Harry Potter war etwas, das ich verstand oder Reiten war auch noch in Ordnung, aber Tennis? Nein das war nicht mein Sport.
"Ich finde die Auswahl, die es im Geschäft der Bakers gibt, ein wenig übersichtlicher, als im Walplex", sagte Ethan nach einer Weile zu mir. Er war vier Jahre jünger als ich, stand mit seinen Dreizehn Jahren total auf Dinge die antik waren, so ein Geschäft wie die Bakers es betrieben zählte offenbar zu antiken Sachen.
"Es ist niedlich. Und man hat nicht so lange Schlangen an der Kasse", sagte ich. Eine Konversation mit Ethan war nun, angenehmer als der Sportart weiter zusehen zu müssen, die so ermüdend war.
"Du bist sehr oft im Walplex, bestimmt nur weil es dort gratis Proben von so vielen Dingen gibt", sagte Ethan mit einem frechen Grinsen, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder dem Spiel zu gewand hatte.

So ganz unrecht hatte Ethan mit seiner Aussage allerdings nicht. Gratis Proben waren cool, nur leider waren diese oft mit aufdringlichen Verkäuferinnen verbunden.
Als einige der anderen Besucher anfingen zu klatschen, beobachtete ich den Tennisplatz wieder und konnte sehen, wie meine Schwester strahlte. Hatte sie diese Runde gewonnen?

Nach einigen weiteren Spielen, die sich für mich hinzogen, wie ein alter geschmackloser Kaugummi, stand es fest, meine kleine Schwester hatte gemeinsam mit ihrer Team Kollegin geschafft, das Tennis Match zu gewinnen.
Ich klatschte also schön brav mit, meinen Eltern war der Stolz über die Leistung ihrer jüngsten Tochter ins Gesicht geschrieben und Ethan klatschte ebenso begeistert über dieses Ereignis.
"Heißt das wir gehen heute Abend Pizza essen?", wollte mein kleiner Bruder von meinen Eltern wissen.
"Selbstverständlich gehen wir Pizza essen, sie hat gewonnen", sagte meine Mutter mit einem stolzen Lächeln auf dem Gesicht.

"Und du bist sicher, das du nicht mitkommen willst? Jeder bekommt ein Eis als Nachtisch Ada"
Wir waren wieder zu Hause, zum einen damit meine Schwester sich umziehen konnte, zum anderen damit meine Eltern noch etwas Bargeld holen konnten, das sie während des Tennis Matches zu Hause gelassen hatten. Ich selbst war so, platt von dem ganzen ´Wohin fliegt der Ball nun und wer hat nun einen Punkt gemacht´ überlegen, hatte ich nicht wirklich viel Lust auf Pizza essen gehen, auch nicht wenn jeder noch ein Eis als Nachttisch bekam.
"Ich bin ein wenig müde, aber ich wünsche euch viel Spaß", erwiderte ich.
"Wir bringen dir eine Pizza mit Liebling", sagten meine Eltern und lächelte dankbar darüber. Dann fuhr meine Familie zum Pizza essen fort.

Ich war alleine im Haus und beschloss, endlich mal den Ablaufplan genauer an zu sehen, den Courtney mir am Freitag vorbei gebracht hatte. Und ich sollte noch einen Collegeblock in meinen Schultasche packen, diese stand nämlich noch im Flur.

Als jedoch unser Haustelefon klingelte, blieb ich stehen, lief zum Telefon und nahm das Gespräch an.
"Adriana Hastings", meldete ich mich mit meinem Namen.
"Hey Hastings", ich konnte Jeff´s Stimme erkennen und lächelte automatisch. Leah´s Freund war immer nett zu mir und ihn störte meine ruhige Seite nicht.
"Hey Jeff, was gibt es? Warum rufst du mich an einem Sonntag Abend an?", wollte ich freundlich wissen.
"Würdest du mal an dein Handy gehen wüsstest du es", erwiderte Jeff amüsiert.
"Entschuldige, ich war mit meiner Familie auf einem Tennis Match meiner kleinen Schwester. Handy Verbot", sagte ich entschuldigend.
"Nicht schlimm, Leah hat dir doch von der Party erzählt die bei Kat steigt am kommenden Wochenende oder?", erwiderte Jeff, er schien nicht wütend darüber zu sein, das ich mein Handy den halben Tag hatte zu Hause liegen lassen.
"Ja, Leah hat mir per Whatsapp kurz davon berichtet", antwortete ich.
"Wirst du kommen?", wollte Jeff interessiert wissen.
"Ich hoffe das ich gehen kann", sagte ich hoffnungsvoll. Bis jetzt hatten meine Eltern nichts dagegen gesagt, außer das es sie relativ wenig interessiert hat.
"Cool, ah wenn du Bock hast, kannst du dich in den Pausen ruhig gerne zu uns gesellen, den Jungs, Leah und mir", fügte Jeff noch hinzu.
"Danke, ich denke darüber nach. Aber ich bin meistens mit den Pausen meistens in der Bibliothek oder mit meinen Freunden aus der Theater AG zusammen, Moment sagst du das jetzt nur, weil Leah mich unbedingt verkuppeln will?", forschte ich nach.
"Sie hatte da so etwas erwähnt, ich will nur ein wenig nachhelfen", sagte Jeff in einem total lieben Tonfall.
"Nett das ihr immer alle nachhelfen wollt, wir sehen uns morgen in der Schule ja?", erwiderte ich und lachte leise. Es gibt auch Mädchen die sind ohne Freund glücklich, oder sie nehmen sich ein paar Bücher als Ersatz.
"Ja, bis morgen", erwiderte Jeff und wir beendeten das Gespräch.
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