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- The goodbye is the hardest part.

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / Gen
26.06.2018
20.01.2020
4
6.584
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
26.06.2018 1.732
 
Halluuuuuuu ♥
Wie gesagt, nur das erste Kapitel einer eventuellen ersten, eigenen und richtigen Story.
Ich weiß nicht was hieraus wird und ob sich das Ganze im Sande verläuft.  Ich sehe das Ganze als Prolog.

Wenn euch dieses sarkastische Kapitel gefällt, teilt es mir wirklich bitte mit, damit ich weiß, ob es sich überhaupt lohnt zu lesen. ♥
Danke meine WunderWesen ♥

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Wie sich Schmerz anfühlt? Ich kann dir ein Lied singen, Geschichten schreiben und doch niemals genau beschreiben, wie sich dieses Gefühl voller Leid spürbar macht. Es ist dieses anfängliche Knistern, ähnlich dem der Luftpolsterfolie in Paketen. Erst macht es furchtbaren Spaß jedes einzelne Bläschen zu zerdrücken, lauter kleine Knalltöne von sich gebend. Einige Zeit später ist es dann zu Ende gedrückt, die Luft ist raus..., und was bleibt? Leere. Ganz gleich verhält sich das dann doch nicht, denn das Schlimme am Schmerz ist, dass er verlangt gespürt und ertragen zu werden! Du kannst dir nicht aussuchen, wie und wann du ihn austrägst und anfängst sich diesem Monstrum zu stellen. Er entscheidet es... Meistens sieht es dann so aus: Eine fette Lawine an allen Bösartigkeiten die ihm einfallen überflutet dich, das Geröll der kleinen Sünden nicht vergessend. Du merkst es oft nicht, bis du kurz dem dem Erstickungstod durch dich selbst stehst. Hass..., ganz viel davon. Wut und Trauer sind darunter noch die freundliche Begrüßung des Schmerzes. Später, ja, da wird es erst richtig schön schmackhaft, wenn du dich in Selbstmitleid wühlst. Um den ganzen noch eine Kirsche aufzusetzen darf der wunderbare Selbsthass, gefolgt von unendlichem Selbstzerstörungstrieb, nicht fehlen. Und dann, genau in diesem Moment, als du den Fick des Lebens begonnen hast zu realisieren, ja vielleicht sogar zu genießen, dann und genau nur dann kommt das Nichts. Leere. Plötzlich wünscht man sich diesen reibenden Druck in den Schläfen zurück, das zerberstende Herz, welches nach Hilfe bettelt. Tatsächlich vermisst du sogar die beißenden Bauchschmerzen, welche dich hinderten wochenlang Nahrung aufzunehmen. Plötzlich erscheint dir auch dieser unfassbar widerliche Geschmack deiner salzigen Tränen völlig akzeptabel. Alles ist besser, als dieses Loch zu dem es keine Füllung gibt. Du suchst verzweifelt nach einem Pflaster, um es auf eine Schusswunde zu kleben. Nützt das etwas, wenn man einen glatten Durchschuss hinnehmen musste, etwa mit einem panzerbrechendem Geschoss? Also, wenn du noch glaubst, dass du mit deinen kleinen Doktorspielchen und ein paar süßen Motivpflastern dein Leben retten kannst, dann werfe ich mein Nacken in den Hals und schreie lauthals los. Idiot!
Jeder hat sich doch sicher schon einmal die Zunge verbrannt, tat weh aber konnte man wegstecken, oder? Nun steckt dieses zarte und empfindliche Zungenfleisch doch einmal in einen Drehstock und zieht ihn zu. Damit das Ganze auch Spaß macht, richtig bis zum Anschlag..., wir sind ja keine Bettnässer. Habe ich dir nun wenigstens etwas von dem Empfinden meinerseits gezeigt? Natürlich ist das nicht alles, was ich dir dazu zu sagen habe. Es ist so verdammt einfach zu sagen: „Es tut jaaa soo weh.“... Es dann aber zu fühlen, wie sich das kleine Glück in Luft auslöst und nur verseuchten Dampf hinterlässt, welche deine Lungen nicht fähig sind zu verarbeiten, dass ist dann doch noch einmal eine klitzekleine Hausnummer anders. Wenn ich einem kleinem Kind sein Wehwehchen puste, muss ich immer ganz gehässig grinsen, denn dieses so liebe Kind wird noch früh genug unter dem Gerüst seiner Knochen, welche müde an ihm herunter hängen, nachgeben und versinken. Es wird knacken, faulen und bitterlich zersplittern. Wenn du nun denkst, dass es nicht so schlimm werden wird, irrst du dich, Liebchen. Du kommst an diesen einen unheilschwangeren Punkt, wo dir der Tod plötzlich als die bessere Alternative erscheint. Na? Wirst du nachgeben? Süße und doch bittere Sekunden des Erlösens wird es für dich nicht geben.
Du hast das Gefühl alles verliert an Farbe, alles wird dunkelbunt. Du irrst dich wieder, denn dein Sehverlust ist Grund für dieses Empfinden. Du wirst es nicht merken, wie es grau wird, denn erst wenn diese allumfassende Dunkelheit dich in ihrer zwingenden Umarmung hat, wirst du realisieren, dass es etwas so Banales wie Farben nicht mehr gibt. Blumen sind bunt, die Sonne hell und du extrem dumm, wenn du glaubst, dass du es aufhalten kannst. Du bist ein schwächlicher Niemand und dieser Niemand hat nicht einmal einen richtigen Namen, der ihn zur Existenz berechtigt. Oh, du süßer Duft von Angstschweiß, wenn du merkst, wie dir dein ganzen Leben durch deine zarten Finger gleitet. So betörend, so verlockend für diesen Schmerz, der tief in dir bereits sein Thron erbaute! Du nährst ihn mit dem was du so verachtest: Mit dir selbst! Krankhaft wirst du versuchen dein zuckendes Herz, welches dringende Flehversuche tätig, zu beruhigen, es sanft in den erlösenden Schlaf zu wiegen, aber verlass dich darauf, dass es nichts bringt. Deine Tränen werden ihn füttern, wie süßer Honig, welcher ihm mundend die Kehle herunterläuft. Er wird sich laben und sich ungebändigt bei dir Bedanken, mit einer Folter, die es für dich nur in alten Horrorfilmen gibt. Oh, du törichtes Wesen, was hast du dir nur gedacht? Es ist wie das Glitzern des Schnees in einer dunklen Winternacht, welche die Straße nur durch den runden Mond aufblitzen lässt. Du wirst dich danach sehnen. Du wirst dich nach unendlicher Zerberstung sehnen, denn es scheint dir immer noch besser als dieses Nichts zu fühlen. Du möchtest plötzlich fühlen wie deine Knochen ihr faseriges Fleisch verlieren. Du möchtest zusehen, wie es vor dir zu Boden fällt und in Sekunden anfängt zu faulen, zu verwesen. Es erscheint dir vollkommen richtig und es gibt sogar Momente in denen du dir nicht sicher bist, ob es nicht schon immer so war. So dunkel und kalt.
Sind wir nicht alle auf der wehleidigen Suche nach Etwas, dass uns vergessen lässt, dass wir leere Hüllen, getrieben von Instinkten, sind? Du kennst es sicher, dieses unstillbare Verlangen nach einem Ort, der gar nicht existiert, dieses unglaublich pulsierende Heimweh, oder? Natürlich denkst du nun, wie sollte es anders sein, du seist klüger als ich, aber wenn dich dieses Monstrum erst einmal mit seinen zerfetzten Klauen berührt hat, wirst du an mich denken und dir vorstellen, wie ich dich voller Hohn warnte. Nun, tatsächlich verfalle ich gerade selbst in einen Anfall von Lachen, denn auch ich war mal an deiner Stelle. Ein hilfloses und kleines Küken, welches sich in der Realität verlaufen hatte. Heute? Oh, heute kann ich mir aussuchen was ich bin. Die geschlachtete Henne am Erntedankfest oder der moderne Haufen Knochen in einer Massentierhaltung. Wir vergessen dabei bitte nicht, wir alle werden so enden, also genieße die Zeit als wehrloses kleines Federvieh, du wirst sie dir noch zurücksehnen. Kannst du es hören? Sei doch mal leise, Liebchen! Pscht! Wie kannst du dieses Jammern deiner fleischlichen Hülle nur ertragen? Du hast gar keine Wahl, so sieht es aus. Du hast dieses Gefühl, als fiele es dir wie Schuppen von den Augen, wie du etwas so Unaufhaltsames nicht sehen konntest? Auch ein blindes Küken findet mal ein Korn. Zurück zu dir und deinen dummen, ja fast kindlichen Wünschen. Fast schon tragisch wie du versuchst das sinkende Schiff zu retten und diese so naiven Bilder als Erstes an Bord zu werfen. Hörst du mir nicht zu? Vergiss doch dieses idiotische Getue! Du wirst diese Zukunftspläne, wie du sie schimpfst, nie verwirklichen. Du musst dir gar keine Gedanken machen wegen deiner großen Liebe oder wie viel Rente du im Alter hast, denn es gibt doch nur ein Weg. Der, den ich dir versuche klar zu machen.
Ich zeige dir alle Möglichkeiten auf und trotzdem willst du dich wehren? Möchtest du mich wegen eines Lachanfalles wirklich zum Herzversagen treiben? Ach komm schon, dass wäre doch nicht sonderlich freundlich von dir. Du musst akzeptieren, dass du die wunderbar schmeckende Melone in dem Smoothie der Welt bist. Man erntet, was man sät. Du warst diese wunderschöne, liebliche Melone auf einem Feld voller Früchten und trotzdem riss man deine Wurzeln aus dem nährenden, ja schützenden, Boden. Man zerschnitt dich in viele kleine Stücke und nun? Nun liest du das hier und fragst dich, wann du ein wohltuender Drink bist. Lass dir Eines gesagt sein: Du schmeckst zum kotzen, wie der Rest von deinesgleichen. Sicher stört es dich nicht, wenn man bedenkt, dass durch diese winzigen und doch so kräftigen Messer des Mixers, alles vorbei sein wird. Es wird okay für dich sein, versprochen. Ich gebe ziemlich viele Versprechen, oder? Jetzt wirst du mir vielleicht nicht glauben, aber wenn du dann an dem Abgrund stehst, in den du dich durch deine Blindheit selbst geschubst hast, dann wirst du lachend fragen, wie du etwas so Ehrliches wie mich nicht für voll genommen hast. Tut mir leid, aber ich muss mich fast übergeben vor lachen. Oh, aber eigentlich tut es mir gar nicht im Ansatz leid. Aber verrate es Keinem, ja? Wenn du bereit bist, dich endlich deinem Schicksal gefügt hast, wirst du anfangen bestial nach meinem Namen zu schreien in der Hoffnung, ich könnte dir helfen. Tatsächlich gibt es Menschen, die dich hätten retten können, für den Augenblick jedenfalls, aber wir haben ja geklärt, was unaufhaltsam bedeutet. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es erst gestern Nacht gewesen. Ich war Jemand, besaß einen Namen. Kaum zu glauben, oder? Meine hellen Augen strahlten mit der Sonne um die Wette, und ich schwöre dir bei allen Göttern, ich habe gewonnen! Ich genoss den süßen Frühlingsduft, denn er roch nach wildem Flieder. Hach, war es schön, als Farbe alles war, was ich zum lächeln brauchte. Die Sterne kamen mir immer vor wie viele kleine Planeten auf denen es Elfen gab. Vielleicht sogar ein riesiges Universum mit mehrenden Monden? Wäre das nicht ziemlich cool? Ich malte mir diese Bewohner dieser unbekannten Welt richtig bunt aus. Dunkelelfen, Kobolde, Zwerge und sogar fette Zentauren gab es da! Man mag es kaum glauben, aber auch ich war mal ein richtiges dummes Federvieh, dass glaubte die Welt wäre ein toller Ort. Heute? Naja, es fällt mir schon schwer verwesendes Moos auf meinem Gerüst aus Pein vorzustellen, also frage mich nicht nach Blumen und summenden Hummeln. Es wäre ja auch wirklich nett, wenn du dieses klirrende Geräusch deiner Hüftknochen ausstellen würdest, denn sie reiben mir wie Schleifpapier die Ohren wund. Vielen lieben Dank, idiotisches Küken. Ich stehe nun in deiner Schuld und da ich nicht möchte, dass dies so bleibt, beschreibe ich dir, wie sich die Liebe anfühlt? Wäre das nicht ein super Deal? Gut, dann machen wir das so.
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