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Titanium

SongficDrama, Freundschaft / P16
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
24.06.2018
24.06.2018
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Ich will mich gar nicht lange mit einem Vorwort aufhalten.
Wer noch wichtige Sachen lesen möchte oder den es interessiert: alles unten.

Eine kleine Songfic/OneShot - Idee, zu dem Lied "Titanium"  von David Guetta ft. Sia. Ich nehme an, dass es einige von euch kennen dürften.

Wenns euch gefällt, könnt ihr mir ja Bescheid geben. Vielleicht schreib ich in die Richtung noch mal etwas.
Jetzt aber viel Spaß!


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You shout it out
But I can´t hear a word you say
I´m talking loud not saying much

Nicht die Waffe entscheidet, wen sie tötet. Sie ist nur ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck, eine Maschine, die auf Befehle hin ihre Bestimmung erfüllt. Eine Waffe tut das, wofür sie gebaut worden ist. Doch sind es immer die Menschen dahinter, die den Abzug tätigen. Verantworten, dass ein Leben genommen oder geschützt wird. Aber zu welchem Preis? Sie glauben gerecht zu handeln, doch das tut der Feind ebenfalls. Welches ist nun die richtige Gerechtigkeit?

I´m criticized
But all your bullets ricochet
You shoot me down, but I get up


Ein Schuss knallte durch die menschenleere Häuserschlucht. Hallte von den Glasfassaden und Neonschildern wieder und zerriss die nächtliche Stille wie ein Glockenschlag.

Der Regeln prasselte unaufhörlich auf den kalten Beton hinab, bildete Pfützen und kleine Bäche, die sich in den Rinnsteinen der Straßen sammelten. Im Licht einer spärlich beleuchteten Gasse, von zwei alten Häuserwänden umrahmt, ließ der Android langsam die Waffe in seiner Hand sinken.

Seine Statur warf einen langgezogenen Schatten auf die Fassade hinter sich. Das Wasser tropfte unaufhaltsam von seiner Kleidung herab, schillerte im weißen Licht, bevor es mit einem leisen Schlag auf den Asphalt zersprang und sich erneut in Millionen von kleinen Wasserkristallen zerteilte.

Er wandte den Kopf nach unten und starrte auf seine Hand, auf seine Finger, die noch immer den Griff der Waffe umklammert hielten. Langsam wanderten seine Augen von der Pistole zu dem Mann herüber, der ihn mit erschrockenen Blick und weit aufgerissenen Augen anstarrte. Den Mund zu einem stummen Aufschrei geöffnet, die Hand auf die Brust gelegt und unfähig sich zu bewegen. Eine Ansammlung von Speichel und den Restbeständen alkoholischer Getränke, rann an seinem Bart hinab.

Sekündlich wich die Farbe aus dem Gesicht des Menschen. Seine Haltung sank in sich zusammen, die Muskeln gaben nach und die Haut färbte sich grau – ähnlich der Farbe seiner Haare. Nur der rote Fleck unter seinen Fingern schien sich auszubreiten. Labte sich an der bevorstehenden Vergänglichkeit und zog daraus seine Kraft, um zu wachsen.

Die ersten Blutstropfen benetzten die Finger des Mannes. Suchten sich den Weg über seinen Arm, bevor sie sich mit dem Regen vereinten und zu Boden fielen. Das Rot erschien dem Android so surreal und unwirklich und doch war es da. So wie er hier war. In der Gasse, mit der Waffe in der Hand, in der nun die einzig verbliebene Kugel fehlte.

I´m bulletproof, nothing to lose
Fire away, fire away
Ricochet, you take your aim
Fire away, fire away


Mit einem dumpfen Knall traf der Körper auf dem Grund auf. Ein letztes Mal bäumte sich das Herz des Menschen gegen den Lauf der Zeit, ein letztes Mal schnappte er nach Luft, doch dann sackte alles, wie auf ein stilles Kommando hin, zusammen und keine Sehne zuckte mehr. Das Leben war aus ihm geflossen, wie das Blut, was sich noch immer in Strömen aus der Wunde ergoss und das karierte Hemd völlig durchdrängte.

Die einsetzende Stille war kaum auszuhalten. Sie war so laut und gleichzeitig so leise. Sie schrie dem Android entgegen und strafte ihn im selben Moment mit Schweigen. Sein perfektes System existierte in diesem Augenblick nicht mehr. Da waren keine Anweisungen, keine Daten die er verarbeiten konnte, keine analytische Ebene. All seine hochentwickelten und präzisen Softwaremodule waren verschwunden. Nur er war da. Allein.

Das Metall in seiner Hand wurde mit jeder Sekunde schwerer. Doch seine Augen waren noch immer auf den Leichnam vor sich gerichtet, unfähig den Blick abzuwenden.

Die Menschen sind es, die den Abzug tätigen.
Die Menschen?
Er war kein Mensch.
Und doch hatte er getötet.
Er hatte einen Menschen getötet.


You shoot me down
But I won´t fall,
I am titanium


Das erste Mal, seit er sich seiner Existenz bewusst wurde, fühlte er sich vollkommen verloren. Er war dafür erschaffen worden Abweichler zu jagen. Das war seine Aufgabe, seine Mission. Sein Dasein definierte sich durch seine Arbeit, seine Arbeit erlaubte ihm sein Dasein. Alles folgte strikten Regel und Anweisungen, einem genauen Protokoll. Jedes Wort, jede Bewegung, jedes Verhalten war vorprogrammiert. Nichts konnte die klaren Linien seiner Software durchbrechen. Stets war er sich seinem Auftrag bewusst.

Doch etwas hatte sich verändert. Er hatte sich verändert - als er die Waffe umfasst, den Abzug tätigte und die tödliche Kugel abfeuerte.
Ein einziger präziser Schuss. Durschlag der linken Herzhälfte und der linken Lungenhälfte. Nachfolgende Beschädigung der Atmen- , sowie Blutgefäßen, drei obere Rippenbrüche, Riss an der Aorta- Innenwand. Pneumothorax in beiden Lungenhälften. Der hohe Adrenalinausstoß verursacht Betäubung der lokalen Eintrittsstelle, bevor das Herz durch unstetigen Druckausgleich und massiver Blutansammlung in Folge der Perforierung versagt. Chancen auf Rettung: Keine. Der Tod tritt innerhalb von einer Minute und 23 Sekunden ein.

Er hatte einen Menschen getötet.

Und plötzlich schien die Welt um ihn herum aufzuschreien. Laut, kreischend, voller unbändiger Wut. Das krachende Geräusch des niedergehenden Reges mischte sich mit dem Lärm der Straße, die flackernden Neonlichter färbten die Wege in eine Scheinwelt aus rotem, türkisen und goldenen Licht. Er spürte innerhalb von Sekunden die kalten Tropfen auf seiner Haut zerspringen, fühlten den harten Wind an seiner Jacke reißen und die Thiriumpumpe in seiner Brust schlagen.

Doch sein Blick galt noch immer dem am Boden liegenden Körper. Dem toten Körper, unter dessen dunkler Jacke sich eine schmierige Lache aus Blut und Wasser gebildet hatte und die einst grauen Haare nun wirr und verdreckt das Gesicht verdeckten. Doch auch ohne in die Augen des Menschen zu blicken, wusste der Androide, dass diese starr und vollkommen leer in den Himmel starrten. Was einmal voller Leben sprühte, war verblasst, einem stumpfen Ausdruck gewichen, nicht länger existent.

Ein einziger Schuss.
Ein Schuss und alles was je von Bedeutung war, zerbrach innerhalb von Sekunden.
Das Leben rann durch seine Finger. Unaufhaltsam. Nichts konnte es stoppen.
Es war schon fast lächerlich einfach. So simpel.

Was hatte ihn dazu getrieben?


Cut me down
But it´s you who´ll have further to fall
Ghost town, haunted love


Er war auf den Weg in die Bar. Jimmy´s Bar. Fast wie jeden Abend. Es war für den Androiden zu einer Routine geworden. Ein Prozess, der sich schleichend unter seinen Alltag mischte und nun ein fester Bestandteil davon war. Die Temperaturen waren auf ein Minimum gefallen, der Regen hatte bereits in den frühen Nachmittagsstunden eingesetzt und seit diesem Zeitpunkt nicht mehr aufgehört. Die verlassene Umgebung verschwamm zu einem trüben, grauen Schleier, doch er schenkte ihr keinerlei Beachtung.

Was er suchte, fand er auf einem Barhocker, am hinteren Teil der Theke. Ein halbvolles Whiskyglas vor sich, den Kopf auf die Arme gelegt und leise schnarchend. Seine Systeme registrierten einen Anstieg von 1,6 Prozent des Alkoholwertes im Blut, nicht viel mehr als sonst auch, aber auch nicht weniger. Es war ein recht trostloses Bild was sich ihm bot und wäre er dazu in der Lage gewesen, hätte er ehrlich aufgeseufzt.

Er schob das Glas beiseite und legte eine Hand auf die Schulter des Lieutenants. Erst nach mehrmaliger Ansprache, schien dieser überhaupt registriert zu haben, dass der Android hinter ihm stand. Den wütenden Blick und die Wortfetzen ignorierend, zog er ihn am Arm nach oben und musste dabei, wie so oft, den Fäusten ausweichen, die man ihm entgegen schmiss. Ein prüfender Blick genügte, um die Waffe in dem Holster an seiner rechten Seite ausfindig zu machen.

Er trug sie bei sich. Noch immer. Diese eine Pistole, in deren Lauf sich nur eine einzige Kugel befand. Dafür bestimmt, den letzten entscheidenden Schuss abzugeben. Ein letztes Leben zu beenden - Sein Leben. Doch all der Tragik zu trotz, das Schicksal hatte den Polizisten noch immer nicht aus den Händen geben. Es hielt ihn fest umklammert. Der letzte Faden war noch nicht gerissen, egal wie sehr er sich auch dagegen wehrte.

Zielsicher griff der Androide nach der Waffe, zog sie hinaus und entzog sie so dem Einfluss des Lieutenants. Halbherzig stieß ihn der grauhaarige Mann von sich, brüllte undeutliche Ausdrücke in sein Gesicht und beschimpfte ihn volle fünf Minuten lang, in denen der Android ihn mit stoischen und teilnahmslosen Blick anschaute.

Irgendwann wandte sich der Lieutenant wütend von ihm ab, stapfte aus der Bar hinaus in den Regen und schlug irgendeine Richtung ein. Stillschweigend folgte er ihm. Es war der 312 Tag, an denen sich dieses Schauspiel wiederholte. Mal lauter, mal leiser. Ein Teufelskreis.
Jedes Wort der Warnung verblasste. Ungehört und missachtet. Jede Tat zurückgewiesen und beschimpft. Das Vorankommen scheiterte. Das Erreichen des Zieles unmöglich.

Ein Versuch, den Polizisten zur Umkehr zu bewegen, versagte, noch bevor der Android zur Tat schreiten konnte. Denn der Grauhaarige wandte sich zu ihm um. Der Blick geziert von Trauer, die Klamotten durch den Regen völlig durchnässt, die Stimme rau und brüchig. Er stand einfach dort, im kalten Licht der Straßenlaterne und starrte den Androiden an.

Ein Mann, dem die Zeit alles raubte.
Der hilflos dabei zusehen musste, wie er alles verlor.
Vom Leben gebrochen und in die Knie gezwungen.

Die Minuten verstrichen. Und dann begann der Lieutenant zu sprechen. Fast flüsternd drangen die Worte über seine Lippen. Er sagte dem Androiden, dass er ihn in Ruhe lassen soll. Das er verschwinden sollte und er nur ein wertloses Stück Plastik sei. Leblos und unfähig dazu, jemals begreifen zu können, was es bedeutet wirklich lebendig zu sein. Den Schmerz zu spüren. Er sagte ihm, dass er ihn hasste – nein, viel mehr schrie er es jetzt hinaus. Er schrie ihm seinen Hass entgegen, die Einsamkeit, die Verzweiflung. Und dann trete er sich um und ging davon. Verschwand in einer verlassenen Gasse und ließ den Androiden zurück.

Er hasste ihn.
Wie so viele anderen auch.
Gehasst von der Welt - aber dafür gemacht sie zu schützen.

Raise your voice,
Sticks and stones may break my bones
I´m talking loud not saying much


Doch er folgte dem Lieutenant. Er folgte ihm, so wie er es immer tat, immer tun würde. Das war seine Aufgabe. Egal wie oft man ihn dafür noch den Teufel an den Hals wünschen würde.
Es war nicht schwer den Weg des Polizisten zu bestimmen. Er bewegte sich langsam und träge durch die Straße, suchte an den Wänden und Metalltonnen halt und musste sich übergeben. Schon nach drei Minuten hatte der Android ihn wieder in seinem Blickfeld, bewahrte aber genügend Abstand, um weitere unschöne Konfrontationen zu vermeiden.

Seine Systeme versuchten währenddessen zu begreifen, was es hieß zu hassen. Wie sich Gefühle wie Trauer und Verlust anfühlte. Was Wut bedeutet. All diese Emotionen waren ihm fremd. Fremd wie das Leben. Und doch wusste er, dass da etwas war. Tief in seinem Programm verwurzelt und nun stärker präsent, als jemals zuvor. Er war nicht fähig dazu es zu beschreiben. Seine Fehleranalyse blieb ohne Resultat. Die Software war intakt, vollkommen unbeschadet. Doch dieses unbändige Empfinden in seiner Brust schwoll immer weiter an. Türmte sich auf, wie eine meterhohe Welle im Meer, wurde zu einem reißenden Fluss.

Noch ein Schritt.
Und sie würde brechen.

Viel zu spät bemerkte er, dass der Lieutenant nicht mehr da war. Die Gasse war leer und nur ein lauter Aufschrei wies in die Richtung, wohin er verschwunden war. Augenblicklich rannte der Android los. Die Hand griffbereit zum Holster hingeschoben. Sein System übernahm seine Handlungen. Er war nun nicht mehr als ein stiller Beobachter.

Er bog um die Ecke. Das Bild, welches sich ihm bot, war ein reines Chaos. Zwei Gestalten rollten sich über den verdreckten Boden, schlugen aufeinander ein und brüllten sich gegenseitig an. Er blieb stehen, versuchte in dem Durcheinander den Lieutenant ausfindig zu machen. Schlussendlich stürzte auch er sich nach vorn. Um einzugreifen. Seine Aufgabe zu erfüllen.
Eine Faust traf ihn, dann ein Tritt in den Bauch. Er ging kurz in die Knie, legte automatisiert eine Hand auf die Stelle und registrierte die Beschädigung seiner synthetischen Haut. Der Polizist hatte derweil den Angreifer weiter nach hinten gedrängt. Tiefer in die Gasse hinein, in den Schatten der Häuser und weg vom Licht. Der Android erhob sich, folgte ihnen und zog parallel den Lieutenant beiseite, ehe ein schwere Metallstange ihn treffen konnte. Sein Arm wurde beschädigt. Thirium benetzte seine Jacke, sein Gesicht. Er strauchelte zurück. Zurück ins Licht und konnte deutlich spüren, wie ein Zucken durch seine Systeme ging.

Schmerz.


I´m bulletproof, nothing to lose
Fire away, fire away
Ricochet, you take your aim
Fire away, fire away



Ein Klicken ließ die Welt um ihn herum plötzlich verstummen.
Das Klicken einer Waffe, dessen Abzug gerade aus der Sicherung gelöst wurde.
Er starrte nach vorn. Blickte der grässlichen Dunkelheit entgegen, deren hässliche Fratze ihn auszulachen schien. Er suchte nach dem Lieutenant. Das Gefühl in seiner Brust durchflutete seinen Körper, blockierte jegliche Analyse, jegliches handeln seines Systems.

Angst.

Alles um ihn herum hielt den Atem an, die Zeit war einfach stehen geblieben. Seine Software war verschwunden, die Programmierung schien nie existiert zu haben. Alles was ihn ausmachte, hatte sich innerhalb weniger Sekunden aufgelöst. Sein sonst so mechanischer Blick verlor an kälte, wurde weich und verletzlich. Da war nur er. Und er musste handeln. Ohne Überprüfung, ohne Absicherung. Intuitiv. Er musste handeln wie ein Mensch. Jetzt.
Seine Finger umgriffen die Waffe, er zog sie hervor, richtete auf den Schemen vor sich. Im selben Moment schien die Welle in seinem Körper ihren Punkt überschritten zu haben und in sich zusammen zu brechen. Sie stürzte ein, prallte gegen ihn, riss ihn mit sich und schleuderte ihn hinaus auf das offene Meer. Unbarmherzig und gnadenlos. Wenn er jetzt nicht schwamm, würde er untergehen. Er schloss die Augen und drückte ab.


You shoot my down
But I won´t fall
I am titanium



Er ließ die Pistole fallen. Lautlos glitt sie aus seinen Fingern und landete auf dem nassen Asphalt. Die Minuten verstrichen, fast schon quälend langsam. Er regte sich nicht. Stand einfach nur da und ließ die Welt um sich herum weiter drehen. Dann erklangen schwere Schritte auf dem Boden, kamen auf ihn zu und noch ehe er reagieren konnte, wurde er in eine feste Umarmung gezogen.

„Du hast mich gerettet Connor.“

Hank.
Er lebte.
Er hatte ihm das Leben gerettet.

Zaghaft hob Connor die Arme und erwiderte die Geste seines Partners. Er konnte spüren, wie das Herz seines Freundes viel zu schnell schlug, wie er stoßweise aus- und einatmete und sein Körper zu zittern schien. Dafür brauchte er keine Analyse.

„Es ist meine Aufgabe, die Menschen zu beschützen, Lieutenant.“

Hank stieß einen abwertenden Laut aus und drückte ihn für einen Moment noch enger an sich. Dann trat er einen Schritt zurück und blickte Connor an. Ein sanftes Lächeln lag auf seinen Lippen und trotz dessen, dass er noch immer leicht angetrunken wirkte, war es ein ehrlicher Ausdruck.

„Verdammt. Hör auf, jedes Mal so ein Scheiß von dir zu geben, Plastikhirn.“

Es war nicht böse gemeint, das konnte der Android an der Stimmlage seines Gegenübers erkennen. Hank war einfach nur sichtlich erleichtert darüber, dass er soeben mit dem Leben davon gekommen war. Und Connor ließ sich dazu hinreißen, seinem Partner ebenfalls ein zaghaftes Lächeln schenken und er hatte das Gefühl, dass er es nicht aufgrund seiner Programmierung tat, sondern weil er es tatsächlich wollte.

Doch plötzlich nahm Hanks Gesicht einen seltsamen Ausdruck an und er starrte mit gerunzelter Stirn auf den Arm des Androiden.

„Du bist verletzt.“

Connor folgte seinem Blick und nickte dann langsam, während er die zerschmetterte Haut und die darunter liegenden Thiriumadern begutachtete. Er wurde getroffen, weil er den Lieutenant beiseite gezogen hatte. Doch er bereute es nicht. Schließlich hatte er es sich zu seiner Mission gemacht – wenn er schon nicht in der Lage war, die Abweichler zu beseitigen – seinen Partner bis zum Schluss zu beschützen. Er würde nicht zulassen, dass jener allein durch diese schreckliche Welt gehen musste. Selbst wenn es ihm das Leben kostet.

„Na los, gehen wir nach Hause und deine Verletzung versorgen. Den Rest überlassen wir den anderen Polizisten.“

Hank klopfte ihm auf die Schulter und schlug die Richtung ein, aus der sie gekommen waren. Ohne zu zögern folgte Connor, bis er zu ihm aufgeschlossen hatte und gemeinsam verließen sie die Gasse. Nur der schmetternde Regen blieb als ein beständiger Zuschauer, schwemmte die letzten Reste von Blut und Thirium gleichermaßen davon und hüllte die Gegend in einen grauen Schleier. Einzig die silberne Waffe auf dem dunklen Asphalt, reflektierte das weiße Licht der Straßenlaterne.

Es sind immer die Menschen dahinter, die verantworten, dass ein Leben genommen oder geschützt wird.
War er nun Mensch oder Maschine?


You shoot me down
But I won´t fall
I am titanium



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Ihr habt es geschafft!

Und wie hat es euch gefallen? Ich hoffe ja, ich konnte das Lied einigermaßen gut mit der Story in Zusammenhang bringen. Als ich das Lied gehört habe, hat mich das ziemlich stark an Connor erinnert, deswegen dachte ich mir, ich versuch es mal.
Ich muss sogar zugeben, dass das hier eines meiner ersten OneShots und die aller erste Songfic ist, die ich geschrieben haben ~ aber es hat irgendwie Spaß gemacht :D

Nun aber zu den wichtigen Sachen, weil einige sich eventuell wundern, wo das neue Kapitel meiner FF bleibt. Leider muss ich das noch um eine Woche verschieben. Mir hat es auf unerklärliche Weise meine letzten zwei Kapitel gelöscht - jetzt darf ich die also alle noch einmal neu schreiben (Begeisterung hält sich in Grenzen).
Ich versuche es so schnell wie möglich wieder hinzubekommen und dann hochzuladen!

Und noch ein wichtiger Punkt, der damit in Verbindung steht: die FF bekommt einen neuen Namen!
Ganz richtig gelesen, ich habe mich für einen neuen Titel entschieden, der also mit dem kommenden Kapitel dann aktuell sein wird.
Ich schreibe es aber auch nochmal in die Kurzbeschreibung, wenn es soweit ist.


Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Abend, Morgen oder Nachmittag. Je nachdem, wann ihr das hier lest :D

See ya!
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