FEDERLEICHT

von betti-
GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16
OC (Own Character) Sophie Koch Sören Petersen Susanne Kaspary
23.06.2018
17.03.2019
33
65608
4
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Hey! :-)

Ja, ihr seht richtig, ich bin tatsächlich wieder da... :-)
Lange ist‘s her! Erstmal tut es mir leid, dass ich mich so lange nicht mehr bei euch gemeldet habe...  

Allerdings kann ich euch jetzt mitteilen, dass ich einige neue Ideen für eine komplett neue, etwas andere Geschichte hatte, die ich nun zu einer neuen Fanfiction formen werde.

Da ich tatsächlich nicht weiß, ob die Geschichten hier überhaupt noch häufig gelesen werden, wäre es sehr schön, wenn ihr mir kurz eure Meinung (und gerne auch konstruktive Kritik) hinterlassen würdet!

Ich würde mich sehr darüber freuen!
Und hiermit wünsche ich euch einen tollen Start ins Wochenende und ganz viel Spaß beim Lesen! :-)

Liebe Grüße!
Eure Betti :-)

-> VORSICHT:
In dieser Fanfiction wird auf verschiedene  Thematiken eingegangen, die evtl. triggernd sein könnten! - Bitte berücksichtigt dies, bevor ihr weiterlest.
- Diese Warnung richtet sich insbesondere an alle Leser, die vielleicht gerade eine schwere Zeit durchmachen und eventuell sogar tagtäglich mit diesen/ähnlichen Dingen konfrontiert werden.

Bedenkt: Ihr müsst das nicht alleine durchstehen, es gibt wirklich so viele Leute, die euch helfen können! <-
-
Sophie
-
Heute war ein sehr stürmischer Tag, draußen tobte es regelrecht. Der Wind peitschte nur so gegen das große Fenster des Büros und der Morgen zog sich bisher ziemlich in die Länge. - Und das auch noch am Wochenanfang, an einem Montag. Dennoch blieb ich optimistisch. Da konnte der Rest der Woche ja nur umso besser werden, oder?

„Sophie?“
Mein Kollege Sören riss mich aus meinen Gedanken und sah mich grinsend an.
„Oh... ehm, ja?“, gab ich leicht gähnend zurück und sah ihn fragend an.
„Susanne war gerade am Telefon. Eine Lehrerin macht sich wohl große Sorgen um eine Schülerin, die hier auf der Schule ist... Und jetzt hat sie sich an Susanne gewandt...“, begann er.
Meine Stirn zog sich augenblicklich in Falten.
„Aber, wenn sie doch auf dem Berufskolleg hier ist, an dem wir ja schließlich arbeiten, weshalb schickt die Lehrerin das Mädchen dann nicht gleich zu uns?“, fragte ich etwas irritiert und grinste Sören leicht an.
Sören zuckte bloß mit den Schultern.
„Ich weiß es nicht. Manchmal frage ich mich auch, weshalb wir überhaupt nach den Sommerferien in die verschiedenen Klassen gehen und auf uns aufmerksam machen“, murmelte er nachdenklich und schmunzelte leicht.
Ich nickte zustimmend.
„Naja... Hm, was sind denn die Hintergründe? Hat Susanne dazu schon etwas gesagt?“
Mein Kollege nickte eifrig und sah mich dann ernst an.
„Frau Ober hat einen Zettel auf dem Tisch des Mädchens gefunden... Darauf zu lesen ist wohl ein Gedicht, das, zumindest laut Frau Ober, wohl ziemlich depressiv klingen würde. Sie meinte zu Susanne, dass sie die Befürchtung hätte, dass die Lage ziemlich ernst sei. Angeblich hat sich ihre Schülerin wohl auch immer mehr zurückgezogen und ihr ganzes Verhaltensmuster würde angeblich auch sehr zu diesem Brief passen. Nur sei sie wohl relativ schüchtern, sodass sie den Entschluss gefasst hat, vorerst nicht das Gespräch mit ihr zu suchen, sondern uns das Ganze in die Hand nehmen zu lassen“, sprach er.
Ich seufzte leise und nickte dann leicht.
„Hm... Ohje, das klingt wirklich nach einem harten Brocken. Aber Sören, was ist denn, wenn der Zettel gar nicht von diesem Mädchen stammt? Vielleicht lag er nur da. Ist sie sich denn ganz sicher, dass der Brief von ihr stammt?“, entgegnete ich nachdenklich.
Sören sah mich aufmerksam an.
„Das werden wir garantiert schleunigst herausfinden, Sophie. Frau Ober möchte eh, bevor wir mit Amelie, so heißt das Mädchen, reden, das Gespräch mit uns suchen. Dann werden sich sicherlich noch einige unserer Fragen klären.“
Ich nickte zufrieden.
„Das klingt nach einem Plan. So machen wir‘s!“

In der sechsten Stunde, der Freistunde von Frau Ober, die auch die Klassenlehrerin von Amelie war, machten wir uns schließlich auf den Weg zum Klassenraum der 13A. Frau Ober wartete dort schon sehnlichst auf dem Flur auf uns und schien wirklich sehr beunruhigt zu sein. Die Sorge stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.
„Oh! Gut, dass sie da sind! Christiane Ober! Wir kennen uns ja bereits vom Sehen!“
Sören und ich gaben der besorgten Lehrerin die Hand.
„Hallo, Frau Ober. Ich bin, wie Sie sicherlich bereits wissen, Sophie Koch und das ist mein Kollege, Sören Petersen“
Ich lächelte sie herzlich an.
„Keine Sorge, wir werden uns natürlich um Amelie kümmern, es wird alles gut“, sprach ich beruhigend auf die junge Frau ein.
Sie nickte eifrig.
„Das hoffe ich wirklich sehr... Könnten Sie direkt heute das Gespräch mit Amelie suchen? Sie hat heute nach der siebten Stunde frei“, murmelte die blonde Lehrerin nachdenklich.
Sören und ich warfen uns einen kurzen Blick zu und nickten dann beide zustimmend.
„Ja, abgemacht. Nach der siebten Stunde werden wir Amelie sofort aufsuchen. Hat sie dann hier Unterricht?“, entgegnete Sören.
Frau Ober überlegte kurz und nickte dann schließlich. „Alles klar, wir kümmern uns definitiv ganz gewissenhaft darum. Keine Sorge!“, warf er hinterher, während ich Frau Ober bekräftigend zulächelte.
„Vielen Dank!“, entgegnete diese nun erleichtert.
„Aber dafür sind wir doch schließlich da!“

Sören und ich machten uns zurück auf den Weg in unser Büro und sprachen dort noch ein wenig darüber, wie wir Amelie am besten gegenübertreten sollten. Man musste sich hier ganz bewusst und besonders vorsichtig an die Sache herantasten, denn für das Mädchen waren wir vorerst schließlich immer noch zwei Fremde. Es war nicht ungewöhnlich, dass Jugendliche dann erstmal dicht machten, wenn wir das Gespräch mit ihnen suchten. Es war ebenfalls nicht ungewöhnlich, dass sie Angst hatten oder gar die Flucht ergriffen. - Im Gegenteil, es grenzte schon fast an ein Wunder, wenn sie sich uns von Anfang an öffneten. Die meisten unserer „Sorgenkinder“ mussten sich auch einfach erstmal selbst eingestehen, dass sie überhaupt Hilfe annehmen mussten. Verstehen, dass sie alleine erstmal nicht mehr mit ihren Problemen zurecht kommen würden... - Aus diesem Grund fühlten sich viele von ihnen in der Vergangenheit auch oft „schwach“, obwohl dies natürlich völliger Quatsch war! Vielmehr stark war es, wenn man sich das Ganze selbst irgendwann eingestehen konnte... Wenn man unsere Hilfe dann letztendlich annahm.

„Sören, schaust du mal im Computer, ob wir da, anhand der Schullaufbahn, vielleicht noch irgendwelche relevanten Informationen über Amelie finden können?“, fragte ich ihn beunruhigt, während er schon sofort auf der Tastatur herumtippte.
„Hier steht nur, dass sie an der Kunst-AG teilnimmt... Immer dienstags um 15 Uhr. Sie ist in der Klasse 13A, das wissen wir ja bereits... Sie macht bald also voraussichtlich ihr Abitur. Ansonsten... müssen wir wohl selbst nachbohren. Mehr finde ich leider nicht.“
Es war etwas ernüchternd, dass wir bisher fast kaum etwas über Amelie wussten, aber allein die Tatsache, dass wir gleich persönlich mit ihr reden würden, ließ mich optimistisch bleiben. Wir hatten schon so vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen geholfen, wieso sollte uns das also diesmal nicht auch gelingen? Sören deutete auf die große Wanduhr hinter sich.
„Oh, die siebte Stunde ist gleich vorbei. Lass uns langsam mal nach oben gehen und dann schauen, dass wir Amelie möglichst so abpassen, dass ihre Klassenkameraden vielleicht nicht unbedingt etwas davon mitbekommen. Du weißt ja, wie das immer ist...“, sagte ich daraufhin und sah ihn fragend an.
Er nickte zustimmend.
„Ja, da hast du recht. Jugendliche können manchmal unberechenbar sein...“
Er seufzte leise.
„Also gut, dann wollen wir mal...“
Sören kniff mir leicht in die Seite und ich grinste ihn daraufhin breit an.
„Mensch, Sophie, ich sehe schon wieder, wie es in deinem kleinen, niedlichen Köpfchen nur so rattert. Lass es doch einfach auf dich zukommen. Wir kennen Amelie doch noch gar nicht... Gleich sind wir definitiv schlauer... Und dann sehen wir weiter, wir schaffen das schon!“
Er sah mir tief in die Augen und lächelte mich aufmunternd an. Ich nickte ihm dankbar zu. Er kannte mich inzwischen einfach ganz genau und er wusste auch ganz genau, wie er mich immer wieder ermutigen und aufbauen konnte. Deshalb liebte ich die Zusammenarbeit mit ihm so sehr.
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