Neuanfang in Slytherin

GeschichteAllgemein / P16
Draco Malfoy Harry Potter Neville Longbottom Pansy Parkinson Theodore Nott
22.06.2018
28.01.2020
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Erinnerung

„Ich bewundere dich für deine Gelassenheit.“

„Ich habe eine Maske aufgesetzt. Ich bin längst nicht so gelassen, wie es den Anschein hat. Aber ich kann mein Schicksal nicht ändern und ich kann froh sein, so leicht davon gekommen zu sein. Das hab ich euch zu verdanken, weil ihr für mich ausgesagt habt.“

„Du hast uns auf Malfoy Manor nicht verraten, als uns die Greifer gebracht haben.“

„Das habe ich nicht für euch getan und das weißt du. Ich war feige, das ist alles, ihr habt das nur zu meinen Gunsten verdreht.“

Beim Einkaufen prägte sich Draco soviel wie möglich ein und sein gutes Gedächtnis würde ihm hier zu Hilfe kommen. Wieder zurück, drückte Hermine ihm ein Rezept in die Hand und er musste sich allein durchfinden.

„Du bist echt ein Naturtalent in der Küche. Das war wirklich gut.“

Hermine lobte den Slytherin ehrlich und dieser lächelte.

„Danke.“

Dann ging es wieder ans Üben, damit Draco noch soviel wie möglich lernen konnte. Hermine stellte ihm eine Reihe von Aufgaben und er versuchte sie so gut es ging zu erfüllen. Am Abend sahen sie sich dann gemeinsam einen Film an und der Blonde lachte leise.

„Gefällt dir sowas?“

„Schon. Aber dazu wird mir die Möglichkeit fehlen. Ich denke mal ich werde nicht viel zur Zerstreuung haben.“

Plötzlich hörten sie ein Geräusch und Harry trat aus dem Kamin.

„Hallo ihr beiden. Ich wollte wissen, wie weit ihr seid.“

„Draco begreift schnell und das ist gut so. Du solltest mal sein Essen probieren. Ausgezeichnet.“

Draco errötete, was Harry zum lachen brachte.

„Darauf kannst du dir etwas einbilden. Sie lobt nicht leicht. Aber wenn du in die magische Welt zurückkommst, dann will ich das mal testen.“

„Versprochen Harry, Slytherinehrenwort, wenn du mir Ehre zutraust.“

„Natürlich tue ich das, Draco, sei nicht albern.“

Sie saßen alle zusammen und Harry überlegte, ob sie den Blonden nicht beobachten sollten.

„Ich will dich nicht überwachen, aber es sollte jemand in der Nähe sein, der es gut mit dir meint.“

„Ich habe dich schon verstanden, Harry. Aber ich darf keinen Kontakt zur magischen Welt haben.“

„Der Kontakt darf nicht von dir ausgehen. Würde er ja auch nicht, er geht von uns aus. Aber du hast leider Recht.“

Harry gab schweren Herzens nach, aber es war wirklich besser, wenn sie den Blonden in Ruhe ließen.
„Wie kommst du eigentlich nach Hause? Flohen kann man von hier nicht weg, damit Draco nicht fliehen kann.“

„Dann apparier ich eben. Aber als ob Draco sich drücken würde.“

Verwundert sah der Slytherin die beiden an und Hermine erklärte ihm die Redewendung wie schon einige andere auch. Wenig später verabschiedete Harry sich und disapparierte wenig später vor dem Haus.

„Morgen wiederholen wir noch mal und dann kannst du wenn du wenn du willst noch Fragen stellen.“

Der Slytherin nickte.

„Ein paar hätte ich schon noch. Danke.“
„Wofür?“
„Für deine Hilfe und deine Bereitschaft mir alles zu vergeben.“

Hermine lächelte und enthielt sich einer Antwort. Viel zu schnell ging der nächste Tag herum und am Abend kam Kingsley, um Draco zu holen, der am nächsten Tag in die Stadt gebracht werden sollte, in der er die nächsten drei Jahre wohnen würde.

„Hat er sich anständig benommen, Hermine?“

Der Auror sah Hermine fragend an und Draco zuckte unwillkürlich zurück, als ihn dessen Blick traf.
„Ja, Kingsley, hat er. Ich glaube ihm seine Reue und er hat sich wirklich bemüht alles zu machen, was ich von ihm verlangt habe. Sei bitte etwas freundlicher zu ihm."

Beschämt senkte der Slytherin den Kopf, während Kingsley Hermine völlig entgeistert anstarrte. Aber als er den Slytherin nun aufforderte ihm zu folgen, war er bedeutend freundlicher als noch bei seinem Eintreffen. Leise bedankte der Blonde sich und Hermine umarmte ihn kurz, ehe er dem Auroren folgte. Dieser packte ihn zwar am Arm, verzichtete aber auf die magischen Fesseln, die Draco zu fürchten gelernt hatte.

Während Draco ins Ministerium gebracht und dort in eine der Untersuchungszellen gesperrt wurde, lag Theodor wach ihm Bett. Er dachte an den zweiten Besuch im Ministerium zurück, der ihm fast alle Freiheiten geraubt hatte. Neville hatte ihn aufgrund seines Bettelns mitgenommen, aber das hatte der Slytherin schnell bereut. Den ganzen Weg von den Kaminen bis zum Büro des zuständigen Ministeriumsbeamten war er mit Hasstiraden überschüttet worden und er hatte sich unwillkürlich an Neville gedrängt. Dieser hatte die Zähne zusammen beißen müssen und sich sehr beherrschen müssen, um den Leuten nicht einige Nettigkeiten an den Kopf zu knallen. Endlich schloss sich die Bürotür und die beiden atmeten auf, als der Lärm schließlich verstummte.

„Was kann ich für Sie tun, Mr. Longbottom?“

Der Beamte überging den anwesenden Slytherin und doch war es dieser der antwortete.

„Ich bitte darum, als Hauself für Mr. Longbottom arbeiten zu dürfen.“

Der Beamte wandte sich an den Gryffindor und fragte mit einem hämischen Grinsen: „Würden Sie sich denn bereit erklären ihn als Hauselfen zu akzeptieren?“

Es war deutlich, dass er Theodor eine demütigende Behandlung wünschte und dieser schluckte unwillkürlich.

„Ja, dazu bin ich bereit. Meine Großmutter braucht Hilfe im Haus und ich könnte beruhigter zur Ausbildung weggehen, wenn ich wüsste, dass sie nicht alleine ist.“

„Sie vertrauen wirklich dem Sohn eines Todessers?“

Der Beamte war ehrlich überrascht und ehe Neville dazu kam zu antworten, sagte Theodor.

„Ich schwöre gehorsam zu sein, was immer mir aufgetragen wird werde ich ausführen, nach bestem Können. Wenn Nev…. Ich bitte vielmals um Vergebung ... Mr. Longbottom mir eine Chance geben will, so werde ich sie ergreifen.“

„Da sehen sie es, sein Ungehorsam geht schon los.“

Theodor zitterte. Hatte dieser Versprecher ihm alle Chancen verbaut? Doch Neville schien ihm das nachsehen zu wollen.

„Noch ist er kein Hauself, er hat das Recht, mich beim Vornamen zu nennen. Erst mit seiner Unterschrift unter dem Vertrag wird es ihm entzogen, bis ich es ihm wiedergebe.“

„Das würde sie tun, Mr. Longbottom? Er ist es nicht wert.“

„Das wird von seinem Gehorsam abhängen. Es könnte eine Belohnung sein.“

Theodor verfolgte das Gespräch und beinah hätte er gelächelt. Doch er wollte den Beamten nicht misstrauisch machen. Er ahnte aber, dass Neville keine Demut von ihm fordern würde. Der Beamte zuckte unterdessen mit den Schultern und holte ein Formular heraus, in das er Theodors Daten eintrug, die dieser ihm leise nannte.

„Wie lange soll er täglich arbeiten? Normal sind 18 Stunden.“

Neville schnaubte, während Theodor seine ganze Selbstbeherrschung brauchte, um nicht zusammenzuzucken. Er hatte nicht mit solch harten Bedingungen gerechnet und fragte sich wie Neville reagieren würde.

„Das ist zu lange. Er hat Oma und mir 12 Stunden zur Verfügung zu stehen. Das ist genug, ich wünsche dass er ausreichend Schlaf bekommt und etwas Zeit für sich hat. Sonst kann er die Erwartungen nicht erfüllen, die ich in ihn setze.“

Hämisch grinsend trug der Beamte das ein. Neville zwinkerte unterdessen Theodor beruhigend zu und der Slytherin würde sich bedanken, indem er ordentlich arbeitete und alles tat, was von ihm verlangt wurde.

„Theodor steht eine grundmedizinische Versorgung zu, damit er arbeitsfähig bleibt.“

Bei dem Namen hatte der Beamte demonstrativ auf das Pergament gesehen, um zu demonstrieren, wie unwichtig er in seinen Augen war.

„Außerdem steht ihm ein Lohn von 1 Knut pro Wochentag und 10 Knuts für Sonn- und Feiertage zu. Strafen für Ungehorsam sind ganz in Ihr Belieben gestellt, Mr. Longbottom. Das einzige, was Sie nicht dürfen, ist ihn töten.“

„Das ist mir klar.“

Neville musste sich beherrschen, um nicht ausfallend zu werden und war froh, als ihm der Beamte endlich das Formular zur Unterschrift vorlegte. Schnell setzte er seinen Namen darunter und reichte die Feder dann an Theodor weiter. Dieser zögerte kurz, wusste aber, dass ihm keine andere Wahl blieb und unterschrieb das Pergament. Lieber wollte er Neville dienen, der versprochen hatte ihn gut zu behandeln, als jemand Fremdem, der ihn mit Sicherheit gequält hätte. Nun lag sein weiteres Schicksal in den Händen des Gryffindors und als dieser nun aufstand und, nachdem er dem Beamten die Hand gegeben hatte, zur Tür ging, folgte Theodor ihm in respektvoller Haltung.

Draußen wurde der Hass nun von Spott abgelöst, was für den Slytherin auch nicht einfacher zu ertragen war. Doch er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, egal was ihm entgegen geschleudert wurde. Endlich hatten sie die Kamine erreicht und flohten zurück nach Hause. Dort erwartete Nevilles Großmutter sie bereits und Theodor schlüpfte in die Rolle des gehorsamen Hauselfen, indem er Neville den Umhang abnahm und diesen wegbrachte.

„War es sehr schlimm, Neville?“

Wie immer hielt Augusta Longbottom nichts davon, sich mit höflichen Phrasen aufzuhalten.
„Schlimm ist kein Ausdruck! Es war grauenvoll….“, eine leise Stimme unterbrach ihn.

„Ich habe es verdient. Ich …. kann…niemals genug danken…. dass du“, der Slytherin zuckte zusammen „…vergeben Sie mir bitte, dass Sie mir helfen.“

Zitternd erwartete er, dass Neville ihn für diesen Versprecher bestrafen würde, doch nichts dergleichen geschah.

„Du hast nie etwas getan, womit du eine solche Behandlung auch nur im Entferntesten verdienen würdest. Was hast du, Theodor?“

Mit einem Blick auf den zitternden Slytherin unterbrach er sich und sah diesen fragend an.
„Ich…erwarte….meine Bestrafung.“

Neville riss die Augen gekonnt auf.

„Wofür denn? Du hast nichts gemacht um zu verdienen, dass ich dich bestrafe.“

„Ich habe den schuldigen Respekt fehlen lassen. Ich darf Sie…nicht duzen.“

„Ach das meinst du, Theodor, vergiss es. Das sollte dir nur nicht rausrutschen wenn du in der Öffentlichkeit bist.“

Dankbar sah der Slytherin zu Neville hinüber und der lächelte. Augusta Longbottom räusperte sich:
„Egal wie Neville oder auch ich in der Öffentlichkeit mit dir umgehen, Theodor, es ist niemals ernst gemeint. Denke bitte immer daran.“

„Werde ich Mrs. Longbottom. Ich habe ohnehin mehr Glück, als ich verdiene.“

Es klingelte und der Slytherin besann sich auf seine Pflichten. Er öffnete die Tür und ließ Hermine herein, die ihn freundlich begrüßte. Die Gryffindor wunderte sich über das Benehmen des Slytherins.
„Was hat Theodor?“, wandte sie sich an Neville.

„Ich habe ihn als Hauselfen aufgenommen, damit…..“, Hermine unterbrach ihn.

„Du hast waaas?“

„Es war meine Entscheidung darum zu bitten. Ich hätte sonst die Wahl gehabt zwischen verhungern und gequält werden.“

Theodors leise Stimme ließ sie herumfahren.

„Theodor, hol bitte Kürbissaft und Gebäck.“

Sofort eilte der davon und kam wenig später mit den Sachen zurück. Er bediente die drei zuvorkommend und zog sich dann in eine Ecke zurück. Neville schnippte mit dem Zauberstab und ein weiteres Glas kam angeflogen. Er fing es auf und goss es voll.

„Komm her, Theodor.“

Verwirrt kam dieser näher.

„Ich möchte, dass du hier sitzt und mit uns plauderst. Ich weiß, dass das Ministerium das nicht gut finden würde, aber ich will es so. Nur außerhalb dieses Grundstückes musst du dich wie ein Hauself verhalten.“

Theodor tat wie ihm geheißen und Neville lächelte, ehe er zufrieden weitersprach.
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