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Lernen zu Vertrauen

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18
22.06.2018
18.07.2018
12
16.490
4
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26 Reviews
Dieses Kapitel
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22.06.2018 720
 
Fortsetzung zu :   https://www.fanfiktion.de/s/5b27eb6b000813ce2b91043a/1/Gewitter



Prolog



"Jungs - ihr kommt zu spät, wenn ihr jetzt nicht aufsteht!"

Lainie Jensen stand vor der verschlossenen Zimmertür ihrer beiden Söhne Clay und Justin. Nicht zum ersten Mal verfluchte die junge Mutter es, das Clay eine Verriegelung an die Innenseite seiner Zimmertür angebracht hatte. Und nun würden Clay und Justin vermutlich zu spät zur Schule kommen, wenn sie sich nicht beeilen würden. Lainie wartete einige Sekunden, ehe sie erneut an die Tür klopfte und von innen ein Murren hörte.

"Es kommt nicht gut, wenn ihr unentschuldigte Fehlstunden,  so kurz vor den Ferien habt - ich gebe euch Zehn Minuten, dann kommt ihr bitte runter zum Frühstücken", sagte Lainie noch und setzten ihren Teenager Söhnen eine Deadline. Anschließend trat sie von der Zimmertür weg und machte sich wieder auf den Weg nach unten.

Sie wollte nicht das weder Justin noch Clay, so kurz vor den anstehenden Ferien unentschuldigte Fehlstunde bekommen würden. Als verantwortungsvolle Mutter, machte sie sich Sorgen um die Zukunft und da Justin die kleine Familie vor kurzem komplett gemacht hatte, wollte sie nicht das irgendetwas seine beruflichen Chancen verringern würde.

"Sie werden schon runter kommen Lainie", sagte Matt Jensen, der gerade das jüngste Mitglied der Familie, Cynthia in die Pre-School gebracht und hängte den Autoschlüssel zurück an das dafür vorgesehene Schlüsselbrett.
"Das gleiche hast du gestern gesagt - ich freue mich auf das kommende Wochenende", erwiderte Lainie und ging dann zum Esszimmer hinüber, um sich an den gedeckten Frühstückstisch zu setzen und ihren Kaffee weiter zu trinken. Matt folgte ihr wenige Sekunden später und hatte den letzten Satz seiner Frau mitbekommen.
"Hast du es den Jungs schon gesagt, die Pläne fürs Wochenende?", wollte Matt wissen, als er sich auf dem Platz neben seiner Frau niedergelassen hatte.
"Noch nicht, ich hatte so viel um die Ohren, aber bei der nächsten Gelegenheit werde ich es ansprechen. Hast du die Tickets schon gebucht?", forschte Lainie nach.
"Natürlich habe ich das  - hörst du sind sie aufgestanden", erwiderte Matt und man konnte von der oberen Etage das öffnen und schließen der Türen hören. Das bedeutete also das die beiden Jungs wach sind.


"Warum bist du überhaupt so früh auf Justin?"
Clay Jensen lag noch in seinem Bett und blinzelte seinen neuen Adoptivbruder verschlafen an. Ja, Clay hatte durchaus mitbekommen, dass seine Mom vor einigen Minuten an der Zimmertür geklopft hatte. Aber Clay konnte und wollte sich absolut nicht dazu durchringen, auf zu stehen und sich für die Schule fertig zu machen.
"Es gibt Frühstück Jensen - und deine Mom macht ein wunderbares Frühstück", immer noch war es für Justin schwer, Lainie und Matt mit Mom und Dad an zu sprechen - er beließ es erst einmal bei den Vorname der beiden. Eine weitere Sache auf die der Schüler sich freute, war das Frühstück das es jeden Morgen gab.

"Toll - ich bin so müde und du freust dich auf das Frühstück", murmelte Clay und lies seinen Kopf wieder ins Kissen senken. Natürlich konnte der Jensen verstehen, das Justin sich über etwas - für ihn absolut normales - wie ein tägliches Frühstück freuen konnte - aber er selbst war einfach zu müde.
"Wenn du ständig bei Tony abhängst und ihr bis tief in die Nacht an einem ´Projekt´ arbeitet . ist es dein eigenes Pech - ich geh jetzt ins Bad", sagte Justin und lies den Morgenmuffel im Zimmer zurück.

Bei dem Projekt, zu welchem Clay sich ständig mit Tony treffen musste, handelt es sich eigentlich um eine Suche nach dem Problem mit Tyler Down. Nach dem Schulball konnte Clay ihn davon abhalten einen Massaker an zu richten und Tony war vorbei gekommen, um Tyler in Sicherheit zu bringen. Nun suchten sie gemeinsam nach einer Lösung wie sie dem Mobbingopfer helfen konnten. Justin selbst hatte Tyler seit dieser Nacht nicht mehr gesehen und auch wenn Clay ihm angeboten hat, mit zu kommen um zu helfen, bisher hatte Justin es immer abgelehnt. Es gab momentan wichtigeres, um das er sich kümmern musste.

Den Stoff zu bekommen, nachdem sein Körper so sehr verlangte, war nur einer der vielen Punkte auf seiner Liste - ganz weit oben stand jedoch, sich in die neue Situation ein zu finden - die für Justin jeden einzelnen Tag ungewohnt war.
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