Demon on a mission

von XaraX
GeschichteMystery, Übernatürlich / P16
21.06.2018
18.01.2019
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Kapitel 1:



„Ich kann dir geben was du willst“, hauchte sie leise und verführerisch, nur wenige Zentimeter von dem schwitzigen Gesicht des Mannes entfernt.
„Du bekommst 10 Jahre von mir.  Wundervolle, lange 10 Jahre und alles, was ich danach von dir haben will ist deine kleine Seele. Na, wie klingt das für dich?“
Mit einem Finger strich sie sachte seine Brust entlang und beobachtete wie ihr Gegenüber kurz ins Stocken kam, als hätte sein Herz einen Moment ausgesetzt, aber schließlich nickte er zögerlich.
„Okay.. ja.. Ich mache alles, nur erfüll mir meinen Wunsch! Bitte!“
Kaum merklich kniff die Dämonin die Augen zusammen.
Natürlich. Es war doch immer das Gleiche mit diesen Kerlen.  
‚Bring meine böse, ehebrecherische Frau für mich um‘
‚Lass mich aussehen wie Brad Pitt‘,
'Gib mir soviel Geld, dass ich niemals alles davon ausgeben kann‘

All das war nur ein kleiner Auszug von dem, womit sie sich den lieben langen Tag, immer wieder aufs Neue, herumschlagen musste.
Und dabei musste sie nicht einmal hart verhandeln, die meisten willigten bereits nach wenigen Minuten in einen Deal ein. Manchmal zweifelte sie sogar, ob sie ihr überhaupt richtig zuhörten und verstanden, welchen Preis sie für diese lächerlichen Wünsche zahlen würden.

Die meiste Zeit widerte ihr Job sie an, sie hatte nichts für diese Menschen übrig und ihr Rumgeheule ging ihr mächtig auf den Keks.
Aber es war eben auch ein leicht zu erledigender Job, bei dem sie sich nicht einmal die Hände schmutzig machen musste, im Gegensatz zu vielen ihrer dämonischen Kollegen. Und verdammt, sie wusste wie man das hier erledigte! Sie hatte es wirklich drauf Seelen im Rekordtempo einzusammeln.
Einen Großteil ihres Erfolges machte wohl schon ihr Anblick aus. Die langen Beine, ihr seidiges dunkles Haar, das in perfekten Wellen über ihre schmalen Schultern fiel und die vollen roten Lippen machten sie rein optisch bereits zur perfekten Kreuzungsdämonin.
Dann war da noch ihr natürlicher Charme, ihre Schlagfertigkeit und nun ja, die Tatsache, dass die menschliche Rasse einfach schwach war.
Diese erbärmlichen Geschöpfe verschwendeten in der Regel nie auch nur einen einzigen Gedanken an die Konsequenzen, alles wofür sie sich interessierten waren Macht und gutes Aussehen, Sex oder Geld.
Um das zu bekommen würden sie alles tun. Selbst in die Hölle schreiten.
„So soll es sein“, erwiderte sie nun endlich „da wäre nur noch eine letzte Sache.“
Ihr Gegenüber schien verwirrt und wollte nachfragen, doch sie ließ einfach ihre Lippen auf seine gleiten und erstickte damit jeglichen Protest.
Wenige Sekunden, in denen er ironischerweise im siebten Himmel zu sein schien, dann löste sie sich wieder von ihrem jüngsten Opfer.
Ihre Arbeit hier war erledigt, der Deal zwischen ihnen war besiegelt.
Ohne den Mann eines weiteren Blickes zu würdigen, wandte sie sich von ihm ab und ließ ihn auf der verlassenen Kreuzung zurück.




Sie schlenderte eine Weile einfach nur die dunkle Landstraße hinunter, ohne ein Ziel zu haben, als sie plötzlich etwas hinter ihr wahrnahm.
„Cara, meine Liebe“, erklang eine leider vertraute Stimme.
„Crowley.“
Betont langsam drehte sie sich zu dem Mann im Anzug um.
„Was verschafft mir die Ehre, du bist doch nicht hier um mir bei der Arbeit zuzusehen, oder?“
„Oh ich schätze deine Arbeit durchaus, du bist schließlich eine meiner Besten“, säuselte er zunächst, wurde dann aber deutlich ernster „Ich bin hier, weil ich einen Auftrag für dich habe.“
Nun das war doch mal interessant, Cara horchte auf.
„Was für einen Auftrag?“
„Ich möchte, dass du zu den Winchesters gehst. Häng dich an sie ran, behalt sie ein bisschen im Auge, sorg dafür dass sie nichts anstellen.“ Crowley zuckte die Achseln, er ließ es wie eine kleine Gefälligkeit klingen, als würde sie ständig so etwas für ihn machen.
Dies war definitiv nicht der Fall.
Und Crowley war auch nicht der Typ der um Gefallen bat, er gab lediglich Befehle und wer den Fehler machte diese nicht zu seiner Zufriedenheit schleunigst zu befolgen, machte ihn garantiert zum letzten mal.
„Die Winchesters“, fragte Cara erst einmal vorsichtig nach „Ist einer von ihnen nicht schon mit einem Bein in der Hölle? Warum sich noch mit ihnen beschäftigen?“
Natürlich hatte sie schon von den Winchester Brüdern gehört, das hatte mittlerweile wohl jede Kreatur in der Unterwelt.
Genauso wie jeder wusste, dass einer von ihnen auf einen Deal eingegangen war und seine Zeit auf der Erde sich rasant dem Ende neigte.
Zu schade aber auch, dass es ihr selbst nicht gelungen war diesen Deal abzuschließen, das hätte ihr sicherlich einige extra Pluspunkte verschafft.
„Weil“, begann Crowley derweilen „ich diesen beiden nicht vertraue. Ich will sicher sein, dass alles nach Plan verläuft und Dean Winchester genau da landet wo er hingehört, das ist von äußerster Wichtigkeit. Außerdem“, jetzt wurde seine Stimme schon etwas lauter und es schwang ein gefährlicher Unterton mit „haben diese zwei unserem Geschäft schon mehr als genug Schaden zugefügt, ich will dass sie meine verdammten Dämonen in Ruhe lassen!“
Die Brüder hatten in ihrer Jägerlaufbahn schon so einigen ihrer Kollegen das Leben gekostet, somit war es wohl vermutlich doch nicht so schlecht, dass sie bisher nicht von ihnen beschworen wurde, überlegte Cara. Zumal in letzter Zeit vermehrt Kreuzungsdämonen dran glauben mussten, gewiss in dem verzeweifelten Versuch einen Ausweg aus dem Deal zu finden.

Eine ganz andere Frage drängte sich der hübschen Dämonin hier jedoch auf: warum sie? Warum kam er damit plötzlich zu ihr? Dies war fernab ihres üblichen Aufgabenbereiches.
Crowley schien ihre Gedanken zu erahnen und nickte wissend. „Ich habe bereits in den letzten Wochen einige meiner Lakaien auf sie angesetzt, nur ist davon niemand zurückgekehrt. Und da wir derzeit leider gezwungen sind, uns an die Bedingungen des Deals zu halten und sie nicht einfach ausschalten können, wird es Zeit für etwas anderes.“
Das klang beinahe etwas unheilvoll, befand Cara, sie verzog aber keine Miene und hielt seinem aufmerksamen Blick stand. Die Rädchen in ihrem Kopf begannen zu arbeiten.
Mal davon abgesehen, dass Crowley in der Rangordnung viel weiter über ihr stand und ihr damit theoretisch nicht wirklich eine Wahl gegeben wurde, war dies doch auch eine echte Chance für sie.
Ein echter Auftrag, der sie weg von der Straße und all dem jammernden Abschaum bringen könnte, bei dem sie zeigen konnte was in ihr steckte und der sie vielleicht, mit ganz viel Glück, endlich einen Rang aufsteigen ließ.
So wie es aussah, hatte sich Crowley etwas für sie überlegt und sie vertraute durchaus auf ihre eigenen Fähigkeiten.
Vorausgesetzt sie hatte also einen Plan an den sie sich halten konnte und ging nicht leichtsinnig an die Sache heran, wie schwer konnte es da bitte sein ein wenig den Babysitter für zwei gewöhnliche Menschen zu spielen?
„Also schön“, Cara reckte ihr Kinn in die Höhe, ein Hauch Aufregung stieg in ihr auf „wo kann ich die Winchester Brüder finden und was genau soll ich tun?“




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Hey ihr Lieben,
ich konnte nicht widerstehen, meine Faszination/Obsession mit Supernatural ist aktuell mal wieder auf einem Höhenflug und diese Story wollte unbedingt von mir geschrieben werden.

Zeitlich befinden wir uns etwa Mitte/Ende der dritten Staffel &
natürlich habe ich keinerlei Rechte an der Serie und verdiene hiermit auch kein Geld.
Wäre ja auch zu schön ;)
Für Kritik, positiv sowie negativ, bin ich jederzeit zu haben! Wäre toll eure Gedanken hierzu zu hören.
Viel Spaß beim Lesen!


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