Dead Man's Questions: Juicy

OneshotAllgemein / P12
OC (Own Character) Stands Yoshikage Kira
21.06.2018
21.06.2018
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Irgendwo in einem Kaff in Japan, stand die Tür eines Mörders offen. Er hatte gerade erst angefangen zu morden. Er hatte klein angefangen und wollte sich dann wohl zu schwierigeren Zielen hocharbeiten. Er kam allerdings nicht weit, da er von einem Geist besucht wurde. Kurz nachdem er sein erstes und einziges Opfer, ein siebenjähriges Mädchen, getötet hatte. Nun lagen seine Überreste verteilt in der Küche herum. In Mitten des Chaos stand der Geist, zufrieden mit seiner Arbeit.
„Hätten wir das auch erledigt“, murmelte er erleichtert zu sich selbst. Der Kerl hatte einfach wie am Spieß geschrien, als er in die Wohnung eingedrungen war. Und wenn Yoshikage Kira eine Sache nicht leiden konnte, dann war es Unruhe. Er beugte sich zur zerstückelten Leiche hinunter und wollte gerade die Seele dieses Bastards an sich nehmen, als er hinter sich Schritte hörte. Er ließ sich allerdings davon nur kurz ablenken und sammelte die Seele sogleich ein.
Doch nun stand eine zweite Person in der Wohnung. Sie trug lediglich eine schwarze Robe, die ihren ganzen Körper verdeckte und eine Totenkopfmaske, die ihr Gesicht verbarg. „Tja“, sagte die Person, als hätte sie ihn angesprochen: „Ich bin wie immer stets unpünktlich. Aber scheinbar hast du mir die Arbeit abgenommen.“ Kira richtete sich nun wieder auf und sah gelassen zur Person. „Ich schätze, wer zuerst kommt, malt zuerst“, merkte er wie beiläufig an und fügte dann noch hinzu: „Aber was willst du nun tun? Jetzt, da ich deinen „Auftrag“ vermasselt habe.“ „Ich war doch nicht wegen diesem Vollidioten hier“, lachte die Person, während sie sich an den kleinen Küchentisch saß. „Ich bin wegen dir hier, Yoshikage Kira“, verkündete die Person und zeigte auf Kira.

Dieser saß sich nun am Tisch. Es war zwar nie seine Art gewesen, sich auf so etwas einzulassen. Aber wenn schon jemand wegen ihm gekommen war, wieso ihm nicht erst zuhören? Umlegen konnte er die Person später immer noch. „Um eine Sache vorwegzunehmen“, begann die Person mit ihm zu verkünden: „Du bist mehr oder weniger aus deinem Dienst entlassen.“
Kira's Augen weiten sich vor Unglauben. Wie konnte die Person einfach so über seine Zufriedenheit entscheiden? „Aber bevor du mir gleich den Kopf weg ballerst kommt jetzt der gute Teil“, merkte die Person ihm an, fast so als hätte sie ihm die schlechte Laune angemerkt: „Du wirst heute etwas wiederbekommen, was du verloren hast. Und oben drauf wirst du ein freier Geist sein.“
„Was meinst du mit frei?“, fragte Kira ihn nun wieder ruhig geworden: „Ich bin es doch schon längst.“ „Eben nicht. Du hast dich zu stark an eine Person gebunden. Ich meine, hast du jemals darüber nachgedacht hingehen zu können, wohin du willst?“ „Auch in dieser Zwischenwelt gibt es Regeln, an die wir uns halten müssen“, seufzte Kira.
„Das glaubst du nur“, klärte die Person ihn auf. „Aber nun zum wichtigen Teil“, unterbrach die Person sich selbst und fuhr dann fort: „Versuch mal richtig tief in dich zu gehen. Du solltest dort etwas sehen. Wenn du es siehst, ruf es. Schrei innerlich nach es.“ „Und nach was genau soll ich deiner Meinung nach Ausschau halten?“, fragte Kira, wobei er schon ihm Begriff war seine Pistole zu zücken. „Das wirst du merken, wenn du es sieht“, antwortete ihm die Person und fügte noch hinzu: „Und die Pistole lass mal lieber stecken. Wir wollen ja nicht die Nachbarn alarmieren.“ Kira stockte kurz, ließ die Waffe dann aber in seinem Holster stecken, schloss seine Augen und versuchte ihn sich zu gehen.

Zunächst sah er nur Leere. Nach kurzer Zeit erschien ihn in weiß leuchtender Schrift ein Name. Sein Name. Er versuchte noch tiefer in sich zu gehen. Er sah dabei nichts, was ihn dazu veranlasst hätte danach zu rufen. Seine Waffe, die Silhouette der Priesterin, eine Pflanze, mehrere Menschen die er nicht kannte, Silhouetten einiger seiner Ziele. „Schon was gefunden?“, fragte die Person, während sie aufgestanden war und in der Küche auf und ab ging.
Kira wollte als Antwort den Kopf schütteln und es weiter versuchen, als er schließlich die Silhouette einer Gestalt sah die ihm auffiel. Sie war weder Mensch noch Geist, aber war diese auch ein Teil von ihm. Sie schien schon eine lange Zeit nur dazustehen und auf ihn zu warten. Kira öffnete sogleich seine Augen und sagte ihren Namen: „Killer Queen.“
Da erschien die Gestalt auch sogleich neben ihm und die Person drehte sich zu ihm um. „Sehr schön, dass du deine Kraft wiedergefunden hast“, sagte sie, während sie in die Hände klatschte: „Aber jetzt brauchen wir noch einen Härtetest.“ Ehe die Person noch etwas sagen konnte, war Killer Queen vor geschnellt und hatte die Maske der Person berührt.

„Ich konnte mich tatsächlich nicht mehr an mein Leben als Mensch erinnern“, sagte Kira, während er aufstand und in Richtung Tür ging: „Aber nun weiß ich wieder, wer ich bin. Ich bin Yoshikage Kira, ich wollte ein ruhiges Leben erreichen und bin daran gescheitert. Nun werde ich ein ruhiges Unleben anstreben. Und du wirst mir dabei nicht im Weg stehen.“
Killer Queen drückte wie auf einen stummen Befehl den Daumen gegen seinen geschlossenen Zeigefinger und die Maske der Person schien zu explodieren. Glas und Möbel flogen von der Explosion in Schwingung versetzt durch die Luft. Die Person taumelte nach hinten. Kira dachte eigentlich, dass diese Person hätte explodieren müssen. Offenbar waren ihm die Limitierungen seiner „Kraft“ immer noch nicht vollends bewusst. „Sehr schön“, lachte die Person, während sie versuchte, ihr Gleichgewicht wieder zu erlagen: „Diesen Teil des Härtetest hätten wir also schon mal hinter uns gebracht.“ Als sie die Gestalt wieder aufrichten konnte, stellte Kira fest, dass die Maske unbeschädigt war. Aber nun fiel ihm auf, dass es in den Blutpfützen blubberte.
Es schien so, als würde im Blut etwas leben. Bevor Kira die Wohnung verlassen konnte, schossen dicke Bänder aus Blut auf Kira zu und hielten ihn fest. „Du bist hier nicht der Einzige mit einer Kraft, Yoshikage Kira“, merkte die Person an, während sie auf ihn zuging. „Wie nennst du diese Kraft? Killer Queen? Nun, der Fairness halber, werde ich dir auch den Namen meiner Kraft verraten: Juicy!“

Kira seufzte. „Was wolltest du damit bei mir erreichen?“, fragte Kira nun sichtlich gereizt. „Ich will, dass du mir den Frieden im Kampf bescherst“, offenbarte ihm die Person: „Jetzt, da du wieder einigermaßen wissen solltest, wer du bist.“ Killer Queen schlug sogleich auf die Person mit schnellen Schlägen ein. Aber alle wurden von den Bändern aus Blut abgewehrt. Schließlich schlang sich ein Band um Killer Queens Arm und schien in diesen zu stechen. Kira zuckte dabei auf, als er den Schmerz in seinem Arm bemerkte. Genau dort, wo Killer Queen gestochen wurde. Nun holte Juicy zum Gegenangriff aus. Die Bänder durchstießen Killer Queen als wäre es nichts. Zeitgleich ließen die Bänder auch von Kira ab und er wurde aus der Wohnung geschleudert.
Auf der Straße rappelte sich Kira wieder auf und sah zur Wohnungstür hoch. Die Bänder kamen nun aus der Wohnung zu ihm runter geschossen. Doch konnte Kira ihnen gerade so ausweichen. Die Bänder schossen allerdings weiterhin auf Kira zu und kurz darauf hatten sie ihn eingekreist. „Das war es?!“, rief die Person von der Wohnungstür hinab: „Von einem Mörder, der so lange unentdeckt bleiben konnte, hatte ich mir eigentlich mehr erhofft!“ Kira sah sich um, ob irgendwelche Geister von Gegenständen in der Nähe waren. Allerdings fand er keine. Nun hatten ihn die Bänder wieder umschlungen und begannen ihn zu stechen. Kira keuchte vor Schmerz. Aber als er schon glaubte, sein Ziel erneut nicht erreicht zu haben, kam ihm ein Geistesblitz.

Killer Queen tauchte sogleich zuckend neben ihm auf und es versuchte die Bänder zu berühren. Doch jedes mal wenn es nah genug an sie ran gekommen wäre, zuckten sie einfach in eine andere Richtung, so dass sie für Killer Queens Berührung zu weit weg waren. Die Person stand nun vor ihm. „Scheinbar muss ich mich weiter erkundigen, um meinen Seelenfrieden zu finden“, seufzte die Person enttäuscht: „Nun gehe dort hin, wo ich hingehen werde, Yoshikage Kira.“
Die Bänder aus Blut zogen sich immer enger um Kiras Körper. Doch bevor er zerquetscht wurde, schaffte Killer Queen noch einen kleinen Teil eines Bandes zu berühren. Killer Queen drückte ab und die Bänder um ihnen explodierten. Kira wurde von der Explosion zunächst durch die Gegend geschleudert, dann prallte er allerdings gegen eine Wand. Als er sich verletzt aufrappelte, sah er zunächst an sich herab. Seine Kleidung war zerfetzt und er hatte überall Wunden. Aber diese würden bald wieder verheilt sein und das seine Kleidung zerfetzt war, würden nur den Wenigsten auffallen.
Dann sah er zu dem Platz, an dem vorher noch die Gestalt stand. Die Bänder aus Blut waren verschwunden. Und von der Person war nur noch die Maske übrig. Scheinbar hatte er sie nicht mitnehmen können. Kira seufzte: „Hier werde ich wohl leider keine Ruhe finden. Es wird Zeit, Morioh auf wiedersehen zu sagen.“ Als er denn letzten Satz aussprach, wurde er nostalgisch.
Er erinnerte sich an all die Zeit, die er damals gelebt hatte. Er erinnerte sich auch wieder an den Vorfall mit den Einwohnen und wie er zuerst von einem Krankenwagen überfahren und dann von vielen Händen ergriffen wurde. Er konnte nicht anders, als zu lächeln. Nun war es wohl doch an der Zeit gekommen, seine Heimat hinter sich zu lassen. Und so streifte ein gelegentlich mordender Geist durch Japan. Nun mehr auf der Suche nach der Ruhe im Unleben.
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