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Girls und Panzer: Modern Senshadō

von Ahzirr
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Erika Itsumi Maho Nishizumi Miho Nishizumi OC (Own Character) Saori Takebe Yukari Akiyama
21.06.2018
21.06.2019
3
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21.06.2018 4.552
 
Gefechtsgelände, mittags

In der Nähe waren Explosionen von Sprenggranaten zu hören. Mein Halbzug stand in einem Hinterhof. Ich stand auf der Wanne meines Leopard 2A6M der Kampfwertsteigerung 3 und schaute durch die Kommandantenluke zu meinem Richtschützen, welcher den Turm des Panzers nach rechts gedreht hatte. Aber wer bin ich.

Mein Name ist Alexander Fuchs, General der Landeinheiten der Republik-Baden-Oberschule und oberster Befehlshaber der Militärischen Zweige unserer schule. Ich war mit 1,81m knapp über dem Durchschnitt und mein Körper war sportlich gebaut. Bei Panzergefechten bin ich Panzerkommandant eines Leopard 2 Kampfpanzers, der deutschen Bundeswehr, der Ausführung A6M Kampfwertsteigerung 3, welche offiziell nie in der Bundeswehr zum Einsatz kam, allerdings von mehreren Rüstungsfirmen entwickelt wurde. Wodurch der Leopard eine verbesserte Unterbodenpanzerung, statt der 120mm-Glattrohrkanone L/55 eine 140mm-Glattrohrkonone des Typs NPzK-140 erhielt. Außerdem hatten wir das Abschussmodul für MILAN Panzerabwehrraketen, des Schützenpanzers Marders, so umgebaut, das es an der Turmseite des Leoparden angebracht werden konnte. Des Weiteren hatten wir auf dem Dach des Turms die FLW des Leopard UrbOp montiert, welches wir mit einem 40mmGranatmaschinenwaffe ausgestattet hatten und im Innenraum hatten wir an jedem Platz zwei Monitore eingebaut, somit wir immer aktuelle Taktische Karten hatten. Somit war unser Leopard gut für Gefechte gewappnet.

„Wie sieht’s jetzt aus?“, fragte ich Tobias, meinen Richtschützen und Kamerad seit Anfang der Schule. „Wird lustig. Der Gegner hat sich in diesem Haus hier verschanzt“, antwortete er mir und zeigte auf dem Tablet ein Luftbild eines Hauses. „Wo sind die anderen?“, fragte ich weiter. „die Schützenpanzer und die Panzergrenadiere sind hier in Stellung gegangen“, antwortete er mir wieder und zeigte auf der Taktischen Karte die Positionen. „Gut, wir werden das feindliche Feuer hier und hier auf uns Lenken. Die Panzergrenadiere sollen dann von hier durchstoßen. Durch schweres Deckungsfeuer der Marder unterstützt“, gab ich mehrere Befehle und tippte auf meinem Tablet die Befehle in die Taktische Karte ein. Anschließend sprang ich auf meinen Platz im Panzer. „Marco, kommen“, funkte ich meinen Vize-Kommandanten an. „Was gibt’s?“, kam eine Antwort. „Hast du den Plan bekommen?“, fragte ich ihn. „Positiv, sind bereit für den Angriff, warten nur noch auf deinen Befehl“, bestätigte er mir seine Bereitschaft. „Gut, dann geht in Position, sobald wir ihr Feuer auf uns gelenkt haben, greift ihr an“, gab ich die letzten Anweisungen. „Alles klar sind bereit“, antwortete er mir. „So alle man die Panzer besetzen. Es geht los“, rief ich den Besatzungen der anderen Panzer meines Halbzuges zu. Die sechs Kampfpanzer starteten ihre Motoren. Neben meinem Leopard 2A6M, standen noch zwei Leopard 2A5 der Kampfwertsteigerung 2, zwei Leopard 2A7 Kampfpanzer und ein Leopard UrbOp in der Gasse. „Langsam vorrücken“, befahl ich meinem Panzerzug und die sechs Panzer setzten sich langsam in Bewegung. Das Rattern unserer Ketten hallte durch die Gassen der Ortschaft. Kurz bevor wir ins Sichtfeld unseres Gegners kamen hielten wir und der UrbOp rollte voraus. „Martin, gib ihnen noch eine Chance das hier ohne Gefecht zu beenden“, funkte ich an den Kommandanten des für urbanes Gelände optimierten Panzers. „Jawohl“, antwortete er mir und schaltete die Außensprechanlage ein. „Achtung, wir geben euch noch eine Chance, die Waffen nieder zu legen und euch zu ergeben. Ansonsten werden wir das Gebäude stürmen“, hallte aus den Lautsprechern durch die Gassen. Kurze Zeit war Stille. „Herr General, da tut sich nichts“, stellte Claire fest. Die Kommandantin eines der 2A5. „Was du nicht sagst. Habe ich auch nicht erwartet, aber wollte es mal versuchen“, antwortete ich ihr. „Aber dann eben doch auf die harte Tour. Alle man bereit zum Gefecht“, befahl ich den anderen und zog zeitgleich meine Kommandantenluke zu. „Martin, du Claire und Andy fährt an der nächsten Kreuzung gerade aus und nehmen dann die Übernächste, die anderen beiden Folgen dem Führungspanzer. „Verstanden“, klangen die Antworten von allen Kommandanten. „Gut dann los“, gab ich das Zeichen zum Start. Wir rollten wieder langsam vorwärts und bogen in die Straße ein, die genau auf das Haus führte, in dem sich unser Gegner verschanzt hatte. „HE-Granaten laden“, funkte ich an meinen Panzerzug und alle bestätigten den Befehl. Unser Gegner hatte sich in einem freistehenden Gebäude, mit Gärten auf allen vier Seiten verschanzt. Sie hatten Schützenlöcher ausgehoben und MG-Stellungen mit Sandsäcken errichtet. Des Weiteren hatten sie mehrere Abschusssysteme für Milan 3 Panzerabwehrraketen aufgebaut. Bewaffnet waren sie mit G36K Sturmgewehren, dem Nachfolger des G3. Das G36K war kürzer und kompakter als das Standard G36 und so besser für enge Kampfräume geeignet. Ihre Maschinengewehrschützen waren mit MG3´s ausgestattet. Einer Weiterentwicklung des legendären MG42 der deutschen im Zweiten Weltkrieg. Mit 1200 Schuss pro Minute ein wahrer Alptraum für jeden Infanteristen. Als Zusatzausrüstung hatten sie noch die 40mm-Granatpistole und Mp7-Maschinenpistolen als Ersatzwaffen. Die Jungs und Mädchen unseres Gegner Teams saßen entweder in ihren Schützenlöchern oder im Gebäude und unterhielten sich. Die Stimmung war ziemlich locker bei ihnen, da sie zwar einen Angriff von uns erwarteten, allerdings dachten sie wir wären noch nicht bereit. Einer ihrer Wachposten lag in einer der Sandsackstellung und las ein Buch. Immer mal wieder schaute er sich mit seinem Fernglas um, ob er irgendetwas sah. Doch noch konnte er uns nicht ausmachen. Unsere Panzer rollten indes langsam aus ihren Stellungen auf die Straße. Wir visierten unser Ziel an. In diesem Moment schaute der gegnerische Wachposten sich wieder um und erblickte unsere Panzer. „Verdammt, Feindkontakt“, brüllte er durch die Stellungen und seine Kameraden schraken auf. Die Jungs die gerade noch gemütlich herum saßen sprangen nun hektisch in ihre Schützenlöcher. Doch es war zu spät. „Feuer“, befahl ich meinem Panzerzug und die sechs Leopard 2 Kampfpanzer eröffneten das Feuer. Die erste Granate meines Panzers flog durch ein Fenster hinter dem ein Milansystem stand. Die beiden Systembediener flogen durch die Luft. Die Granate eines der anderen Leoparden traf die Hauswand, aus der auch sogleich große Stücke gesprengt wurden. In den ersten Sekunden waren unsere Gegner für uns ein leichtes, doch nun begannen sie mit einem Gegenangriff. Die Maschinengewehre ratterten und die leeren Hülsen der Sturmgewehre fielen nur so zu Boden. Natürlich konnten die Geschosse ihrer Gewehre unseren Panzern nichts antun und deshalb rückten wir immer weiter auf das Gebäude vor. Ich beobachtete die Bewegungen unserer Gegner mit meinem Kommandantenperiskop. Ich sah wie einer der Jungs eine Milan 3 Rakete auf uns ausrichtete. „Achtung, Rakete“, brüllte ich. Und unser Gegner betätigte den Auslöser der Panzerabwehrwaffe. Von einem Feuerschweif verfolgt flog die Rakete auf meinen Panzer zu. Doch mein Fahrer reagierte schnell und manövrierte das tonnenschwere Kampffahrzeug hinter eine Mauer in Sicherheit. Unseren Panzer verfehlte die Rakete nur um wenige Zentimeter, dafür traf sie allerdings den Leopard 2A5, welcher sich hinter meinem Panzer befand. Dort entfaltete die Tandemhohlladung der Milan ihre volle Wirkung. Der Rauch verzog sich und die weiße Flagge klappte aus dem Panzer heraus. „Herr Oberkommandant, Martin und Andy sind raus“, funkte Claire mich an. „Verdammt“, fluchte ich. „Verstanden, wie sieht’s bei dir aus. “, antwortete ich ihr dann auf ihren Funkspruch. „Nicht gut. Zwar ist ihre verdammte Milan nicht mehr zu gebrauchen, allerdings haben sie mir die Optiken zerschossen. Wir sind hier also fast blind“, erklärte sie mir ihre Lage. Zwar konnten die MGs und die Turmgewehre der Panzerung und der Besatzung eines Panzers nichts anhaben, allerdings, konnten sie schon einigen Schaden bei den Optiken der Panzer anrichten und ohne die Optiken konnte eine Besatzung weder zielen noch aufklären und war somit so gut wie nutzlos. „Verstanden, versucht was ihr könnt“, beendete ich das kurze Gespräch und schaltete am Funkgerät den Kanal um. „Marco, hoffentlich seid ihr schon am Gebäude“, funkte ich meinen Vize-Kommandanten an.

Marco stand mit seinem Trupp bereits auf der anderen Seite de Gebäudes. „Was ist das den für eine Frage. Glaubst du wir verspäten uns? Natürlich sind wir bereits am Haus“, fragte er sarkastisch zurück. „Gut, wir halten hier nämlich nicht mehr lange durch“, sagte ich ihm. „Verstanden, wir stürmen jetzt das Gebäude, wäre schön wenn ihr noch die Infanterie etwas ausdünnen könntet“, berichtete er mir seinen nächsten Schritt. „Alles klar, aber beeilt euch“, beendete ich den Funkverkehr. In der zwischen Zeit hatte einer von Marcos Männern eine Sprengladung an die Türe an der Rückseite des Hauses angebracht. Der Infanterietrupp ging in Deckung und Marco zählte wortlos mit den Fingern von drei abwärts. Die Sprengladung explodierte und die Tür flog aus dem Rahmen. Unsere Panzergrenadiere warfen mehrere Blendgranaten ins Gebäude und stürmten es dann anschließend. Die gegnerischen Infanterieschützen wollten sich ins Gebäude zurückziehen, doch als sie aus den Schützenlöchern kamen, wurden sie von unseren Flw´s und koaxialen Maschinengewehren niedergemäht. Die letzte MG-Stellung unseres Gegners wurde durch eine HE-Granate meines Leoparden vernichtet. Marcos Trupp stieß nur noch auf wenig Gegenwehr im Gebäude. Kurze Zeit nachdem sie das Gebäude betreten hatten, schalteten sie den letzten Mann unserer Gegner aus. Somit war das Gefecht gewonnen und die Übung beendet. Wir rückten zurück zum Bereitstellungsplatz. Während der Fahrt öffnete ich die Kommandantenluke meines Panzers und saß auf den Rand der Luke. Ich genoss den Fahrtwind und zog meine Trinkflasche aus der Halterung. Ich trank mit einem Mal die halbe Flasche leer und kippte mir den Rest über meinen Kopf, denn es war unglaublich heiß an diesem Tag, was wohl daran lag, dass es Sommer war und uns Schulschiff sich in der Nähe des Äquators befand.

Die Leoparden hielten auf dem Bereitstellungsplatz des Übungsgeländes und ich sprang vom Turm. „Also dann Panzer zurück in die Hallen und entladen. Wir besprechen die Übung dann morgen. Verstanden?“, gab ich meinem Panzerzug Anweisungen. „Ja, Herr Oberkommandant“, bestätigten sie mir im Chor. Unsere fahrbereiten Panzer fuhren ab und unsere Pioniere kamen um die zerstörten Panzer abzuholen. Zusätzlich kamen unsere Sanis um die ausgeschalteten Männer abzuholen. Wir schossen in Infanterie kämpfen mit relativ scharfer Munition, die nur betäubend wirkte, wenn man an den richtigen Stellen traf und tierisch weh taten, zwar gab es manchmal mittelschwere Verletzungen, allerdings waren diese selten. So dass die Munition die Infanteriekräfte nur ausknockten, manchmal nur einige Stunden, manchmal einige Tage, kam immer auf die Art des Treffers an. Es rollte ein Multi mit einem MuConPers an. Er hielt ebenfalls auf dem Platz und Marco und sein Team stiegen aus. Die Panzergrenadiere stellten sich in zwei Reihen auf. Marco kam zu mir. Marco war mit 1,75m etwas kleiner als ich, seine kurzen blonden Haare waren verschwitzt und seine Uniform war verstaubt. Auf den Schultern hatte er die Schulterklappe eines Oberstleutnants. Er war mein Vize-Kommandant bei den Landeinheiten und mein Adjutant bei den Militärischen Zweigen. „Herr Oberkommandant, Panzergrenadiertrupp vollständig angetreten“, meldete er und salutierte. Ich erwiderte den Salut und stellte mich vor die Jungs. „Also gute Arbeit, schnelles Einnehmen des Feindlichen Postens. Allgemein ebenfalls ein effektives Vorgehen. So will ich das sehen“, lobte ich die Grenadiere. „Danke Herr Oberkommandant“, erwiderten alle im Chor. „Wegtreten“, befahl ich und die Jungs salutierten und traten ab. „Marco, Respekt, dein Trupp hast du echt zu Recht geschliffen. Somit steht der nächsten Saison wohl nichts mehr im Wege“, sagte ich zu meinem Vize. „Danke“, antwortete er und zog sich sein schwarzes Barett auf. „Darauf trinken wir heute Abend“, sagte ich und schloss mein Auto auf, ein Eagle VI, ein leicht gepanzertes Aufklärungs- und Führungsfahrzeug, welches vor allem von der Bundeswehr eingesetzt wird. „Gerne, wenn du das Bier besorgst“, antwortete er lachend. „Keine Sorge, davon hab ich genug zuhause“, lachte ich zurück und öffnete die Fahrertür meines Fahrzeugs. „Also dann bis nachher“, sagte er noch, bevor er auch in sein Auto stieg, ein Geländewagen Wolf, dass Arbeitstier der deutschen Bundeswehr. Ich fuhr nach Hause und parkte mein Wagen in der Einfahrt. Meine Familie hatte ein relativ großes Haus auf dem Schulschiff. Es war in einem ziemlich modernen Design, mit vielen Schwingungen und viel Glas. Wir hatten auf der Terrasse auch einen großen Pool und von der Terrasse hatte man einen perfekten Blick über die Stadt, da das Haus außerhalb der Stadt auf einem Hügel lag. Es hatte eben Vorteile der Sohn der Direktorin und einer Großmeisterin im Senshadō zu sein. Ich schloss die Türe auf und ging in mein Zimmer. Ich zog meine Uniform aus und warf sie aufs Bett. Unsere Uniform bestand aus einem schwarzen Hemd, auf dem in weiß der Name auf der linken Brust stand und auf den Ärmeln das Schulwappen und die zugehörige Einheit aufgenäht waren. In meinem Fall war es der erste Kampfpanzerzug, allerdings war bei mir die Einheit in Gold geschrieben, da ich Oberkommandant war. Ich ging kurz duschen und zog mir anschließend kurze Hosen und ein lockeres T-Shirt an. Meine Mutter war zum Glück nicht da, da sie geschäftlich an irgendeiner anderen Schule war, welche allerdings unbedeutend für uns war. Ich setzte mich auf die Terrasse in einen Liegestuhl und las noch einige Taktiknotizen für die nächste Saison. Die Sonne brannte en diesem Tag wirklich unnachgiebig auf das Schulschiff herunter. Plötzlich riss mich die Türklingel aus meinen Gedanken. Ich ging zur Tür und öffnete diese. Vor mir stand ein Junge aus dem ersten Jahr, mit braunen kurzen Haaren. Er salutierte. „Herr Oberkommandant, Direktorin Fuchs möchte mit ihnen und Oberst Guderian sprechen. Sie sollen zu ihrem Büro kommen“, meldete er. „Und wann?“, fragte ich kurz. „Um 17:00 Uhr“, antwortete er. Ichseufzte. „Danke, noch etwas?“, fragte ich. „Nein, Herr Oberkommandant“, sagte er als Abschluss seiner Meldung und salutierte. Ich erwiderte den Salut und er trat ab. Ich schloss die Türe hinter mir. Ich ging zurück auf die Terrasse und schaute währenddessen auf meine schwarze Armbanduhr. Die Zeiger standen gerade auf 16:40 Uhr. „Na toll, das war’s wohl mit meiner Freizeit“ seufzte ich und sammelte die Notizen ein. Ich legte sie in meinem Zimmer auf den Schreibtisch und zog wieder meine schwarze Uniform an. Ich verließ gerade das Haus als Marco gerade mit seinem Geländewagen auf den Hof einbog. Ich blieb kurz stehen. Der Motor verstummte und Marco öffnete die Tür. „Wohin willst du denn?“, fragte er verwundert. „Besprechung mit meiner Mutter, du fährst“, sagte ich und öffnete die Beifahrertür seines Geländewagens. „Darf ich auch erfahren wegen was?“, fragte er verwirrt. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht mehr“, antwortete ich ihm. Er stieg auch wieder ein und das Fahrzeug setzte sich in Bewegung. Wir hielten vor dem Hauptgebäude unserer Schule und gingen in das große Gebäude. Die Gänge waren leer und es war still in der Schule. Wir kamen an einer edlen Holztür an, an der ein goldenes Schild, mit der Aufschrift „Direktorin“, hing. Ich klopfte. „Herein“, klang eine Frauenstimme aus dem Zimmer und ich öffnete die Tür. Wir traten ein. Meine Mutter saß an ihrem Schreibtisch und bearbeitete gerade einige Dokumente, aber sah nun zu uns auf. „Ah gut ihr seid da. Setzt euch doch“, sagte sie und zeigte auf die Stühle vor ihrem Schreibtisch. „Ich wusste gar nicht, dass du schon wieder zu Hause bist. Ich habe gedacht du bist noch bis nächste Woche unterwegs“, sagte ich, während ich mich auf den Stuhl setzte und meine Cap abzog. „Die Besprechungen gingen doch nicht so lange, wie wir gedacht haben“, antwortete sie mir und schloss nun die Mappe, welche sie gerade bearbeitet hatte. „Ich habe eine Bitte an euch“, fing sie ein Thema an. „Und die wäre?“, fragte nun Marco und lehnte sich zurück. „Eine Ausbilderin der JGSDF wird in den nächsten Wochen die Mädchen der Ooarai-Mädchenschule im Senshadō ausbilden“, erklärte uns meine Mutter. „Schön für sie, aber was hat das mit uns zu tun?“, fragte ich nach. „Ihr sollt sie etwas unterstützen. Unsere Schule hatte früher, während der alten Ära relativ engen Kontakt zur Ooarai. Und ihr habt bereits Erfahrung darin ein Team auf zubauen. Deshalb wurde ich darum gebeten euch ebenfalls für einige Tage an die Ooarai zu schicken und die Ausbilderin zu unterstützen“, klärte uns meine Mutter weiter auf. Ich schaute meinen Vize an. „Ich bin dabei“, sagte er mit einer Begeisterung in den Augen. „Ok, einverstanden, wir machen es. Wann sollen wir gehen?“, fragte ich meine Mutter. „Morgen Mittag geht euer Flug, ihr nehmt das mit was ihr braucht und wen ihr braucht“, sagte sie. „Alles klar“, sagte ich. „Das war auch schon alles“, beendete meine Mutter das Gespräch. Marco und Ich verließen das Büro. Marco hatte immer noch ein fettes Grinsen im Gesicht. „Was ist denn mit dir, so hab ich dich ja schon lange nicht mehr gesehen“, sagte ich, während ich mein Handy aus der Hose kramte. „Hallo, wir gehen an eine Mädchenschule, das wird spaßig“, grinste er mir entgegen. „Du änderst dich wohl nie. Und was ist mit deiner Freundin von der St.Gloriana?“, fragte ich ihn. „Du meinst Assam? Wir sind schon seit ein paar Wochen nicht mehr zusammen“, antwortete er. Ich öffnete die Türe seines Geländewagens. „Wenn du aber denkst du kannst gleich mit allen Mädchen rumflirten, hast du dich geschnitten. Sollte irgendwas passieren, fliegst du. Verstanden?“, fragte ich ihn in einem ernsten Ton. „Verstanden“, antwortete er und startete den Motor. Wir fuhren los in Richtung Panzerhallen. Die Panzerhallen befanden sich auf der gesamten Fläche des ersten Unterdecks. Wir fuhren durch ein großes Tor und hielten dann in der Halle unseres ersten Teams. Ich ging zum Konferenzraum. Ich öffnete die Tür und trat ein. Darin unterrichtete meine dritte Vize-Kommandantin gerade den ersten Jahrgang in der Strategie des Verzögerns.

Ihr Name war Elena Wolf, sie war erst seit etwas mehr als einem Jahr bei uns, allerdings hatte sie es in dieser kurzen Zeit zur Zugführerin und Regimentsführerin bei uns geschafft. Sie war mit 1,75m etwas kleiner als ich. Sie hatte sehr hellblonde Haare, die schon einen leichten Stich ins Weiße hatten. Sie gehörte zu den besten Panzerkommandantinnen unseres Teams und war eine der besten Richtschützen der Liga. Ihr gleich gestellt waren vielleicht nur noch Naomi von Saunders oder Nonna von Prawda. Des Weiteren war sie ein Genie wenn es um Taktiken ging. Sie trug unsere Uniform, bei ihr war die Bezeichnung der Einheit in Bronze geschrieben, da sie Vize-Kommandantin unserer Militärischen Zweige war.

Die Schülerinnen des ersten Jahres sprangen auf und salutierten, als ich den Raum betrat. Auch Elena salutierte. „Herr Oberkommandant“, sagte sie. Bei uns an der Schule wurden die Offiziere entweder mit ihrem Dienstgrad oder ihrer Funktion angesprochen. In meinem Fall also entweder Herr General oder Herr Oberkommandant. Ich erwiderte den Salut. „Elena, könnte ich kurz mit dir sprechen?“, fragte ich sie kurz. „Ja“, antwortete sie. Ich gab ihr ein Zeichen, das sie auf den Flur treten sollte. „Oberst Guderian übernehmen sie kurz“, wies ich Marco an. „Jawohl“, erwiderte er nur und trat vor die Mädchen. Ich folgte Elena auf den Flur. „Was gibt’s?“, fragte sie. „Was weißt du über die Ooarai-Mädchenschule“, fragte ich sie. „Das was andere auch wissen. Eine schule welche vor Jahren Senshadō ausgeübt hatte und dabei ziemlich erfolgreich war. Aber wieso fragst du mich das?“, stellte mir Elena eine Gegenfrage. „Sie führen dieses Jahr das Panzerfahren wieder ein“, antwortete ich. „Toll und wieso sagst du mir das?“, fragte sie und zog eine Augenbraue hoch. „Weil wir für einige Wochen dorthin versetzt werden, um bei der Grundausbildung zu helfen. Du, Marco und Ich fliegen morgen ab“, erklärte ich ihr den Plan. „Und wieso gerade ich, nimm doch lieber Adrian mit“, jammerte Elena ließ ihren Kopf in den Nacken fallen. „Da wir hauptsächlich in Sachen Taktik und Strategie unterstützen werden und du kennst ja Adrianin Sachen Taktik hat er keine Ahnung geschweige denn von Strategie und du bist eine  unserer besten Taktikerinnen“, erklärte ich ihr die Gründe für meine Entscheidung. „Wieso noch?“, fragte sie mich und schaute zu mir. „Weil das mein Befehl war“, antwortete ich nun strenger. „Dann habe ich wohl keine andere Wahl“, seufzte sie. „Genau“, lachte ich und öffnete wieder die Türe zum Konferenzraum. „Marco wir gehen wieder“, sagte ich und Elena übernahm wieder die Gruppe des ersten Jahres. „Also dann bis morgen früh“, sagte ich noch, bevor ich die Türe schloss.

Nächster Tag, Irgendwo über dem Meer

Wir saßen in unseren Transportflugzeugen des Typs Antonow An-225. Wir waren mit drei Transportmaschinen auf dem Weg zur Ooarai. Marco und Ich befanden uns im ersten Flugzeug, Elena im zweiten. Wir hatten insgesamt sechs Panzer dabei, jeweils unsere Leoparden, für das Training, welches wir nicht vernachlässigen durften und die drei Panzer, welche wir für historische Gefecht brauchten. In meinem Falle ein Panzerkampfwagen VI Tiger Ausführung E, mit zusätzlichem MG auf dem Turm, zur Fliegerabwehr. Unsere Flugzeuge wurden von vier Eurofighter als Geleitschutz begleitet, welche rechts, links, vor und hinter unserer Pfeilformation flogen. Ich saß auf meinem Kommandantenplatz, hatte die Füße hochgelegt und las einige Infos über die Ooarai. Mein Fahrer schraubte an der rechten Kette rum, da sie im letzten Gefecht mehrfach durchgerutscht war und das ließ ihm einfach keine Ruhe. Tobi kniete auf der Wanne und säuberte das Hauptzielgerät und die Ersatzoptiken. Marco saß auf einer Kiste und döste leicht, doch immer wieder kippte er einen Schluck Kaffee hinunter. „Achtung wir erreichen in etwa zehn Minuten das Schulschiff der Ooarai“, meldete sich der Pilot über Lautsprecher. Ich schaute auf. Marco sprang von der Kiste und kletterte auf die Wanne meines Leoparden. „Und?“, fing er an. Ich schaute ihn nur an. „So schlimm?“, stellte er eine Folgefrage. Ich musste leicht Lachen. „Meiner Meinung nach nur Schrott als Panzer, bis auf den Panzer IV und das Stug kannst du den Rest eigentlich vergessen. Keine von den Mädchen hatte jemals etwas mit Panzern zutun, bis auf zwei“, erklärte ich ihm. „Und wer hat das Oberkommando an der Ooarai?“, fragte er und las sich die Liste der Panzer der Ooarai durch. „Ihr Name lautet Momo Kawashima. Unerfahren, ansonsten wissen wir nichts über sie“, antwortete ich ihm. „Das wird ja ein Spaß“, sagte mein Vize noch und rieb sich mit dem Daumen und dem Zeigefinger durch die Augen. „Achtung wir setzten nun zur Landung an, bitte setzen sie sich“, meldete sich der Pilot wieder über die Lautsprecher. Marco besetzte mit seiner Besatzung seinen Leoparden. Einige Minuten später setzten unsere Flugzeuge auf dem Schulschiff der Ooarai auf. Die Laderampen öffneten sich und wir lösten die Befestigungen von den Panzern. Die Leoparden rollten aus den Flugzeugen. Ich schaute auf die Karte wo wir die Panzer abstellen sollten. Und wir mussten nicht einmal so weit fahren, da wir bereits auf dem Übungsgelände standen, da Ooarai keinen eignen Flughafen besaß, landeten wir eben auf dem Übungsplatz. Wir stellten unsere Kampfpanzer vor die Hallen und luden anschließend auch die alten Panzer aus. Mein Tiger E, Elenas Panzerkampfwagen VI Tiger II oder auch Königstiger genannt, bewaffnet mit der legendären Langrohr Acht-Achter, welche selbst auf zwei Kilometer stärkste Panzerungen durchdringt. Marcos Panzer war im Gegensatz zu meinem oder Elenas schon eine Rarität es war ein Panzerkampfwagen VI (P) Tiger, von Liebhabern auch Porschetiger genannt. Der Prototyp des legendären Henschel Tigers. Unsere Panzer stellten wir neben unsere Leoparden. Unsere Besatzungen machten sich an die Überprüfung der einzelnen Panzer, während Marco, Elena und Ich uns auf den Weg ans Festland machten. Da das Team der Ooarai ein Testkampf gegen die St.Gloriana hatte. Wir stiegen in unseren Enok ein, welchen wir als Fahrzeug nutzen wollten, da uns die Panzer für manche Fahrten zu groß, geschweige denn schnellgenug waren. Den Enok nutzten wir in unserem Team genau für die Aufgaben, für die er auch konzipiert wurde, nämlich als leichtes Patrouillen- und Funktionsfahrzeug. Wir fuhren die Rampe zum Hafen hinunter und durch die Straßen von Ooarai. Überall wurden schon Stände aufgebaut. Die gesamte Stadt war auf den Beinen. „Gut das wir nicht die Panzer genommen haben“, sagte Elena. „Bei dem Trubel hier wären wir nie durchgekommen“, hängte ich dran. Marco sagte nichts, da er genug damit zu tun hatte den Leuten auszuweichen, welche auf die Straße rannten. Wir hielten auf einem Hügel, von dem man gut auf die Monitore vor der Tribüne schauen konnte. Auf dem großen Monitor wurden gerade Bilder der beiden Teams gezeigt. „Die wollen uns verarschen. Ist hier irgendwo versteckte Kamera“, sagte Marco, als die Panzer der Ooarai gezeigt wurden. Die Schülerinnen der Ooarai hatten ihrer Kreativität wirklich freien Lauf gelassen und ihre Panzer angemalt. Der 38(t) war nun Gold, der M3 Lee stand nun rosa Farben auf dem Schlachtfeld. Das Stug3 wurde rot angemalt und große Flaggen waren angebracht worden, wodurch der Vorteil des Flachen Fahrgestells zu Nichte gemacht wurde. Der Typ 89 war mit Bildern von Volleybällen geschmückt worden. Nur der Panzer IV stand noch im Fabrikgrau da. So wie es sich auch gehörte. Elena war in der Zwischenzeit etwas zu trinken und zu essen für uns besorgen. Als sie wieder kam schaute sie ebenfalls auf den Monitor und erblickte auch die Ooarai Panzer. Sie blieb kurz stehen und schaute nur hin. In ihrem Blick konnte man sehen, dass sie einige Zeit brauchte, bis sie begriff was sie sah. „Verarschen die uns?“, fragte sie nun und reichte mir und Marco die Getränke. „Hab ich mich auch schon gefragt“, antwortete Marco, welcher es sich auf dem Dach des Enok´s gemütlich gemacht hatte. Das Gefecht begann. Das Team der Ooarai teilte sich auf, sie wollten mit einem Panzer die Panzer der St.Gloriana anlocken und dann von oben in einem Hinterhalt angreifen. Wenn man diese Taktik richtig durchführte, konnte man mit ihr schon einigen Schaden anrichten, nur sollte man nicht den eigenen Lockvogel angreifen und wenn man schießt auch etwas treffen. Denn an der Schussgenauigkeit mussten die Mädchen definitiv noch arbeiten. Ich weiß zwar, dass es mit den alten Panzern und ihren Visieren nicht leicht war zu zielen, aber wenn man eine Trefferquote von nicht einmal 5% hat, ist das selbst für Anfänger miserabel. Die St.Gloriana schaffte es einen massiven Konterangriff zu starten und die Ooarai wirklich in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Unter den Mädchen der Ooarai brach nun Panik aus. Es war ein totales durcheinander, der 38(t) schoss viel zu hektisch und traf nicht einmal in die Nähe eines Feindpanzers, der Typ 89 schoss auch immer daneben. Die Mädchen, die den M3 besetzten, flohen in Panik. Die Oberkommandantin der Ooarai befahl den Rückzug. Sie schafften es mit Mühe zu entkommen und gingen in der Stadt in Stellung. Im Häuserkampf schlugen sich die Mädchen der Ooarai deutlich besser. Sie nutzten ihre Umgebung und brachten das Team der St.Gloriana wirklich in Bedrängnis. Die Ooarai konnte sogar zwei der vier Matilda II der St.Gloriana ausschalten, bevor das Stug3 und der Typ 89 ausgeschaltet wurden. Jetzt wurde war nur noch der Panzer IV im Gefecht, der 38(t) wurde in in einer Duellsituation zwischen dem Panzer Iv und den Matildas und dem Churchill der St.Gloriana ausgeschaltet. Doch die Besatzung des Panzer IV war für Anfänger ziemlich schlagkräftig. Denn sie schalteten die letzten zwei Matildas aus. Nur an der Panzerung des Churchill scheiterten sie und wurden dann selbst ausgeschaltet. Somit hatte die Ooarai verloren.

Ich schaute zu meinen Begleitern. Elena schaute schon die ganze Zeit verwirrt auf den Monitor. „Was ist denn mit dir?“, fragte ich. „Irgendwas kommt mir an dieser Oberkommandantinen bekannt vor“, antwortete sie und schraubte ihre Wasserflasche auf. Wir konnten von unserer Position nicht richtig erkennen wie die Oberkommandantin aussah. „Jetzt wo du es sagst, mir kommt irgendwie der Still bekannt vor, aber ich weiß nicht woher“, erwiderte ich wieder. Marco rutschte vom Dach des Fahrzeugs und richtete sich seine Uniform. „Sollen wir dann wieder?“, fragte er: „Wir sollten vor den Mädchen da sein, um noch die Testschüsse abzufeuern.“ „“Einverstanden“, sagte ich und Elena. Wir stiegen wieder in das fgahrzeug und machten uns auf den Weg zurück zum Schulschiff der Ooarai.
 
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