His Best Horcrux II

GeschichteDrama, Freundschaft / P12
Bellatrix Lestrange Ginevra Molly "Ginny" Weasley Hermine Granger Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Narzissa Malfoy Rodolphus Lestrange
20.06.2018
17.08.2019
25
30387
9
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Ziemlich krank meldet sich hiermit die Autorin dieser Geschichte zurück und bittet um mehr Rückmeldung. Eigentlich bekomme ich nicht wenig davon, aber wenn man bedenkt, dass diese Story insgesamt mindestens zweihundert Leser hat, dann sind ca. zwölf Reviewschreiber leider nicht allzu viel.
Also meldet euch jetzt. Wie gefällt euch dieser Teil im Vergleich zum Vorgänger? Was haltet ihr von den neuesten Ereignissen? Auf wessen Seite fiebert ihr mit? Was kann ich verbessern? Beiträge zur Challenge?

Liebe Grüße,
Merope
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Unsicher schwebte Ginnys Hand über der Klinke zum Raum, in dem Harry magisch eingesperrt war. Das Zimmer war magisch versiegelt worden. Sollte der Held der Zaubererwelt auf irgendeine Weise versuchen zu fliehen, würde er bloß gegen eine unsichtbare Barriere prallen.
„Mach schon, die Klinke beißt nicht“, forderte Bellatrix sie auf.
Ginny atmete scharf ein, hatte sie die Ältere nicht einmal den Raum betreten hören. Das Baby kommentierte das Schreckmoment mit einem unzufriedenen Tritt gegen die Bauchdecke. Die Weasley rang sich derweil ein vorwurfsvolles „Bellatrix!“ ab, während sie sich zur Todesserin umdrehte.
Diese verdrehte bloß die Augen. „Geh schon. Potter erwartet dich garantiert schon sehnsüchtig“, spottete sie. „Ich werde mich derweil weiterhin unseren Recherchen fürs Ritual widmen.“ Sie deutete auf den dicken staubigen Wälzer in ihrer Armbeuge. „Das ist übrigens auch deine Aufgabe, sobald du fertig gequatscht hast. Rod ist auch mit dran.“ Die Hexe tippte sich kurz nachdenklich gegen das Kinn, ehe sie den Kopf schüttelte. „Fast hätte ich bedauert, dass Greyback geschnappt wurde und uns deswegen nicht helfen kann, aber dann ist mir eingefallen, dass unser Wölfchen vermutlich nicht einmal lesen kann.“
Ginny legte den Kopf schief, in einer stummen Aufforderung, aufzuhören, schlecht über den Greifer zu sprechen, der für ihr gemeinsames Projekt geschnappt worden war.
Bellatrix biss sich sichtbar auf die Zungenspitze und ließ sich voller Elan in den weichen Ohrensessel fallen, der in der Diele stand, wo sie sich befanden. Nach so viel Kargheit erst in Askaban, ein Jahr später gefolgt vom Campieren im Wald zu viert, hatte sie es beim Einrichten ihrer vorübergehenden Behausung dezent übertrieben.
Allen Mut zusammennehmend, klopfte Ginny dann doch erst, ehe sie die Klinke herunterdrückte und die Tür öffnete.
Fast genau in diesem Moment sprang Harry aggressiv aus dem Nichts hervor, wohl in der Erwartung, einen der Lestranges vor sich stehen zu haben, traf aber mit vollstem Schwung auf die magische Grenze.
Ginny, die aus irgendeinem Grund damit gerechnet hatte, machte nur einen Schritt zurück und seufzte. „Ich bin‘s nur, beruhige dich, sonst bleibe ich lieber hier draußen, wo uns Bellatrix im Auge hat.“
Harry warf, von der eigenen Energie auf den Boden geworfen, einen verstörten Blick zu der Todesserin im Ohrensessel, die kurz von ihrem Buch hochsah, um boshaft zu salutieren. „Na gut, komm rein“, sagte er schließlich und brachte sogar ein kleines Lächeln zustande, als er Platz für seine Exfreundin machte, damit sie den Raum betreten konnte.
Dort hatte sich Bellatrix offensichtlich nicht allzu viel Mühe gegeben. Eine Alternative wäre, dass sie einige Gegenstände erst kürzlich entfernt oder verschandelt hatte, damit Harry es möglichst unschön hatte. Die Wandfarbe war dunkelgrün. Ginny hätte schwören können, dass das nicht die Farbe war, die hier ursprünglich die Wände geziert hatte.
Über so viel Unsinn missbilligend schnalzend, wandte sich Ginny an den schwarzhaarigen jungen Mann, während sie die Tür schloss. „Du bist nicht wütend?“
„Natürlich bin ich wütend!“, rief Harry aufgebracht. „Ihr habt mich gekidnappt!“ Er atmete kurz durch, dann nickte er resigniert. „Aber durch Rumschreien wird die Situation auch kein bisschen besser. Erstmal, schön dich wiederzusehen. Nicht so schön, dass die Gerüchte stimmen.“ Er sah bedeutsam auf ihren Babybauch.
Unwohl verschränkte die Dunkle Lady die Arme davor.
„Wofür braucht ihr mich?“, lenkte Harry vom Thema ab, als er merkte, dass eine Schwangerschaft durch Voldemort wohl nichts war, was man als Held der Zaubererwelt mit seiner terroristischen Exfreundin diskutieren sollte.
Ginnys Puls schoss in die Höhe. Das hatte sie Harry nicht erzählen wollen. Jedenfalls nicht jetzt schon. Allerdings würde er es ohnehin bald erfahren. „Wir töten dich vermutlich“, brachte sie gerade noch über die Lippen, ehe sie zur Tür stürzte. Ihr wurde das alles gerade zu viel.
Eine Schocksekunde stand Harry bloß da, dann griff er nach ihrem Handgelenk.
„Hey!“ Sie riss sich los. Er meinte, ihre Augen verdächtig glänzen zu sehen.
In ihm bahnte sich Verzweiflung ihren Weg nach oben. „Das kannst du doch nicht so stehen lassen! Du willst mich umbringen? Warum?“
„Ich will dich nicht ermorden, Harry“, sagte Ginny zittrig. „Aber du musst sterben, damit Tom zurückkehren kann.“
„Es kann nur einer leben“, flüsterte Harry, sich an die Prophezeiung erinnernd.
Die Dunkle Lady sah ihn traurig an. „Genau. Und das wirst nicht du sein. Tut mir leid.“
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