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Love Hina - Disastrous Love-Story

von Harakuma
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Het
Haruka Urashima Kanako Urashima Keitaro Urashima Mitsune "Kitsune" Konno Naru Narusegawa OC (Own Character)
20.06.2018
21.04.2021
41
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20.06.2018 2.414
 
Es tobte ein Gewitter, die Regentropfen schmerzten auf meinem Gesicht, aber ich war ohne hin von der Trauer überwältigt, als ich an seinem Grab stand. Denn ich war derjenige der ihm mit diesem Wahnsinn und all dem Schmerz allein gelassen hatte. Der einzige Trost, mit dem mich meine Mitbewohnerin aufbauen wollte war, dass ich mich glücklich schätzen konnte, selbst noch am Leben zu sein und dankbar sollte ich sein, das ich noch Familie und so etwas, wie Freunde hatte, die mir beistanden, auch wenn ich deren Anwesenheit im Moment am aller wenigsten ertragen hätte, ganz gleich welche aufmunternden Worte sie mir auch auf meinen Weg, mitgegeben hätten. Zu vor hatte ich ihr nur vorgespielt, das es mir gänzlich egal war, was mit ihm geschehen war und selbst wenn ich ihn keines Wegs mehr zurückholen konnte, so wollte ich mit meinem Schmerz alleine sein, weit weg von meiner Vergangenheit, weg von Kamakura!
"Willst du noch hier bleiben?", fragte meine Mitbewohnerin sanft neben mir und legte mir eine Hand auf die Schulter,"Brauchst du noch eine Weile?"
Ich atmete tief durch, starrte in den Himmel und suchte verzweifelt nach einer Antwort, aber sie war schneller. Denn als ich zusammen klappte und ich im Ozean versank, der sich durch den Regen immer weiter ausbreitete, kam sie auf meine Augenhöhe und umarmte mich, als ich meine Tränen nicht mehr zurück halten konnte. Und ich war dankbar für ihre Nähe, für ihre Fürsorge. Doch plötzlich  wies sie mich an, sofort wieder auf die Beine zu kommen und ihr zu folgen und mich nicht umzudrehen, denn ein altbekanntes Gesicht hatte sich genähert um ebenfalls um dem zu trauern, der sie vor einem halben Jahr noch beschützt hatte und sie war nicht alleine gekommen, denn die beiden, die mich vor langer Zeit bei sich aufnahmen, spendeten ihr Trost, doch ich bekam von all dem nichts mehr mit, da ich mit meiner Mitbewohnerin schon wieder im Taxi saß, wo ich mich nicht mehr beherrschen konnte und von meiner Traurigkeit übermannt wurde. Ich hatte das Gesicht an ihre Schulter gepresst, während sie mich in ihre Arme geschlossen hatte.
Doch, wie war es zu diesem Augenblick gekommen? Wen hatte ich da denn nun betrauert und wieso lasse ich diejenigen daran teilhaben, die meiner Geschichte aufmerksam lauschen wollen? Nun, ich denke es wäre für alle das beste, wenn wir da beginnen, wo der ganze Ärger, all dieser Wahnsinn, noch mal eine Wendung genommen hatte. Bei dem Tag, wo eigentlich alles anders werden sollte.

Am besten, fasse ich noch mal meine ganze Leidensgeschichte auf ein Minimum zusammen. Ich erwachte in Kamakura aus einem jahrelangen Schlaf, wurde verfolgt, zur Zielscheibe gemacht, musste mich mit meiner zerbrochenen Psyche auseinander setzen und obendrein, wurde ich auch noch manipuliert. Man konnte also sagen, dass die ersten Schritte meines Weges, mit Lügen und Täuschungen gepflastert waren, die ich natürlich erstmal umgehen musste. Danach verlor ich meine Erinnerungen, musste in Shinjuku Schutz suchen und bei einer alten Freundin untertauchen, die mich bei sich aufnahm. Sie brachte mich zu meiner verloren geglaubten Mutter und hatte mir somit wieder etwas gegeben, was der Hoffnung schon sehr nahe kam, aber das reichte mir noch lange nicht. Nein, stattdessen wurde ich auch noch von einer, Katana schwingenden Irren heimgesucht, die glaubte, ich sei am Tod ihrer Eltern Schuld, was sich natürlich als blühender Unsinn herausstellte.  Sie wurde von meiner Mutter unter die Fittiche genommen und  somit wurde sie zu meiner Mitbewohnerin. Es folgte ein ewiges hin und her, wer von uns beiden nun in der Vergangenheit mehr zu leiden hatte und immer lief es auf einen Zweikampf hinaus. Letzten Endes, spielte es keine Rolle mehr, für keinen von uns. Es wurde viel gesagt, was verletzend und grausam war, was wir auch bereuten aber wir beide, teilten jeweils ein Geheimnis, was niemand außer uns alleine wissen durfte und wir kannten das Geheimnis des anderen nicht. Vielleicht behüteten wir ja das gleiche, aber egal.
Nach einem ziemlich willkürlichen Experiment, was wir mehrere Wochen lang geübt und am Tag unserer Abreise auch durchgezogen hatten. Ein simpler Kuss war es nur! Um die Unwissenden auf den Stand der Dinge zu bringen, versuche ich unser Experiment mal so einfach und simpel zu erklären, wie möglich. Zu erst hatten wir dafür gesorgt, das sowohl meine Mutter, als auch meine beiden Geschwister außer Haus waren, dann hatten wir die Regeln wie üblich besprochen. Es sollte ein Kuss von etwa zehn bis fünfzehn Sekunden werden, mit dem wir feststellen wollten, ob wir nach dieser ganzen Misere die wir gemeinsam, oder eben auch nicht, durchgestanden hatten, überhaupt noch irgendwelche Emotionen empfinden konnten. Nicht für den jeweils anderen, aber generell. Wir schworen uns, nichts für den anderen zu empfinden, ob nun deutlich zu sehen oder es dem anderen ins Gesicht zu sagen. Das Ergebnis war, so wie sie erwartet hatte, einstimmig und somit kamen wir zu dem Entschluss, das wir absolut, nichts empfanden. Der eine oder andere, der sich das nun durch den Kopf gehen lässt, wird sich fragen: Wozu das Experiment, um herauszufinden, ob man überhaupt noch etwas fühlt, wenn das Ergebnis sagt, das man gar nichts mehr empfindet?  Um ehrlich zu sein, frage ich mich das bis heute auch, aber vielleicht werden wir beide ja später darüber aufgeklärt, was nun eigentlich Sache ist. Meine Mutter aber, schien etwas vor uns zu verheimlichen, so als ob sie sich schon ein Ergebnis ausgerechnet und so festgelegt hatte. Wie ich später herausfand, war sie felsenfest davon überzeugt, das Tomoe und ich, einfach zu feige, stolz und stur waren, um uns mal lang und ausgiebig, aus zu sprechen, damit wir das endlich von der Seele hätten, aber das wird sicher nicht passieren. Nie im leben! Oder?

„Lasst uns beginnen! Am besten bei der Einsamkeit und der Verletzlichkeit!“

Es war nicht meine Entscheidung, hierher zu kommen, man konnte sagen, das ich von meiner zwar liebevollen und reizvollen, aber auch unheimlichen Mutter dazu gezwungen worden bin „Urlaub" zu machen und endlich mal etwas für meine Bildung zu tun. Ein wenig spät wie ich fand. Sie schickte mich und Tomoe schließlich zum Hinata Ryokan.  Aber warum ausgerechnet jetzt? Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, lebend durch die Welt zu gehen, ohne Gefahr zu laufen, irgendwann von einer Gewehrkugel oder sonst etwas tödlichem getroffen zu werden um dann blutend und ächzend in einer dunklen Seitengasse zu liegen und auf meinen Tod zu warten. Die Menschen haben mich nie verstandem. Tomoe  hatte zunächst aber andere Pläne,  um ein paar Sachen zu erledigen, während ich mich alleine zum Hinata Ryokan durchschlagen musste, zumindest vorerst. Meine Mutter hatte mit einer ihrer Bekannten, Haruka, gesprochen, das ich in ein paar Tagen bei ihr ankommen würde. Wo auch immer die beiden sich kennen gelernt haben. Ich habe nicht die geringste Ahnung. Als Doppelhornsprosse hat man es eben nicht leicht, vor allem ich nicht.  Ich hatte nicht die geringste Ahnung was mich dort unten erwarten würde. Tomoe sagte mir, das sie dort ein paar Freundinnen hatte, die sie nebenbei besuchen wollte. Ob das wirklich stimmte, wagte ich zu bezweifeln.
Mit einem Rucksack, einer Wasserflasche und einem leeren Magen, streifte ich also durch die Straßen und suchte verzweifelt nach dem richtigen Weg. Weder der Busfahrer noch die Passanten konnten mir da weiter helfen. „Ein Glück habe ich meine Hörner abgeschliffen, damit ich nicht so auffalle, sonst würden alle in heilloser Panik das Weite suchen."
Zu allem Überfluss, verlief ich mich aber schlussendlich doch und war aufgeschmissen. Ich war an einen Strand angekommen und setzte mich dort auf eine Bank. Mir war langweilig. Nach ein paar Minuten ging ich etwas spazieren um mir etwas die Zeit zu vertreiben.  Und hoffentlich kam ich noch lebend bei diesem, Haus Hinata an. Entweder ging mir auf dem restlichen Weg das Wasser aus, oder ich krepierte am Hunger.  Es war zwar immer noch recht kalt, aber gerade noch so ertragbar. Ich war dick eingepackt und mittel-schlecht gelaunt.

Die Krönung des ganzen sollte mich aber später noch erwarten, sollte ich das  Hinata Ryokan in diesem Leben noch erreichen. Aber ich hatte es ja nicht anders gewollt oder? Ich war ja nicht gewillt dazu, wieder nach Kamakura zurück zu kehren um Kota und den anderen zu zeigen, das ich noch lebte. "Wie hieß es doch so schön? Der stärkste, ist am mächtigsten allein." Es war immer noch
Um meine Laune doch noch dauerhaft anheben zu können, hatte Mutter mir vergangenen Monat einen MP3-Player besorgt. "Wo mit die Menschen sich heut zu Tage die Zeit vertreiben um keine Langeweile zu haben...........Schrecklich!"
Zwar schmerzte es mich sehr, Kota und die anderen nun so gut wie gar nicht mehr zu Gesicht bekommen, aber lieber leide ich ein Leben lang darunter, statt ihnen jeden Tag aufs neue nur neues Leid zu bringen. Aber, ich hatte auch gute Erfahrungen gemacht, als ich bei Mutter unterkam. auch wenn dazu zählte, das ich nebenbei auch meine Geschwister getroffen hatte, wovon mein kleiner Bruder Seiryu mich ja dauernd in eine äußerst kritische Lage bringen und mich scheinbar aus dem Weg räumen wollte.  
Als mir aber selbst der MP3-Player zu öde wurde, gab ich die Hoffnung auf und setzte mich auf eine nahe gelegene Treppe mit einem kunstvoll angefertigten Dach das auf ein paar Säulen stand. Die Zuversicht mich aus meiner Zwickmühle eigenständig herauszuwinden, hatte mich verlassen. Bis ein paar merkwürdige alte Männer des Weges kamen und mich ständig von der Seite anstarrten. Nach einer Weile ging mir das ziemlich auf die Nerven und fasste das letzte Bisschen Geduld zusammen was ich noch aufbringen konnte, um sie nach den Weg zu fragen. Ohne große Worte, zeigten sie mir mit einem Fingerzeig den Weg und kurz darauf, hüllte ich sie in eine Staubwolke ein und verschwand. Ich schreckte ein paar Vögel auf, scheuchte ein junges Mädchen aus dem Weg das sich direkt an ihre Freundin klammerte, die wiederum sich im Kreis drehend umkippte und leicht dümmlich grinsend im Dreck liegen blieb. Nur noch die Treppe war ein Hindernis und das, bezwang ich mit wenig Aufwand. Ich war so mit Adrenalin und Tatendrang durchströmt, sodass nichts mich jetzt noch aufhalten konnte. Und dann, stand ich endlich vor dem großen Hinata Ryokan. Es war, riesig, fast viermal so breit wie die Pension in Kamakura, überall sah ich noch schemenhaft Fenster und der Eingang, war ein wahres Meisterwerk der Handwerkskunst. Ich hob zu meinem Triumph beide Fäuste und brüllte "Ja! Ich habs endlich geschafft! Nichts hält mich auf, hört ihr?! Gar nichts!" Doch ich hatte mich zu früh gefreut, denn offensichtlich konnte ich durch etwas aufgehalten werden. Nämlich durch mich selbst. Ich hatte mich überschätzt und hatte noch gar nicht bemerkt, wie erschöpft ich eigentlich war. Und so brach ich kurze Zeit später, ausgelaugt aber ungeschlagen, zusammen.

Tja, da lag ich also nun, halbtot und hungrig, vor der Haustüre des Hinata Ryokan. Die nächste Etappe meiner Reise war erreicht und jetzt stellte sich mir nur noch die Frage, wo Tomoe blieb. Sie sagte, sie wolle noch schnell etwas erledigen, bevor sie zu mir stoßen würde, aber mir kam das mittlerweile ziemlich lange vor. „Wer wohl hier wohnt.“, fragte ich mich, als ich mich umsah und den kläglichen Rest meiner Wasserflasche begutachtete. Zuvor hatte ich mir eine grauenvolle Hetzjagd mit einen Schwarm Möwen geliefert und kam nur mit knapper Not davon. Es dauerte und dauerte und langsam fragte ich mich, ob Tomoe mich jetzt mit Absicht hier sitzen lies und sich wieder auf den Weg nach Shinjuku gemacht hatte, nur um sich ins Fäustchen zu lachen! Dabei dachte ich, das wir uns jetzt endlich vertragen hätten, nach unseren Streit, bei der sie sogar mit ihrem Katana auf mich losgegangen wäre. Und apropos Katana,.........irgendwie, bekam ich das Gefühl nicht los, das sich ein  ähem....“stahlkalter“ Schauer, mir den Rücken runter lief. Während ich so vor mich hin träumte, lief mir ein seltsames Tier über den Weg. Auf den ersten Blick, sah es aus wie ein Waschbär, schien wiederum aber keiner zu sein, sondern gleich viel mehr, einem dunkelbraunen Fuchs mit wilder Mähne und buschigem Schweif. Im Maul hatte das Vieh einen Pfirsich und starrte mich an. Die kleinen schwarzen Augen schienen mich zu mustern und ich merkte wie mir ein gewisses Unbehagen kam. Nach dem mich das kleine Pelzknäuel mit Zähnen dann auch noch anknurrte, zog es von dannen.
„Mutter hätte mir ruhig verraten können wer hier wohnt.“, murmelte ich,“Und wo zur Hölle steckt Tomoe?! Na warte, die darf sich gleich was anhören.....“
Staub wurde hinter mir aufgewirbelt und ein dunkler Schatten legte sich über mir, die Wärme verzog sich rasend schnell aus der Luft und nun, spürte ich auch diesen kalten Schauer den ich vorhin schon angemerkt hatte. Ich konnte nicht genau erkennen, wer oder was da hinter mir aufgetaucht ist, aber es trug einen traditionellen Kimono, und in den Händen ein Katana. Ich wusste nicht woran es lag. Entweder an den Katana, das sich langsam meinem Gesicht näherte, oder aber an den Träger, der mich mit rot glühenden Augen anstarrte. Sehr freundlich sah er......oh nein moment, „SIE“, genau „SIE“ sah nicht gerade freundlich aus und warum hatte ich das Gefühl, das ich diesen Tag, nicht mehr lange genießen würde?
„Darf man fragen, was du hier zu suchen hast?“, fragte sie freundlich.
„Ich warte hier nur auf jemanden. Laut meiner Mutter soll ich hier Urlaub machen und mich dann an der Uni bewerben.“, erwiderte ich und rückte ein Stück von ihr und ihrem Katana weg.
„Da muss ich dich leider enttäuschen, das du ganz umsonst hergekommen bist. Wir sind nämlich ausgebucht.“
„Mir wurde gesagt, hier sei noch mehr als genug Platz. Außerdem gehe ich erst wieder weg wenn meine Mitbewohnerin hier ist. Von mir aus, kannst du so lange da stehen, bis du schwarz wirst.“
Sie legte ihr Katana auf meiner Schulter ab und blitzte mich jetzt an.
„Und wieso glaube ich dir dann nicht?“, sagte sie nun ruhig,“Ich musste schon Keitarou und seine kleinen perversen Spielchen erdulden. Noch einmal, lasse ich das nicht durchgehen!“
Ich sollte wirklich lernen, meine Klappe zu halten, denn im nächsten Moment, holte sie mit ihrem Katana aus und war bereit, zu zuschlagen.
„Auch das noch.“, schluckte ich.
„Fang lieber schon mal an zu beten! Denn wenn ich dich erwische, kannst du dich einsargen lassen!“
Und so, lernte ich Motoko kennen. Keine vierzig Sekunden hatte es gedauert und schon wollte sie mich tot sehen. „Das muss ein neuer Rekord sein!“
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