Poison and Wine

von MariaAust
SongficRomanze / P12
Anne Bonny Jack Rackham
20.06.2018
20.06.2018
1
646
2
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Hallo liebe Leser und Leserinnen,
ich freue mich, dass ihr die Songfic angeklickt habt! Ich finde, die Beziehung von Jack und Anne kommt in der Serie oftmals zu kurz. Immer, wenn ich mich auf eine Szene mit den beiden gefreut habe, war sie zu kurz oder die beiden haben sich gestritten...
Ich hoffe sehr, dass euch der Oneshot zu den beiden gefällt und würde mich sehr über Kritik oder Ähnliches freuen!
Viel Spaß beim Lesen und liebe Grüße
Maria :)






Poison and Wine

„Was ist denn jetzt schon wieder?“, rief Jack verärgert. „Anne, was ist?“ Doch Anne gab ihm keine Antwort, sie war davon gestapft und machte keine Anstalten, stehen zu bleiben. Genervt stöhnte Jack auf und setzte sich dann in Bewegung, um sie noch einzuholen.
Als er sie erreicht hatte, packte er ihren Arm. „Jetzt warte“, sagte er eindringlich und etwas außer Atem. „Fass mich nicht an!“, zischte Anne und riss sich los. „Wer glaubst du überhaupt zu sein?“, fragte sie ihn aufgebracht. „Denkst du, du könntest einfach über mich hinweg entscheiden?“
„Anne, du verstehst nicht…“, setzte Jack zu einer Erklärung an, doch er wurde unterbrochen. „Du redest ja auch nicht mit mir!“, rief Anne. „Du denkst immer, du musst alles allein machen. Und wer bin ich für dich?“ Sie stieß ihn ärgerlich gegen die Brust. Jack sah sie unglücklich an, machte einen Schritt auf sie zu, doch sie wich zurück. „Anne, bitte“, begann er. „Es ist viel passiert in letzter Zeit, ich wollte dich nur beschützen, indem ich dir nicht alles sage.“ Traurig sah er zu ihr herunter, unter den Schatten, den ihr Hut warf. Trotzig erwiderte sie seinen Blick.
„Du glaubst also immer noch, du müsstest mich beschützen, ja?“ Sauer verschränkte sie die Arme vor der Brust. „Ich weiß genau, was in dir vorgeht, Jack. Als könntest du mir irgendwas verheimlichen. Aber du schließt mich aus.“
Ihre Wut verwandelte sich langsam in Enttäuschung. „Ich dachte, wir wären Partner“, sagte sie und schaute ihn fordernd an. Jack seufzte und streckte eine Hand nach ihr aus. Er wollte sie berühren, aber sie wich ihm erneut aus. Geschlagen setzte er sich auf den Boden und schaute in die Ferne. Er hatte es satt, sich mit ihr zu streiten. Sie war der einzige Mensch, der ihm etwas bedeutete und dabei machte sie es ihm so schwer, sie zu lieben. Aber natürlich tat er das, jeden Tag.
„Wir sind Partner, Anne“, sagte er von ihr abgewandt. „Wir werden immer Partner sein, aber du musst mir manchmal einfach vertrauen. Blind vertrauen. Habe ich das nicht verdient?“ Er warf ihr einen Seitenblick zu. Sie hatte den Blick starr auf einen entfernten Punkt hinter ihm gerichtet. „Ich will nur das Beste für uns beide“, sagte er. „Das weißt du. Aber ich bin dir keine Rechenschafft schuldig.“ Er sah auf die See, die sich bis zum Horizont erstreckte und noch darüber hinaus.  
Eine Zeit lang standen die beiden da und schwiegen. Schließlich setzte sich Anne ebenfalls hin, auch wenn sie ihn immer noch nicht ansah. Dafür richtete sie ihren Blick zum Horizont. „Ich vertraue dir, Jack“, sagte sie leise. „Du machst es mir nur nicht gerade leicht.“ In solchen Momenten konnte er Anne direkt in die Seele blicken. Er sah ihre Zerbrechlichkeit, ihre Schutzlosigkeit. Dann war sie wieder das junge Mädchen, in das er sich augenblicklich verliebt hatte vor so langer Zeit.
Er unternahm einen weiteren Versuch, sich ihr zu nähern und dieses Mal ließ sie es zu. Er ergriff ihre schmale Hand, strich ihr mit der anderen eine Strähne aus dem Gesicht und schob diese hinter ihr Ohr. Sie lächelte schwach und sah ihn endlich an. „Manchmal hasse ich dich, Jack“, sagte sie gequält und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. „Ich weiß“, sagte er und küsste sie auf die Stirn. „Aber manchmal liebst du mich auch.“
„Wie könnte ich auch nicht?“
Review schreiben