Herz aus Eis

GeschichteRomanze / P18
Doctor Strange / Stephen Vincent Strange Kaecilius OC (Own Character) The Ancient One Wong
19.06.2018
30.10.2019
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„Märchen erzählen Kindern nicht, dass Drachen existieren, denn das wissen Kinder schon.
Märchen erzählen den Kindern, dass Drachen getötet werden können.“
~ G.K. Chesterton




Als sich das Portal hinter Stephen und Wong geschlossen hatte, wurde es auf einmal mucksmäuschenstill im Tempel. Catherine stand verloren im Gang und sah sich misstrauisch um. Obwohl dieser Tempel immer eine gewisse Ruhe ausstrahlte, fühlte sich Catherine zunehmend unwohler. Dass im Kamar-Taj offenbar wieder etwas vorgefallen war, trug auch nicht unbedingt zu ihrer inneren Ruhe bei. Ganz im Gegenteil. Obwohl New York und Nepal sehr weit auseinander lagen, musste Catherine damit rechnen, dass eine von Kaecilius‘ Töchtern die Dimensionsportale nutzen konnte, um hierher zu gelangen. Und dann? Was sollte Catherine machen? Sie konnte ihr nicht das Wasser reichen. Jetzt konnte sie nur darauf hoffen, dass Wong und Stephen bald wieder zurückkommen würden.

Verloren schlenderte die junge Frau durch die Gänge, ging in das kleine Kaminzimmer, sah sich im Bücherregal um und fand sich dann in der Küche wieder. Diese Stille war einfach unmenschlich und für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken, einfach nach draußen zu gehen und sich unter die Menschen zu mischen. Allerdings würde sie dann den Tempel unbewacht lassen und das ginge natürlich nicht. Auch die Überlegung, ein wenig Musik laufen zu lassen, verwarf sie wieder. Catherine wollte auf alles gefasst sein, und das ginge natürlich nicht, wenn sie hüftschwingend zu einem Song von David Guetta abtanzen würde, während hinter ihr diese Mörderin durch die Gänge schlich.
Augenblicklich bekam Catherine eine Gänsehaut. Die bloße Vorstellung, diese Wahnsinnige könnte sich an sie heranschleichen, löste nackte Panik in ihr aus. Sofort machte sie sich auf den Weg in die Eingangshalle und kontrollierte die große Tür. Doch die war, genau wie alle anderen Türen, verschlossen. Wenn diese Frau hier rein wollte, dann musste sie Magie verwenden. Und das würde zur Folge haben, dass der Tempel Alarm schlug und Stephen somit auf den Plan rief.
Catherine atmete tief durch und versuchte, sich zu beruhigen. Eiligen Schrittes machte sie sich auf den Weg in ihr Zimmer, hielt jedoch kurz am Artefaktenraum inne. Seit ihrer seltsamen Begegnung mit Izzy löste dieser Raum in ihr das Grauen aus. So schnell sie konnte flüchtete sie in ihr Zimmer, lauschte kurz und schlug dann die Türe zu. Erleichtert lehnte sie mit ihrem Rücken gegen die Türe und atmete tief ein. Sie war schon oft allein gewesen, und zwar an den seltsamsten Orten, aber irgendwie schien sie hier komplett wahnsinnig zu werden. Lag es vielleicht daran, dass sie ihrer engsten Freundin Izzy nicht mehr trauen konnte?

Catherine schüttelte den Kopf. Sie musste sich jetzt auf andere Dinge konzentrieren. Dabei fiel ihr aus heiterem Himmel wieder die Kopie der Stark-Akte ein. Es war die Gelegenheit, die Akte in Ruhe durchzulesen, ohne dass ihr jemand über die Schulter sehen konnte. Somit zog Catherine das Teil schließlich unter ihrem Bett hervor, stopfte das Blatt Papier mit Raúls Nummer in ihre Jackentasche und klappte die Akte auf. Von Tony hatte sie bereits erfahren, dass seine Eltern ebenfalls bei einem Unfall ums Leben gekommen waren, zumindest augenscheinlich. Catherine lief es eiskalt über den Rücken, als sie den Vermerk des Gerichtsmediziners las:
„Leichte Prellungen und Schnittwunden an beiden Körpern. Verursacht durch den Aufprall. Weibliche Person weißt einen gebrochenen Kehlkopf und Würgemahle auf. Todesursache: Erwürgen. Männliche Person weißt herbe Gewalteinwirkungen auf den Kopf auf. Bruch des Nasen- und Jochbeins. Einschusswunde an der Schläfe. Todesursache: Kopfschuss.“
Catherine wurde übel. Sie fand noch einige Vermerke, dass die Organisation SHIELD den Mord am Ehepaar Stark als Unfall vertuscht hatte. Offenbar ging es dabei um viel mehr. Tony hatte damals schon in ihrem Gespräch angemerkt, dass da noch jemand auf der Straße gewesen war. Jemand, der auch Catherines Eltern ermordet hatte. Jedoch fand sich nichts über den Angreifer in dieser Akte. Catherine musste wohl oder übel nochmal mit Tony sprechen. Der schien weit mehr in der Sache zu wissen, als er zugab. Aber konnte er Recht haben? Hatte Catherine den Angreifer wirklich gesehen und seine Erscheinung nur verdrängt?
Während sie weiter grübelte, fiel ihr Blick auf handschriftliche Notizen. Sie erkannte diese vertraute Handschrift sofort wieder. Und obwohl es nur Striche auf einem Papier waren, durchfuhr sie eine vertraute Wärme. Es war die Handschrift ihres Vaters. Sie konnte den Bleistift förmlich auf dem Papier hören, sah ihn vor sich, wie er über ein paar Akten brütete und eine bunte Krawatte locker von seinem Hals baumelte. Catherine musste lächeln, als sie an ihn zurückdachte. Ihre Eltern fehlten ihr ungemein. Insgeheim fragte sie sich dabei auch, was ihre Eltern wohl zu Stephen sagen würden? Sicherlich würde ihre Mutter ihr sagen, was für einen guten Geschmack sie hatte. Ihr Vater würde Stephen vermutlich erst einmal kritisch beäugen und ihn allerhand Fragen aussetzen. Doch Catherine war sich sicher, wenn ihr Vater noch leben würde, dann wären er und Stephen nach kürzester Zeit die besten Freunde.

Urplötzlich überkam Catherine ein merkwürdiges Gefühl. Es hing jedoch nicht mit der Akte zusammen, die immer noch auf ihrem Schoß lag. Nein, es schien, als würde ihr jemand eine Warnung schicken. Aber wer? Konnte es der Tempel selbst sein, der sie vor etwas warnen wollte? Catherine stand von ihrem Bett auf und schlich langsam voran, wobei sie schließlich ein Ohr an die Türe legte. Draußen war nichts zu hören. Hin und wieder knackte das Holz um sie herum, aber sonst war da nichts. Gerade als Catherine sich wieder abwenden wollte, vernahm sie das zischende Geräusch eines Portals. Stephen musste zurück sein! Doch Catherine konnte sich nicht so recht freuen, denn das alarmierende Gefühl wurde immer stärker. Als sie schließlich Schritte hörte, die eindeutig keinem Mann gehörten, wurde ihr speiübel. Sie legte die Hände über ihren Mund, um keinen Mucks von sich zu geben. Ein Zittern erfasste ihren Körper und sie bemerkte den Hitzeschub, der ihr jetzt durch die Glieder schoss. Catherine musste sich konzentrieren, und so lauschte sie weiter den Schritten, die langsam näher kamen. Eigentlich wartete Catherine nur darauf, dass sich die Türklinke bewegte und sie erneut Aug in Aug mit der Mörderin stehen würde. Aber nichts dergleichen geschah. Tatsächlich entfernten sich die Schritte von ihrem Zimmer und wenn Catherine es richtig deuten konnte, machte sich die Frau auf den Weg in die Eingangshalle. Jetzt musste Catherine etwas tun!

Sie öffnete die Türe ihres Zimmers und konnte dabei gerade noch einen schwarzen Haarschopf hinter der nächsten Ecke verschwinden sehen. Allerdings stutzte Catherine, als ihr auffiel, dass die Frau wesentlich kleiner sein musste, als die Mörderin. Die klirrende Kälte, die sich durch den Flur zog, ignorierend, machte sich Catherine daran, sie zu verfolgen. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis Stephen zurück war und bis dahin musste sie die Frau in Schach halten.

Als Catherine schließlich am oberen Treppenabsatz stand, erstarrte sie. „Izzy?!“, rief sie empört.
Izzy blieb beim Klang ihres Namens kurzzeitig stehen, drehte sich dann endlich um. „Mein Name ist Ida“, knurrte sie. Entgegen ihrer letzten Begegnung klang Izzy dieses Mal ziemlich nach sich selbst.
„Was?“ Catherine schüttelte mechanisch den Kopf. „Nein, warte, dein Name ist Izzy, nicht Ida.“
„Was weißt du schon!?“, fauchte Izzy. „Ich wurde auf Ida getauft. Den Namen Izzy hab ich von Schwester Josi bekommen.“
Catherine versuchte alle neuen Informationen zu speichern, ehe sie ein paar Stufen nach unten schritt. Izzy klang zwar, als sei sie komplett da, aber dennoch wirkte sie anders als sonst. „Woher willst du das wissen?“, fragte Catherine dennoch.
Izzy hatte ihr wieder den Rücken zugedreht. „Von Ella. Sie hat mir alles erzählt“, antwortete sie und wandte sich dann um. Ihr Gesichtsausdruck war weich geworden. „Sie hat mich gefunden. Meine Schwester.“
„Bist du dir sicher, dass sie deine Schwester ist?“ Catherine wollte keineswegs Zeit schinden. Vielmehr stellte sie sich dieselbe Frage schon länger selbst.
Ein Schatten huschte über Izzys feine Gesichtszüge, während sie näher an Catherine herantrat. „Ich erinnere mich, zumindest an das meiste“, sprach sie ehrlich und sehr ruhig.
„An was erinnerst du dich?“, bohrte Catherine nach. Natürlich musste sie es nutzen und Izzy alle möglichen Informationen rausleihern, aber andererseits wollte sie jetzt auch unbedingt Zeit schinden. Stephen dürfte wohl bald wieder auf der Matte stehen.
Ihr entkam ein leises, beinahe bedrohliches Lachen. „Ich habe es nie bemerkt, aber offenbar stand ich jahrelang unter einem alten Zauber“, ließ Izzy ihre Freundin wissen. „Ella hat ihn ausgelöst und bevor sie ihn wieder aufheben konnte, wurden wir getrennt und verloren uns aus den Augen.“
Für Catherine ergab das alles noch keinen Zusammenhang. „Hat dir Ella das gesagt? Bist du ihr begegnet?“, wollte Catherine wissen.
„Bin ich, das stimmt“, bestätigte Izzy und wandte sich wieder ab. „Nur ist Ella von damals tot. Sie heißt jetzt Ava.“
Ava. Das ist der jetzige Name der Mörderin.  Nun hatte Catherine auch einen Namen; eine Verbindung. Ida und Ella gab es nicht mehr. Was auch immer mit den Schwestern passiert war, hatte ihre Vergangenheit ausradiert und ihnen andere Namen gegeben: Izzy und Ava. Doch Catherine ahnte auch, wie gefährlich die Verbindung zwischen den beiden Schwestern war. Zwar konnte sie sich denken, dass Ava ihrer kleinen Schwester niemals etwas antun würde, doch welche Auswirkungen hatte sie auf Izzy? Würde Izzy für ihre wiedergefundene Schwester so weit gehen und andere Menschen verletzen oder gar töten?
„Hey, Izzy, hör mir bitte zu“, redete Catherine beruhigend auf sie ein. „Ich werde dir helfen, dir und Ava. Stephen hat einiges von damals herausgefunden. Er kann euch wirklich helfen.“
Izzy blickte über ihre Schulter, ihre Augen waren glasig. „Nein, kann er nicht“, war sie sich sicher. „Stephen Strange hat unseren Vater damals getötet. Er ist nicht besser, als alle anderen.“
„Du irrst dich“, nahm Catherine ihn in Schutz. Sie ballte die Hände zu Fäusten. „Er musste es tun. Er musste Dormammu von diesem Planeten vertreiben und mit ihm die Zeloten, zu denen auch dein Vater gehört hat. Kaecilius hat sich selbst ins Verderben gestürzt.“
Izzy atmete hörbar aus. „Nimm das zurück“, zischte sie bedrohlich.
„Ich bitte dich. Du weißt, dass ich Recht habe. Stephen trifft keine Schuld, im Gegensatz zu deiner Schwester“, setzte Catherine nach. „Sie hat diese Menschen getötet.“
„Weil sie es verdient hatten“, presste Izzy wütend heraus. Heiße Tränen liefen über ihre Wangen und auch sie hatte ihre Hände zu Fäuste geballt.
„Wieso, Izzy? Wieso hatten sie es verdient? Ich begreif es nicht“, verlangte Catherine zu erfahren. Am liebsten hätte sie ihre aufgelöste Freundin in den Arm genommen, aber Catherine spürte, dass von Izzy gerade die meiste Gefahr ausging.
Izzy lachte humorlos. „Du begreifst es tatsächlich nicht“, stellte sie fest. „Frag doch deinen Meister. Oder hast du zwischen eurer Vögelei keine Zeit, ihn danach zu fragen?“
Natürlich wusste Catherine, dass Izzy sie damit provozieren wollte und auch Erfolg damit hatte. Trotzdem versuchte Catherine ruhig zu bleiben. „Wenigstens erkennt er noch den Unterschied zwischen Recht und Unrecht“, knurrte Catherine. „Im Gegensatz zu dir und deiner Schwester.“
Wie aus dem Nichts traf die Energiewelle ihren Körper,  um Catherine rücklings auf den Boden zu katapultieren. Kurzzeitig blieb ihr dabei die Luft weg und vor ihren Augen explodierten schwarze Sterne. Aber jetzt war keine Zeit für eine Ohnmacht. Sofort fokussierte sich Catherine wieder und versuchte, sich aufzurichten. Dabei erkannte sie, dass Izzy dabei war, die Türen vom Tempel zu öffnen. Catherine wusste, dass die Außenhülle mit einem Schutzzauber versehen war, doch galt das auch im Inneren? Von innen konnte Izzy offenbar die Türe problemlos öffnen, denn Catherine hörte sofort eine zweite Frauenstimme, die sich bei Izzy bedankte. Langsam schlich sich auch die Erkenntnis in Catherines Kopf, dass es Izzy war, die sie aus dem Nichts angegriffen hatte. Catherine konnte nicht sagen, vor wem sie sich jetzt mehr fürchtete – vor Ava, der mörderischen Magierin, oder Izzy, ihrer Freundin, die offenbar die Seiten gewechselt hatte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie erkannte, dass Ava den Tempel betrat.
„Hervorragend, Schwesterherz. Ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann“, hörte Catherine Ava sagen. Entgegen ihrer Aussage Catherine gegenüber, klang die Tonlage bei Izzy ruhiger, fast liebevoll.
Catherine zwang sich dazu, auf die Beine zu kommen, was ihr jedoch nicht gelang.  Sie musste irgendetwas tun. „Tut das nicht“, presste sie hervor. Izzys Angriff hatte ihr im wahrsten Sinn einen Schlag in die Magengrube gegeben, sodass Catherine mehr und mehr um Atem ringen musste.
Jetzt galt Avas ganze Aufmerksamkeit Catherine, die noch immer auf dem Boden saß. Wie ein Insekt, das sie gerade auf der Anrichte entdeckt hatte, strafte Ava sie mit einem giftigen Blick. „Und sie ist die Einzige hier im Tempel? Wie erbärmlich“, kommentierte Ava Catherines Anwesenheit.
Avas Stiefel hinterließen auf dem glatten Boden des Tempels ein seltsames, fremdes Geräusch, während sie langsam auf Catherine zuschritt. „Ja, aber sie tut uns nichts. Sie wird uns helfen“, fand jetzt Izzy ihre Sprache wieder.
Ava stoppte in ihrem Gang, durchbohrte Catherine weiterhin mit ihrem Blick, während sie ihrer Schwester antwortete. „Das glaube ich nicht. Hast du nicht gesagt, sie ist dem Tempelmeister hörig?“, fragte Ava, ohne den Blick von Catherine zu nehmen.
Izzy warf ihrer am bodenliegenden Freundin einen seltsamen Blick zu. „Na ja, hörig ist vielleicht das falsche Wort“, kam eine fadenscheinige Aussage.
Catherine sah zu Izzy und erkannte in ihrem Blick einen Hauch des Bedauerns. „Ihr solltet verschwinden. Meister Strange wird jeden Moment zurückkommen“, versuchte es Catherine erneut. Mittlerweile wollte sie Ava nur noch von hier fort bekommen. Diese Frau strahlte eine Aura aus, wie es nur der Tod persönlich haben konnte.
Für einen Augenblick herrschte Totenstille, dann ein Geräusch, so minimal, dass Catherine meinte, sich verhört zu haben. Doch das hatte sie nicht. Ava lachte leise, heuchlerisch und bösartig.
„Oh, wie niedlich. Du hältst an einem Mann fest, dem genauso Blut an den Händen klebt, wie Schwester Josi, Detective Timmons und Onkel Freddy“, sprach Ava bedrohlich ruhig. „Strange ist nicht besser, als all diese Verräter. Er war es, der unseren Vater getötet hat.“
„Nein, das ist nicht wahr.“ Auf einmal spürte Catherine eine entsetzliche Wut in sich. „Und du weißt, dass das nicht stimmt.“
Ava ging vor Catherine in die Hocke und legte den Kopf schief. „Mein Vater hatte edle Absichten, die Strange nicht sehen wollte“, flüsterte sie. „Kann es sein, dass dein Urteilsvermögen getrübt ist?“
Ertappt fixierte Catherine die Frau vor ihrer Nase. Sie wusste, dass es Stephen war, der am Verschwinden der Zeloten Schuld hatte – und das berechtigter Weise! - doch das gab Ava noch lange nicht die Freiheit, ihn mit einem Mörder gleichzusetzen.
„Aha, daher weht der Wind“, sagte Ava plötzlich. „Da liegt Liebe in der Luft. Beruht das auf Gegenseitigkeit?“

Catherine ersparte sich eine Antwort. Hier am Boden, ohne Schutz und praktisch wie ein Reh im Scheinwerferlicht, konnte sie nichts tun oder sagen, um Ava zu besänftigen. Diese Frau hatte ein hervorragendes Talent, ihr immer und immer wieder das Wort im Mund herumzudrehen. Und eines konnte Catherine mit Sicherheit sagen – Ava würde mit allen Mitteln das bekommen, was sie verfolgte. Egal, wie viele Opfer diesen Weg pflasterten. Oscar Timmons, der damalige Detektive, und Schwester Josi – konnte es sein, dass sie damit Josphine Kaine gemeint hatte? Und natürlich Onkel Freddy. Damit konnte nur Frederic Jacobson gemeint sein. Stephen hatte ihr erzählt, dass dieser Mann die meiste Wut abbekommen hatte. All diese Menschen trugen in Avas Augen eine Schuld. Die Schuld am Bruch ihrer Familie. Wenn Stephens Geschichte stimmte, dann war die Wut auf Frederic absolut nachvollziehbar, aber warum Oscar Timmons und Josephine Kaine?

Noch immer lief Ava vor ihr auf und ab, behielt Catherine dabei im Blick, wie ein Raubtier seine Beute. Doch die Angst vor Ava stand an zweiter Stelle. Vielmehr beunruhigte Izzys Verrat sie. Izzy war ihre beste Freundin und Catherine hätte ihr ihr eigenes Leben anvertraut. All dieses Vertrauen, das sie über die Jahre aufgebaut hatten, wurde mit einem Wimpernschlag in Stücke gerissen. Dieses Gefühl hatte etwas in Catherine zerstört. Hatte sie der Falschen vertraut? Hätte sie von Anfang an sehen können, was mit ihr los war?

Izzy hob ruckartig ihren Kopf. „Hier ist noch jemand“, sagte sie plötzlich.
„Gut, dann kann er gleich zusehen, wie seine kleine Freundin stirbt“, kommentierte Ava diese Aussage. Sie ahnte, dass es sich dabei um Strange handeln musste.
„Was?“, kam es entsetzt von Izzy. „Nein, warte, du hast gesagt, du tust ihr nichts. Das hier sollte nur gegen Strange gehen.“
Catherine entkam ein panischer Laut. „Verdammt, Izzy oder Ida oder wer auch immer du jetzt bist – Stephen Strange ist garantiert nicht der Sündenbock für euch. Was soll der Mist? Das alles bringt eure Familie nicht zurück!“, spie sie.
Avas Augen hatten sich nochmal verdunkelt. „Ida. Ihr Name ist Ida! Nicht Izzy. Diesen Namen hat ihr diese Schwester im Waisenhaus gegeben“, zischte sie erbost.
Catherine warf einen flüchtigen Blick zu Izzy, die neben Ava stand und offenbar sehr durcheinander wirkte. Catherine konnte nur erahnen, wie sie sich fühlte, mit all diesen neuen Informationen und der Schwester, die sie nicht gekannt, aber dennoch vermisst hatte.
„Schwester Josi. Du hast sie umgebracht, weil sie deiner Schwester einen neuen Namen gegeben hat?“, fragte Catherine, die jedoch nicht schnell genug reagieren konnte, um Avas Hand abzublocken. Die dunkelhaarige Frau zog sie am Kragen ihres Oberteils zu sich heran. Catherine konnte die hasserfüllte Aura spüren, die Ava umgab.
„Es gibt für jeden Tod einen guten Grund. Auch für deinen. Du gehst mir nämlich auf die Nerven“, knurrte Ava gefährlich leise.
Plötzlich vernahm Catherine schwere Schritte und das konnte nur einer sein. Selten hatte Catherine solch eine Welle der Erleichterung verspürt, als seine Stimme erklang. „Lass sie los!“, forderte Stephen, der am oberen Treppenabsatz auftauchte, mit lauter Stimme.
Augenblicklich galt Avas Aufmerksamkeit nun mehr Stephen. „Ah, sieh einer an. Der Oberboss“, giftet sie, ließ Catherine aber los.
Stephen stand regungslos da, den Blick auf die drei Frauen im Eingang gerichtet. „Diese Puppe und die Drohung im Kamar-Taj waren nur eine Ablenkung, oder, Miss Rafferty?“ Ein wütender Blick traf Izzy.
„Ihr Nachname ist Ibsen“, belehrte Ava ihn.
Izzy ignorierte Avas Einwurf, sah einfach nur schuldbewusst zu ihrem Meister auf und es bedurfte keiner Worte, um Stephen wissen zu lassen, dass es Izzy war, die die Puppe angebracht hatte. „Das weiß ich“, reagierte Stephen nun auf Avas Aussage. „Sie sind Ella Ibsen. Kaecilius' älteste Tochter.“ Sein Blick traf Izzy und er fügte an: „Dann sind Sie Ida.“
Izzys Unterlippe zitterte unkontrolliert. Sie schien den Tränen nahe zu sein. „Tut mir leid, Cat“, sagte sie plötzlich und sah zu ihrer Freundin.
Catherine schüttelte nur ungläubig den Kopf, während sie Stephens Blick im Nacken spürte. „Was sollte dieses Ablenkungsmanöver?“, wollte Stephen wissen. Seine Stimme hatte an Schärfe zugenommen.
„Hm, eigentlich wollte ich einen Blick in den Artefaktenraum werfen, aber dann ist mir leider Ihre Freundin in die Quere gekommen“, gab Ava offen zu.
Auf einmal preschte Izzy nach vorne zur ersten Treppenstufe, fiel dabei fast auf die Knie.„Meister Strange, ich verspreche Ihnen, dass sie niemandem mehr schaden wird! Bitte, lassen Sie uns einfach gehen“, versuchte Izzy einen kargen Rettungsversuch. Ihre Stimme klang brüchig. Offenbar drang nun langsam in ihr Hirn, was für einen Verrat sie begangen hatte.
Stephen kniff die Augen zusammen. „Ist das ihr Ernst? Ihre Schwester hat drei Menschen getötet und mehrere verletzt, und Sie wollen, dass ich Ihnen gestatte, einfach durch diese Türe zu spazieren?“, fasste er erbost zusammen.
Mittlerweile hatte sich auch Catherine wieder auf die Beine berappelt. Erst jetzt bemerkte sie, dass auch Wong anwesend war. Der Meister mit dem starren Gesichtsausdruck stand neben Stephen und schien sich auf alles gefasst zu machen.
„Eigentlich hatte ich nicht vor, schon zu gehen“, ließ Ava alle Anwesenden wissen.
„Wir hatten auch nicht vor, Sie gehen zu lassen“, konterte Stephen, fügte jedoch an: „Ich gebe Ihnen jetzt die Möglichkeit, freiwillig aufzugeben oder es wird unschön.“
Ava machte ein paar Schritte auf die Treppe zu, warf dabei kurz einen Blick zu Catherine. „Tja, Meister Strange, ich bevorzuge den unschönen Weg. Aber das wissen Sie sicherlich“, grinste sie humorlos, wobei das Lächeln augenblicklich erstarb und sie leise flüsterte: „Verletze die Menschen dort, wo es ihnen am meisten weh tut.“

Als würde sich das ganze Geschehen nun plötzlich in Zeitlupe fortbewegen, erkannte Catherine diesen spitzen Gegenstand, den Ava in ihren Händen formte. Dummerweise sah Ava ihr noch immer in die Augen, was bedeutet, dass sie damit auf Catherine zielte. Bevor Catherine jedoch die Hände heben konnte, wurde Ava von einer Energiewelle zurückgeschleudert. Ein greller Schrei durchschnitt die Luft und zerstörte Catherines Wahrnehmung einer Zeitlupe. Sofort lief alles in normaler Geschwindigkeit weiter – Izzy, die panisch aufgeschrien hatte; Ava, die sich aus dem Trümmerfeld, das sie bei ihrem Sturz angerichtet hatte, wutentbrannt erhob; und Stephen, der noch immer mit ausgestreckten Armen dastand. Offenbar war er es, der Ava ausgeknockt hatte.

Ava ließ diese Atttacke jedoch nicht auf sich sitzen. Mit dem Ausruf „Mörder!“ beschwor sie erneut einige Energiebälle, die sie sofort in Stephens Richtung schleuderte. Fast schon unbeeindruckt wich Stephen der Attacke aus, indem ihn der Schwebemantel anhob. Wong hingegen bildete jetzt einen Schutzschild und feuerte fast im selben Augenblick ein orange-glühendes Mandala zurück. Ava war jedoch eine absolute Könnerin auf ihrem Gebiet der Magie. Wongs Attacke konterte sie brillant – wie Catherine zugeben musste. Catherine zog sich unterdessen zurück und warf einen Blick zu Izzy. Die hatte inzwischen schützend ein paar Mandalas an ihren Händen erscheinen lassen, doch ansonsten wirkte sie beinahe fehl am Platz. Die sonst so talentierte Musterschülerin kam in diesem Moment mehr einer Praktikantin gleich, die nicht wusste, was sie tun sollte. Catherine versuchte, ihr über Blicke etwas zu sagen, doch Izzy reagierte nicht. Sie schien wie in Trance zu sein, fest davon überzeugt, ihrer Schwester zu helfen, aber gleichzeitig keinen der Meister anzugreifen.
Catherine schüttelte mitleidig den Kopf. Langsam zog sie sich zurück und ging hinter einer Säule in Deckung. Sie konzentrierte sich wieder auf Stephen, Wong und Ava, die einen Kampf ablieferten, als würden sie miteinander tanzen. Dabei fiel Catherine auf, was Wong und Stephen für ein gutes Team abgaben. Schleuderte Ava einige Gegenstände nach ihnen, öffnete Stephen ein Portal, das die Stücke verschwinden ließ, und im selben Atemzug, ließ Wong ein Portal erscheinen, das die Gegenstände wieder zurück an ihren Absender schickten. Zwar war Ava eine hervorragende Magierin, aber gegen Stephen hatte sie absolut keine Chance. Er zeigte die unterschiedlichste Magie, die Catherine jemals gesehen hatte; war konzentriert und ganz darauf fokussiert, dass niemand Schaden nahm.

Eine Bewegung im Augenwinkel ließ Catherine sofort wieder erstarren. Catherine bemerkte, wie Izzy rückwärts langsam zur Türe lief. Offenbar wollte Izzy verschwinden. Das wollte Catherine nicht zulassen. Augenblicklich kochte die Wut in ihr hoch. Die Wut über Izzys Verrat und ihr mangelndes Urteilsvermögen. Ava war ihre Schwester, aber dieser Frau klebte Blut an den Händen. Zu welchem Preis gab Izzy ihre Freunde also auf?
„Stehenbleiben!“, schrie Catherine ihre Freundin an.
Erschrocken sah Izzy zu ihr. Ihre Augen waren glasig, ihre Hände begannen zu zittern. „Lass mich gehen“, konnte Catherine von ihren Lippen ablesen.
Wütend ballte Catherine ihre Hände zu Fäusten. Sie wollte Izzy aufhalten, doch wenn sie jetzt auf sie zusprinten würde, würde sie direkt zwischen die kämpfenden Parteien kommen. Plötzlich kam ihr eine Idee. Sie musste nur einen Zauber anwenden, den sie vor einiger Zeit in Stephens Unterricht gelernt hatte. Zwar hatte dies nie so richtig geklappt, aber jetzt musste es funktionieren! Es gab keinen anderen Weg. Catherine konzentrierte sich, dachte daran, was Stephen ihnen im Unterricht gesagt hatte und benutzte dabei ihre Wut und Enttäuschung, als Antrieb. Tatsächlich spürte sie die Energiewelle in den Adern und holte aus. Ein Aufschrei ging durch die Halle. Catherines Mitgefühl ihrer Freundin gegenüber, die sich unter dem Druck der roten Bänder von Cyttorak wand, hielt sich in Grenzen.
Unterdessen hatte Ava erneut den Weg gegen die Wand gefunden. Dieses Mal hatte Wong ihr diesen Stoß verpasst. Stephen hatte derweil bemerkt, dass Izzy sich aus dem Staub machen wollte und reagierte sofort mit einem Zauber, um Catherine, die Izzy noch immer festhielt, zu unterstützen. Vor der Eingangstür entstand ein Konstrukt, das der Spiegeldimension nahe kam, jedoch mehr einer kristallenen Wand ähnelte. Diese Magie hatte Catherine bereits in einem Buch gelesen: Sie nannte sich „Dimensionales Warping“.
„Finger weg!“, ertönte es jetzt aus dem anderen Teil des Eingangs. Ava formte ein weiteres Mandala – eigentlich Rubinring von Raggadorr genannt – und schleuderte es gezielt durch die roten Bänder, die Izzy noch immer festhielten. Durch die abrupte Trennung des Magiesflusses wurde Catherine nach hinten geschleudert, sodass sie wieder auf dem Boden lag. Dieses Mal stand sie jedoch wieder schneller auf den Beinen, da Stephen beiläufig ihren Arm packte und sie wieder hochzog.
Auch Wong hatte sich nun den roten Bändern von Cyttorak bedient und Izzy zu sich gezogen. „Eine hab ich“, ließ er dabei verlauten.
Avas Gesichtsausdruck hatte sich komplett verändert. Ihre Augen glichen nun mehr schwarzen Löchern. Emotionslos, unbarmherzig und eiskalt. Catherine erschauderte bei dem Anblick. Hilfesuchend sah sie zu Stephen, der Ava nicht aus den Augen ließ.
„Sie ist gefährlich und unberechenbar“, flüsterte sie ihm zu.
Stephens Miene blieb starr. „Ich würde uns in die Spiegeldimension katapultieren, aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was für Magie sie verwendet. Wenn sie nur ähnlich wie Kaecilius und seine Zeloten ist, dann ist sie in der Spiegeldimension noch stärker“, erklärte er, wobei es mehr danach klang, als würde er mit sich selbst sprechen.
Ava schrie wütend auf, ähnlich wie ein verwundetes Tier. Dieser Schrei ging Catherine durch Mark und Bein. Nicht nur Wut war darin zu spüren, sondern vor allem Trauer. Jedoch konnte sie keinen weiteren Gedanken mehr greifen, da Ava sofort einen Zauber nutzte, der „die sieben Sonnen von Cinnibus“ genannt wurde. Dabei formte sie zwei rot-glühnende Bälle an ihren Händen und schlug damit so stark auf den Boden, dass durch den gesamten Tempel ein Ruck ging. Stephen reagierte jedoch sofort, beschwor ein Schutzschild, das einem Mandala gleichkam, aber deutlich stärker war, und parierte damit den Angriff. Catherine war dabei automatisch zur Seite gesprungen, da sie Stephens Schutzschild nicht hatte kommen sehen.
Allerdings bereute Catherine sofort, dass sie sich bewegt hatte, denn sofort schlängelten sich zwei Arme von hinten um sie herum. „Gebt mir meine Schwester und ich verschwinde“, zischte Ava ihr boshaft ins Ohr. Der Druck verstärkte sich um Catherines Oberkörper und ihren Hals.
„Ich warne Sie, wenn Sie ihr etwas tun...“, begann Stephen, ließ den Satz aber in der Luft hängen. Der Zorn, der sich in seiner Stimme und seinen Augen anstaute, war Aussage genug.
Izzy war noch immer in Wongs Griff, der nicht so aussah, als wolle er sie loslassen. „Sie werden hier nicht lebend rauskommen. Was haben Sie sich dabei gedacht, einfach einen heiligen Tempel zu betreten?!“, donnerte Wong.
„Ich will meine Familie zurück!“, keifte Ava, während ihre Hand an Catherines Hals wanderte.
„Niemand bringt euch eure Familie zurück“, konterte Stephen, der ein weiteres Schutzschild an seiner linken Hand entstehen ließ. Er sah so aus, als würde er es jeden Moment gegen Ava einsetzen.
„Er hat Recht“, brachte Catherine noch über die Lippen, was von Ava ignoriert wurde.
Auf einmal spürte Catherine einen eindringlichen Blick. Ihre Augen wanderten und erkannten, dass es Stephen war, der sie mit Blicken durchbohrte. Er war wütend, das konnte sie sehen, aber irgendwie schien es so, als wolle er ihr etwas sagen. Dieser Blick war genau derselbe, als er ihr gesagt hatte, sie solle sich nicht ablenken lassen. Ablenkung. Das hat er zuletzt angesprochen, als wir über meine Kräfte diskutiert hatten.
Catherine konzentrierte sich, spürte wie die Energie durch ihre Adern floss. Jetzt musste sie diese nur noch frei lassen. Dabei kam ihr die Wut auf Izzy und Ava nur zu Gute. Die Energiespur rollte durch ihren gesamten Körper und fast wie vor achtzehn Jahren entlud sich diese Welle. Ava hatte dies nicht kommen sehen. Mit einem erstickten Schrei ging die Frau zu Boden und für einen kurzen Moment spürte Catherine ihr zwölfjähriges Ich wieder, das den Mörder ihrer Eltern in die Flucht geschlagen hatte. Zitternd und komplett durch den Wind ging Catherine zu Boden.
Ava stand jedoch schnell wieder auf den Beinen. Rote Wellen überzogen ihren Körper, ehe sie vor den Augen aller zu einer Schar von Schmetterlingen verpuffte. Sie war verschwunden.
„Verdammt, was war das?“, fragte Stephen fassungslos.
„Eine Transmutation. Ein uralter Zauber“, antwortete Wong knurrend. „Woher hat sie dieses Wissen?“
„Keine Ahnung, aber ich werde es herausfinden“, knurrte Stephen, der sofort zu Catherine eilte. „Alles in Ordnung?“
Sie nickte hastig. „Ja, es geht schon“, log Catherine, die innerlich komplett durcheinander und ausgelaugt war.
Stephen schien ihr diese Aussage nicht ganz abzukaufen, behielt es aber für sich. „Du hast also verstanden, was ich von dir wollte“, stellte er fest und strich ihr liebevoll die Haare aus dem Gesicht.
Wieder ein Nicken. „Ein Glück, dass ich deine Blicke inzwischen deuten kann“, sagte sie und lächelte wieder.
Auch Stephen musste schmunzeln und zog sie dabei sofort wieder auf die Beine. „Da bin ich ja beruhigt“, erwiderte er, wobei er sie zärtlich in den Arm nahm. „Und offenbar hast du in meinem Unterricht aufgepasst.“
Catherine schmiegte sich seufzend an seine Brust. Ihr Blick fiel jedoch rasch zu Izzy. „Was passiert jetzt mit ihr?“, fragte sie.
Stephen bedachte die junge Magierin mit einem finsteren Blick. „Mit ihr werden wir jetzt ein paar Worte wechseln“, knurrte er.

Stephen löste die Umarmung und schritt auf Wong zu. Dabei strafte er Izzy mit einem verachtenden Blick und lief mit beiden die Treppe empor. Catherine blieb dabei alleine zurück und fühlte sich unendlich einsam. Izzy war ihre beste Freundin gewesen. Doch Izzy hatte sich entschieden, ihrer dahergelaufenen Schwester mehr zu vertrauen, als ihrer besten Freundin. Auf einmal kam sich Catherine unendlich dumm vor. Offenbar hatte sie das Loch in Izzys Herzen niemals füllen können, egal, wie viel Vertrauen sie ihr entgegengebracht hatte.
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