Limitless ~ We are the weirdos

von hippieowl
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
18.06.2018
11.01.2019
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Beide betraten das Innere des Hauses.
Die Blondine ging voraus und verschwand in der Küche, aus der im nächsten Moment auch schon herausgerufen wurde: „Was willst du trinken? Gin, Vodka oder Whiskey?“
„Ich möchte niiiichhtss…“
Es war ein dumpfer Aufschlag auf den Boden und ein Zischlaut zu hören.
Phasma lugte aus der geöffneten Türe hinaus und begann zu lachen. „Was machst du da?“
Kylo stemmte sich nach oben und schaute sie entnervt an. „Nach was sieht es denn aus? Ich bin in dieser Finsternis über dein Paintball-Gewehr gestolpert und auf den Boden gelandet.“
Die junge Frau trat auf den Lockenkopf zu, packte ihm am Arm und zog ihn hoch.
Warum musste Ren in solchen Momenten immer eingeschnappt reagieren? Wie oft war sie in der Dark Side schon über Krimskrams der männlichen Bewohner der WG gestolpert - und sie hatte sich nie beschwert.
„Kylo, man kann den Lichtschalter bedienen“, bemerkte die Blondine forsch und hatte mit einer Handbewegung das Licht angeschaltet.
„Jaja…“
Der Jüngere schüttelte die Hand seiner Kommilitonin ab und streckte seinen Rücken durch.
Normalerweise war er aufmerksamer in solchen Dingen, doch irgendwie machte ihm das gehörte Gespräch von Rey und Mitaka einen Strich durch die Rechnung.


*bum bum bum diddly dum diddly diddly dum*



Mit einem erschrockenen Ausdruck im Gesicht, zog Kylo sein Smartphone aus der Jacke und schaute auf das Display – es war eine ihm unbekannte Nummer.
Phasmas Augen schweiften ebenfalls auf die Fläche worauf sie leicht zu grinsen begann. Diese Zahlenfolge kannte sie nur zu gut.
Noch bevor der junge Mann reagieren konnte, drückte die Blondine auf die Lautsprechertaste und deutete Kylo an zu sprechen.
„Hallo?“
„Ren? Hier ist Hux. Ähm…ich wollte mich nur nach deinem Befinden erkundigen.“
Der Lockenkopf musste unwillkürlich lächeln. Er war zum zweiten Mal überrascht von Armitages fast fürsorglichen Verhaltens. „Oh mir geht es gut. Aber was kann man auch erwarten nachdem man von einem Familienmitglied gesagt bekommt, dass man sich lieber im Erdboden eingraben sollte.“

Eine kurze Stille trat ein bevor er von Phasma einen Klaps auf den Hinterkopf bekam.
Ihr ging es eindeutig zu langsam. Wann begriffen die beiden endlich, dass sie miteinander reden mussten?
Der Kleinere trat einen Schritt zur Seite um einer weiteren Attacke aus dem Weg zu gehen.
„Woher hast du überhaupt meine Nummer?“
„Längere Geschichte…“
Mit den Augen verdrehen ergriff Phas das Wort: „Armitage, beweg‘ dein Hintern in mein Haus. Und ich sag es nicht noch einmal, sonst komme ich selbst nach draußen und hole dich.“
Kylo starrte sein Gegenüber mit einen Entsetzen in den Augen an.
Die Blondine allerdings zuckte nur mit den Schultern und grinste breit. Doch als sie bemerkte, dass Ren das Gespräch beendet hatte, stockte sie.
War der Typ so bescheuert oder tat er nur so? Warum beendete man einfach so ein Telefonat ohne jede Vorwarnung? Doch nicht mit ihr. Sie hatte einen Plan und würde diesen auch umsetzten.
Also drückte sie sich an Kylo vorbei und eilte mit schnellen Schritten zur Haustür.
Doch die gezischten Worte der gereizten Stimme ließen sie innehalten.
„Was hast du vor Phas? Und warum ist er hier? Hast du etwas damit zu tun?“
„Ich wasche meine Hände in Unschuld. Armitage ist ganz allein zu mir gefahren. Ich habe nur so gehandelt, dass der General nicht die Flucht ergreift, als wir ausgestiegen sind.“
Phasma öffnete die massive Türe und trat hinaus.
Kylo sah ihr nach und verfluchte die Blondine innerlich. Warum hatte sie ihm nicht gesagt, dass der Ginger draußen vor ihrem Haus gewartet hatte? Er kannte diese Frau. In dieser Beziehung war sie hinterhältig und skrupellos. Sie hatte etwas vor und das beunruhigte ihn.

Seine Beine trugen ihn in die Küche.
Ihm war heiß und schlecht. Er wollte nicht auf Armitage treffen, da seine Nerven gerade nicht bereit dazu waren.
Jedenfalls nicht wenn er gerade in Erfahrung gebracht hatte, dass beide sich im Weg standen um die Gefühle zu zulassen, die sie beide für den jeweils anderen empfanden.
Kylo trat an die Spüle heran und betätigte den Wasserhahn. Mit hastigen Bewegungen spritzte er sich das kühle Nass ins Gesicht. Wie sollte er die nächsten Minuten oder Stunden überleben ohne sich wie einer der größten Vollidioten der Stadt zu verhalten?

*


Phasma eilte aus der Eingangstür und marschierte mit gezielten Schritten auf den VW-Bulli zu, der hinter Bäumen versteckt stand.
Sie hatte Glück, dass Hux überhaupt noch anwesend war. Jetzt musste sie es nur hinbekommen, dass der Ginger nicht doch noch abhaute.
Sie sprintete die letzten Meter und öffnete abrupt die Autotür, was dazu führte dass Hux in eine kurze Schockstarre verfiel.
Nach wenigen Sekunden jedoch hatte er sich wieder gefasst und blickte mit einem entgeisterten Gesichtsausdruck auf die Blondine. „Phasma, wieso ist Kylo bei dir?“
Die junge Frau lehnte sich gegen die Autotür und betrachtete den Ginger spöttisch. „Nun mein Lieber es erstaunt mich, dass du ihn nicht schon bei unser Ankunft gesehen hast, bei deiner Neugierde manchmal, aber gut. Du kommst jetzt mit und redest mit ihm.“
Hux öffnete seinen Mund, doch es kam kein Ton heraus und eher er sich versah, packte ihn Phasma am Arm. „Kein Aber. Komm jetzt…“
Die Blondine zog den jungen Mann aus dem Auto, schmiss die Türe zu und zog ihn hinter sich her zum Haus. „Verdammt, lass mich los.“
„Bin ich von allen Geistern der Macht verlassen? Sicherlich nicht.“
Phas schüttelte den Kopf. Sie hatte das Vorhaben von Vika und ihr nicht vergessen.



Keine Minute später standen sich Ren und Armitage gegenüber.
„Ihr zwei redet jetzt.“
Hux wandte sich an die Blondine mit bittenden Augen.
Er versuchte Ruhe zu bewahren, doch diese schwand allmählich bei dem Anblick, den Kylo bot – zerzaustes Haar, blasse Haut von der Wasser abperlte und die warmen Augen die ihn eindringlich musterten. „Phas.“
Seine Kommilitonin schob Hux weiter in den Raum ein. „Nein, Armitage. Du springst jetzt über deinen Schatten.“ Bei dem Anblick des spöttischen verzogenen Gesichts von Ren, verzog Phasma ihre Lippen zu einem hinterhältigen Grinsen. „Genauso wie du Kylo. Glaubt nicht, wir hätte diese Szene in der Küche damals nicht mitbekommen.“
Mit diesen Worten knallte die Blondine die Holztür hinter sich zu, ohne auf die beiden zu achten, die sie entgeistert anstarrten.

Kylo fing sich als erstes wieder, setzte sich an den Küchentisch und spielte mit einem Stift, der auf dem Tisch lag um seine Gedanken zu ordnen.
„Warum hast du jetzt eigentlich meine Nummer?“, fragte der Lockenkopf und sah zu dem Älteren, doch dieser ignorierte ihn. „Armitage, ich kann dir versichern, dass Phas uns nicht eher gehen lässt bevor wir nicht miteinander geredet haben. Also?“
Die blassgrünen Augen schweiften zu seinem Gegenüber und bleiben an dessen Händen hängen, die immer noch mit dem Stift spielten.
„Ich habe mir Sorgen gemacht.“ Er blickte auf und starrte genau in die braunen Augen, die ihn musterten. „Deswegen habe ich versucht deine Nummer zubekommen. Und schlussendlich habe ich sie von deiner Mitbewohnerin erhalten.“
„Stopp du hast dir Sorgen gemacht? Um mich? Weswegen denn?“ Hux ließ sich auf den gegenüberliegenden Stuhl fallen und seufzte. „Denkst du wirklich, mir ist dein panisches Verhalten nicht aufgefallen?“
„Ich war nicht panisch.“
„Natürlich nicht, ich habe mir das alles nur eingebildet.“

Auf diese Worte erfolgte Stille, in der beide ihren Gedanken nachhingen.
Armitage reflektierte die Situation. Was würde passieren wenn er über seinen Schatten springen würde, wie es Phasma so schön formuliert hatte? Entweder er würde auf Verständnis oder das Gegenteil treffen.
Doch schätze er Kylo so ein?
Der Student konnte die Frage für sich mit einem Nein beantworten, als er von einer dunklen Stimme in das hier und jetzt zurückgeholt wurde.
„Darf ich dich etwas fragen?“
„Frag mich doch einfach Kylo.“
„Deine Texte…es steckt noch etwas anderes dahinter, warum du diese verfasst oder?“
Ren bemerkte, wie sich Armitage versteifte und handelte aus dem Effekt heraus indem er nach seiner Hand griff. „Du kannst mir vertrauen…“
Hux starrte auf die riesige Hand, die sich auf seine gelegt hatte.
Seine Gedanken rasten.
Was wollte Kylo damit bei ihm bewirken? Dass er sich ihm anvertrauen würde, einfach so? Er entzog sich ihm, stand auf und füllte sich ein Glas mit Leitungswasser.
„Das habe ich schon einmal gehört. Auf solche Aussagen kann ich getrost verzichten.“
Der Rothaarige setzte sich wieder, allerdings behielt er dieses Mal seine Hände bei sich.
„Mein Vater hat zu mir mal gemeint, dass es die Seele erleichtert wenn man mit einer anderen Person über seine Probleme spricht“, meinte Kylo und versuchte nicht sich seiner steigenden Nervosität anmerken zu lassen.
„Schön für ihn…“
Beide starrten auf einen imaginären Punkt vor sich, als Armitage seinen letzten Schluck austrank und aufstand.
„Ich muss wieder los.“ Der Ältere schob den Stuhl zurück und ging ohne Ren eines Blickes zu würdigen zur Tür. Nur die leisen gewisperten Worte hielten ihn davon ab, die Klinke herunterzudrücken.
„Meine Eltern hatten Angst vor mir.“
„Was?“ Hux drehte sich um.
„Meiner Eltern hatten Angst vor mir, deswegen haben sie mich zu meinem Onkel geschickt“, ließ Kylo verlauten und beobachtete sein Gegenüber, wie dieser wieder näherkam.
„Wieso sollten sie Angst vor dir gehabt haben? Hast du nicht jeden erzählt, dass deine Ex-Freundin dich gestalkt hat und du deswegen zu Skywalker abgehauen bist?“
„Das war eine Lüge…ich…ich hatte nie eine Ex-Freundin. Um ehrlich zu sein hatte ich noch nie eine Beziehung. Also außer einem flüchtigen Kuss oder so war da nichts.“
Mit einem Mal stand Hux vor Kylo und kniete sich vor ihm hin. Er wusste, dass sich der Lockenkopf überwinden musste, aber einen Versuch war es wert, weswegen er dessen Hand in seine nahm.
„Ich kann das nicht…“, flüsterte der Jüngere leise.
„Was kannst du nicht?“
„Dir das alles erzählen. Keiner weiß etwas davon.“
„Kylo…“ Der Ginger strich mit dem Daumen über desanderen Hand.
„Nein, lass mich los.“
Doch sein Gegenüber tat nichts dergleichen und schaute ihn einfach nur an.
„Lass mich los!“, schrie der junge Mann und knallte mit seinem Arm unbewusst an die Kante des Tisches. „Warum muss bei mir immer alles schief gehen?“
Dieser Satz war zu viel für Armitage.
Er erhob sich und baute sich vor dem Schwarzhaarigen auf. Dachte er wirklich, dass sein Leben schrecklicher gewesen war, als jedes andere? „Kylo versinke nicht in Selbstmitleid. Ich hatte ein beschisseneres Leben als du. Siehst du mich jammern?“
In Rens Inneren brannten ebenso langsam die Sicherungen durch.
Dieser verdammte Ginger brachte ihn zur Weißglut. Dachte dieser Typ wirklich er wäre so hart, wie er es vorgab zu sein? Derjenige, der alles schaffte und das unter Bestleistungen? „Nein, da du deine Gefühle unterdrückst. Nur bin ich emotional anders gesteuert als du.“
„Ich verdränge nicht“, antworte Hux mit zusammengebissenen Zähnen und verbarg die aufkommende Panik, da Kylo sich ihm näherte.
„Doch tust du. Warum wohl lässt du dich nicht auf jemand anderes ein?“
„Weil…“ Die Worte verliefen ins Leere, da Armitage vor Überraschung kein Wort mehr herausbekam - Ren hatte ihn gegen die Kühlschranktür gepinnt und schaute ihm entschlossen in die Augen.
„Du hast Angst, genau wie ich“, flüsterte der Lockenkopf gegen sein Ohr.
„Und warum verrätst du mir dann dein Geheimnis nicht?“
Ein freudloses Lachen war zu hören. „Meine Eltern haben sich nie für mich interessiert. Meine Mutter wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten und mein Vater…“ Kylo brachte wieder einen kleinen Abstand zwischen sie beide. „…er ist wieder auf Reisen gegangen weil er dieses heile Familienbild nicht mehr mitspielen wollte.“
Die braunen Augen musterten den Kleineren, doch dieser starrte ihn einfach nur an.
Dieser ausdruckslose Blick brachte Rens Emotionen zum Überlaufen und er packte Armitages Unterarm noch fester, als er es schon tat. „Ich habe eine offene, physische Form der Aggression entwickelt. Meine Mutter körperlich bedroht und autoaggressives Verhalten gezeigt.“
Der Lockenkopf näherte sich ihm wieder und musterte ihn gefährlich. „Eines Nachts konnte ich meine Eltern dabei belauschen, wie sie sich darüber ausgetauscht haben, wohin ich sollte. Bei ihnen wäre der gute Ruf in Gefahr gewesen, also wurde ich zu meinen Onkel abgeschoben. Da hat sich…“
„Kylo…“, zischte Hux aggressiv und versuchte sich von ihm zu lösen, doch dies scheiterte kläglich. „…du tust mir weh.“
Der Jüngere blickte auf den Arm, den er immer noch umklammert hielt und schreckte zurück.
Von Armitages blasser Haut lief das Blut hinab und tropfte auf den Boden.
Mit einer schnellen Bewegung hatte er ein Stück Küchenrolle ergriffen und drückte es auf die Schnitte, die der Haut zugefügt worden waren.
„Warum machst du das? Heute Nachmittag war da noch nichts gewesen.“
Doch Hux winkte ab und rutschte an der Kühlschranktür herunter.
Er blieb auf dem Boden sitzen und starrte auf seine Hände.
Kylo fuhr sich durch die Haare und ein Seufzer entfuhr seinen Lippen.
Er war zu weit gegangen. Seine Emotionen hatten wieder einmal die Überhandgenommen.

Der junge Mann ging vor ihm auf den Boden und umfasste dessen Kinn, sodass der Ginger ihn anschauen musste.
Der Lockenkopf hatte einen Entschluss gefasst.
Heute musste er einmal in seinen Leben mutig sein und über seinen eigenen Schatten springen.
„Es tut mirLeid.“ Mit diesen Worten beugte sich Kylo nach vorne und verschloss die Lippen Armitages mit seinen.
Hux versteifte sich, doch als er bemerkte dass sein Gegenüber ihn trotz alledem näher zu sich zog, erwiderte er den Kuss sanft.
Die schmalen Hände verfingen sich in dem dichten dunklen Haar, während der Ältere mit einer Leichtigkeit nachvorne gezogen wurde und sie sich beide in der Horizontale wiederfanden.
Wegen des Luftmangels unterbrachen sie ihr Spiel und Hux setzte sich auf, betrachtete den Schwarzhaarigen. „Wie hat sich denn dein autoaggressives Verhalten geäußert?“
Kylo schaute in die blassgrünen Augen, setzte sich ebenfalls auf und wisperte in die Stille, die sie umgab. „Ich habe jedes Mal meine Handknöchel blutig geschlagen…Und du verletzt dich selbst. Warum? Du hast doch keinen Grund dazu.“
Armitage schaute beschämt zur Seite, als er dann auch noch die kalten Hände auf seinen spürte, fing er an zu zittern.
„Deine Narben auf dem Rücken kommen nicht von ungefähr oder? Dein Vater hat dich geschlagen und gedemütigt, deswegen…“
„Sehr gut kombiniert“, unterbrach Hux ihn brüchig und versuchte das aufkommende Glitzern in seinen Augen zu verbergen.
Allerdings bemerkte es Kylo, worauf er ihm mit den Daumen über die Wange strich und ihn aufmunternd zulächelte. „Hey…du bist ein großartiger Mensch und das weißt du auch. Also hör bitte damit auf dich selbst zu verletzten.“
Der Angesprochene nickte dankbar und bemerkte leise. „Vielleicht sollten wir zu Phas gehen. Wie ich sie kenne hat sie bestimmt die ganze Zeit an der Tür gelauscht.“
„Ja aber erst einmal muss dein Arm verbunden werden.“
Mit einem Mal wurde die Türe aufgerissen und eine grinsende Phasma stand vor ihnen. „Ich habe es gewusst.“
Die zwei Männer starrten sie ertappt an und ihre Wangen nahmen einen rötlichen Hauch an.
Die Blondine lächelte leicht und gab beruhigend zu: „Ich habe euch durch das Schlüsselloch beobachtet“, worauf ihre Miene wieder einen hinterlistigen Ausdruck annahm.
„Was hast du vor Phas?“, fragte Kylo mit einem misstrauischen Unterton in der Stimme und half Armitage mit, aufzustehen.
„Trinkt ihr mit mir noch einen? Ich muss morgen früher raus, habe noch eine mündliche Prüfung vor mir.“
Die junge Frau richtete ihre Worte an den Ginger, der sie mit einer vorwurfsvollen Miene anschaute. „Bevor du etwas sagst Armitage, ihr bekommt die extreme Mische und ich die leichte.“
„Oh nein, ich kenne deine Mischverhältnisse“, gab Kylo zu verstehen und hob abwehrend die Hände. „Kommt schon, dabei eine Partie Karten und ich kann beruhigt schlafen gehen.“
„Und wir? Ich kann danach nicht mehr Auto fahren, du weißt wie schnell mir der Alkohol in den Kopf steigt“, versuchte es schließlich Hux, doch beide Männer wurden von Phasma schon an den Armen gepackt und in das Wohnzimmer gezogen.
„Ihr könnt hier bleiben und im Gästezimmer schlafen."
Nach einem Blickduell ergaben sich beide Männer der weiblichen Offensive und knickten ein.
„In Ordnung, aber hast du einen Verbandskasten?“, meinte Kylo und nickte in Richtung Armitages Arm. Phasma bejahte dies, holte einen kleinen Kasten aus dem Abstellraum neben der Küche und drückte Ren den kleinen Kasten in die Hand.
Als der Ältere nach den Utensilien greifen wollte, spürte er Kylos Hand auf seiner, die seine wieder hinunterdrückte und hörte die sanfte Stimme die ihm entgegenwisperte: „Untersteh‘ dich. Alleine kann man sich schlecht am Arm verbinden.“
Die Antwort war ein aufrichtiges Lächeln seitens Armitages, das er Kylo schenkte.



~^~^~




Die beiden Männer schleppten sich die Treppe nach oben in den ersten Stock um in das Gästezimmer auf der linken Seite zu gelangen.
Sie hatten nicht viel getrunken, doch es reichte alle mal um ihre Wahrnehmung zu vernebeln und ihren Gefühlen freien Lauf zulassen.
Als sie oben angekommen waren wurde Kylo von Armitage an die nächstbeste Wand gepinnt. „Weißt du, was ich schon immer faszinierend an dir fand.“
Der Größere schüttelte seinen Kopf, aber lächelte leicht. Er konnte sich nicht erinnern, Hux je so beflügelt erlebt zu haben.
„Deine Augen.“
Der Ginger zog sich wieder zurück, fasste Kylo an der Hand und zog ihn in das Zimmer.
Mit einer schnellen Bewegung hatte Ren die Türe geschlossen und beobachtete sein Gegenüber, wie dieser sich bis auf die Boxershorts auszog.
„Hast du Angst dass ich über dich herfalle oder was?“, gab dieser spöttisch von sich und grinste ihm zu. „Nein, warum?“
„Weil du dastehst, als ob du die Flucht ergreifen willst.“
Kylo fuhr sich verlegen durch die Haare und zog sich ebenfalls aus.
Als er sein T-Shirt über den Kopf zog, spürte er schmale Finger auf seiner linken Seite, die über seine alte Narbe fuhren.
„Woher kommt die?“
„Das erzähle ich dir ein anderes Mal. Ich möchte jetzt eigentlich nur schlafen. Der Tag heute war zu ereignisreich.“
Er erinnerte sich nicht gerne an diesen Tag bei seinem Onkel, der ihn gezeigt hatte, wer seine angeblichen Freunde wirklich gewesen waren.
Sein Blick fiel wieder auf das lächelnde Gesicht Armitages, das ihn wieder auf andere Gedanken brachte.
Er ließ sich auf dem Bett nieder und krabbelte zu dem Ginger.
„Es Ist in Ordnung, nur vergiss es nicht“, flüsterte Hux, hob die Decke an und gab Kylo zu verstehen, dass er mit darunter sollte.
Der junge Mann schlüpfte unter das leichte Lacken, legte seine Stirn an Armitages und schaute ihn an. „Ich danke dir. Für dein Vertrauen.“
Anstatt einer Antwort bekam der junge Mann einen federleichten Kuss auf die Lippen. „Und ich dir für deines. Jetzt schlaf gut.“
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