Limitless ~ We are the weirdos

von hippieowl
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Finn General Hux Kylo Ren OC (Own Character) Poe Dameron Rey
18.06.2018
13.05.2019
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Die Dunkelheit umhüllte die beiden Männer.
Kein Geräusch war zu hören, nur das gleichmäßige Atmen, welches die Stille zu vereinnahmen schien.
Kylo starrte still an die Decke und hing seinen Gedanken nach.
Diese Schnitte an den Armen von Armitage und die Narben auf dem Rücken –dieser junge Mann hatte wirklich mehr in seinem Leben zu kämpfen gehabt als er.
Nur weswegen, das wusste er nicht. Allerdings wollte er es wissen um Armitage verstehen zu können. Sein Kopf drehte sich zu seiner Linken.
Mit einem interessierten Blick sah er auf den roten Schopf, der neben ihn lag.
Hux Oberkörper hob und senkte sich gleichmäßig als ob er schon schlafen würde, doch Kylo wusste dass dies nicht der Fall war.
Er drehte sich nun ganz zu dem schmalen Körper und streckte seinen Arm aus.
Mit einer leichten Berührung fuhr er über den vernarbten Rücken seines Gegenübers. Seine Finger strichen weiter über eine dicke Einkerbung, woraufhin Hux leicht erzitterte.

Armitage lag auf der Seite und hatte die Augen geschlossen, doch an Schlaf war nicht zu denken.
Dieser Kuss und die eindringlichen Worte Kylos hatten ihn aufgewühlt.
Was würde passieren, wenn er ihm einfach die Wahrheit erzählen würde? Dass er ein Schwächling war der seine Mutter nicht verteidigen konnte. Der es nicht verdiente, dass ihn jemand mochte, wenn nicht sogar liebte.
Mit einem Mal spürte er etwas Nasses auf seiner Wange – Tränen.
Sofort rief Armitage sich die Worte seines Vaters in das Gedächtnis „Du bist ein Nichts, wie ein dünnes Blatt Papier, dass nicht hätte existieren dürfen, weil du unnütz und für mich eine Schande bist“, währenddessen er mit dem Rücken zu Kylo lag und ebenso still war, wie sein Nebenmann.
Hux war sich sicher, dass keiner sich traute etwas zu sagen. Bei ihm kam die Angst hinzu, bei Ren konnte er nur spekulieren, doch er vermutete das Gleiche.

„Armitage? Bist du noch wach?“, murmelte Kylo und ließ seine Hand auf der schmalen Schulter liegen. „Armie?“
Das Gewicht wurde abgeschüttelt und im nächsten Moment hatte Hux sich zu ihm umgedreht. „Nenn‘ mich nicht so.“
Die blassgrünen Augen hatten sich verengt und starrten ihn wütend an.
Kylos Miene wechselte zu einem verwirrten Ausdruck. „Warum sollte ich nicht?“ Er erschrak, als sich einzelne Tränen den Weg über die blassen Wangen bahnten.
Aus einem plötzlichen Impuls heraus, streckte er seine Hand aus und wischte die nassen Spuren aus dem Gesicht.
„So hat mich meine Mutter genannt…“
Sein Gegenüber entzog sich seinem Blick und versuchte dem forschenden Augen auszuweichen. Bis es Kylo zu bunt wurde und er Armitages Kinn umfasste und seinen Kopf wieder zu sich drehte.
„Hey…was ist los?“, hauchte Ren ihm entgegen und rückte näher zu ihm.
„Nichts.“
„Hux, sei bitte nicht so stur und lass dir alles aus der Nase ziehen“, fauchte Kylo ihm entgegen.
Er konnte es immer noch nicht verstehen warum dieser Ginger nicht einfach reden konnte, wenn ihm vermittelt worden war, dass man ihm vertrauen konnte.
Die roten, verquollenen Augen sahen ihn erschrocken an, als Ren kurzdarauf seine Stirn gegen die Armitages sinken ließ. „Was habe ich dir vorhin in der Küche gesagt…hmm? Jemanden das zu erzählen was einem auf der Seele liegt, befreit einem.“
Armitage schloss für kurze Zeit seine Augen um sich zu sammeln und ließ die Wörter auf sich wirken. Kylo hatte Recht, er musste sich von diesem Schmerz, der sein Inneres vereinnahmte endlich befreien. Er nahm einen tiefen Atemzug um mit dem frischen Sauerstoff seine Nerven zu beruhigen.
„Mein Vater…nun er hat mir erzählt dass der Tod meiner Mutter ein Unfall gewesen war, aber dieser Aussage schenke ich keinen Glauben. Nicht nachdem was mir Torben erzählt hat“, wisperte Hux in die Stille und wartete auf die Reaktion seines Gegenübers, die aber anderes ausfiel, als er erwartet hatte.
Kylo umfasste seine schmale Hand und drückte diese leicht, als ob er ihn stärken wollte.
„Torben? Du meinst diesen zwielichtigen Typen, dem ich auf dem Weg zu dir in die Arme gelaufen bin?“
„Ja, er ist mein Onkel“, kam es erstickt von Hux. Er wusste dass dieser Satz nur die Spitze des Eisberges war, doch tiefer konnte er in diesen Moment nicht gehen, da ihn, in seinem Inneren, etwas blockierte. „Ich kann aber nicht…“
„Es ist in Ordnung“, flüsterte Kylo und streichelte über dessen Handrücken, als sich der Ältere im nächsten Moment wie eine Katze zusammenrollte, ihn allerdings nicht losließ.
„Können wir schlafen? Ich bin ausgelaugt von diesem Tag.“
Ren nickte und machte es ihm nach.
Mit einem leichten Lächeln, das Armitage gewidmet war, welches erwidert wurde, schliefen beide, Hand in Hand ein.

~


Die Sonne wirbelte den Staub im Raum auf und ließ Kylo erwachen.
Seine Augen schweiften über die noch schlafende Gestalt Armitages und es begann ein Kribbeln in seinem Bauch einzusetzen.
Sie hatten gestern beziehungsweise heute Nacht einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Er hoffte allerdings, dass Hux diese Stunden nicht bereute.
Seine Augen schweiften weiterzu der blassen Hand, die nur wenige Millimeter von seiner entfernt lag. Dieses Bild brannte sich in sein Gedächtnis – ein Armitage Hux, der friedlich neben ihm Hand in Hand geschlafen hatte.
Mit einer kleinen Drehung zu seiner Rechten entdeckte er einen Zettel auf dem Nachttisch, als er ein verschlafendes „Morgen“ hörte.
„Hey…gut geschlafen?“, bemerkte Kylo und drehte sich auf den Rücken und sah den Ginger grinsend an.
Die roten Haare waren nicht wie sonst glatt und geordnet, sondern zerzaust und standen in alle Richtungen ab. Auch die Augen die ihn ansahen hatten einen leichten verschlafenen Ausdruck.
Dieser Anblick brachte Kylo dazu seinem Gegenüber sanft über die Wange zu streicheln.
Doch an ein Gespräch, wie es Ren eigentlich vorgehabt hatte, war nicht zu denken, da Armitage aufsprang und im nächsten Moment im angrenzenden Bad verschwand.
Mit einem enttäuschten Kopfschütteln setzte sich Kylo auf und schnappte sich das Stück Papier.


Kylo?!?
Was mussten meine Augen da sehen, du und unser General friedlich nebeneinander schlafend?
Das musste festgehalten und gleich verschickt werden.
Und da ich dich und Armitage kenne – nein, ich werde dieses Foto nicht löschen, vielleicht brauchen wir es irgendwann noch einmal.
Aber jetzt zum Wesentlichen: Vika hat mich angerufen, dass du am späten Vormittag einen Termin zum Fäden ziehen hast im Krankenhaus.
Ich hoffe, dass ihr beide euch immer noch friedlich gesinnt seid, dann kann dich Armitage dorthin fahren - oder du willst dich sportlich betätigen und nass werden, wie du willst.
Ich würde die erste Variante vorziehen.
ABER zieht bitte die Haustüre hinter euch zu.
Phas


Kylos Kopf hob sich und er sah direkt in die Augen von Armitage, der vor ihm stand.
Doch bevor er etwas sagen konnte, hatte sein Gegenüber ihm den Zettel entrissen und las sich das Geschriebene durch.
„Wie kommt Phasma darauf uns einfach so zu fotografieren? Außerdem war das ein Versehen, oder?“ Ren schreckte auf, als er den Satz vernahm.
Warum tat Armitage dies schon wieder? Seine Gefühle verleugnen. Doch er schüttelte den Kopf. Vielleicht musste er ihn auf eine andere Art und Weise aus seinem Kokon herauslocken.
„Geht es dir besser? Ich habe dich im Bad gehört.“
„Ja…ich vertrag einfach keinen starken Alkohol.“
Kylo nickte, fuhr sich durch die Haare und umfasste schließlich die Hände seines Gegenübers, was dieser mit einem ungläubigen Blick quittierte.
„Kannst du dich an irgendetwas von letzter Nacht erinnern?“
Er sah wie Armitage seinem Blick auswich und wusste sofort – Hux negierte…schon wieder.
„Nein, deswegen meine ich doch, dass dieses Bild, das wir abgegeben haben, nur ein Versehen gewesen war.“
Kylo nickte leicht und stieß einen kleinen Seufzer aus.
Nun gut, Armitage Hux wollte, dass es wie immer sein sollte? Das konnte er gerne haben.
Mit einer hastigen Bewegung war der Jüngere aufgesprungen und unsanft an Hux vorbei gehuscht um an seine Klamotten auf dem Stuhl zu gelangen. Ohne auf die verwirrte Reaktion von Armitage zu achten, zog Ren sich seine Hose sowie T-Shirt an und begab sich zur Tür.
„Also dann. Wie du ja weißt habe ich einen Termin. Wir sehen uns bestimmt irgendwann mal wieder in der Uni“, zischte Kylo und trat schließlich aus der Tür.

Armitage starrte auf das Holz, das sich gerade geschlossen hatte.
Was hatte er getan.
Kein Wunder, dass Ren so reagierte.
Nach Minuten der Informationsverarbeitung, erwachte der Ginger aus der Starre.
Mit hastigen Bewegungen zog er sich ebenfalls seine Klamotten an und rannte hinaus, die Treppe hinunter und vor die Haustüre.
Kein schwarzer Lockenkopf war mehr zu sehen.
Wütend schlug er gegen die nächstgelegene Wand.
Er hatte wieder einmal seinen Schwanz eingezogen, wegen nichts.
Nein, er wollte einmal kein Feigling sein.
Ein Handgriff neben die Haustüre und Armitage hatte seine Jacke mit dem Autoschlüssel in der Hand. Weit konnte Ren noch nicht gekommen sein, also dürfte er ihn problemlos mit seinem Auto einholen.

~


Der Regen verschlechterte die Sicht zunehmend und man erkannte nur mit Mühe und Not etwas in fünfzig Meter Entfernung, doch da war er – durchnässt und mit hängenden Schultern lief die große Gestalt den Weg zur Hauptstraße entlang.
Mit quietschenden Reifen hielt Armitage vor Ren und öffnete die Beifahrertüre.
„Steig ein.“
Kylo stockte und sah trotzig zu dem Älteren, aber die Tonlage des Gingers ließ keinen Widerwillen zu, weswegen er in den Bulli einstieg.
Als sich die Türe schloss, herrschte kurz darauf eine eisige Stille, bis schließlich ein verzweifelter Laut von der Fahrerseite aus ausgestoßen wurde.
„Ich…ich weiß nicht was in mich gefahren ist.“
Armitage fuhr sich resigniert mit seiner Hand durch die Haare und schaute dann direkt zu dem Jüngeren, der es allerdings vermied diesen anzusehen.
„Weißt du, ich habe eigentlich angenommen, dass du nun weißt wie wir beide zu einander stehen, aber wenn du…“, flüsterte Kylo und versuchte seine Gefühle unter Kontrolle zu bekommen.
„Nein, kein aber mehr. Es tut mir Leid. Ich war ein Idiot, nur ich möchte das hier nicht überstürzen“, murmelte Armitage und starrte auf einen imaginären Punkt auf die Straße, als sich zwei Finger um sein Kinn legten und den Kopf in Kylos Richtung drehte.
„Das brauchst du mir nicht zu sagen, dass weiß ich und ich akzeptiere es.“
„Danke…“
Armitage lächelte leicht, doch dieser Gesichtsausdruck hielt nur wenige Sekunden, als sich dieser auch schon wieder nach vorne wandte.
„Also zu welchem Krankenhaus musst du?“
„Polis Massa“
Ein Nicken war die Antwort und im nächsten Moment fuhren sie schonin Richtung Innenstadt.
Hux navigierte sie über einen Umweg zum Krankenhaus, der das Regierungsviertel kreuzte.
Um diese Zeit war nicht viel los auf den Straßen, vor allem nicht zu dieser Uhrzeit in diesem Viertel.
Kylo saß zusammengesunken in seinen Gedanken vertieft neben Hux.
Er brauchte eine Idee um seinen Nebenmann endlich dazu zu bringen, dass dieser ihn vertraute. Nur wie er dies anstellen sollte war ihm schleierhaft.
„Das sind eure Graffitis, oder?“, riss ihn Armitage aus seinen Gedanken under folgte der Geste in Richtung eines Graffitos, das auf der Wandfläche eines Regierungsgebäudes prangte.
Kylo folgte dem Älteren und lachte auf. „Ja das kann man uns zuschreiben, aber woher weißt du das?“
Hux grinste spöttisch und sah wieder auf die Straße. „Bei euren lauten Gesprächen war das keine große Kunst, außerdem habe ich ein kleines Talent in Sachen Dinge zu kombinieren.“
„Sag doch gleich, dass du heimlich für die Bullen arbeitest“, zischte Kylo und ließ seinen Kopf nach hinten sinken. Er konnte es sich genau vorstellen, dass Hux so gerissen wie er war, ihm diese ganze Gefühlsduselei auch einfach nur vorspielte.
Als hätte der Ginger geahnt was Ren dachte, entfuhr diesem ein Lachen. „Aber du denkst das nicht wirklich, oder?“
„Nein, natürlich nicht.“ Kylo verstummte wieder und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Er hatte vielleicht eine Idee, die aber erst nach den Prüfungen wirklich greifen konnte, wenn diese überhaupt umsetzbar war.



^°^°^




Die Klausurphase hatte ihren Höhepunkt erreicht und es wurde die letzte Prüfung geschrieben im Studiengang Politikwissenschaften des zweiten Semesters.
Kylo und seine Freunde hatten mit Hilfe von Phasmas und Armitages Lernstrategien den gesamten Stoff in kürzester Zeit gelernt. Ren fragte sich immer noch wie er es geschafft hatte Hux dazu zu überreden ihm und seinen WG- Mitbewohnern zu helfen.
Doch seine Strategie, etwas von einem Sechstsemesterstudenten lernen zu wollen, war aufgegangen.

Und dann war der Tag der letzten schriftlichen Prüfung für dieses Semester herangerückt.
Es waren, laut Modulhandbuch, drei Stunden Zeit vorgesehen für die Klausur und sie alle hatten diese Zeit hervorragend, ihrer Meinung nach, genutzt.
Alle Studenten strömten aus dem Gebäude und versuchten sofort ihre Energiereserven wieder aufzufüllen, indem sie so schnell wie nur möglich die Flucht ergriffen.
Nur die Gruppe um die Dark Side WG stand in der Sonne und nahm das Vitamin D in sich auf.
„Oh Sterne…endlich sind diese Lernphasen vorbei. Nur noch die Hausarbeit und dann heißt es Semesterferien“, kam es erleichtert von Vika und im darauffolgenden Moment verschloss diese die Lippen ihres Freundes, der sich die Wand des Gebäudes gelehnt hatte.
Kylo schüttelte amüsiert den Kopf, wenn Vika keine Ambitionen mehr für das Lernen hatte, musste man sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen, sonst würde dies böse enden.
„Du hast wohl vergessen, dass wir uns ein Praktikumsplatz suchen müssen für das nächste Semester.“ „Kylo verdammt, kannst du mir nicht einen Tag Pause gönnen und falls dudich fragen solltest, ja mit der Hausarbeit habe ich schon angefangen.“
Bevor dieser etwas erwidern konnte, sahen sie wie eine freudige Phasma auf sie zu marschierte. „Leute, ich bin froh euch noch anzutreffen. Ich habe vorhin mit Mitaka gesprochen“, rief Phas aus und kramte in ihrer Tasche auf der Suche nach etwas.
„Ja und?“, kam es gelangweilt von Casimir und bekam daraufhin von Vika einen Schlag auf den Hinterkopf.
„Nun er schmeißt eine Hausparty zum Semesterabschluss“, zog mit diesen Worten einen Zettel aus der Tasche und drückte ihn Vika in die Hand. Es war die Adresse, wo die Party stattfinden sollte.
Mit einem Grinsen auf dem Gesicht drehte sich die Studentin zu Ren, der sie forsch musterte.
„Phas, wenn du diese Miene aufgesetzt hast, gibt es einen Hacken, also?“, bemerkte Kylo und trat auf seine Kommilitonin zu.
„Nun ja…Armitage wird nicht mitkommen, weil die Crew von der Resistance da ist. Mitaka ist ja der neue Freund von dieser Rey. Deswegen hätte ich eine Bitte an dich Kylo, könntest du nicht…?“
Der Angesprochene verzog sein Gesicht zu einen aggressiven Ausdruck.
Er und Armitage hatten seit dieser Nacht nur noch einen distanzierten Umgang gepflegt, obwohl sie beide sich eigentlich ausgesprochen hatten.
Doch als er Hux gefragt hatte ob dieser zu ihnen in die WG kommen wollte, um dort zu Lernen, hatte dieser verneint, ja sogar sich regelrecht dagegen gewehrt um nur nicht zu ihnen in die WG zu müssen. „Warum denkt eigentlich jeder, dass Hux und ich noch etwas miteinander zu tun haben?“
„Aber wir dachten, dass…“, fiel ihm Vika ins Wort und stockte als sie das wütende Schnauben ihres Gegenübers vernahm.
„Falls ihr dachtet, dass dieser Ginger und ich uns irgendwie angenähert haben…nein haben wir nicht“, mit diesen Worten stampfte Kylo in Richtung der Hauptstraße.
Vika schaute ihren besten Freund hinterher. „Ich regle das.“
Mit schnellen Schritten verfolgte sie Ren und hatte ihn kurze Zeit später eingeholt.
Ein beherzter Griff und Vika hatte den Größeren an der Schulter gepackt und umgedreht. „Kylo jetzt warte. Warum haben du und Armitage nicht...Phasma hat uns das Foto gezeigt…“
„Hux bleibt eben Hux“, zischte Ren und befreite sich von Vika. „Ich gehe nach Hause.“
„Kylo…bitte. Phasma sieht es bei Armitage und ich sehe es bei dir. Die Blicke die ihr euch zuwerft, wenn ihr euch auf dem Campus begegnet und…“, kam es leise aber bestimmt von der jungen Frau und umfasst gleichzeitig sein Handgelenk.
„Und was soll ich deiner Meinung nach tun? Armitage versucht alles um nicht in meiner Nähe zu sein.“
„Bist du so blöd oder tust du nur so? Benutz dein Gehirn mein Lieber“, zischte Vika und ließ Kylo einfach stehen.

Dieser dachte nach, wo konnte man Armitage Hux zu dieser Zeit am besten antreffen?
Seine Beine trugen ihn automatisch zurück zum Campus.
Mit gezielten Schritten ging er zur Bibliothek.
Der einzige Ort, wo um diese Zeit ein Student mit Ehrgeiz anzutreffen war. Kurz bevor er zur Haupttüre gelangen konnte, stieß er allerdings mit einer Person zusammen.
„Kannst du nicht aufpassen?“, entfuhr es Ren forsch und starrte kurz darauf in blassgrüne Augen.
„Oh, ich…Entschuldigung ich habe dich nicht gesehen“, bemerkte Ren stockend und versuchte sich seine Nervosität nicht anmerken zulassen.
„Schon gut. Was willst du hier? Ich denke ihr habt heute eure letzte Prüfung geschrieben?“
Bei diesen Worten verzog sich Kylos Mundwinkel nach oben. „Ja, das stimmt, aber Mitaka veranstaltet heute eine Hausparty und ich wollte fragen…“
Der Satz wurde durch eine bestimmende Geste unterbrochen und mit einem harten Griff zu Rens Handgelenk, zog Armitage seinen Nebenmann aus dem Eingangsbereich.
„Wie du vielleicht mitbekommen hast, kommen die Leute von der Resistance. Da dir der Hintergrund meiner Abneigung schon bekannt ist, brauche ich dir das nicht weiter zu erläutern“, mit diesen Worten verschwand Hux im Innerender Bibliothek und ließ einen perplexen Kylo zurück. Er musste sich etwas überlegen, doch was das musste er mit Vika in der WG besprechen.


*~*



Es war Abend geworden und die DarkSide WG machte sich partytauglich.
„Und du denkst wirklich, wenn ich einfach vor seiner Haustür auftauche, dann...“
„Kylo ich bin nicht allwissend und vorhersehend genauso wenig. Du hast uns um einen Rat gefragt also entweder du befolgst ihn oder du lässt es“, bemerkte Vika genervt und band ihre Haare zusammen.
Der Angesprochene stand etwas verloren in der Türe zu ihrem Zimmer und sah auf den Boden.
Seine Freunde hatten ihm den Vorschlag gemacht Hux einfach zu überrumpeln, sodass dieser einfach mitkommen musste.
Doch diese Strategie, das wusste er, würde bei Armitage nicht ziehen.
Er musste sich etwas anderes überlegen, als es bei ihnen an der Haustür klingelte.
„Das muss Phas sein.“
Mit schnellen Schritten war Vika bei der Tür und öffnete diese.
„Vika. Seid ihr bereit den heutigen Tag legendär werden zu lassen?“
„Natürlich, aber wir müssen noch…“
Phasma grinste breit und ließ somit ihre Gegenüber verstummen. „Casimir hat mir euren Plan bereits erzählt und keine Panik ich bin dabei.“
„Dann würde ich sagen, los.“

Nur wenige Minuten später waren alle Bewohner der DarkSide in Phasmas kleinem Auto und sie fuhren in Richtung des Rotlichtviertels, indem sie Kylo lotsen musste.
Kurz vor dem Stadtteilsschild allerdings drang ein lautes „Halt“ durch das Auto.
„Was ist los?“, bemerkte Casimir forsch und wandte sich an seinen besten Freund, der auf einen imaginären Punkt in der Dunkelheit nach draußen starrte.
„Ich glaube nicht, dass Hux will, dass ihr wisst wo er wohnt.“
Eine peinliche Stille trat ein in der Kylo sich die bittenden Augen von Armitage in sein Gedächtnis rief. Als die eindringliche Stimme Phasmas ihn in die Situation zurückbrachte: „Nun gut, dann würde ich sagen, steigst du aus und gehst den Rest zu Fuß und wehe ihr taucht nicht zusammen auf der Party auf…“
Die Ältere machte eine Geste, die Ren dazu veranlasste keine Widerworte zugeben: „Ja, werde wir nicht.“
Kylo stieg aus und winkte seinen Freunden nochmals zu, als diese im nächsten Moment auch schon wieder mit quietschenden Reifen in der Dunkelheit verschwanden.
Mit einem Lächeln auf den Lippen drehte sich Ren um und ging schnellen Schrittes in Richtung des Rotlichtviertels.
Den Kragen seiner Lederjacke nach oben gezogen, schritt er weiter bis zu dem kleinen Weg, der zu Armitages Haus führte.
Nach einem kleinen Fußmarsch durch den aufgeweichten Untergrund, erblickte er das mondäne Gebäude.
Seine Augen schweiften über die Fassade.
Nirgendwo war ein Licht zu sehen, außer im ersten Stock wo sich das Zimmer des Gingers befand.
Kylo überlegte, sollte er an der Türe klingeln?
Nein.
Er konnte nicht wissen ob Brendol Hux zuhause war und er wollte jeglichen Ärger aus dem Weg gehen, also trat er etwas wiederwillig an den Baum heran, mit welchen er schon einmal schmerzhafte Erfahrungen gemacht hatte.
Es dauerte keine fünf Minuten und Kylo war auf dem Ast angelangt, der zu dem Balkon reichte.
Mit geschickten Bewegungen hangelte sich Ren nach drüben und schaffte es diesmal ohne Absturz auf die Steinoberfläche.
Ganz langsam schlich er sich an das Fenster heran und bemerkte, dass dieses nur angelehnt war.
Die karamellfarbenen Augen lugten in das Rauminnere – kein Hux zu sehen.
Ohne darüber nachzudenken, stieg Kylo in das Innere des Raumes.
Er sah sich um.
Es hatte sich etwas verändert, seit dem letzten Mal,das spürte, nur was?
Sein Blick schweifte über den Arbeitsplatz und im nächsten Moment blieb er an einem kleinen Bild, das an dem silbernen Rahmen des Laptops geklebt war, hängen.
Das kleine Foto zeigte ihn und Armitage, Hand in Hand und schlafend – es war das Bildnis, welches Phasma fotografiert hatte.
Wie durch eine unsichtbare Kraft angezogen, streckte Ren seine Hand aus und strich über den Teil der Hux zeigte, als er ein Räuspern vernahm.
Mit einer schnellen Bewegung drehte sich Kylo um und sah direkt in das blasse Gesicht Armitages, welches einen leichten rosa Hauch angenommen hatte.
„Ich…“
Ein Fingerpaar legte sich auf die schmalen Lippen und es führte dazu den Älteren verstummen zulassen.
Kylo handelte instinktiv und drängte sein Gegenüber an die nächstgelegene Wand.
„Ren was soll das?“
„Was das soll? Du hast dieses Bild von Phas an deinem Laptop kleben und behandelst mich trotz alledem als wäre ich Luft. Also frage ich dich was das soll?“, zischte Kylo und näherte sich Armitages Gesicht gefährlich bis sich schließlich beinahe ihre Nasenspitzen berührten.
Eine kurze Stille trat ein in der beiden Männer etwas klar wurde - sie konnten nicht ohne einander, egal wie man es dreht und wendete.
Armitage entfuhr ein Seufzer, als sein Gegenüber keine Anstalten machte die Initiative zu ergreifen.
„Ren, du Idiot.“ Und mit diesen Worten hatte Hux den Größeren gepackt, umgedreht und schließlich gegen die Wand gepinnt.
„Du bist mir nicht egal. Das kannst du auch gar nicht mehr“, wisperte Armitage gegen die Lippen Kylos und verschloss diese sanft mit seinen.




AN:
Als kleiner Nachtrag zum gestrigen Geburtstag von meinem irischen Lieblingsschauspieler und den damit verbunden General Hux Tag xD
MdMmes
HippieOwl
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