Weil Er Dich Verletzt Hat

von JoeBestan
OneshotAllgemein / P12
Death the Kid Maka Albarn Soul Eater
17.06.2018
17.06.2018
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„Hey Soul, ich bin wieder da!“, rief Maka in die Wohnung hinein, als sie diese betrat.

Sie bekam keine Antwort und zuckte nur lässig mit der Schulter.
„Okay, dann ist er wohl noch unterwegs. Auch gut, dann kann ich wenigsten mal in Ruhe mein Buch lesen ohne gestört zu werden“, dachte die Sensenmeisterin sich, „Falls doch etwas ist, kann er mich ja auf meinem Handy anrufen.“
Gesagt, getan.
Sie holte sich eine Flasche ihres Lieblingsgetränkes, ein Glas und das Buch, was sie lesen wollte und machte es sich auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich.

So verstrich die Zeit.
Der Nachmittag ging und der Abend kam, aber Soul war immer noch nicht wieder aufgetaucht, was Maka allmählich Sorgen machte.
Klar, im Grunde genommen brauchte sie sich keine Sorgen zu machen, Soul konnte ganz gut auf sich selber aufpassen.
Trotzdem war der Sensenmeisterin nicht wohl zu Mute, denn er hatte sich nicht bei ihr gemeldet.
Das erste was die beiden damals festgelegt hatten, als sie zusammen gezogen waren, war das sie sich immer gegenseitig Bescheid gaben, wenn sie längere Zeit unterwegs waren.
Das hatte Soul nicht getan, also würde Maka wohl nichts anderes übrig bleiben, als nach ihm zu Suchen. Die Sensenmeisterin wollte gerade von der Couch aufstehen, als sie hörte wie jemand die Wohnungstür öffnete. Das konnte ja nur einer sein und schnell sprang sie auf und rannte zur Tür.
Ihre Sorge war verflogen. Wütend kam ihrer Waffe entgegen gerannt und wollte ihn ordentlich zusammen stauchen. Verdammt sie hatte sich Sorgen um ihn gemacht!

Sie bog um die Ecke und holte schon Luft, um ihn ordentlich zur Schnecke zu machen, doch dann durchfuhr sie der Schreck ihres Lebens. Kid stand mit einem besorgten Gesichtsausdruck vor ihr und stützte dabei ihren verprügelten Partner.
„Ah Maka, entschuldige, dass ich dir nicht Bescheid gesagt habe, wo ich bin“, brachte die Sense
mühevoll hervor. Eilig kam die Sensenmeisterin zu Soul.
„Das ist doch jetzt überhaupt nicht wichtig, sag mir lieber was mit dir passiert ist!“, verlangte sie fordernd von ihm.
„Ah, ja das. Hm, wie sag ich das jetzt am besten. Es war echt dumm von mir. Echt uncool und dabei hast du mir immer und immer wieder gesagt, dass ich es lassen soll.“ Bevor Maka darauf etwas erwidern konnte, schaltete sich Kid ein
„Entschuldige Maka, dass ich eurer Gespräch unterbreche, aber wäre es nicht besser, wenn sich Soul erst einmal hinsetzt und wir seine Wunden behandeln?“, fragte der junge Shinigami die Meisterin.
„Natürlich.“, war alles sie erwiderte. Gemeinsam brachten die beiden Meister Soul ins Wohnzimmer, legten ihn auf die Couch und behandelten seine Wunden. Als das erledigt war verabschiedete sich Kid von den beiden und ging nach Hause.
Als er weg war atmete Maka erst einmal tief durch, dann ging sie zurück ins Wohnzimmer. Im Türrahmen blieb sie stehen und beobachtete ihren Partner. Er saß mit geschlossen Augen da und atmete schwer, sich dabei den Bauch haltend.
Wer konnte Soul das bloß angetan, fragte Maka sich. Bevor sie diesen Gedanken vertiefen konnte, öffnete Soul ein Auge und grinste sie frech an.
„Na komm schon her!“, forderte er von ihr. Sie kam seiner Aufforderung nach und setzte sich in einen der Sessel gegenüber der Couch und schaute ihn mit gequälten Blick an. Es versetzte Soul einen Stich ins Herz, seine Meisterin so zu sehen, doch wirklich etwas dagegen unternehmen konnte er im Moment leider nicht.
„Du wolltest mir erzählen, was passiert ist.“, sagte Maka bemüht sachlich und schaute dabei ernst.


„Ah ja, stimmt. Wie gesagt, es war echt dumm von mir. Es tut mir Leid“, sagte Soul entschuldigend zu seiner Partnerin, „Tja, wie auch immer. Die Kurzfassung ist, dass ich mich mit deinen Vater geprügelt hab.“

Bei diesen Worten fiel Maka die Kinnlade runter. Sie musste sich gerade verhört haben. Soul konnte sich doch nicht wirklich mit Spirit geprügelt haben. Klar hatte die Death Scythe etwas gegen ihren Partner, da sie so eng miteinander lebten aber egal was bisher auch immer passiert war, geprügelt hatten sie sich noch nie. Bisher zumindest. Nun behauptete Soul aber genau das und Maka konnte es einfach nicht begreifen.
„Warum hab ihr euch geschlagen?“, fragte sie einfach.

„Tja, wie erkläre ich dir das jetzt am Besten“, überlegte der Weißhaarige laut und starrte dabei in Richtung der Decke.
„Du hast mir doch einmal eine Grußkarte deiner Mutter gezeigt. Erinnerst du dich?“, fragte er seine Meisterin. Diese nickte nur. Klar konnte sie sich daran erinnern. Maka verstand nur nicht, was das jetzt mit der Prügelei zu tun hatte, unterbrach ihren Partner aber nicht.

„Damals hast du mir freudestrahlend von deiner Mutter erzählt und was sie für eine großartige Frau sie ist. Ich konnte die Wellen des Glücks tief deiner Seele spüren.“, erklärte Soul weiter und lächelte dabei glücklich. Doch bei dem nächsten Gedanken verschwand das Lächeln so schnell wie es gekommen war.
„Dann habe ich gesehen, wie dein Vater mit Frauen umgeht und habe Eins und Eins zusammengezählt.“, sagte die Sense wütend und ballte die Hände zu Fäusten.
Dann fuhr er fort:
„Du vermisst deine Mutter sehr. Und was macht dein Vater? Er Vergnügt sich mit anderen Frauen. Das muss dich sehr Verletzt haben. Als ich das herausgefunden habe, war ich richtig sauer auf ihn.
Bisher war es glücklicherweise immer so, dass ich ihn nie in der Stadt begegnet bin oder du immer bei mir warst, um mich oder deinen Vater zu zügeln. Tja, bis heute.“ Mit einem gequälten Lächeln sah Soul zu seiner Meisterin und wollte weitererzählen, doch Maka hob eine Hand und brachte ihn so zum Schweigen.

„Du brauchst nichts weiter zu sagen“, sagte die Sensenmeisterin bestimmt, „Lass mich raten Soul. Du hast ihn heute in der Stadt getroffen, er hat dich wieder dumm angemacht und du hast ihm Paroli geboten, indem du gesagt hast, was für ein schlechter Vater er sein. Stimmst?“

Die Sense nicht daraufhin nur stumm und sah dann betreten zu Boden, doch dann spürte er wie eine Hand sanft sein Kinn berührte und seinen Kopf anhob. Es war Maka, die ihn Lächelnd ansah.
„Es total lieb von dir, dass du dir um Sorgen um mich machst Soul. Aber nächstes Mal lässt du das sein, okay? Ich möchte dich nicht noch einmal so zusammengeschlagen sehen. Nicht wegen meinem Vater.“ Sie sagte es zwar nicht, doch Soul spürte tiefste Besorgnis in Makas Seele, als sie ihn ansah. Dann änderte sich dieses Gefühl plötzlich in eiskalte Wut, was ihn einen Schauer über den Rücken jagte.
Was war denn jetzt auf einmal los, fragte sich Soul.
„Hey Maka, wo willst du denn jetzt hin?“, fragte die Sense, als er bemerkte, das seine Meisterin ihn verließ. Er hatte da so eine Ahnung, was sie vorhatte, fragte aber trotzdem. Die Sensenmeisterin hielt kurz inne und sagte mit erzwungener Ruhe:
„Ich werde meinem ach so lieben Vater einen kleinen Besuch abstatten.“
Das war alles, was sie dazu sagte und Soul erschauderte bei dem Gedanken, was jetzt alles auf Spirit Albarn zukommen würde. Da konnte man ja fast Mitleid mit ihm Bekommen.

Tja, aber eben auch nur fast.
Maka war gegangen und würde ihren Vater jetzt richtig zu Schnecke machen.