Chise x Elias - Magische Momente eines Paares

von Yuno
GeschichteHumor, Romanze / P16
Chise Hatori Elias Ainsworth Ruth
15.06.2018
08.08.2019
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Chise seufzte niedergeschlagen. Es war ein wunderschöner, heißer Sommertag und am liebsten wäre sie mit Ruth herausgegangen und hätte sich amüsiert. Doch hatte sie am frühen Morgen Elias zugestimmt, dass sie ihr neu erlerntes Wissen in die Tat umsetzen würde, was so viel bedeutete, dass sie nun seit einigen Stunden in ihrem stickigen Zimmer vor ihren Zutaten brütete und einen neuen Trank herstellte. Es war anstrengend und kompliziert, dabei die Konzentration zu behalten, war nahezu unmöglich. Doch Chise strengte sich an, da sich in ihrem Kopf schon ein Szenario abspielte, wie Elias nach Vollendung des Tranks sie lobte.

„Alraunenblätter, Salamanderblut und Diptim, gekocht unter der blauen Flamme eines Glaeder“, murmelte Chise vor sich hin. Jede Zutat hatte auf das Gramm genau seinen Weg in das Becherglas gefunden und exakt fünf Minuten und zwanzig Sekunden vor sich hin gekocht. Bisher war alles richtig und ein wenig stolz war sie schon auf ihr Werk. Nun, der schwierigste Teil wartete auch noch auf sie. Mit Magie sollte der Trank nun fertiggestellt werden. Da sie noch immer etwas angeschlagen war, verlange Elias, dass sie dies unter seiner Aufsicht tat.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen nahm Chise das Becherglas und verließ ihr Zimmer. Vorsichtig stieg sie die Treppe hinab, um bloß nichts zu verschütten. Im Wohnzimmer dann traf sie auf Elias… Noch immer war so einiges für Chise unbegreiflich. Elias, der sie vor einem Jahr aus ihrem tiefen Loch geholt hatte, der sie zu seinem Lehrling gemacht hatte und schließlich und seit kurzen erst… Ist sie zu seiner Frau geworden. Noch immer schoss ihr das Blut in den Kopf, wenn sie nur daran dachte…

„Ich ähm… Es kann losgehen“, sagte sie und stand mit geröteten Wangen und dem Becherglas in den Händen in der Tür. „So?“ Elias legte sein Buch beiseite und Chise setzte sich auf das Sofa und stellte das Becherglas auf den Tisch vor ihr ab. „Denk an das Feingefühl, sonst endet das, wie das Wasser gegen Alpträume vor einiger Zeit.“ Chise nickte leicht, legte ihre Hände wieder um das Glas und ließ ihre Magie in das Glas hineinfließen. Jedoch mit viel zu viel Vorsicht, aus Angst, dass sie etwas falsch machen könnte. Da sie mit den Gedanken voll und ganz bei ihrer Arbeit war, bemerkte sie gar nicht, dass sich Elias hinter sie gestellt hatte. Erst als seine Hände auf ihren um das Becherglas herum lagen, schreckte sie hoch. „Du bist zu vorsichtig Chise“, sagte er. Aufgrund der Nähe war es um ihre Konzentration jedoch geschehen. „Eh?“

Mit ihrem schneller werden Herzschlag wurde auch die magische Energie, die in das Glas floss immer stärker und ohne Unterlass. „Chise!“ Noch bevor die Rothaarige hätte reagieren können, zersprang das Glas und aus der einstigen hellblauen Flüssigkeit wurde eine dickflüssige, graue Pampe, die sich im gesamten Wohnzimmer verteilte. Mit verdutzten Blicken, wobei man dies bei Elias nur mutmaßen konnte, starrten beide auf ihre Hände, die noch immer in der Luft hingen, als würden sie das Glas halten. Chise hatte sich, sobald sie realisiert hatte, was grade passiert war, zu Elias umgedreht und den Blick gesenkt. „Es tut mir leid, ich wollte nicht-“ Doch spürte sie nur, wie Elias ihr den Kopf tätschelte. „Ich habe dich wohl abgelenkt“, war seine frühe Erkenntnis.

Die Aufmerksamkeit der beiden gelangte nun zu dem in pink gekleideten Hausmädchen, dass die beiden mit finsteren Blick anstarrte und bedrohlich den Stiel des Wischmops immer wieder in die Handinnenfläche schlug.
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