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Every Breath You Take

GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P18 / Het
Dirk Matthies Regina Küppers
13.06.2018
08.04.2020
12
21.372
5
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08.04.2020 3.110
 
Regina öffnete die Augen. Es war dunkel. Im nächsten Augenblick stellte sie fest, dass sie nicht in ihrem Bett lag sondern auf einem Stuhl saß. Ihre Arme waren hinter der Lehne gefesselt, sie zerrte daran, aber nichts tat sich. Die Beine waren ebenso zusammengebunden. Und dann bemerkte sie das Klebeband über ihrem Mund. Ein unfassbares Grauen erfasste sie. Wie war sie hierher gekommen? Wo war sie überhaupt? Ihr Herz raste schneller. Sie wollte laut schreien, aber auf der anderen Seite wollte sie niemanden auf sich aufmerksam machen.

“Beruhige dich, Regina!”, rief sie sich selbst zur Ordnung.

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren. Sie dachte nach. Wo könnte sie sein? Der Raum war abgedunkelt und es kam kein Licht hinein. Sie konnte also in einem Keller gefangen sein. Oder irgendwo auf einem Dachboden. Wobei auf einen Dachboden meistens irgendwo Licht durch das Dach in den Raum hinein fiel. Sie ging weitere Möglichkeiten durch. Eine Fabrik- oder Lagerhalle vielleicht? Ein Flakturm möglicherweise? Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen, aber die Angst wurde immer größer. Ihr Herz schlug schneller und sie hatte Probleme mit dem Atmen. Dann fing sie an zu schreien.

Dirk Matthies saß aufrecht im Bett als er die Küppers schreien hörte. Fast zeitgleich ging im Schlafzimmer etwas zu Boden. In Sekundenschnelle war er bei ihr und schaltete das Licht an. Sie saß aufrecht im Bett und starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen an. Ihre Brust hob und senkte sich unter dem Nachthemd, als hätte sie gerade einen Marathonlauf absolviert und auf ihrer Stirn standen Schweißperlen.

“Alles in Ordnung?”, fragte er besorgt.

Sie nickte und kam langsam wieder zu sich.

“Entschuldigung, ich habe schlecht geträumt”, antwortete sie verlegen.

“Macht doch nichts, das kann doch ma´passieren”, gab er zurück und überlegte, ob er ihr den Rücken tätscheln sollte, ließ es dann aber bleiben.

Sie musterte ihn. Heute Nacht trug er einen hellen Pyjama, die Jacke allerdings offen. Sie schluckte und schaute schnell in eine andere Richtung.

Er ging um das Bett herum und schaute sich die Bescherung an. Es war einer der Wecker aus seinem Regal. Er bückte sich, hob das gute Stück auf und betrachtete ihn kurz. Er schien nicht kaputt gegangen zu sein und das Glas war auch nicht gesprungen.

“Oh Herr Matthies, das tut mir leid”, entschuldigte sie sich.

“Nich´der Rede wert. Is´ nich kaputt”, berichtete er während er den Wecker zurück ins Regal stellte.

Er verließ den Raum kurz und kam wenig später mit einem Glas wieder, in dem eine hellbraune Flüssigkeit schwamm. Sie schaute ihn aufmerksam an, immer noch bemüht, die Geister ihres Albtraumes zu vertreiben.

“Hier, das wird Dir helfen”, Dirk hielt ihr das Glas hin und sie nahm es dankbar entgegen, trank sofort einen Schluck.

“Danke”, sagte sie nachdenklich.

“Sach´ma, träumst Du immer so intensiv?”, fragte er und sie schnitt eine Grimasse.

Ihm war nicht mal aufgefallen, dass er zum Du übergegangen war.

Mit einer fließenden Bewegung griff er hinter sie und schaltete die Lichterkette an, die er um das Kopfende seines Bettes gewickelt hatte. Dann schaltete er die Deckenbeleuchtung aus, zum einen um bei offenem Fenster nicht das ganze Ungeziefer Hamburgs anzulocken und zum anderen damit es etwas beruhigender wirkte.

Regina nahm noch einen Schluck und fühlte, dass sie langsam wieder herunterkam und sich entspannte. Sie wusste nicht genau, was er ihr da kredenzt hatte, aber es wärmte ihren Bauch und half ihr dabei, sich zu beruhigen. Sie nahm wahr, dass er einfach zum Du übergegangen war, aber das war ihr gar nicht so unrecht wenn sie ehrlich war.

Sie trank den Rest der Flüssigkeit auf Ex und gab ihm das Glas zurück.

“Du hast aber ´n guten Zug!”, stellte Dirk grinsend fest, aber sie zuckte nur die Schultern.

“Geht´s wieder besser?”, fragte er dann und sie nickte, auch wenn ihr immer noch bang zumute war.

“Dann geh ich jetzt ma´wieder ins Bett”, erklärte sich Dirk. “Ich bin ja im Nebenzimmer und pass auf Dich auf”, sagte er dann grinsend.

“Bitte”, sagte sie leise, als er fast zur Tür heraus war.

Das letzte, was sie jetzt wollte, war allein schlafen. Aber wie formulierte sie das in dieser heiklen Situation?

“Ähm, also … Sie müssen doch nicht…”, sie überlegte und suchte nach Worten. Ach ja, sie waren ja schon zum Du übergegangen. “Du musst doch nicht auf der Couch…”, stammelte sie weiter.

Dirk Matthies lehnte sich gegen den Türrahmen und zog amüsiert eine Augenbraue hoch. Es schien ihr schon wieder besser zu gehen.

“Also…, was ich meine…” sie deutete auf das Bett neben sich.
“Wir sind doch schließlich erwachsen”, murmelte sie dann.
“Frau Küppers”, sagte Dirk mit gespielter Empörung.

“Was?”, fragte sie. Er schluckte. Sie wirkte so verletzlich.

Sie hatte ihn eingeladen, in seinem Bett zu schlafen. Nichts weiter. Und es würde auch nicht mehr passieren. Er wusste zwar nicht, was sie geträumt hatte, aber es hatte sie wohl doch ziemlich aus der Fassung gebracht.

“Ist das Dein Ernst?”, fragte er schließlich und sie nickte.

Schulterzuckend holte er sein Bettzeug aus dem Wohnzimmer und löschte alle weiteren Lichter im Loft. Er schlüpfte vorsichtig ins Bett, bedacht, einen möglichst großen Abstand zu ihr zu halten.
Schließlich schaltete er auch die Lichterkette wieder aus. Es drang genügend Licht durch das offene Fenster in den Raum.

Irgendein Witzbold dudelte mitten in der Nacht noch Musik und es tönte leise zu ihnen herüber. Eine alte Nummer von Gene Pitney, Something´s gotten hold of my heart. Dirk seufzte leise.

“Danke”, murmelte sie dankbar.

“Da ´nich für”, antwortete er.

Aus einem Reflex heraus streckte er die Hand aus und streichelte ihr über den Oberarm.

“Hier bist Du auf jeden Fall sicher”, beruhigte er sie.

Das Lächeln auf ihrem Gesicht konnte er im Dunkeln kaum wahrnehmen.

Regina fühlte sich tatsächlich beschützt, sicher und geborgen. Alleine durch seine Nähe.  Es tat gut, auch wenn diese plötzliche Nähe Gedanken und Gefühle in ihr weckte, die besser weiter schlafen sollten.

Sie drehte sich auf die Seite und schaute ihn im Mondlicht an. Die dunklen Augen, das dunkle Haar, was hier und da schon von ein paar silbernen Strähnen durchzogen war, das schiefe Grinsen, das sie so liebte.

Sie seufzte.

“Alles okay?”, fragte er besorgt.

Sie nickte und schloss die Augen.

Mit geschlossenen Augen konnte sie seinen Geruch noch besser wahrnehmen, eine Mischung aus seinem Waschmittel, seinem Rasierwasser und dem Zeug, was er zum Baden genommen hatte. Und darunter der Eigengeruch von Dirk Matthies, den sie auch überall wiedererkannt hätte.

In diesem Moment nahm Regina Küppers all ihren Mut zusammen und rutschte ein bisschen mehr in die Mitte, so dass sie plötzlich nicht mehr weit entfernt sondern sehr nah neben ihm lag.

Dirk lag auf der Seite, während Regina an die Decke schaute. Sie war plötzlich ein ganzes Stück näher an ihn herangerückt. Er fragte sich, ob ihr noch immer bange war, oder ob sie seine Nähe aus einem anderen Grund suchte, was natürlich Unsinn war.

“Immer noch Angst?”, fragte er leise, bekam aber keine Antwort.

Er streichelte ihr beruhigend über den Arm. “Nur keine Panik”; murmelte er leise. Er sollte sie nicht mehr streicheln, denn sein Herz schlug plötzlich schneller. Was für eine groteske Situation. Er lag mit seiner Chefin im Bett und tröstete sie, weil sie Albträume hatte!

Regina dachte derweil auch darüber nach, wie grotesk diese Situation eigentlich war. Sie lag im Bett von Dirk Matthies und ließ sich von ihm trösten. Das durfte besser niemand auf dem PK 14 jemals wissen und ihre Mutter schon gar nicht.

Die Küppers unterdrückte plötzlich ein Lachen.

Dirk schaute sie irritiert an.

“Entschuldigung”, sagte sie verlegen. “Aber wenn meine Mutter das hier wüsste, dann würde sie jetzt einen Freudentanz aufführen”, sagte sie leise während sich auch auf Dirks Gesicht ein Lächeln breit machte.

“Da hast Du wohl Recht”, sagte er.

“Sie darf das hier nie erfahren!”, antwortete Regina im nächsten Moment ernst.

“Natürlich nicht!”

“Dabei haben wir uns noch nicht mal geküsst”; entfuhr es Regina plötzlich.
Als sie realisierte, dass sie laut gedacht hatte, hätte sie sich selbst ohrfeigen können.

Dirk schluckte. Hatte sie das jetzt echt gesagt oder hatte er sich verhört? Die Spannung, die sich hier zwischen ihnen aufbaute, wurde immer stärker und er fragte sich, warum er nicht einfach auf der Couch geblieben war.

“Das sollten wir auch besser ma´schön nachlassen”, sagte er leise und irgendwie bedauerte er augenblicklich, was er da gerade gesagt hatte.

Diese Unterhaltung führte auf ganz dünnes Eis.

Regina schloss kurz die Augen und erinnerte sich an einen speziellen Abend auf der Repsold, an dem sie noch spät abends bei ihm aufgetaucht war um ihn über einen Mann namens Stevie Lippinsky aufzuklären. Es hatte gewaltig geknistert an diesem Abend aber sie waren anständig geblieben, hatten sich nicht geküsst und sie war schließlich brav nach Hause gefahren. Im Auto hatte sich das Gefühl der Frustration eingestellt und noch einige andere Gefühle mit denen sie nicht umzugehen wusste. Eben jene kamen gerade wieder zum Vorschein und ihr Herz klopfte ein wenig schneller. Sie lag im Bett von Dirk Matthies und er lag neben ihr, nur ein paar Zentimeter von ihr entfernt. Sie würde es sich nie verzeihen wenn sie es jetzt nicht darauf ankommen ließe. Nicht noch einmal.

Sie rückte noch etwas näher an ihn heran.

Dirk schluckte und merkte, dass ihm heiß wurde. Sie kam immer näher. Gar nicht gut.

"Was machst Du denn?", fragte er im Flüsterton, bekam aber keine Antwort.

Er rollte mit den Augen, was sie in der Dunkelheit nicht sehen konnte. Er schluckte. Es hatte schon einmal eine Situation zwischen ihnen gegeben, wo es fast brenzlig geworden wäre. Er hatte sich oft gefragt, was wohl passiert wäre, wenn er anders gehandelt hätte.

Mit einem Mal war sie viel zu nah. Er roch ihr teures Parfum, hörte sie atmen und sah im Mondlicht, wie sich Ihre Brust hob und senkte.
Er war sprachlos.

"Soll ich nicht doch lieber wieder auf der Couch schlafen?", fragte er und räusperte sich.

Sie schüttelte den Kopf.

"Bitte bleib", bat sie flüsternd.

Dieses Mal antwortete Dirk nicht.

Er atmete tief durch und zählte in Gedanken bis 10.

Mit einem Mal war die Stimmung gekippt. Eigentlich hatte er sie nur beruhigen wollen und jetzt lag er hier neben ihr in seinem Bett, viel zu nah bei ihr und vor seinem inneren Auge wurden Fantasien wach, die besser hätten weiter ruhen sollen.

Und das schlimme daran war, dass Regina direkt neben ihm lag und wahrscheinlich bereit dazu war, ihm heute Nacht  jede seiner Fantasien zu erfüllen.

Er spürte den Ärmel ihres Nachthemdes an seiner Brust, die Pyjamajacke hätte er auch mal besser zugemacht. Zum wiederholten Moment schimpfte er sich in Gedanken einen Idioten.

Er seufzte und rief sich zur Vernunft.

"Regina, das geht nich'," begann er und suchte nach den richtigen Worten.

"Das fühlt sich nich' richtig an", sagte er schließlich.

Es fühlte sich sehr wohl richtig an, das war ja das schlimme. Und wenn sie nicht die Eiskönigin war, als die sie sich manchmal ausgab fühlte sie genau das gleiche. Er war ja auch nicht blöd.

Regina sagte nichts. Sie hörte ihm nur zu und schaute ihn an. Ihr Mund war leicht geöffnet und ihr Blick wanderte über sein Gesicht.

Dirk überlegte wann die Stimmung so gekippt war. Sie hatte doch nur schlecht geträumt.

Regina dachte nach. Sollte sie ihre Gefühle jetzt offenbaren oder es lieber bleiben lassen? Eine zweite oder vielleicht in dem Fall dritte Chance würde es mit Sicherheit nicht geben.

"Ich glaub ich hab mich in Dich verliebt", gestand sie plötzlich. Jetzt war es raus. Wahrscheinlich würde er jetzt schleunigst das Weite suchen.

Dirk schluckte. Das hatte sie jetzt nicht gesagt, oder? Wie lange hatte er sich das im Geheimen gewünscht und jetzt in dieser blöden Situation kam sie damit rüber.

Er holte tief Luft.

"Nein, das hast Du ganz sicher nicht", begann er. "Du bist nur verunsichert, hast in der momentanen Situation Angst…", fuhr er fort.

"Nein", entgegnete sie nüchtern.

"Das hat mit der momentanen Situation so gut wie gar nichts zu tun", erklärte sie ihm und ließ ihren Zeigefinger wie zufällig langsam über seine Brust wandern. Dirk sog scharf die Luft ein.
Sein Herz machte einen Satz, aber er setzte zu einer vernünftigen Antwort an.

"Auch wenn Du das jetzt so sachst, Du bist immer noch meine Chefin und ich…", er suchte nach den richtigen Worten, "Ich bin kein Mann für eine Nacht", fuhr er schließlich fort.


Regina rollte in der Dunkelheit mit den Augen. Sie wusste dass er es nicht sehen konnte. Was für ein Sturkopf! Sie überlegte einen Augenblick, ob sie nicht einfach ihr Nachthemd ausziehen und ihn vor vollendete Tatsachen stellen sollte, aber sie traute ihm zu, dann einfach aufzustehen und zu gehen.

Im nächsten Augenblick streckte sie ihre Hand aus, legte sie vorsichtig an seinen Hinterkopf und zog ihn zu sich herunter.

Der Kuss kam trotzdem überraschend. Damit hatte Dirk nicht gerechnet. Sein Herz raste und er wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Er hoffte, sie würden es beide hinterher nicht bereuen. Als sie ihre warmen Lippen auf seine drückte, stöhnte er leise auf. Die ganze Situation hatte ihn ohnehin schon erregt. Ihr Kuss war nicht liebevoll und zärtlich sondern fordernd und verlangend. Dirk wusste, dass sie zu lange Katz und Maus gespielt hatten, als dass sie sich jetzt mit einem langen Vorspiel aufhalten würden.
Sie küssten sich leidenschaftlich und erkundeten sich dabei gegenseitig. Er lag immer noch auf der Seite. Mit dem freien Arm strich er ihr erst durch die Haare und ließ seine Hand schließlich weiter nach unten wandern. Unter ihrem dunkelblauen Satinnachthemd zeichnete sich ihre Erregung ab, als er zärtlich über ihre Brustwarzen strich. Sie stöhnte leise auf und schob ihn sanft auf den Rücken. Dann begann sie, an seinem Ohrläppchen zu knabbern und wanderte weiter über seinen Hals zu seiner Brust. Er fragte sich, ob er am nächsten Morgen Liebesmale haben würde. Es war ihm egal. Sie schob ihm die Pyjamajacke über die Schultern und er schauderte. Im nächsten Moment zog er sie wieder an sich und öffnete die ersten Knöpfe ihres Nachthemdes.Er ließ seine Hand in ihren Ausschnitt wandern und streichelte zärtlich über ihre Brust. Daraufhin zog sie ihn wieder an sich und küsste ihn. Schließlich wurden seine Berührungen fordernder und es dauerte nicht lange, da hatte er ihr das Nachthemd ausgezogen. Sie trug nur noch ein dünnes cremefarbenes Spitzenhöschen, das ihm den Atem raubte. Seine Schlafanzughose wurde immer enger und er konnte kaum noch atmen. Sie ließ ihre Hand seine Brust herunterwandern und schließlich strich sie vorsichtig, aber bestimmt über die Beule in seiner Hose. Er sog die Luft scharf ein ein und atmete schneller.
“Regina”, stöhnte er leise. Er liebkoste ihren Hintern und zog vorsichtig das Höschen nach unten. Regina hielt die Luft an und zog ihn anschließend über sich. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Dirk streckte seine Hand aus und zog vorsichtig über ihren Kopf hinweg einen kleinen Kasten aus dem Regal, das neben seinem Bett stand. Mit einem Handgriff hatte er ein Kondom erwischt, das er jetzt herauszog. Er setzte sich auf die Bettkante und zog seine Hose aus. Dann öffnete er die silberne Verpackung, zog das Kondom heraus und stülpte es über. Nicht gerade erotisch, aber musste sein. Er glitt problemlos in sie hinein und stöhnte dabei weil das Gefühl so überwältigend war. Sie seufzte leise unter ihm und er küsste sie wieder, damit man sie beide nicht so laut hörte. Immerhin war das Fenster auf und seine Nachbarin sehr neugierig.
Er bewegte sich zunächst vorsichtig und sie passte sich seinem Rhythmus an. Nach kurzer Zeit wurde er schneller und es dauerte nicht lange, bis sie sich beide dem Höhepunkt hingaben. Dirk staunte nicht schlecht, als sie sich unter ihm aufbäumte und schließlich konnte er sich nicht mehr zurückhalten.
Wenig später sanken sie erschöpft in die Kissen und er strich ihr die verschwitzten Haare aus der Stirn. “War es das, was Du wolltest?”, frage er leise und sie grinste ihn verschmitzt an.
“Nicht nur das”, flüsterte sie. Und dann war sie plötzlich eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wurde Dirk wach. Licht drang durch die Fenster und er wusste nicht, wie spät es war. Er wusste nicht mal, welche Schichte er heute hatte. Das Bett neben ihm war leer und er geriet in Panik. Wo war sie? Hatte er sich das alles nur eingebildet? Er schluckte und dachte wieder an die vergangene Nacht und was passiert war. War es doch nur eine Dummheit gewesen?

“Herr Matthies, Sie sind ja immer noch im Bett”; sagte sie in gewohnt strengem Ton.
Dirk schaute auf. Sie lehnte lässig am Türrahmen, in ihren grünen Bademantel gehüllt und kam scheinbar gerade aus der Dusche.

“Äh…” sagte er weil ihm nichts anderes einfiel. Auf einmal war alles anders und das Hochgefühl, dass ihn eben noch erfasst hatte, war der Enttäuschung gewichen.

“Nun beeilen Sie sich doch, wir wollen doch nicht zu spät zum Dienst kommen”, drängte sie ihn anschließend.

Dirk schluckte. SIe war also doch wieder die alte. Sie siezte ihn wieder und der Zauber der Nacht war verflogen. Er seufzte. Was hatte er erwartet?

Sie ging wieder aus dem Zimmer und kam kurz darauf mit zwei Bechern wieder. EInen drückte sie ihm in die Hand.

“Hier Dein Kaffee”, sagte sie grinsend, setzte sich zu ihm aufs Bett und gab ihm die Tasse.

“Mit Milch und Zucker, so wie Du ihn immer trinkst”, fuhr sie fort und schlug die Beine übereinander.

Dirk nahm ihr den heißen Becher ab und nippte an der Flüssigkeit. Dann lachte er.

“Und ich dachte schon, Du wärst wieder ganz die alte”; sagte er dann zähneknirschend, worauf sie lachte.

“Keine Angst”, antwortete sie und trank ebenfalls einen Schluck.

“Das werde ich nur im Büro sein”; prophezeite sie dann grinsend.

“Damit kann ich leben”, gab er zurück und strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr.

“Das will ich doch hoffen, Herr Matthies”, fuhr sie fort. “Was soll denn der Rest der Belegschaft denken, wenn Sie eine Extrawurst bekommen?”, in ihren Augen blitzte es auf. Sie stellte den Kaffeebecher beiseite und setzt sich wieder zu ihm. Dir grinste

“Och so´ne Extrawurst ist ja auch ma´was schönes”, stellte er richtig und stellte seinen leeren Becher auf den Boden und grinste schief.

Dieses Lächeln, dass ihr jedes Mal den Boden unter den Füssen wegzog! Sie seufzte.

Im nächsten Moment zog er sie an sich und küsste sie zärtlich.

“Haben wir noch etwas Zeit?”, fragte er und grinste schief. Sie nickte erwartungsvoll und zog eine Augenbraue hoch. .

Er küsste sie wieder, öffnete den Gürtel ihres Morgenmantels und schob ihn ihr über die Schultern. Dieses Mal würde er sich mehr Zeit lassen.
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