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Every Breath You Take

GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P18 / Het
Dirk Matthies Regina Küppers
13.06.2018
08.04.2020
12
21.372
5
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07.11.2019 2.601
 
Der Feierabend erwies sich als seltsam. Regina war sich bewusst, dass sie heute Abend nicht in ihr Hotel gehen konnte sondern zu Dirk Matthies gehen musste, aber sie war sich  noch immer nicht sicher, was sie davon halten sollte.

Der Tag war zumindest ruhig gewesen und ihr seltsamer Verehrer hatte bisher kein weiteres Lebenszeichen von sich gegeben. Allerdings war sie auch nicht mehr im Hotel gewesen. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass sie es fürs Erste auch  nicht mehr alleine betreten würde.

Dirk Matthies hielt es für zu gefährlich und sie musste - wenn auch ungern- zugeben, dass er wahrscheinlich Recht hatte. Stalker waren meist unberechenbar und getrieben von seltsamen Motiven. Nicht auszudenken, was alles passieren könnte.

Dennoch wusste sie nicht wirklich, wie sie mit der neuen Situation klarkommen sollte. Von einem Mann beschützt zu werden war gar nicht ihr Ding, normalerweise regelte sie ihre Sachen alleine.Und dann noch von einem Mann, zu dem sie sich seit der ersten Minute hingezogen fühlte. Sie ignorierte die Tatsache so gut es ging, aber jetzt war sie fast auf ihn angewiesen. Sie würde auf keinen Fall ihre Selbständigkeit aufgeben, soviel stand fest!


In diesem Augenblick klingelte ihr Telefon und riss sie aus ihren seltsamen Gedanken.

Es war Marie-Luise.
Regina rollte mit den Augen. Sie hatte die Verabredung mit ihrer besten Freundin völlig vergessen und jetzt überlegte sie fieberhaft, was sie am besten tun sollte. Sollte sie für heute Abend absagen? . Aus der Erfahrung heraus wusste sie, dass sich Marie-Luise nicht so einfach abwimmeln ließ. Außerdem konnte ihre beste Freundin es kaum erwarten, ihr von dem Urlaub mit ihrer neuesten Affäre zu erzählen. Auch etwas, was Regina nicht gut hieß, aber es hinnahm. Sie kannte Marie-Luise schon so lange, dass sie auch ihre Fehler kannte und tolerierte. Und schließlich war niemand fehlerfrei.

“Es war so schön, schade, dass die Zeit so schnell vorbei war”, erzählte Marie-Luise am anderen Ende der Leitung und begann mit einer sehr detaillierten Beschreibung ihrer männlichen Begleitung.

Regina schaute auf die Uhr und hörte nur halbherzig hin.

“Aha”, murmelte sie kurz angebunden.

Dies schien Marie-Luise aber in keiner Weise abzuschrecken, denn sie erzählte munter weiter von ihrem Urlaubsabenteuer in der Karibik.

Regina seufzte und hoffte, dass sie bald zum Ende kommen würde.

“Bleibt es bei heute Abend um neun Uhr? Wie immer?”, fragte Marie-Luise schließlich erwartungsvoll.

Regina seufzte und überlegte.Warum eigentlich nicht?  Es war sicher kein Vergehen, sich heute Abend mit ihr zu treffen und sie wären schließlich auch nicht allein sondern unter Leuten. In der Bar, in der sie sich regelmäßig trafen. Sie würde schließlich auch ihr Mobiltelefon dabei haben. Und sie war ausgebildete Polizistin. So groß war die Gefahr sicherlich nicht.

“Okay, dann bis heute Abend”, sagte sie schließlich und legt dann schnell auf, bevor Marie-Luise von noch mehr von ihren Urlaubsabenteuern erzählen konnte.

***

“Wie bitte?”

Dirk Matthies war außer sich vor Wut und schaute sie böse an. Sie fixierten sich gegenseitig.

Sie holte tief Luft:”Herr Matthies, ich weiß nicht, was das soll. Ich bin eine erwachsene Frau und noch dazu Polizistin! Ihr Beschützerinstinkt in allen Ehren, aber…”, sie schüttelte mit dem Kopf.
Hätte sie geahnt, dass er sich so querstellen würde…

“Das kann doch nich ´wahr sein!”, fuhr er ihr wütend ins Wort.

Sie schluckte.

“Frau Küppers, sie haben einen verrückten Stalker da draußen, damit ist nicht zu spaßen!”, fuhr er fort.

“Mein´ Sie da ist es richtig, abends einfach mal alleine in ´ne Bar zu gehen?”, fragte er dann und holte tief Luft.

Sie zuckte mit den Achseln. “Aber ich bin doch nicht alleine”, sagte sie schließlich. “Marie-Luise ist doch auch da und viele Menschen um uns herum… ich habe mein Handy…” fuhr sie fort.

“Ja”, er verschränkte die Arme vor der Brust und schüttelte den Kopf.

“Ihre Marie-Luise kann sie bestimmt auch beschützen, wenn da so´n Verrückter anrückt und Gott weiß was macht”, prophezeite er und seine Stimme wurde lauter.

Die Frau hatte Nerven! Begriff sie denn eigentlich nicht, dass er Angst um sie hatte? Und warum wollte sie sich denn jetzt freiwillig in Gefahr bringen? Was für ein Blödsinn!

“Herr Matthies, jetzt übertreiben Sie aber”, entgegnete sie und hob ebenfalls die Stimme.

“Tu ich nich´!”

“Tun Sie wohl!”, wiederholte sie und ihre Augen funkelten.

“Ich lass mich doch nicht einsperren!”


Sie würde sich doch das Date mit ihrer besten Freundin nicht verbieten lassen!

Er schluckte und holte tief Luft, seine Nasenflügel blähten sich auf, wie sie es immer taten, wenn er wütend war. Er dachte kurz nach.

“Also gut”, sagte er schließlich und schaute sie erwartungsvoll an.

Sie zog fragend eine Augenbraue hoch. Hatte sie schließlich doch gewonnen?

“Aber ich komm´mit !”, gab er ihr zu verstehen.

Sie schnappte nach Luft. Das konnte doch nicht sein Ernst sein!

“Herr Matthies, ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee ist!”, gab sie zu bedenken, aber er schüttelte nur stur den Kopf.

“Entweder in meiner Begleitung oder gar nich´! “ er blieb stur.

“Herr Matthies, ich brauche keinen Babysitter”, sagte sie dann.

“Frau Küppers, sie verkennen den Ernst der Lage”, entgegnete er.

Sie schüttelte wieder den Kopf.

Er schluckte.

“Entweder mit mir, oder gar nicht!”, wiederholte er und stellte sie vor die Entscheidung.

Sie atmete tief durch, warf ihm einen bösen Blick zu und verschwand ohne ein weiteres Wort im Schlafzimmer um sich umzuziehen. Wenn er wollte, sollte er eben mitkommen!

Wenig später trat sie zurück ins Zimmer und suchte nach ihrer Tasche.

Dirk warf ihr einen flüchtigen Blick zu und schluckte dann. Nervös strich er sich mit der Hand durch die Haare. Das konnte jetzt nicht ihr Ernst sein! Er musterte sie auffällig. Das Haar fiel ihr in weichen Wellen offen über die Schultern und ließ ihr Gesicht fiel runter und freundlicher wirken als mit der strengen Hochsteckfrisur. Sie trug ein dunkelblaues Sommerkleid mit kleinen weißen Streublümchen. Das Kleid war durchgeknöpft und hatte einen tiefen Ausschnitt. Es betonte zusätzlich ihre Kurven und wirkte dennoch irgendwie unschuldig, weil es fast bodenlang war. Dirk schluckte und fragte sich, ob sie dieses Kleid absichtlich angezogen hatte.

“Nicht in dem Kleid”, knurrte er leise und sah auf.

“Bedaure, ich habe nichts anderes legeres hier”, sagte sie unschuldig und grinste ihn an.

Natürlich war es ihr nicht entgangen, wie er sie angeschaut hatte und dass sein Mund seit sie aus dem Schlafzimmer gekommen war, offen stand und es erfüllte sie mit einer gewissen Freude. Da waren sie plötzlich wieder, die Schmetterlinge in ihrem Bauch.

Dirk wusste nicht, was er noch sagen sollte. In diesem Kleid wollte er sie nicht losziehen lassen. Nirgendwohin! In diesem Kleid sollte sie lieber hier Zuhause bleiben, mit ihm. Er ertappte sich bei dem Gedanken, wie er langsam die Knöpfe öffnen könnte, einen nach dem anderen und ihm wurde heiß. Er räusperte sich.

“Frau Küppers, haben Sie wirklich nichts anderes? In dem Kleid… ich meine, der Stalker…”, er verhaspelte sich und wusste nicht mehr, was er eigentlich noch sagen wollte.

“Dies ist ein ganz normales Sommerkleid”, stellte sie nüchtern fest und zuckte mit den Schultern.

“Das ist es nicht”, knurrte er, aber sie antwortete nicht mehr, sondern ging zur Tür.

“Herr Matthies, ich werde sicherlich nicht in meiner Dienstkleidung zu meiner Verabredung gehen”, erklärte sie sich und damit war die Diskussion für sie beendet.

“Gehen wir?”, fragte sie herausfordernd.

“Einen Moment noch”, entgegnete er, ging zu seinem Kleiderschrank, schnappte sich ein frisches Hemd und eine dunkle Hose und verschwand kurz im Badezimmer. Mit Sicherheit verkehrte die Küppers nur in einem Schuppen, in den man mit Jeans und Lederjacke nicht so ohne Weiteres hineinkam.



Als er wiederkam, warf er ihr einen bösen Blick zu und griff nach seinem Autoschlüssel. Sie musterte ihn anerkennend und in ihren Augen leuchtete es. Das helle Hemd und die dunkle Hose standen ihm ausgezeichnet, den Blazer  trug er lässig in der Hand. Sie war sich sicher, dass er die Klamotten mit Absicht gewählt hatte.


***


Während sie zu Reginas Lieblingsbar fuhren instruierte Dirk sie.

“Ich werde in der Nähe sein, wenn ´was ist”, sagte er und sie nickte.

“Ansonsten bin ich gar nicht da”, fuhr er fort.

Regina musste grinsen. Jemand wie Dirk Matthies konnte ihrer Meinung nach nicht unsichtbar sein, aber er war anscheinend anderer Meinung.

“Und kein Wort zu Ihrer besten Freundin”, fuhr er konspirativ fort.

“Und der erzählen sie auch nich´, wo sie sich im Moment aufhalten”, befahl er.

Sie nickte und roltle mit den Augen, weil sie jetzt schon wusste, dass es schwierig für sie werden würde, dieses Geheimnis für sich zu behalten. Marie-Luise und sie kannten sich so lange, dass sie voreinander keine Geheimnisse hatten. Eigentlich.

Sie musterte ihn heimlich während er den Wagen fuhr.

“Fast wie ein Date”, ging es ihr durch den Kopf und sie ertappte sich dabei, dass sie darüber nachdachte, wie wohl so ein Date mit Dirk Matthies war.

Anschließend schloss sie die Augen und schüttelte den Kopf, als wolle sie so ihre Gedanken beiseite schieben.

“Alles okay”, fragte er und schaute sie an.

“Ich glaube schon”, gab sie zurück. Nichts war in Ordnung.

***

Es dauerte nicht lange, bis sie die Location erreicht hatten. Dirk pfiff leise durch die Zähne. Natürlich einer der besseren Schuppen. Zum Glück hatte er sich auch noch mal umgezogen. Mit der schwarzen Hose und dem cremefarbenen Hemd würde er sicherlich reinkommen und nicht lange mit dem Türsteher diskutieren müssen.

Er hielt vor der Tür und schaute sie erwartungsvoll an, als sie nicht gleich ausstieg.

“Gehen Sie schon mal ´rein”, sagte er. “Ich parke noch den Wagen”, fuhr er fort und deutet auf die Parklücke in einiger Entfernung.

Sie nickte und stieg schließlich aus. Als sie im Gebäude verschwand, fuhr er weiter zum Parkplatz.

In der Bar angekommen, wurde sie sofort von Marie-Luise in Beschlag genommen.

Sie bestellte “Sex on the Beach”  und Marie-Luise fing sofort an von ihrem neuesten Abenteuer zu berichten. Obwohl sie verheiratet war, stürzte sie sich hingebungsvoll von einer Affäre in die nächste. Regina billigte das nicht, sie nahm es einfach hin. Alles andere wäre sicherlich auch nicht förderlich für ihre Freundschaft gewesen und wenn sie ehrlich war, hatte sie außer Marie-Luise nicht viele Freundinnen.

Sie hörte ihrer besten Freundin halbherzig zu, denn die detaillierten Ausführungen, die Marie-Luise zum Besten gab, interessierten sie nicht wirklich. Marie-Luises Liebesabenteuer waren nicht ihre Welt und sie wollte davon so wenig wie möglich wissen. Es fiel ihr jedes Mal schon schwer genug, dem Ehemann ihrer besten Freundin unter die Augen zu treten. Er hatte so ein Verhalten seiner Frau nicht verdient und es Regina fand es nicht in Ordnung. Also schaltete sie wie gewohnt auf Durchzug.

Sie scannte nebenher immer wieder ihre Umgebung und versuchte dabei einen interessierten Gesichtsausdruck zur Schau zur stellen. Marie-Luise schien überhaupt nicht zu bemerken, dass sie mit den Gedanken ganz woanders war.

Marie-Luise unterbrach schließlich ihren Redefluss und schaute sie an.

“Ich verrate Dir jetzt was”, sagte sie geheimnistuerisch und beugte sich zu Regina vor, als wollte sie ihr etwas ins Ohr flüstern.

Regina beugte sich ebenfalls vor.

“Jetzt dreh Dich nicht um, aber da drüben sitzt ein Typ, der Dich den ganzen Abend schon anstarrt”, sagte Marie-Luise leise.

Regina spürte wie sich ihr Körper versteift hatte und ihr heiß wurde.

Der Stalker! Dirk Matthies hatte doch Recht gehabt! Was war nur in sie gefahren, heute Abend einfach hierher zu kommen. Es war doch zu gefährlich. Sie war einfach eine Idiotin!

Schließlich lehnte sie sich wieder zurück und versuchte, sie so unauffällig wie möglich umzudrehen. Sie gab vor, etwas in ihrer Tasche zu suchen.

Als sie aufblickte, schaute Dirk Matthies sie an. Ihre Blicke trafen sich und er lächelte schief, prostete ihr mit dem Bierglas in der Hand zu.

Sie musste schmunzeln und Erleichterung machte sich in ihr breit. Sie hatte an den Stalker gedacht, aber Marie-Luise war Dirk Matthies aufgefallen. Und er hatte sie den ganzen Abend im Blick.Sie hatte es gar nicht bemerkt. Eigentlich musste sie sich gar keine Sorgen machen. SIe hätte um ein Haar laut losgelacht, denn die Situation barg eine gewisse Komik, aber das sollte sie jetzt nicht tun. Da sie Marie-Luise nicht erklären konnte, was los war, wäre diese sicher beleidigt gewesen.

“Ich meine den Dunkelhaarigen mit den braunen Augen”, fuhr Marie-Luise fort. “Der wäre doch was für Dich”, sagte sie aufmunternd.

“Ich glaube nicht”, Regina schüttelte energisch den Kopf. In ihrem Bauch meldeten sich wieder die Schmetterlinge. Wenn Marie-Luise wüsste.

“Nein, das ist nicht mein Typ”; dementierte sie.

“Und ob das Dein Typ ist”, Marie-Luise ließ sich nicht beirren. “Und er hat Dir auch noch zugeprostet”, fuhr sie aufgeregt fort.

“Ja, aber…” begann Regina. Ihre beste Freundin schnitt Ihr das Wort ab.

“Nichts aber, der steht auf Dich”, sagte sie. “Ich merke sowas”, fuhr sie unbeirrt fort.

Regina rollte die Augen und schaute auf die Uhr.

“Geh doch mal rüber und sprich ein bisschen mit ihm!”, forderte sie ihre beste Freundin auf.

Regina stöhnte leise.

“Ich glaube, es ist Zeit zu gehen”, sagte sie schließlich und Marie-Luise rollte die Augen.


“Seit wann bist Du so ein Spielverderber geworden?”, fragte sie provozierend.

Regina seufzte. “Im Gegensatz zu Dir muss ich morgen früh raus”, sagte sie eine Spur zu scharf  und Marie-Luise verzog das Gesicht.

“In Ordnung. Wenn Du Dein Glück lieber mit Füßen treten möchtest”, fuhr sie fort und gab dem Barkeeper ein Zeichen, die Rechnung zu bringen.

“Marie-Luise, bitte sei mir nicht böse, ich bin müde” entschuldigte sich Regina und beglich ihre Rechnung. Dann stand sie auf, drückte ihre Freundin und wandte sich zum Gehen.

***

Wenig später saß sie bei Dirk Matthies im Auto und starrte in die Dunkelheit, während er den Wagen durch das nächtliche Hamburg lenkte. Sie hatte das Fenster ein Stück herunter gekurbelt und warme Nachtluft drang herein.

“Sie haben mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt”, sagte sie ehrlich und musterte ihn.

Er zog erstaunt eine Augenbraue hoch.

“Wieso das?”, fragte er und wartete gespannt auf ihre Antwort.

“Marie-Luise meinte, es würde mich jemand die ganze Zeit beobachten”, berichtete sie leise, woraufhin er laut lachen musste.

“Hab ich ja auch”, sagte er und parkte den Wagen vor dem Haus in dem er wohnte.

“Ja, und dann wollte sie…. “, Regina brach abrupt ab und sprach nicht weiter.

“Was wollte sie?”; fragte Dirk neugierig.

Sie schüttelte den Kopf.

“Ist nicht weiter wichtig”, fuhr sie fort. Das musste er nun wirklich nicht wissen.

Er schaute sie erwartungsvoll an und wartete auf eine Antwort. Als er keine bekam, stieg er aus, ging um den Wagen herum und hielt ihr die Tür auf.

Sie stieg aus und hielt sich an der Tür fest. Für einen Augenblick standen sie sehr nah beieinander. Zu nah. Sie drehte sich von ihm weg und genoss die Aussicht.

“Schön haben Sie es hier”, sagte sie beiläufig.

“Ich weiß”, flüsterte er leise. “Oben ist der Ausblick aber noch besser”, fuhr er leise fort.

Plötzlich stand er ihr und sie konnte seine Nähe spüren. Ihr Puls beschleunigte sich und ihr Herzschlag ging schneller.

Dirk konnte ihr Parfüm riechen und ihre Haare kitzelten in seinem Gesicht. Was würde er dafür geben, sie jetzt zu küssen! Er räusperte sich leise. Auf was für blöde Ideen kam er denn neuerdings? Schnell schob er den Gedanken beiseite.

Er berührte sie flüchtig an der Schulter und hatte das Gefühl, einen Stromschlag zu bekommen.

“Komm´n Sie Frau Küppers, lassen Sie uns hochgehen. Ist doch ganz schön frisch”, sagte er schließlich.

Sie drehte sich um und folgte ihm ins Haus, widerstand der Versuchung, ihm mitzuteilen, dass es mindestens noch 25 Grad waren. Und alles andere war noch viel heißer.
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