Verloren im Sturm

von Micaa
GeschichteDrama, Humor / P16
13.06.2018
28.02.2019
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Die Ankunft der Fremden

Die kleine Grünfläche hatten wir an diesem Tag noch relativ schnell verlassen. Die Natur veränderte sich mit jedem Kilometer schneller. Die Wege wurden immer steiniger und felsiger, bis sich irgendwann die einzelnen Bergspitzen im Himmel zeigten und beinahe die Wolken kitzeln konnten. Wir waren schon einige Stunden unterwegs. Statt uns zu unterhalten schwiegen wir uns lieber an und auf Grund meiner Situation war ich dafür auch ganz dankbar. Ich probierte mich dabei einfach auf die sich immer wieder wiederholende Umgebung zu konzentrieren. Ab und zu ein Fluss, der sich durch den Boden gekämpft hatte. Kleine Büsche, die aus den einzelnen Felsspitzen herausbrachen und der Staub, der bei jedem Schritt etwas aufwirbelte. Darui war immer noch gut dabei, während er mich und die Axt trug. Respekt an die Ninjas, die selbst bei solchen verrückten Situationen sich nicht aus der Bahn bringen lassen konnten. Eine Fähigkeit, die ich Momentan gerne besitzen würde. Trotz des netten „Service“ den ich bekam war es unbequem durchgehen in derselben Position zu verharren. Wir hatten keine einzige Pause eingelegt und langsam wurden meine schon tauben Beine noch tauber.
„Ich glaube den Rest schaffe ich alleine“, schlug ich vor und starrte dabei auf das weiße struppige Haar direkt vor meinem Gesicht.
„Du weißt doch nicht mal was der Rest ist.“
„Meine Beine werden taub“, erwiderte ich.
„Das du dich überhaupt traust Beschwerden auszusprechen in deiner Situation. Ich habe mir schon genug Arbeit für die nächsten Wochen mit dir eingebrockt.“ Schnaubend presste ich die Lippen zusammen. Natürlich musste er deswegen Recht haben. Er hätte mich auch einfach töten können.
„Dann töte mich doch einfach. Dann wäre der Käse gegessen“, schlug ich erneut schnippisch vor. Die Schnauze voll von meinem bisherigen eintägigen Leben.
„Ich fälle nicht gern alleine das Urteil über einen Menschen.“
„Macht man das als Ninja nicht ständig? Zumindest tötet ihr Menschen, wenn ihr den Auftrag dazu bekommt.“ Diesmal fing ich an mit meinen Beinen zu wackeln um ihn etwas zu nerven. In der Hoffnung das er mich absetzen würde.
„Ist das dann nicht ein Grund mehr es nicht zu tun, wenn man es nicht unbedingt muss?“ Ich hörte auf zu wackeln. Wollte er mir gerade seine gute Seite zeigen? Im Moment konnte ich ihn überhaupt nicht einschätzen, da sein Gesicht von meinen Augen verborgen war.
„Keine Ahnung“, erwiderte ich desinteressiert. Ich hatte eigentlich keine Lust mich über moral-ethische Dinge mit einem Ninja zu unterhalten, dessen Moral vermutlich nicht das verlässlichste war was er besaß. Ich wollte einfach meine Beine wieder spüren.
Plötzlich blieb er stehen und erlaubte es mir mich von seinem Rücken zu gleiten. Zu meinem Erstaunen, war die Erde wärmer als erwartet, als ich sie mit meinen nackten Sohlen berührte. Es war angenehm, so konnte ich das Blut besser in meinen kalten Beinen spüren, wie es sie allmählich wiederbelebte. Durch das endlich wieder frei zirkulierende Blut in meinem Körper fingen meine Beine aufgeregt zu kribbeln an. Ich hatte trotzdem noch Schmerzen und die Erschöpfung klebte mir immer noch wie ein Blutegel am Rücken, aber ich fühlte mich besser mein eigenes Gewicht wieder tragen und spüren zu können. Ich streckte mich vorsichtig und betrachtete die Bandage an meinem linken Fuß und beider meiner Arme. An meiner Hüfte befand sich auch ein dicker Verband, der durch das am Saum zerrissene Shirt erkennbar war. Ich war allgemein nicht sehr vorteilhaft gekleidet. Das Shirt das geschmacklos und fahl an meinem geschundenen und verbundenen Körper, wie ein gebrauchter Lumpen hing und eine schwarze Leggins die schon bessere Tage gesehen hatte und die nun rostfarbene Flecken zierte. Auch mein Shirt hatte einiges an Blut abbekommen wie Darui vorher schon mal erwähnt hatte. Müde rieb ich mir die Schläfen. Es wäre besser gewesen ich hätte mich selbst erst gar nicht angesehen.
„Sicher, dass du den Rest noch alleine gehen kannst?“, fragte er nach weiteren Minuten der Stille.
„Nein“, sagte ich nur darauf und begann zu laufen. Weglaufen war in diesem Zustand sinnlos und unbewaffnet ohne Geld kam mir auch ziemlich lebensmüde vor. Mit Darui hatte ich wenigstens ein Ziel in Sicht. Auch wenn dies nicht eins dieser Ziele war worauf ich äußert scharf war. Allein war ich praktisch aufgeschmissen. Ohne Erinnerungen. Ohne irgendwas, dass mich an diese Welt band. Außer dieser Körper. Es war einfach nur absurd. Zu viel um es wirklich zu begreifen.
Relativ bald waren die Schritte von mir und Darui nebeneinander im Einklang und obwohl ich mir Mühe gab ein gutes Tempo zu halten, war ich mir ziemlich sicher, dass ich für seinen Geschmack trotzdem noch viel zu langsam war.
„Wie ist Kumogakure so?“, probierte ich ein Gespräch ins Rollen zu bringen.
„Groß, belebt und schön“, antwortete er und schon war das Gespräch wieder beendet. Ich hätte es erst gar nicht probieren sollen.
„Wie lautet denn jetzt dein Name?“, fragte er stattdessen. Wirklich? Ich hatte ihn eine total leichte Frage gestellt und jetzt fing er an die großen Fragen zu stellen. Ich probierte es mit einem Schulterzucken abzutun, das eher dafürstehen sollte, dass mein Name ihn einfach nichts anging.
„Du weißt es nicht?“ Ich seufzte. Er hatte meine eigentliche Absicht dahinter natürlich nicht verstanden.
„Das habe ich nicht gesagt…“, murmelte ich und rieb mir die Handgelenke, die immer noch etwas rot vom Seil waren.
„Ich habe dir meinen Namen auch gesagt.“ Mit gehobener Braue sah ich zu ihm. Ein großer muskulöser Typ, der hauptberuflich als Ninja tätig war, kam mir mit solch einem Gegenargument. Scheinbar war er doch nicht so taff, wie ich erwartet hatte.
„Darui…“, begann ich extra mit seinem Namen um ihm unter die Nase zu reiben, dass ich seinen kannte aber er meinen nicht. Er winkte ab.
„Vergiss es. Ich nenne dich einfach…“, er überlegte, sah auf die Axt in seiner Hand und hob dann wieder den Blick.
„Ono.“ Beleidigt blieb ich stehen.
„Ono?!“, rief ich entsetzt.
„Entschuldige, aber wenn ich jemand anderes dich beschreiben müsste, dann würde ich dich garantiert als das Axtmädchen bezeichnen“, erklärte er nüchtern.
„War die Axt etwa das einzige herausstechende an mir?!“
„Wenn es dich so sehr stört, kannst du mir auch einfach deinen richtigen Namen sagen.“ In seinem einzigen sichtbaren Auge konnte ich so etwas wie einen kleinen Triumpf sehen, wenn mich nicht alles täuschte. Wieder schnaubte ich. Ono. Er hatte mich schlicht und ergreifend einfach als „die Axt“ getauft. Eigentlich war das ziemlich frech, sich die Freiheit zu nehmen und mir einfach einen Namen zu geben, jedoch war mir das lieber, als mir selbst einen zu überlegen. Mit meinem eigenen konnte ich momentan nicht dienen und so musste ich vorerst nicht lügen. Trotzdem ließ ich mir meine Erleichterung nicht ansehen und sah schnippisch zu Darui.
„Ono. Nett sie kennenzulernen Darui. Ninja aus Kumogakure.“ Jetzt wenn ich genauer über meine bisherigen Antworten nachdachte, war ich schon recht zickig. Was konnte ich also bisher alles über mich zusammenfassen?

     1. Ich wurde von einem Ninja mit dem Namen Ono getauft
     2. Ich bin eine potentielle Mörderin von insgesamt 5 Leichen
     3. Ich bin zickig


Meine kleine Liste nahm etwas Form in meinem Kopf an und Punkt zwei schien unter diesen drein wohl doch am ehesten hervorzustechen.
Darui atmete schwer aus und sah in die Ferne.
„Kannst du die vielen Berge dort sehen, die sich dort an einem Haufen scharen? Das ist Kumogakure“, erklärte er.
„Ihr wohnt in den Bergen?“
„Hast du dir Umgebung schon mal angesehen? Hier ist alles bergig und felsig.“ Er schmunzelte.
„Jaja.“, antwortete ich nur und sah zu der Bergreihung, die man erahnen konnte, da sie von den vielen Wolken kaum zu sehen waren. Sicher war es vermutlich alle mal dort zu leben. Im Schutz der Berge, die schon tausende Jahre alt waren. Muss schön sein sich so geborgen zu fühlen.
„Jetzt habe ich dich ein wenig laufen lassen. Ich muss dich jetzt bitten wieder aufzusteigen. Ich will bevor es Nacht wird noch dort ankommen.“ Er blieb stehen und sah zu mir. Nichts lieber als das eigentlich. Ich konnte mich bis jetzt auch nur die kleine Ablenkung auf den Beinen halten. Würde ich weiter machen wäre ich vermutlich in den nächsten Stunden wieder Ohnmächtig zu Boden gefallen.
„Meinetwegen“, sagte ich knapp. Man musste mich vermutlich nur mit einem halben Auge ansehen um zu erkennen, dass ich einfach zu fertig war weiter zu laufen. Aber ich gab mir natürlich weiterhin die Illusion, dass ich stark war und diesen fast unendlich erscheinenden Weg auch alleine schaffen würde. Trotzdem ließ ich mich fast auf Daruis Rücken fallen während er vor mir in die Hocke ging. Mühelos wie erwartet, erhob er sich wieder und lief im zügigen Tempo los. Ich weiß nicht wie schnell er lief, doch die Umgebung um mich herum verschwamm zu einer Farbe und flog nur so an mir vorbei während meine Augen schwer und ergeben zufielen.

~

Mein Erwachen war nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich lag in einem eher düsteren Raum mit nichts als einem Bett auf dem ich lag. Blinzelnd richtete ich mich auf, unterdrückte ein stöhnen da sich mein Körper ausreichend darüber beschwerte, dass ich mich wieder in Bewegung setzte. Mein ungutes Gefühl über diesen Raum schien mich bald zu verschlingen. Ich rieb mir die Schläfen. Kopfschmerzen meldeten sich und wenn ich nicht bald etwas unternahm würde diese sich garantiert in eine Migräne weiterentwickeln. Vorsichtig erhob ich mich und sah mich um. Ich hätte fast gesagt das dieser kleine Raum fensterlos war, doch an der Wand gegenüber von mir konnte ich ein sehr kleines länglich und schmal aussehendes Fenster sehen, das als kleine Lichtquelle diente und verhinderte, dass ich in kompletter Dunkelheit saß. Diesmal drangen klare und frische Erinnerungen in meinem Kopf, wie Darui mich nach Kumo gebracht hatte und ich scheinbar nachdem ich das zweite Mal auf seinen Rücken gestiegen bin, verantwortungsloserweise eingeschlafen war. Das so tief, dass ich die Ankunft nicht mitbekommen hatte, weder wie sie mich in diesen Raum gesteckt hatten. Er hatte mich also schon abgesetzt und ist seines Weges gegangen was? Nun was anderes hatte ich auch nicht erwartet. Er hatte mir mehrmals unter die Nase gerieben das ich für ihn nur Ärger und Arbeit bedeutete.
Erschöpft fuhr ich mir durch die Haare. Eigentlich würde ich mich lieber wieder hinlegen und weiterschlafen, aber meine Situation war doch mehr als nur alarmierend. Ich musste also aufmerksam bleiben und vorsichtig sein, da ich keine Ahnung hatte was mich jetzt erwarten würde. Die einzige Tür in diesem Raum war vermutlich sowieso abgesperrt, dennoch wagte ich den Versuch auf sie zuzugehen und sie zu öffnen. Wie erwartet. Sie war abgesperrt. Müde humpelte ich zurück zum Bett und ließ mich langsam wieder darauf nieder. Jetzt konnte ich wohl nichts anderes tun als abzuwarten.

Nicht wenig später, als ich mich gesetzt hatte, hörte ich ein leises Klopfen. War das etwa Einbildung? Ich lauschte und tatsächlich es klopfte erneut. Etwas verwirrt sah ich zur Tür. Wofür wurde denn überhaupt geklopft? War ich nicht deren Gefangener?
„Herein...?“, antwortete ich vorsichtig, was sich aber eher wie eine Frage anhörte und die Tür ging daraufhin langsam auf. Als sie sich öffnete schien ein Schwall von Licht das düstere Zimmer zu erhellen. Im Türrahmen stand eine Frau in einer etwas formaleren Kleidung.
„Wie es aussieht bist du nun wach. Bist du in der Lage zu gehen? Dann würde ich dich jetzt bitten mir zu folgen.“ Ihre Stimme war genauso langweilig und formal wie ihre Kleidung. Einfach nur sachlich, als würde sie diesen Satz jeden Tag von den Lippen bringen. Statt sinnlose Fragen zu stellen, die sie mir sowieso nicht beantworten würde, gab ich mich diesmal etwas mehr kooperativ als bei Darui und erhob mich um ihr folgen zu könne. Zwar war ich überrascht, dass sie mir ohne Sicherheitsvorkehrungen den Rücken zudrehen konnte, aber scheinbar hatte sie ein Ass im Ärmel, wenn sie so sehr von sich überzeugt war. Ich zog die Tür hinter mir zu und folgte drauf dem klackern ihrer hohen Schuhe, die auf dem Boden aufschlugen. Meine Füße waren immer noch Barfuß. Dafür hatte ich andere Kleidung an, die ich jetzt erst im hellen Licht zu bemerken schien. Es war eine einfache lockere grüne Hose und ein grünes T-Shirt die mir beide ein oder sogar zwei Nummern zu groß waren. Das war jedoch mir lieber als irgendein hautenges Teil, oder meine andere zerfetzte Kleidung mit kleinen Blutspritzern. Während ich ihr folgte legte ich meine Hand auf meine Seite und spürte keinen Verband mehr. Auch waren die Schmerzen dort kaum noch zu spüren. Hatte man mich etwa schon geheilt?
Der Gang zog sich in einem Bogen und am Ende war auch eine weitere Tür zu sehen. Am Gang entlang reihten sich etliche Fenster, die den Blick nach draußen gewährten. Ich konnte nicht wirklich etwas spannendes erkennen außer, dass es Tag war und mir ein Berg praktisch die Sicht versperrte weiter raus zu sehen. Weiterhin erkannte ich mit etwas Abstand ein paar andere Berge, die scheinbar ein Gebäude in sich trugen. Wie hatte man das denn gebaut? Ich runzelte die Stirn, blieb stehen und probierte mich den Fenstern zu nähern. Ein Räuspern hielt mich jedoch davon ab. Mein Blick glitt zur Frau, die mich abwartend ansah und darauf wartete das ich ihr folgte. Ah ja, ich vergaß. Ich war in einer viel schlimmeren Situation, die mir eigentlich bewusst war. Etwas enttäuscht nahm ich den Blick von der Aussicht und setzte mich wieder in Bewegung. Der kalte Boden fühlte sich gut an auf meiner Haut an und beruhigte meine aufkommende Nervosität. Wer weiß was mich jetzt erwarten würde?

Wir gelangen dann schlussendlich doch an das Ende des Ganges und die Frau öffnete die Tür um mich eintreten zu lassen. Unsicher sah ich kurz zu ihr. Sie nickte mir bloß zu und ich trat ein. Ich hatte eigentlich erwartet das sie mir folgte, doch scheinbar war ich jetzt auf mich alleingestellt, während sie kurz nachdem ich den Raum betreten hatte die Tür schloss. Verunsichert sah ich von der Tür nach vorn. Eine weitere Frau saß nicht weit von mir entfernt hinter einem Tisch und schien auf mich gewartet zu haben. Ihre Haare waren schwarz und zu einem strengen Dutt stramm nach hinten gebunden. Im Dutt befand sich eine sehr lange Haarnadel aus Gals die am Ende einige goldschimmernde Perlen zierte. Die tiefgrünen Augen der Frau waren mit leichten Falten geziert und die Sicht auf den Rest ihres Gesichts war durch einen Fächer versperrt, auf dem sich goldgrüne Blumen ausbreiteten. Ihre Kleidung unterschied sich eindeutig von der Frau, die mich hierhergebracht hatte. Soweit ich es beurteilen konnte, trug sie ein sehr simples tiefgrünes Kleid das locker ihren Körper hinab viel. Die Ärmel des Kleides waren sehr lang, dass ich nur die Fingerspitzen sehen konnte, mit denen sie den Fächer vor ihr Gesicht hielt. Obwohl ihre Aufmache nicht sehr besonders war, spürte ich die hohe Autorität, die von ihr ausging. Nervös fummelte ich an meinen Fingern als ich mich ihr näherte und auf dem simplen Klappstuhl vor ihr langsam Platz nahm. Sie rührte keine Miene als ich mich setzte und schien mich einfach nur zu mustern. Als ich ansetzen wollte zu sprechen hob sie ihre freie Hand. Der lange Ärmel dessen schwerer Stoff praktisch anzusehen war, glitt nachhinten und präsentierte ihre Hand. Augenblicklich verstummte ich wieder. Sie schlug den Fächer daraufhin in ihrer Hand zusammen und das klatschende Geräusch hallte dabei durch den kleinen Raum. Nun sah ich auch den Rest ihres Gesichts. Sie muss früher eine ungewöhnliche Schönheit gewesen sein, denn es war ihr immer noch anzusehen. Der karamellähnelnde Teint. Das schmale Gesicht und die feine Nase und sanften Mund. Aber ihre Augen… Ihre Augen waren die eines wilden Tieres. Schmal, tief grün und aufmerksam. Ich war ihre Beute und sie wusste das sie mir hoch überlegen war. Es verstrichen noch wenige Sekunden bevor sie zu sprechen begann.
„Was ist das letzte woran sie sich erinnern können?“, fragte sie. Ohne Vorstellung ohne irgendetwas um mir Zeit zugeben mich vorzubereiten.
„Darui hat mich nach Kumogakure gebracht und dann bin ich eingeschlafen und hier wieder aufgewacht“, fing ich vage an. Sie hatte nicht nach spezifischen Erinnerungen gefragt.
„Und der Vorfall mit den fünf Leichen, die Darui zusammen mit ihnen aufgefunden hat, ist ihnen wieder entfallen?“, Sie wollte also doch, dass ich komplett auspackte.
„Nein.“ Eine kurze Denkpause entstand.
„Als Darui sie hierhergebracht hat, hatten sie so tief geschlafen das es fast einer Ohnmachtssituation gleichkam. Daraufhin haben wir sie erstmal auf Krankheiten untersucht und haben ihre Verletzungen, die nicht schwerwiegend waren oberflächlich behandelt.  Sie haben knappe 18 Stunden seit ihrer Ankunft hier geschlafen. Nun hoffen wir das sie vernehmungsfähig sind, da es einige Fragen über diesen Vorfall und sie zu klären gibt.“ Ich nickte ihr zu. Wirklich antworten konnte ich nicht. Aber das ich 18 Stunden geschlafen hatte kam mir so unreal vor, da ich mich immer noch schrecklich ausgelaugt fühlte.
„Wir haben ein Team zusammengestellt, welche die Leichen zu uns nach Kumogakure zurückbringen wird. Sobald sie eingetroffen sind, werden wir eine Autopsie durchführen um die Todesursache feststellen zu können und wie sie zusammen mit ihnen in Verbindung stehen.“, fuhr sie fort.
„Sie meinen ob ich die Täterin bin?“, fragte ich vorsichtshalber nach. Sie nickte darauf nur. Wieder eine Pause. Dann zeigte sie mit dem zusammengefalteten Fächer auf mich.
„Darui hatte ebenfalls geschildert, dass sie der Meinung waren nicht zu wissen ob sie die Tat begangen haben. Und zur Auskunft ihres eigenen Namens seien sie auch nicht eingegangen. Ist das korrekt?“ Sie schien ohne Erbarmen weiter zu machen. Sie gestattete mir nur kurze Denkpausen, aber nie genug damit ich vielleicht einen Plan schmieden konnte.
„Ja das… ist korrekt“, antwortete ich zögernd. Ich konnte keine Gegenaussage gegen meine eigene Aussage machen. Das würde noch verdächtiger rüberkommen, als ich es schon der Fall war.
„Es wurden keine Verletzungen an Kopf und Gehirn festgestellt womit wir die retrograde und anterograde Amnesie zum größten Teil ausschließen können, zudem weil ihnen die Fähigkeit neue Erinnerungen zu behalten nicht entfallen ist. Möglichkeiten für den Gedächtnisverlust konnten also Schock oder ein Jutsu sein.“ Ich schluckte. Meine Arbeit zu verheimlichen, dass ich nicht an Amnesie litt schien wohl doch völlig umsonst gewesen zu sein. Schuld daran war vermutlich ich selbst mit meinen vagen Antworten und auffälliges Verhalten.
„Könnte man es gleich erkennen, wenn ich unter dem Einfluss eines Jutsus stand?“
„Wir hatten dafür noch keine Zeit dafür und wollten erst mit ihnen sprechen bevor wir ihr Gehirn durchforsten. Unsere erste Priorität war die fünf Leichen nach Kumogakure zu bringen um diese zu untersuchen und dann rechtmäßig zu begraben, damit diese Seelen in Frieden weiterziehen können.“ Ich nickte verständnisvoll.
„Was ist ihre älteste Erinnerung?“, fragte sie wieder nach einer kurzen Pause.
„Ich… Ich bin aufgewacht und hatte Daruis Stimme in der Ferne gehört, während ich die Umgebung um mich herum probiert habe zu erkennen. Ich war selbst orientierungslos. Daraufhin bin ich auf einen Baum geflüchtet, da ich Angst bekommen habe.“ Mein Gefühl sagte mir ich sollte kooperieren. Ich hatte auch nicht die Kraft mir eine Lüge einfallen zu lassen und meine Situation kam mir Momentan sowieso ziemlich aussichtslos vor. Vermutlich glaubten sie mir gar nicht und steckten mich einfach ins Gefängnis und stempelten es als einen ungeklärten Fall weg.
„Und daraufhin haben sie Darui angegriffen? Hat er irgendwelche Anzeichen gemacht das er eine Bedrohung für sie darstellen würde?“ Eigentlich nicht. Ich hatte einfach nur Angst erwischt zu werden obwohl ich nicht mal wusste wofür.
„Er war bewaffnet und ich orientierungslos und verängstigt“, probierte ich mich zu rechtfertigen. Für einen Moment sah sie mich an und ließ dann den Fächer sinken, den sie immer noch auf mich gezeigt hatte und legte ihn auf dem Tisch ab, um ihre Hände in einander zu verschränken.
Im selben Moment öffnete sich die schwere Tür hinter mir und dieselbe Frau, die mich zum Raum geführt hatte, betrat das Zimmer. Diesmal trug sie eine Mappe mit sich und lief an mir vorbei zur Frau mir gegenüber und reichte ihr diese. Sie schien aber zu bleiben und stand einen Schritt hinter der Vernehmungsfrau. Sie verschränkte die Arme hinter dem Rücken während ihre Kollegin die Akte öffnete. Jetzt wenn man die beiden Frauen so verglich war die eine, die weiter hinten stand um einiges jünger als die direkt vor mir. Ihre Haare waren in einem dunklen braun und von einem lässigen Dutt zusammengehalten. Einzelnen Strähnen umrahmten ihr ovales Gesicht. Ihre Hautfarbe war der Frau vor mir jedoch ähnlich. Ihr Gesichtsausdruck zeigte keine Regung und ihre Augen hatten einen eher harten Ausdruck. Ich wand den Blick ab, da ich sie nicht anstarren wollte und sah auf den Tisch. Wenig später wurden mir zwei Bilder entgegen geschoben. Das eine war ein Bild von der Axt, wo ich Darui noch gebeten hatte sie noch mitzunehmen und auf dem zweiten Bild befand sich ein Tattoo, das sich meiner Vermutung nach auf dem Bauch eines Menschen befand. Etwa von eines der Opfer? Es war im Tribalstyle gehalten nur sah es so aus als währe dem Tätowierer nach ungefähr der Hälfte des Tattoos die Tinte ausgegangen, aber er wollte es einfach durchziehen und hatte ohne Rücksicht auf Verluste weiter gestochen, sodass die schwarze Farbe ab der Hälfte immer blasser wurde und schließlich nicht mehr zu sehen war. Das abstrakte Motiv konnte ich nicht wirklich etwas zuordnen, weder noch ausmachen worum es sich handelte, für mich stand nur fest das der Tätowierer keine gute Arbeit geleistet hatte und der Mensch dem dieses Tattoo gehörte scheinbar damit leben musste.
„Sagen ihnen diese Bilder irgendwas?“, begann sie wieder zu fragen. Ich zeigte auf die Axt.
„Nur das hier“, antwortete ich.
„Was verbinden sie damit?“, hakte sie nach.
„Sie war schon bei mir als ich aufgewacht bin und damit hatte ich auch Darui angegriffen und gebeten mitzunehmen. Ich empfand sie als wichtig“, ratterte ich herunter. Meine Geduld ging ihrem Ende zu. Wenn ich wollte könnte ich einfach einschlafen, aber die animalischen Augen vor mir gaben mir ständig das Gefühl auf der Hut zu sein.
„Und das Tattoo sagt ihnen gar nichts?“ Ich wagte noch einen Blick auf das Bild und schüttelte dann den Kopf.
„Nun, es handelt sich hierbei aber um ihr eigenes Tattoo“, sagte sie trocken und lehnte sich zurück. Mein Kopf schoss in die Höhe und ich rumpelte nach oben. Die Lady hinter ihr wollte scheinbar einschreiten doch sie wurde nur durch das heben der Hand der anderen Frau aufgehalten.
„Schon gut Yari“, mahnte die Frau und verhinderte somit einen tackle, womit die Frau die Yari hieß vermutlich zu Boden gebracht hätte. Ich bekam das aber nur mit halben Auge und Ohr mit, da ich eher damit beschäftigt war mein Shirt nach oben zu reißen und das halbfertigaussehende Tattoo anstarrte. Es war aber nicht nur das Tattoo das mir die Luft praktisch in der Lunge stecken blieb. Neben dem Tattoo fanden auch drei große Narben ihren Platz die ab circa Mitte meines Bauches quer über meine Hüfte entlang zogen. Alle drei Narben waren ungefähr 2 bis 3 Finger breit. Die dritte und letzte war vermutlich die hässlichste und breiteste. Es sah fast so aus, als wäre ich einem Tier oder ähnlichem zum Opfer gefallen. Vorsichtig strich ich mit dem Finger darüber. Sie waren teilweise glatt aber auch wulstig. Schön würde ich anders definieren. Entsetzt sah ich zum Bild auf dem dasselbe abgebildet war, wie auf meiner Haut. Es lag knapp unter meinem Brustansatz. Was es darstellen sollte konnte ich schlecht sagen. Vermutlich nichts oder irgendetwas abstraktes. Ein räuspern kam von der Seite gegenüber. Immer noch schockiert sah ich auf. Yari stand genau neben der Frau und hatte die Hände vor der Brust verschränkt. Ihr Blick nicht begeistert.
„Wo sind deine Manieren?“, ihre Stimme klang vorwurfsvoll und um ehrlich zu sein wusste ich nicht worauf sie hinauswollte.
„Hast du denn kein Schamgefühl?! Du kannst dich nachher in deiner Zelle noch lange genug inspizieren!“, schimpfte sie und wagte es wieder einen Schritt auf mich zuzugehen.
„Yari.“ Diesmal ließ die Tonlage der Frau keinen Spielraum für Seitensprünge.
„Harikeen sie-…“, probierte sie es erneut aber die Frau vor mir mit dem Namen Harikeen hob wieder die Hand.
„Wir sind unter uns“, erwiderte sie nur und ließ die Hand wieder sinken. Mit einem Mal wurde mir bewusst warum Yari plötzlich so entrüstet war. Ich hatte ihnen praktisch meine Brüste präsentiert, während ich mein Tattoo und meine Narben analysiert hatte. Nun. Jetzt wo ich das Bild so ansah, konnte man den Brustansatz ziemlich gut erahnen und ein kleiner Teil meiner Narbe war auch schon zu sehen. Das musste wohl bedeuten, dass eine gut Anzahl von Ärzten mich wohl schon nackt betrachten und fotografieren durften. Zwar gefiel mir der Gedanke ganz und gar nicht, dass alles während meinem Schlaf passiert war, aber ich hatte andere Probleme, die ich im Moment etwas höherstellte als meine bloße Nacktheit.

„Tschuldigung“, murmelte ich während ich mein Shirt losließ und setzte. Dabei betete ich meine Hände vor mir auf meinem Schoß zusammen. Innerlich fügte ich weitere zwei Punkte meiner Liste über mich selbst hinzu:

     4. Ich habe ein hässliches Tattoo
     5. Ich bin Opfer eines Bärenangriffs geworden (???)


Über Punkt 5 konnte man sich streiten. Das alles wurde einfach zunehmend verrückter. Jetzt war ich der Träger dieses hässlichen Tattoos und hatte zudem – als hätte ich es nicht schon schlimm genug erwischt – auch noch drei tiefe Narben die sich über meine Hüfte zogen. Ich schien jedes Mal, wenn ich mich selbst betrachtete wirklich hässlicher zu werden. Dabei wusste ich nicht mal wie ich eigentlich aussah. Wenn mich nicht alles täuschte, hatte ich kurzes schwarzes Haar aber wie mein Gesicht eigentlich wirklich aussah wusste ich nicht. Aber ich hatte nach all dem auch noch keine Zeit gehabt in einen Spiegel zu sehen. Fragend führ ich mir mit den Händen über mein Gesicht. Fühlte sich weites gehend normal an. Harikeen schien mich dabei interessiert zu mustern und zauberte aus ihrem Ärmel einen kleinen Klappspiegel hervor und schob ihn mir ebenfalls über den Tisch zu mir. Unsicher sah ich auf den kleinen Spiegel.
„Keine Sorge. Dein Gesicht wurde scheinbar bei all dem was du durchgemacht hast verschont.“ Konnte diese Frau etwa meine Gedanken lesen? Immer noch zögernd griff ich nach dem Spiegel und ließ die Neugierde übernehmen, die meine Hände dazu beauftrage den kleinen runden silbernen Spiegel zu öffnen. Für einen Moment sah ich gar nichts da der Spiegel das Licht komplett auffing und bündelte und mich regelrecht blendete. Ich kniff die Augen zusammen und nahm einen Winkel ein, womit ich mir nicht die Netzhaut verbrennen konnte und dabei mein eigenes Gesicht zu betrachten. Ich zuckte vor meinen eigenen Augen zurück. Wenn mich nicht alles täuschte waren meine Augen genauso animalisch und wild wie die von Harikeen wenn nicht noch ausgefallener. Meine linke Augenbraue war gegen Ende von einer etwas feineren Narbe geteilt, dass ich ziemlich wütend aussah, wenn ich die Augenbrauen zusammenzog. Aber sonst waren meine Züge weicher als erwartet. Hohe Wangenknochen. Eine etwas breitere Nase und ein kleiner Schmollmund, wirre schwarze abstehende Haare… Ah. Noch eine feine Narbe an meiner Unterlippe aber nicht zu tragisch. Trotz all dem sah ich trotzdem immer noch recht jung aus. Mein Gesicht war eher herzförmig und verlieh mir trotzdem irgendwie noch etwas Mädchenhaftes was für mich trotzdem keinen Sinn ergab. Neugierig öffnete ich noch den Mund um zu checken ob ich überhaupt alle Zähne im Mund hatte und zu meinem Erstaunen waren meine oberen Eckzähne ein wenig spitzer, als es vermutlich bei Menschen sonst der Fall war. Ich hatte also noch eine Waffe im petto, falls mir die Ideen ausgehen sollten.
Ein amüsiertes auflachen von Harikeen.
„Wir haben dich keiner der Zähne beraubt. Abgesehen von deinen Verletzungen und Gedächtnisverlust ist dein Körper und Geist weitestgehend gesund“, beruhigte sie mich. Ich nickte ihr dankbar zu und schob ihr den Spiegel zurück. Yari beobachtete jeder meiner Bewegungen genau und schien kein unnötiges Zucken oder Bewegen meiner Finger zu dulden, da ihre Augen praktisch auf mich niederbrannten. Artig zog ich meine Hände wieder zurück und bette sie auf meinem Schoß.
„Steht das Tattoo für eine Gang oder Sekte?“, begann ich als niemand mehr etwas sagte. Nach all dem hatte ich das Gefühl, dass es nun an der Zeit war meine Fragen zu beantworten. Auch wenn das vermutlich nicht zum Sinn einer Vernehmung gehörte. Harikeen sah überrascht zu mir und verschränkte darauf die Arme und schien zu überlegen. Scheinbar schien sie auf keinen grünen Zweig zu kommen und sah darauf zu Yari, die sachte darauf den Kopf schüttelte.
„In unseren Analysen haben wir nichts darüber in Erfahrung bringen können“, sagte Harikeen dann darauf.
„Falls wir aber schneller als deine Erinnerungen sein sollten, etwas darüber herauszufinden, bist du mit Sicherheit die erste, die die Konsequenzen davon erfahren wird.“ Auf ihre Lippen legte sich ein mattes lächeln. Sollte wohl übersetzt heißen, dass falls ich doch Mitglied einer krummen Gang sein sollte, sie vermutlich andere Maßnahmen mit mir ergreifen würden. Das war schonmal vielversprechend.
„Was wird jetzt mit mir passieren? Steckt ihr mich ins Gefängnis?“ Yari schien meine Frage äußerst amüsant zu finden. Sie zeigte es zwar nicht direkt, aber die Weise wie sie die Braue hob und mich dabei mittleidend ansah, ging mir gehörig auf den Zeiger, aber ein Wutausbruch konnte ich mir in meiner Position jetzt wirklich nicht leisten.
„Solange wir noch keine handfesten Beweise haben, können wir dich nicht einfach ins Gefängnis stecken. Würde natürlich alles einfacher machen, aber das würde gegen meine Prinzipien verstoßen. Jeder hat eine faire Chance verdient und bei dir sind die Umstände schon ein wenig ungewöhnlicher als bei anderen Mordfällen. Außerdem bist du noch ziemlich Jung. Das erschwert die ganze Verurteilungssache noch um einiges“, erklärte sie mir und mir viel merkwürdigerweise ein Stein vom Herzen. Die Chancen standen zwar nicht hoch, aber ich musste vorerst vermutlich in keiner engen kleinen Zelle verrotten.
„Wie alt würden sie mich schätzen?“, fragte ich neugierig und beugte mich ein wenig nach vorn.
Yaris Augenbraue zuckte für einen Moment nach oben. Wow. Sie hatte scheinbar was die Sicherheit für Harikeen bedeutete blitzschnelle Reflexe.
„Dein eigenes Alter ist dir auch nicht bekannt?“
„Ich weiß gar nichts über mich. Außer, dass ich ein halbfertiges Tattoo undviele Narben besitze. Einen fünffachen Mord am Hals habe und allgemein ein Haufen Probleme bereite. Dabei bin ich nach meiner Rechnung gerade erst 2,5 Tage alt“ Harikeen war scheinbar immer mehr über meine trockene Art amüsiert und schlug dann den Fächer vor ihrem Gesicht auf und verdeckte damit wieder die untere Hälfte von ihrem Gesicht.
„Laut der ärztlichen Untersuchung hat man dich auf circa 15-16 Jahre geschätzt. Wobei mich deine leicht respektlose, vorlaute, zickige und nicht sehr vornehme Art eher auf 15 schätzen lassen.“ Sie schien mich dabei zu mustern. Austeilen konnte die gute Frau ja schon. Das musste man ihr lassen.
„Aber selbst du wirst das irgendwann mal lernen. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass du deine Erinnerungen verloren hast und somit deine Unsicherheit überspielen möchtest. Aber ich rate dir in manchen Situationen mit Vorsicht zu walten. Du hast mich an einem guten Tag erwischt. Eine lose und vorlaute Zunge, gespickt mit trockenen Humor wird dich nicht immer retten.“ Ich schluckte. Sie war wohl nicht umsonst hauptberuflich hier.
Ein klopfen an der Tür ertönte.
„Herein“, kam es von Yari zur Antwort und die Tür ging auf. Im Türrahmen stand diesmal ein Mann und diesmal mehr wie ein Ninja aussehend. Er verbeugte sich eilig.
„Sie sind soeben angekommen Mirusame-heichō“, berichtete der Mann kurz und richtete sich wieder auf.
„Ausgezeichnet. Ruf das Team zusammen ich mache mich sofort auf den Weg“, kam es von Harikeen. Diese war bereits aufgestanden.
„Jawohl“, kam es vom Ninja mit einer knappen Verbeugung und schon war er wieder verschwunden.
„Yari bring sie diesmal in Zimmer 005 und ein paar anständige Klamotten zum Anziehen. Die Lumpen, die sie da anhat sind immer noch von der Untersuchung. Und wenn du noch Zeit hast ein paar Schuhe“, gab sie Yari den Auftrag und strich ihr grünes Kleid glatt. Das sich als lockeres Kaftan herausstellte. Mit wenigen Schritten lief sie um den Tisch zu mir herum und reichte mir die Hand.
„Harikeen Mirusame. Oberhaupt der 4. Hauptfamilie, Kopf der Vernehmungseinheit und somit Teil der Sondereinheit für Kriminalistik. Und du bist?“, stellte sie sich offiziell vor und ließ mich für einen Moment erst mal sprachlos. War so etwas nicht unhöflich? Oder wollte sie mich einschüchtern? Wenn das ihr Ziel war, hatte sie es definitiv erreicht. Unsicher nahm ihre Hand und drückte sie etwas.

„Vorerst…einfach nur Ono. Freut mich sie kennenzulernen.“.








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Hallo meine Lieben ich bin zurück!
Ich hoffe die langen Kapitel stören keinen aber ich bin sehr inspiriert und motiviert dieses FF zu schreiben und da flutschen dann die Wörter einfach genauso wie das Tippen und plötzlich sind es plötzlich 11 Seiten xDD
Tjaaa die Fremde hat einen Namen bekommen! Wie gefällt der euch so? Ich war begeistert als mir der Name kam xD (Eigenlob stinkt).
Naja jedenfalls wars das wieder von mir und ich wünsche euch einen schönen Tag/Nacht whatever und wir sehen uns die Tage wieder!
LG Micaa


PS:
Falls ihr zufälligerweise auf der Suche nach einer guten FF seid mit langen Kapiteln, VIELEN Kapiteln, Herzschmerz, Humor und Drama dann wäre vielleicht: "Das Mädchen, das nie an das Schicksal glaubte... Primula Shimamori" etwas für euch! Einer meiner besten Freundinnen hat sehr viel Liebe und Arbeit hineingesteckt und freut sich auf jeden neuen Leser!
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