Die Wilden Hühner im Abiurlaub

von hannaxoxo
GeschichteRomanze / P18
13.06.2018
11.02.2019
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Tja, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.. Sorry ? Student sein ist  stressig !
Hoffe euch allen geht es gut :-)
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"Wo soll ich am besten anfangen ?" Fred reibt sich das Kinn und blickt auf eine Stelle über mir .
"Wie wärs mit der Stufenfeier ?" gebe ich nervös von mir. Wenn der Junge schon in die Offensive gehen wollte, dann sollte ich mit aller Macht demonstrieren, dass mir dieser Schritt gar nichts ausmachte.
"Ich war schon lange vorher ziemlich in dich verschossen, weißt du ?" Fred lächelt mich kurz und  flüchtig an, fixiert sich dann aber wieder auf die Stelle über mir. In mir fing es an zu kribbeln.
"Tatsächlich ?" war alles was ich heraus bringen konnte.
"Mhm" murmelt Fred,  um dann wieder in ein kurzes Schweigen zu sinken.
"Ich war ziemlich nervös damals... vermutlich hab ich schon länger gespürt, dass sich etwas anbahnt. Ich hatte fürchterlich Angst dir im Suff irgendetwas zu beichten oder gar dir auf schräge Art zu nahe zu kommen." Fred schließt kurz die Augen und lächelt "Du sahst echt toll aus an dem Abend"
Ich schlucke "Melli hat all ihre Kraft auf mich angewendet".
Fred überhörte den Kommentar und erzählte weiter "Zu meinem großen Erstaunen warst DU allerdings diejenige die mit mir geflirtet.. ich glaube selten war ich baffer als du mich mitten auf der Tanzfläche auf die Wange geküsst hast" Nun grinst Fred mich schelmisch an und dabei leuchten seine Augen spitzbübisch.
Nicht rot werden Sprotte, NICHT rot werden.
Ich werden rot.
"Allerdings wurde mir schon kurz danach bewusst, dass wir beide betrunken waren und nur weil ich es mit dir in diesem Moment ernst meinte, dies nicht auf Gegenseitigkeit beruhen musste"
Ich sah auf meine Hände "Ich wollte es mir damals nicht eingestehen, aber auch ich war zu diesem Zeitpunkt verliebt"
Aus meinen Augenwinkeln sehe ich Fred lächeln "Das habe ich mir im Nachhinein auch gedacht".
Schweigen.
Fred räuspert sich leise "Naja.. auf jeden Fall musste ich mir nach deiner kleinen Flirt-Einlage erst einmal einen kühlen Kopf schaffen und bin geflohen. Ich weiß nicht.. ich glaube ich war einfach ein wenig überrascht von so viel positiver Resonanz und habe es dann auf den Alkohol geschoben."
Ich blicke schnell auf, nur um zu sehen wie Fred sich ebenfalls auf meine Hände fixiert hat.
"Als du dann aber später im Flur so eifersüchtig auf mich und das Mädel -"
Jetzt war es an mir in zu unterbrechen "Entschuldige bitte ! Dieses Mädel heißt Marie Schwarz und ausserdem.. eifersüchtig, ICH ?"
Fred zieht eine Augenbraue nach oben, was ihn irgendwie noch attraktiver wirken lässt "Nun hör mal, du hast sie angerempelt"
Ich werde rot und plustere meine Backen auf. Zugeben werde ich DAS garantiert niemals.
"Auf jeden Fall wusste ich in diesem Moment, dass du Gefühle für mich hast."
Wir beide schwiegen einvernehmlich.
"Das war wirklich ein ziemlich heisser Kuss" In Freds Stimme höre ich ein Grinsen.
"Es war mein erster Kuss" gebe ich zu und schaue mit gerunzelter Stirn an Fred vorbei. Alles was Fred mir hier erzählt steht in keiner erklärbaren Logik mit seinem Verhalten nach dem Kuss. Ich bin verwirrt.
Fred sieht mich erstaunt an "Hat man nicht gemerkt"
Ich sehe auf "Fred, wann kommst du endlich zum Punkt ? Wann erklärst du mir endlich den Grund für deine SMS am nächsten morgen ?"
Freds Blick verklärt sich wieder und erneut wird die Stelle über meinem Kopf fixiert.
"Bitte sei mir nicht böse" murmelt er noch, bevor er anfängt mir den Rest der Geschichte zu erzählen.

Und Fred erzählte und erzählte und erzählte und ich hörte zu und wurde mit jedem Satz den er von sich gab wütender. Klar.. Ich war trotzdem total verwirrt und natürlich auch etwas erleichtert.
Aber hauptsächlich war ich wütend. Auf die Situation, auf Mike aber im Mittelpunkt meines Hasses stand Fred.
"Tja und dann war Mike weg und ich habe gemerkt was für ein Idiot ich war.. Ich wollte versuchen dich zurück zu gewinnen.. Sprotte" Fred nimmt meine Hand, die ich immer noch fixiere "Sprotte ich habe dich immer gewollt. Ich bin seit fast vier Jahren in dich verliebt"
Nun sehe ich endlich das erste mal nach seinem Monolog auf. Freds Lächeln weicht bei meinem Gesichtsausdruck langsam von seinem Gesicht.
"Du bist wütend"
Ich ziehe meine Hand aus seiner "Natürlich bin ich wütend Fred. NATÜRLICH. Meine Güte, was für ein blöder Sack du doch bist"
Ich kann nicht länger mit ihm hier auf meinem Bett sitzen. Ich will nicht in seiner Nähe sein.
Ich schieße hoch und springe vom Bett.
"Sprotte!" Fred reagiert blitzschnell und bekommt tatsächlich meinen Arm zu fassen "Sprotte rede mit mir". Er sieht mich flehentlich an, was mich nur noch wütender macht.
"Du hast mir mein verdammtes Herz gebrochen, du Idiot. Ich habe so  lange gebraucht um die Wunde zu kitten, die du in mir hinterlassen hast"  Zische ich ihn wütend an.
Fred sieht mich mit großen Augen an. Bisschen blass um die Nase ist er ebenfalls geworden. Zurecht.
"Aber Sprotte.. wie hättest du denn in meiner Situation gehandelt ? was hättest du getan, wenn eine Beziehung mit mir deinem besten Freund noch mehr seelischen Schaden zufügt, als er sowieso schon erleiden musste ?"
Fred sieht mich verzweifelt an und plötzlich werde ich ganz müde. Die Wut ist verflogen. Fred hat Recht. Natürlich hat er Recht. Ich hätte wahrscheinlich nicht anders gehandelt wie er.
"Bitte Fred.. lass mich los. Bitte. Ich würde jetzt gerne alleine sein" ich sehe stumm an ihm vorbei.
Fred erhebt sich langsam vom Bett und tritt nahe an mich ran. Ich weiß, dass ich ihn vor zwei Sekunden noch fast getötet hätte.. aber mein schneller schlagendes Herz scheint dies allerdings schon verdrängt zu haben.
"Sprotte sieh mich an" Fred hebt mein Kinn nach oben und zwingt mich dazu ihn anzuschauen "Ich weiß, das alles ist eine riesengroße Scheisse und es tut mir unendlich leid für dich. Und auch für mich, denn wir beide hätte schon so viel länger zusammen kommen können.Ich möchte nur, dass du weisst" Fred stockt kurz und sieht mir fest in die Augen "Ich werde dich nie wieder aufgeben. Nie wieder."
Mit diesen Worten lässt er langsam seine Hand sinken und beugt sich langsam vor. Zwei Sekunden später spüre ich einen federleichten Kuss auf meiner Wange, der mich dazu zwingt meine Augen zu schließen. Vor allem aus Angst Fred könnte in ihnen all meine Emotionen lesen.
Ich nehme war wie Fred einen Schritt zurück tritt und ein paar Sekunden später höre ich wie die Tür hinter mir leise geschlossen wird.

Die erste Träne tropft auf meine Hand.
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