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Die Wilden Hühner im Abiurlaub

von hannaxoxo
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Thorsten Stubbe / Torte Wilhelm Blödorn / Willi
13.06.2018
05.01.2021
27
41.224
13
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79 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
14.07.2018 1.734
 
Sorry, dass im Moment so wenig kommt, musste diese Woche viel arbeiten und kam leider nicht zum schreiben.
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Bis zum feiern gehen war noch viel Zeit übrig, also beschloss ich bis dato meinen Koffer auszuräumen und in unseren eigenen Schrank wieder einzuräumen. Besagter Schrank war schon relativ alt und sah von außen mehr als klein aus, aber hatte erstaunlich viel Platz im Inneren.
Frieda leistete mir dabei Gesellschaft und quatsche mich voll.
"Malik hat grade gefragt wo wir heute hingehen wollen.. ich schreib einfach mal wir wissen das noch nicht"
"Malik meint die Jungs kennen eine coole Disko!"
Und so ging das dann quasi den ganzen Zeitraum in dem ich am Klamotten umpacken war. Malik hier, Malik da.. es war schon fast verrückt, dass Frieda nach einem Treffen so in einen Kerl verschossen war. Meiner Meinung nach zu verrückt...
Irgendwann unterbrach ich ihren wirren Redeschwall "Sag mal Frieda. Ist der wirklich dein Typ ?".
Frieda wurde rot "Ja, total!". Das klang in meinen Ohren irgendwie falsch, aber ich wollte auch nicht weiter bohren, wenn sie selber nichts preisgeben will. Darauf hin begrub Frieda das Thema Malik und redete über andere Dinge.
Dinge, die ICH gerne begraben hätte, nämlich Fred, Nick und meine Mutter.
"Oh shit! Ich hab ja ganz vergessen ihr zu schreiben, dass ich angekommen bin!" Ich greife schnell zu meinem Handy und fange an zu tippen, während Frieda mit ihrem Monolog über Freds und meine Beziehung fortfährt.
".. Und wie er dich anguckt ! So gucken sich Freunde doch nicht an! So guckt man jemanden an den man gerne nackt sehen will.. oder schon gesehen hat" ich sehe sie aus den Augenwinkeln die Augenbrauen hochziehen.
Als ich meiner Mutter endlich eine beruhigende Nachricht gesendet hatte, war mein Gewissen wieder rein und meine Sinne konnten sich leider wieder voll und ganz auf Frieda konzentrieren.
"... Er lässt dich kaum aus den Augen wenn du den Raum betrittst, als ob dir das noch nie aufgefallen ist!".
Ich rolle genervt die Augen. Tatsächlich hatte mir Frieda sowas schon des öfteren gesagt, aber immer wenn ich dann auf Fred geachtet hatte, ist mir nichts Seltsames an ihm aufgefallen.
"Ich glaube ich geh jetzt mal duschen.." sage ich schnell und hieve mich hoch.
Das war definitiv genug Frauengetratsche für diesen Tag.
Mit meinem Kulturbeutel und meinem Handtuch bewaffnet, begebe ich mich auf den Flur und zu den Badezimmern. Die natürlich beide besetzt sind. Als ich mein Ohr an die linke Badezimmertür lege höre ich die Dusche und leisen Frauengesang , der sich nach Melanie anhört. Damit ist die Sache glasklar: Dieses Bad werde ich so schnell benutzen können. Vermutlich ist Melanie grade erst dabei ihre Beine zu rasieren und muss noch diverse Haarkuren, Masken und Bodylotions auftragen. Nein Danke.
Ich wende mich also dem rechten Bad zu und als ich mein Ohr dranlege höre ich gar nichts - ein gutes Zeichen !
Ein leises Tapsen kommt von innen und kurz sinken meine Hoffnungen, weil es sich so anhört, als ob die Person noch duschen gehen will. Auf einmal höre ich den Schlüssel drehen und hechte von der Tür weg  - nicht, dass ich noch als kranker Stalker abgestempelt werde !
Heraus kommt ein oberkörperfreier Fred, mit nichts als einem Handtuch um die Hüften. Ich bin so verdattert, dass ich garnicht weiß wo ich hinschauen soll. Meine Augen hingegen scheinen mit der Situation bestens klar zu kommen und machen  sich selbstständig. Einen tollen Oberkörper hat der Junge ja.. und erst diese V-Linie! Traurigerweise bleiben meine hormongesteuerten Augen genau auf dieser Stelle kleben.
Über mir höre ich ein Räuspern und schaue von diesem hübschen Männerkörper direkt in die schalkhaften Augen meines besten Freundes. Und natürlich werde ich rot - er müsste schon blind sein um nicht gesehen zu haben, wie ich ihn angegefafft habe.
Fred macht einen Schritt vorwärts und ich komme nicht umhin meinen Blick schnell nochmal nach unten schweifen zu lassen - Wow! Wie viel geht der Junge nochmal gleich trainieren ? Diese schöne Linie an seinem Becken sieht nämlich unglaublich gut aus - noch besser, wenn er sich bewegt.
"Sprotte, vielleicht schaust du mir mal eben in die Augen" kommt es von Fred. Seine Stimme klingt auf einmal viel heiserer und als ich hochschaue ist kein Schalk mehr in seinen Augen zu lesen. Nein, was viel schmlimmeres ist passiert - er sieht mich an als würde er mich jetzt hier auf der Stelle ausziehen und an dieser Wand mit der grünen alten Tapete nehmen wollen. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll, denn er verfolgt jede meiner Bewgungen und als ich meine Zunge rausschiebe um schnell meine trockenen Lippen zu befeuchten, meine ich ein leises Stöhnen von ihm zu hören.
"Sprotte.. wir" räuspert sich Fred, während er einen Schritt vorgeht und die Hand nach mir ausstreckt. Ich weiche automatisch aus, aber er kriegt trotzdem meine Hüfte zu fassen und zieht mich an ihn. Gott ! Wenn ich daran denke, dass Fred nur sein Handtuch trägt...
Freds Hand auf meiner Hüfte fängt an kleine Kreise zu malen und sein Blick bleibt wieder an meinen Lippen kleben. ich selber muss wahrscheinlich aussehen wie ein verschrecktes Reh, total starr, ängstlich und zusätzlich noch rot im Gesicht. Und vielleicht etwas erregt. Freds Gesicht wandert immer weiter runter, ich kann schon seinen Atem auf meinem Gesicht spüren. Kurz vor meinen Lippen stoppt er kurz
"Sprotte, wenn du jetzt nichts sagst..." flüstert er mir an dir Lippen, während er mir in die Augen schaut. Ich weiß, es wäre traurig, das alles auf eine innere Starre zu schieben, deswegen muss ich leider zugeben, dass ich diesen Kuss in dem Moment genau so wollte wie Fred. Als ich auf seine Worte nichts erwiedere, lächelt er schief. Seine eine Hand hat er nun um meine Taille gelegt, die andere liegt etwas oberhalb meines Pos und schickt alarmierende Wellen durch meinen Körper.

Neben uns geht die andere Tür des Bades auf und Melanie kommt mit einem Handtuchturban rausgelaufen - mein Startschuss. Ich werde aus meiner Starre gerissen. Als ich einen Schritt zurückweiche, spielgelt sich purer Frust in Freds Gesicht und er hat die Augen kurz geschlossen.
"Sprotte" kommt es ermahnend von ihm, als ich noch einen Schritt zurückweiche und seine Hände von mir fallen. Ich lächele Fred noch kurz an, schiebe mich schnell an ihm vorbei ins Bad und schließe ab.
Von aussen höre ich noch Melanie etwas zu Fred sagen, was ein bisschen klingt wie "wollte euch nicht stören".
"Hey Sprotte" von aussen klopft es an die Türe "Sprotte, meine ganzen Sachen sind noch in dem Bad!" höre ich Fred von aussen sagen. Und als ich mich umsehe, steht da tatsächlich noch sein Shampoo und auf dem Boden liegt seine Boxershort. Ich kriege ein leichtes Kribbeln in der Bauchregion, als ich mir vorstelle, dass er eben tatsächlich bis auf das Handtuch nackt gewesen ist. Panisch schaue ich mich um und mein Blick bleibt in dem Spiegel an meinem Gesicht hängen. Meine Wangen sind gerötet und meine Augen glänzen - ich sehe aus, als hätte ich grade mit irgendwem rumgemacht. Gott! Ich setzte mich auf den Fliesenboden, während Fred von aussen nochmal an die Türe hämmert.
Ich weiß - und ich hasse mich selber dafür - ich weiß, dass wenn ich jetzt die Türe öffne, das Fred definitv nicht nur seine Sachen hier rausholen wird. Seit wann reagiert Fred wieder so auf mich ? So hat er mich nicht mehr angesehen seit.. ja.. seit unserem Kuss. Oh Gott oh Gott! Ich lass meinen Kopf auf die Knie fallen.
Fred und ich sind Freunde ! Wir wissen alle ganz genau, wie es das letzte mal nach nur einem Kuss geendet ist - mit meinem gebrochenen Herzen. So weit darf es nie wieder kommen ! Wir sind Freunde.
Ich ermahne mich erneut, denn ich weiß, dass ich ebenfalls definitiv falsch auf Fred reagiert habe. Ich selber habe mich nicht so verhalten, als wären wir nur Freunde und das muss stoppen !
"Ich geb dir Bescheid, wenn ich fertig geduscht habe, dann kannst du sie dir holen!" rufe ich raus, höre nach ein paar Sekunden Freds seuftzen und seine Schritte weg von der Türe.
Puh ! Ich stehe auf, ziehe mich aus und mache die Dusche auf ganz gant kalt - das brauche ich nämlich momentan.

Nach dieser kalten Dusche gings mir direkt besser. In der Dusche tüftelte ich einen Plan aus, wie ich Fred gleich am besten gegenüber treten konnte, ohne das es peinlich wird. Schließlich kann ich ihn ja nicht bis heute Abend komplett ignorieren, oder ? Das würde wahrscheinlich in Kombination mit Alkohol ganz ganz böse enden. Wahrscheinlich in Freds Bett, um es genau zu sagen. Nachdem ich also komplett geduscht, Zähne geputzt und mich umgezogen hatte, klaubte ich Freds Sachen auf und ging zu seinem Zimmer. Die Grenzen mussten wieder klar zwischen uns aufgeizeigt werden ! Vor seiner Tür angekommen, brauchte ich drei Versuche um anzuklopfen.
"Herein" kam es von innen.
Ich öffnete die Tür und lugte herein - Fred lag auf dem Bett, jetzt Gott sei Dank angezogen.
"Sprotte" als er mich sah, richtete er sich hektisch auf.
"Ich wollte dir eben deine Sachen vorbeibringen" ich trat ein und legte sie auf Steves Seite aufs Bett. Als ich mich wieder umdrehe um den Raum zu verlassen, höre ich hinter mir Freds Stimme "Sprotte.. wollen  wir.. sollten wir nicht reden ?".
Ich drehe mich wieder zu ihm um und lächele mein überzeugendstes Lächeln "Über was denn ?".
Fred zieht die Augenbrauen hoch "Willst du jetzt wirklich so tun, als ob nichts gewesen wäre ? Sprotte wir beide hätten..".
Ich unterbreche ihn "Ja ich würde gerne so tun als wäre nichts gewesen ! Fred wir beide sind doch Freunde ! Nur Freunde.. Das da eben war ein Ausrutscher und ich bin mir sicher, das sowas keinem von uns beiden mehr passieren wird!" .
Ich bin stolz wie überzeugend der Satz klingt. Als Fred nichts erwiedert wende ich mich zum gehen. Grade, als ich an der Türe bin höre ich die unterdrückte Wut in Freds Stimme hinter mir "Also was du tust, ist mir egal.. aber für das was ich tue kann ich nicht garantieren..!".
Bei diesen Worten wird es mir warm und kalt zugleich und ich beeile mich schnell aus dem Zimmer zu verschwinden und in meins zu hechten.
Ich bin ja sowas von am Arsch.
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