Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Wilden Hühner im Abiurlaub

von hannaxoxo
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Thorsten Stubbe / Torte Wilhelm Blödorn / Willi
13.06.2018
05.01.2021
27
41.224
13
Alle Kapitel
79 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
09.07.2018 2.078
 
Wir gingen also zu viert einkaufen. Man könnte meinen, dass wir mit deutlich weniger Leuten organisierter, stressfreier und sparsamer gewesen wären.. dem war aber nicht so. Kaum waren wir in dem Supermarkt, der ungefähr zwanzig Minuten Fußmarsch enfernt lag, angekommen, schnappte sich jeder einen Wagen und packte ein, was ihm schmeckte. Natürlich hatten wir alle nach ungefähr fünfzehn Minuten unsere gesamten Wägen gefüllt und waren einmal quer durch den ganz Laden gerannt.
Ich und Trude mussten im Endeffekt die Spielverderber mimen und wieder aussortieren.
"Wir haben ja garnichts an Obst oder Gemüse eingepackt" Ich schüttelte ungläubig den Kopf, als wir in einer leeren Ecke im Supermarkt standen und ich die Wägen inspizierte.
"Gott und Fred, sind das etwa zehn Flaschen Alkohohl?" Ich starrte perplex in Freds Wagen, der nur mit Alkohol,Mischgetränken und Bier gefüllt war.
"Besser zu viel als zu wenig" Fred grinste mich so lasziv dabei an, dass man fast denken könnte er würde nicht nur über den Alkohol reden.
Ich verdrehte die Augen "Die Hälfte davon muss weg ! Und Willi bitte räum die ganzen Tüten Chips weg und hol doch statt dessen ein paar Nudeln und Fertig-Soßen."
Nach einer weiteren halben Stunde waren unsere Einkäufe um die Hälfte reduziert und um einiges tauglicher für Menschen die die nächsten zwei Wochen überleben wollen.
Nach dem bezahlen und dem ersten Schock, dass die Hälfte der Haushaltskasse schon weg war, stellte sich uns die Frage wie wir den Driss nach Hause bekommen sollten. Schlussendlich nahmen wir die zwei Einkaufswägen mit und fuhren mit diesen die zwanzig Minuten zu unserem Haus zurück.
Da ich dummerweise gefragt hatte, ob man die Einkaufwägen denn auch mit nach Hause nehmen könnte, war ich auch diejenige die ihren Personalausweis abgeben musste.
Fazit: Ich durfte also wieder mit den beiden Wägen zurück und mir meinen Personalausweis abholen.
"Also.." räusperte ich mich in der Küche, als grade alle dabei waren begeistert die Sachen wegzuräumen "Wer möchte mit mir nochmal zurück laufen und die beiden Wägen zurückbringen ? Alleine werd ich die nicht schieben können..."
Betretenes Schweigen von allen. Natürlich waren sie mal wieder mal alle zu faul.
"Ich würde mitkommen.. mir ist eben aufgefallen, dass ich  Sonnencreme vergessen habe" Frieda schüttelt, über ihre eigenen Vergesslichkeit den Kopf.
"Ok Super!" Ich strahle.
"Was ist denn hier los ?" fragt Fred, der grade von der Toilette gekommen ist. Offensichtlich sind nicht nur mir die betretenen Gesichter, die alle in andere Richtungen schauen um bloß nicht einen zwanzig Minuten Marsch auf sich zu nehmen, aufgefallen.
"Nichts, nichts. Ich wollte nur wissen wer gleich nochmal mit mir zurück läuft" kläre ich Fred auf und fange wieder an einzuräumen.
"Ich laufe mit dir!" Fred klingt, in Anbetracht der Tatsache, dass es eine doofe Aufgabe ist, viel zu enthusiastisch.
"Quatsch" Ich drehe mich zu ihm um. Und tatsächlich, er lächelt sogar. "Frieda hat sich schon angeboten.. sie muss sich noch Sonnencreme kaufen !"
"Oh" guckt er da grade etwa traurig ? "Ich wollte eigentlich gerne noch mit dir reden.."
"Oh.. lass.." ich stoppe, als ich hinter Freds Rücken Frieda bemerke, die wild gestikulierend auf Fred und sich selber zeigt. Ich ziehe verwirrt die Augenbraue hoch. "Äh.. dann lass uns doch einfach danach reden!" sage ich zu Fred, während ich mich an ihm vorbei quetsche, Frieda am Arm nehme und mit ihr die Tür ansteuere.
"Wir sind dann mal eben" rufe ich noch in den Raum und mache schnell die Haustüre zu.
"Was sollte das denn bitte grade ?" Ich mache Friedas Gesten nach.
"Ach Sprotte" sie verdreht die Augen.
"Es war doch ganz offensichtlich, dass er gerne mit dir alleine gewesen wäre - Ich wollte andeuten, dass du mich gerne ersetzten kannst"
Ich gucke sie ungläubig an "Also dann lern das bitte nochmal mit der Kommunikation ohne Worte - Ich dachte du kriegst gleich nen Schlaganfall!"
Frieda lacht und ich schnappe mir einen Wagen.
"Dann mal zurück"

Im Supermarkt angekommen, hole ich mir schnell meinen Ausweis zurück und warte vor der Kasse auf Frieda - die einfach nicht kommen will. So lange kann Sonnencreme aussuchen doch nicht dauern oder ?
Ich laufe also zurück in den Supermarkt und in die Kosmetikabteilung. Das sich dort Frieda mit zwei anderen Kerlen angeregt, mit ihrere Sonnencreme in der Hand unterhält, überrascht mich dann doch. Frieda ist zwar kein schüchterner Mensch, würde aber auch niemals auf die Idee kommen irgendwen anzusprechen.
Als ich auf die drei zulaufe, fängt Frieda an mir zuzuwinken und die beiden Jungs drehen sich um. Beide sind groß und muskulös. Tatsächlich wirken sie mehr als arrogant, mit ihren gegelten Haaren und den Muskelshirts, aber ich will sie ja nicht sofort verurteilen. Der eine sieht aus, als wäre er türkischer Abstammung, hat einen dunkleren Teint und schon einen Bart. Der andere sieht aus wie der nette Junge von nebenan, der spontan angefangen hat Anabolika zu schlucken. Er hat braunes Haar und ein offenes Gesicht. Beide sehen aber für mich auf den ersten Eindruck nicht sehr symphatisch aus.
"Ah.. da ist sie ja ! Sprotte!" Frieda zieht mich schnell an ihre Seite und hält mich neben ihr fest. "Guck mal, das sind Michel und Malik.. die beiden waren auch auf der Suche nach Sonnencreme" Frieda lächelt die beiden an.
"Nett euch kennen zu lernen" sage ich mit einem Lächeln und einem Hand-in-die-Luft strecken.
"Du bist also Sprotte.. so so" der nette Junge von nebenan, von dem ich vermute, dass es Michel ist, lächelt mich schelmisch an "Frieda hat grade schon von dir berichtet"
"Ach hat sie das" Ich lächele Frieda mit hochgezogenen Augenbrauen zu.
"Ja also, dass ich mit dir und noch ein paar anderen im Urlaub bin"
Ich nicke. Die beiden wenden sich nun wieder der Sonnencremeabteilung zu und disskutieren welcher Sonnenschutzfaktor für beide kompatibel ist.
"Wollen wir dann ?" frage ich Frieda und stupse sie in die Seite.
Sie nickt "Wir sind dann mal weg, vielleicht sieht man sich ja nochmal" sagt sie noch zu den beiden Jungs, als wir beide uns schon abwenden und die Kasse ansteuern wollen.
"Hey, wartet doch mal eben !" ruft der eine, von dem ich glaube, dass es Malik ist.
Wir drehen uns wieder um und ich vermute schon was gleich kommen wird.
"Wir sind hier mit zwei anderen in einem Hotel gleich um die Ecke und wollten heute Abend feiern gehen.. wenn ihr wollt könnt ihr beiden ja mitkommen" er lächelt Frieda verschmitzt an. Frieda wirkt wie vor den Kopf gestoßen und natürlich total planlos was sie antworten soll.
"Ne sorry, wir sind hier noch mit ein paar anderen Leuten.. ich denke, dass wir heute Abend mit denen gehen!" schalte ich mich schnell ein, bevor Frieda was dummes sagen kann.
Malik guckt enttäuscht "Oh.. ich meine, ihr könnt die gerne auch mitbringen".
Ich schüttele lächelnd den Kopf "Ne sorry, wir sind leider zu acht.. ich denke das wird bestimmt ein bisschen eng dann bei euch oder ?".
Frieda neben mir scheint aus ihrem spontanen Schweigen erwacht zu sein und stupst mich in die Seite "Die vier könnten doch zu uns kommen ! Wir haben doch genug Platz!".
Innerlich seuftze ich. Ich wusste ganz genau, dass es im Endeffekt darauf hinauslaufen würde, aber ich wollte natürlich mein bestes versuchen es erst garnicht so weit kommen zu lassen.
"Oh wirklich ? Das wär ja echt geil!" Michel strahlt.
"Dann gebt uns doch mal eure Adresse!" sagt Malik dann auch zu Frieda gewandt.
Und natürlich zückt diese sofort ihr Handy, gibt Adresse plus Handynummer raus und vereinbart eine Uhrzeit. Ich selber stehe nur daneben und schweige.
Ich kann mir nämlich schon bildlich vorstellen, wie unsere Jungs darauf reagieren werden. Fred und Willi werden wahrscheinlich eifersüchtig werden. Ich meine, wenn Fred schon bei Nick so extrem beschützerisch reagiert, wie soll er dann erst bei vier Kerlen reagieren, die wahrscheinlich grade im Saufurlaub ihres Lebens sind ? PS: Mit Saufurlaub meine ich ebenfalls Wetten, wer im Urlaub die meisten Weiber klären kann. PPS: mit klären, meine ich nicht küssen.
Torte wird wahrscheinlich so tun als ob er mit den vieren auskommen würde, aber spätestens wenn er sieht, dass einer Frieda nur anschaut, wird auch er absolut genervt sein. Ja.... und Steve wird wahrscheinlich der einzige sein, der sich mit den vieren versteht.
Das wird bestimmt ein toller erster Abend !
Auf dem Rückweg nach Hause redet Frieda immer noch über die beiden.
"Und Malik ist ja eigentlich echt ein ganz netter oder ? Oh guck mal ! Er hat mir grade geschrieben!"
Ich schüttele genervt den Kopf "Dir ist schon klar, dass wir dafür ordentlich Stress mit den Jungs kriegen werden ?"
Frieda blickt verwirrt von ihrem Handy auf "Wieso sollten wir ?"
"Ach Frieda, stell dir mal vor es wäre andersrum und Torte und Steve hätten vier wildfremde Mädchen zu uns eingeladen. Wären wir da begeistert ?".
Frieda guckt nun als würde ihr nun so langsam ein Licht aufgehen "Vermutlich nicht... Meinst du das war eine schlechte Idee ? Oh Sprotte ! Ich dachte doch nur, dass es auch mal ganz nett wäre mit anderen Leuten rumzuhängen!" nun sieht sie richtig bedröppelt bis leicht panisch aus "Soll ich schreiben, dass es doch nicht geht ? Ich glaub ich schreibe, dass es doch nicht geht!" Und schon stürtzt sie sich auf eine Nachricht und beginnt zu tippen.
Ich seuftzte und nehme ihr das Handy aus der Hand "Jetzt ist die Katze im Sack. Ausladen wäre unhöflich. Ich denke, einen Abend werden wir wohl alle überstehen"

Als wir allerdings bei uns Zuhause ankommen und den anderen mitteilen, dass heute Abend vier fremde Jungs vorbeikommen, muss ich diese Aussage nochmal überdenken. Tatsächlich reagieren die Jungs genau so, wie ich es vorhergesagt hatte.
"Ihr habt WEN kennengelernt ?" fragt Fred mich grade ungläubig, als ich mich aus der Menge rausschlängele und nach oben in unser Zimmer flüchten möchte.
"FRIEDA hat Michel und Malik im Supermarkt kennen gelernt und wir haben sie zu uns eingeladen um für heute Abend vorzuglühen." sage ich. Frieda das jetzt alleine ausbaden zu lassen wäre fies.
"Euch beide kann man aber auch wirklich keine Sekunde aus den Augen lassen!" kommt es nun genervt von Fred.
Ich drehe mich auf der Treppe um und schaue ermahnend in Freds Gesicht.
"Ich möchte mich nicht mit dir streiten, also hör auf damit. Du kannst doch jetzt eh nichts mehr an der Lage ändern."
Ich drehe mich wieder um und laufe nach die letzten Stufen nach oben.
"Warte Sprotte" Fred schafft es meine Hand im Flur zu fassen und dreht mich zu sich um.
Er guckt entschuldigent "Tut mir leid. Ich will mich auch nicht mit dir streiten"
Er breitet seine beiden Arme aus und ich kann nicht anders, als zu lächeln.
Ich gehe auf ihn zu und lasse mich in seine viel zu langen Arme fallen. Er riecht nach Waschmittel, diesem typischen Männerdeo und Fred. Ich drücke ihn.
"Ich habe dich übrigens vermisst" kommt es von oben und als ich aufschaue grinst mir ein schelmischer Fred entgegen.
"Ach tatsächlich ?" lache ich.
"Mhm.. ich wollte mich auch nochmal entschuldigen, wegen der Sache mit Nick. Natürlich kannst du tun und lassen was du willst.. auch wenn ich nicht sehr gerne dabei zusehe"
Ich nicke "Dann schließ einfach die nächsten Male die Augen" sage ich als Scherz.
Freds Augenbrauen wandern nach oben und er drückt mich eine Spur zu feste "Die nächsten Male ?" räuspert er sich "Heißt das ihr seht euch.. öfters ?"
Ich schaue ihm in die Augen und grinse. Mit jeder Sekunde die verstreicht wird Fred zappeliger und auch irgendwie wütender. Ha! Rache ist süß.
Als Fred quasi kurz davor ist zu explodieren schüttele ich bedauernd den Kopf.
"Ne.. die Chemie zwischen uns beiden hat nicht so gestimmt" sage ich achselzuckend, befreie mich aus der Umarmung und steuere meine Zimmertür an.
"Gott Sprotte, du bringst mich noch ins Grab" höre ich Fred noch sagen, bevor ich die Tür hinter mir schließe.
Ich muss grinsen.. ich freue mich schon auf heute Abend!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast