Feuer und Eis - 1. Teil: Zwielicht

GeschichteSchmerz/Trost, Sci-Fi / P18 Slash
Finn Kylo Ren Leia Organa Poe Dameron Rey Snoke
12.06.2018
04.12.2019
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KAMPF UM RUHM UND EHRE

Sura verbrachte mehr Zeit mit Nöel, da sich diese nur schwer um das Baby kümmern konnte, so lange sie arbeitete. So sahen sie sich zumindest öfter als früher. In den letzten Wochen war der Junge sehr gewachsen. Als Mutter hatte Sura durch Rey zwar schon ein wenig Erfahrung, aber sich um so ein kleines, zerbrechliches Bündel zu kümmern, überforderte sie manchmal. Nöel war da aber zum Glück nicht so streng. Wenn Sura etwas nicht richtig machte, teilte sie es dieser ja mit, aber sie setzte diese nicht unter Druck. Sie vertraute Sura ohne jeden Vorbehalt. Und für Sura war das ein gutes Zeichen. Bedeutete das, dass Nöel sie mochte? Aber das hieß doch nicht gleich, dass sie Sura auf diese Weise mochte, oder?
Zwischenmenschliche Beziehungen wurden Sura schnell zu komplex. Da sie bei der Ersten Ordnung nur gelernt hatte, wie man Krieg führte und nicht, wie man mit anderen Menschen umging, wusste sie oft nicht weiter. Sie überlegte, ob sie nicht auch Kurse besuchen sollte. Ihre Unbeholfenheit machte ihr sehr zu schaffen. Gerade in Bezug auf Nöel, die sich durch und durch als Mensch verstand. Vielleicht war das auch ein Grund dafür, dass sie nicht glaubte, Jango Fett noch einmal zu treffen. Aber er war da. Sura hatte sich von Nöel die Key-Card zu ihrer Wohnung geben lassen. So konnte sie nach Nöel ‘s Sohn, Raphäel, sehen. Natürlich war er noch zu klein, um sich Sura mitzuteilen. Aber in der Regel reichte es schon, wenn sie an der Windel schnüffelte.
„Hey, Sura!“, erklang eine männliche Stimme in der Ecke.
Sura fuhr erschrocken zusammen. „Ah, ich sollte mich nicht wundern“, bemerkte sie dann. „Lauerst du so ahnungsloser Beute auf?“
Jango Fett grinste. „Irgendwie muss man halt über die Runden kommen, heh?“ Er hatte sich die Haare gegelt. Sie standen ihm vom Kopf ab wie unzählige kleine Stacheln.
„Warum so gut gelaunt?“, fragte Sura skeptisch. „Ich dachte, du kannst mich nicht ausstehen.“
„Das ist… nur die halbe Wahrheit“, gestand er. „Ich gebe zu, du bist sehr attraktiv.“ Wieder zeigte er einen Satz weiß blitzender Zähne.
Sura sah verwirrt aus. „Ah.“
„Und ich bin mir sicher, Nöel empfindet das auch so!“, belustigte er sich. „Warum fragst du sie nicht einfach, ob sie mit dir geht?“ Vor Lachen plumpste er fast an der Rückenlehne hinunter.
Für Sura war es, als hätte sie einen Schlag mitten ins Gesicht bekommen. „Weil dich das überhaupt nicht zu interessieren hat!“
„Ach, echt?“ Jango Fett sprang auf die Füße. „Ich frage mich, ob Rey das auch so sieht…“
Wieder hatte Sura das Bedürfnis, Jango zu ohrfeigen für seine Frechheit. „Nun, ich frage mich, was dein Vater sagen würde, wenn er wüsste, dass du im Duell gegen mich ziemlich schwach ausgesehen hast…“, erwiderte Sura scharf. „Eine interessante Frage.“
Jango ‘s Grinsen verwischte schlagartig. „Ich hatte eben Pech.“
„Nein“, entgegnete Sura ohne mit der Wimper zu zucken. „Du warst zu überheblich. Du warst der Meinung, mich einfach so schlagen zu können, ohne dich anstrengen zu müssen. Und du hast völlig vergessen, dass ich den Körper mein Leben lang studiert habe! Ich kenne die Schwächen der menschlichen Physis genau. Und aus Erfahrung wusste ich auch, wo ich dich treffen muss.“
Jango Fett dachte nach. „Guter Einwand“, gab er zu. Seine Augen blitzten. „Gegen meine Mutter hättest du aber kein Land gesehen. Mein Vater sagt, sie gehörte zu den besten Nahkämpfern, die er je gesehen hat.“
„Im Gegensatz zu dir behaupte ich auch nicht, besser zu sein. Ich habe nie gegen Szirha gekämpft, geschweige denn, habe ich sie kämpfen sehen. Ich kann dir weder zustimmen, noch kann ich widersprechen.“
„Bestimmt hätte sie nicht gewollt, dass Rey ein Jedi wird…“ Jango wandte sich den Gemälden zu, die an der Wand hingen. Sie zeigten Bilder von Alderaan in einer Zeit, in der es dort so geschäftig war wie Coruscant. Zeiten, in denen der Planet tatsächlich noch in seiner ganzen Pracht bestand. Aber er existierte nicht mehr.
„Rey will es auch nicht.“ Sura wurde langsam bewusst, dass er sie provozieren wollte. Vermutlich, weil er eine Revanche wollte. Aber die mandalorianischen Regeln besagten, dass allein der Sieger den Besiegten herausfordern durfte. Zu dumm, dass sich Sura genau über Mandalor informiert hatte und die Bräuche der Mandalorianer kannte… „Du versuchst, mich zu provozieren.“ Nun war es Sura, die Jango belächelte. „Aber ehe du eine Revanche verlangst, solltest du dir vielleicht noch einige Tricks aneignen. Vorher wirst du nur wieder verlieren. Stell dir diese Schmach vor, wenn du dir tatsächlich eingestehen müsstest, dass du schwächer bist als ich!“
„Ich bin nicht schwach!“, brummte Jango. Er baute sich vor Sura auf wie ein Bär.
„Das habe ich nicht gesagt“, meinte Sura. „Aber ich bin stärker als du.“
„Wenn du verloren hättest...“
„-dann hätte ich das akzeptiert und versucht, an meinen Kampffertigkeiten zu arbeiten. Ich hätte diesen Kampf genutzt, um mehr über meine Schwächen herauszufinden und an mir zu arbeiten!“ Sura schnaubte. Für ihren Geschmack war Jango viel zu arrogant. „Wann verstehst du es endlich, du Dummkopf? Das einzige, was zählt, ist, da draußen zu überleben! Deshalb habe ich mich auf das Duell eingelassen. Ich wollte mehr über mich selbst herausfinden.“ Sie war ziemlich sauer. „Und jetzt lass mich in Ruhe!“
„Wann wird Rey zurückkehren?“, fragte Jango, noch ehe er sich zurückzog.
„Wenn sie ihre Ausbildung beendet hat. Vielleicht in einigen Jahren.“ Sura hätte Jango am liebsten in den Boden gestampft. Sie vermisste Rey. Und auch Finn sah so aus, als fühle er sich einsam. Als Sura ihn gefragt hatte, meinte er nur, er brauchte seine Schwester. Denn Rey war für Finn wie eine Schwester.
Es hatte nicht lange gedauert, als Sura auch Poe Dameron über den Weg gelaufen war, der überhaupt nicht begeistert war. Es war nicht das erste Mal, dass Sura das Gefühl hatte, er hatte sich in sie verguckt. Sie nahm es Dameron nicht übel, dass er mit Rey ausgehen wollte. Aber sie wollte auch nicht, dass er Rey Avancen machte. Sie hatte immer noch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Sura würde niemanden an Rey heranlassen, wenn sie sich nicht absolut sicher war, dass er reiner Absichten war. Wie ein Drache hatte sie ihre Flügel schützend um Rey gespannt, auf dass niemand ihren Jünglingen zu nahe trete… Sie war bereit, die mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, die sie liebte und die in Asche zu verwandeln, die ihren Liebsten schaden wollten.

Wieder waren einige Tage vergangen, seit Rey unter Luke Skywalker lernte. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Der Schützendroide schwebte durch die Luft, während er Rey ohne Pause attackierte. Aber sie wehrte alle Schüsse ab.
„Sehr gut, Rey“, lobte sie der Jedi-Meister. „Und nicht vergessen: Fokus halten.“ Er beobachtete sie noch einige Zeit.
Rey wehrte eine Salve ab, rollte ab und konterte die nächste. Sie drehte sich um ihre eigene Achse und ließ das Schwert durch ihre Hand gleiten. Sie machte eine kreisförmige Bewegung, durch die sie einen einzelnen Schuss abwehrte, ehe sie die Hand wechselte und von dort aus zurückschlug.
Rey keuchte. Sie hatte es nicht geschafft, die Verbindung zur Macht zu halten, da das ihre ganze Konzentration verlangte. Aber sie konnte die Schüsse auch so abwehren. Denn auch, wenn sie den Unterschied kaum bemerkte, so sagte der Jedi-Meister am Ende ihrer Stunde, dass die Abstände, in denen sie es schaffte, den Bezug zur Macht zu halten, länger wurden.
„Gute Arbeit, Rey. Du machst schnellere Fortschritte, als ich erwartet hätte.“ Dann kam der Jedi-Meister erneut auf sie zu, einen schweren Helm in der Hand haltend, der aber kein Visier hatte. „Versuche doch mal, allein auf deinen Bauch zu hören. Sieh nicht hin, Rey. Deine Augen können dich täuschen.“
Rey klappte der Mund auf. „Wie denn? Meine Konzentration reicht nicht so weit.“
„Heute vielleicht“, erwiderte Luke Skywalker. „Wer sagt denn, dass das so bleibt? Geduld, Rey. Erinnerst du dich?“ Für Rey sprach er wieder nur in Rätseln. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie das je hinkriegen würde. Widerwillig setzte sie den Helm auf. „Zumindest blendet die Sonne nicht mehr so“, murmelte sie.
Der Jedi-Meister lachte. „Wohl wahr. Konzentriere dich, Rey! Je mehr du übst, desto besser wirst du.“
Rey wartete ab. Sie konnte diesen Droiden genau hören. Er schien sich zu drehen, und dann…
„Autsch!“, rief Rey. Sie rieb sich den Oberarm. Aber sie nahm gleich wieder Haltung an. Sie hielt das Lichtschwert über den Kopf. Der Helm war zu sperrig. Er lag schwer auf ihren Schultern.
„Ruhe bewahren, Rey.“
Rey fürchtete nur, erneut getroffen zu werden. Da war kein Platz für… den Hunger. Rey knurrte der Magen. Sie war kurz abgelenkt. Und deshalb, weil sie nicht aufgepasst hatte, traf sie der nächste Schuss in den Rücken. Sie seufzte. „Oh, Mann.“
„Die erste Form, Rey“, mahnte sie der Jedi-Meister. Er setzte sich auf den Stein zu seiner Linken und nahm einen kräftigen Zug aus seiner Flasche.
Rey besann sich wieder auf das Training. Den nächsten Schuss wehrte sie ab, da sie kurz abgeschaltet hatte. Aber die Überraschung brachte sie wieder ins Wanken. Deshalb wurde sie von einer plötzlichen Salve erwischt.
„Du solltest dich so leicht überrumpeln lassen.“
Rey ließ sich auf ihre Instinkte ein. Sie errichtete einen Schild um sich herum, allein durch die Macht.
„Das habe ich dich aber nicht gelehrt.“ Der Jedi-Meister sah beeindruckt aus. Er spürte das Kraftfeld um sie herum pulsieren.
Wenige Sekunden später kam die nächste Salve, die Rey aber mit flüssigen Bewegungen konterte. Der Schützendroide wurde getroffen, da Rey den Laser reflektiert hatte. Der Rückstoß brachte den Droiden gefährlich ins Trudeln, aber er kalibrierte sich neu und schwebte dann wieder vor Rey. Auch die nächsten Schüsse wehrte sie ab, da sie den Dreh raus hatte.
„Fließend wie Wasser“, sagte der Jedi-Meister, als sie fertig waren. „Du bist mit viel Talent gesegnet, Rey. Ich kann mich nicht erinnern, dass einer meiner Schüler so schnell auf die Leine gekommen ist.“ Er lächelte Rey ermutigend zu. „Ich verlasse mich darauf, dass du auch weiter in dieser Form übst. Aber ich denke, wir können mit der zweiten Form beginnen. Sie konzentriert sich mehr auf das Duell. Deshalb ist es nicht ratsam, sie im Kampf gegen viele Gegner einzusetzen, aber gegen einen einzelnen ist sie sehr hilfreich.“
„Beherrschen Sie alle Formen, Meister?“, fragte Rey, der die Neugier zu Gesicht stand.
„Im Laufe der Zeit habe ich sie mir angeeignet, ja. Und ich hatte viel Zeit. Die siebte Form ist mir aber… nun ja, ich halte sie für grenzwertig. Sie heißt: Vaapad. “
„Warum das?“ Rey hängte das Lichtschwert an ihren Gürtel.
„Sie ernährt sich vom Hass, Rey. Zwar von dem des Feindes, nichtsdestotrotz ist es sehr schwer, der Verführung durch die dunkle Seite zu widerstehen. Wenn du nicht aufpasst, wirst du selbst hineingesogen.“ Er reichte seine Flasche an Rey weiter. Da sie sehr durstig war, trank sie das Wasser auf Ex. Sie erinnerte sich, dass sie schon einmal in so einer Situation gesteckt hatte. Es war, nachdem sie die Folter durch diese Sturmtrupplerin hatte ertragen müssen, die auch noch dreist genug war, Rey als „Verräterin“ zu beschimpfen. Und sie wusste, dass sie ohne Leia und ihre plötzliche Unterbrechung, in den Strudel der dunklen Seite geraten wäre. Insgeheim dankte sie Leia dafür. Viel hätte da nicht mehr gefehlt, dann wäre es vorbei gewesen.
Diese Erinnerungen und viele andere, die sie quälten, konnte sie loslassen. Durch ihren neuen Meister hatte sie verstanden, dass sie die Vergangenheit nicht rückgängig machen konnte. Sie konnte es akzeptieren, wie es war. Und sie konnte rückwirkend aus ihren Fehlern lernen. Das brachte viel mehr, als ewig mit sich selbst zu hadern. Durch die Meditation lernte sie auch, diese Geschehnisse besser zu verarbeiten. Zwar wurde sie von ihren Erinnerungen oft überrannt, aber wenn der Schreck vorbei war, fühlte sie sich besser.
Wie jeden Abend aß sie zusammen mit Skywalker, auch wenn er heute Steaks zubereitet hatte. Rey rupfte sich das Brot vom Teller. Es war zwar recht trocken, aber mit der Soße schmeckte es gut. Als sie fertig waren, half Rey noch schnell beim Spülen aus. Anschließend kehrte sie in ihre Hütte zurück, deren Rohbau abgeschlossen war. Sie hatte sich ein Bett gebaut und eine Kommode. Mehr Möbel erforderten mehr Zeit. Und die hatte sie nicht. Wenn sie das Training beendet hatte, studierte sie die alten Bücher, die ihnen die ersten Jedi hinterlassen hatten. Da Rey eine ganz andere Sprache erlernen musste, verstand sie nicht viel. Aber mit der Zeit wurde sie besser.
Auch das Training mit Lichtschwert durfte sie nicht vernachlässigen. Sie schlief acht Stunden, den Rest übte sie. Lediglich am Ende der Woche hatte sie ein wenig Ruhe, da der Jedi-Meister auch nicht wollte, dass sie sich zu sehr überarbeitete. Aber Rey war kein Mensch, der lange herumsaß. Wenn sie keine Arbeit erledigen konnte, langweilte sie sich sehr schnell. Deshalb hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht Skywalker ‘s alten X-Flügler aus dem Wasser zu ziehen und diesen zu reparieren. Aber schon die erste Aufgabe stellte eine Herausforderung dar. Rey hatte versucht, den Jäger auf ein paar Baumstämme zu ziehen, die sie den Weg entlang der Reihe nach platziert hatte.
„Die volle Punktzahl für deinen Einfallsreichtum, Rey“, sagte der Jedi-Meister. „Aber du machst es dir nur unnötig schwer.“
Rey wischte sich den Schweiß von der Stirn. Sie hatte etwas in die Augen bekommen, das nun brannte. „Ich verstehe Sie nicht. Müssen sie immer so viele Andeutungen machen? Warum sagen Sie nicht einfach freiheraus, was Sie meinen?“
Der Jedi-Meister nickte. „Die Macht ist dein Verbündeter, Rey. Nutze sie!“ Er deutete von Rey auf das Schiff und zog seine Hand zurück.
Rey prustete los. „Wissen Sie überhaupt, wie viele Tonnen der Jäger an sich schon auf die Waage bringt?“
„Ich bin mir dessen durchaus bewusst, Rey. Aber für jemanden mit der Macht als Verbündeten dürfte das keine Herausforderung darstellen.“
„Nein“, entgegnete Rey. „Das ist nicht möglich.“
„Du hast mich nicht verstanden, Rey.“ Der Jedi-Meister trat vor, die Hand erhoben. Er schloss die Augen und das Schiff, das bis eben noch so viele Meter in der Tiefe sein Dasein gefristet hatte, schwebte ihnen entgegen. Als es dann stand, bemerkte Rey erst, dass sie ihren Meister nur mit offenem Mund angestarrt hatte. „Wie?“
„Nun“, sagte der Jedi-Meister. „Reicht das, mit deinen Vorstellungen aufzuräumen?“
Rey suchte nach Gegenargumenten. Diese Macht besaß sie nicht… Sie war zu schwach. „Ich bin nicht wie Sie ein Skywalker, mein Meister!“
Der Jedi-Meister sah Rey in die Augen. „Vor vielen Jahren stand ich genau vor der gleichen Situation wie du jetzt. Ich wusste nicht, wer ich war und doch… Ich hielt es genau wie du nicht für möglich, das Schiff aus der Schlacke zu befreien… In der Macht spielen physikalische Größen aber keine Rolle. Auch an der Mathematik solltest du dich nicht festhalten...“, sagte er, als er Rey ‘s Gesicht gesehen hatte. „Auch ich habe es nicht geschafft, den Willen der Macht durch meine Logik zu verstehen. Ich tat es über meine Instinkte. Du kannst das auch.“
Rey peitschte die Gischt der Wellen an den Füßen. Sie trug zwar Stiefel, aber bei der Wucht spürte sie, wie die Wellen an ihren Füßen hochzüngelten, als sie unverhofft auf Widerstand trafen.

Nöel kam in die Wohnung gestürmt, Finn hinter sich her rennend. Als sie Sura sah, wie sie Raphäel in den Armen wog, atmete sie erleichtert auf. „Sura, Finn ist wieder da!“ Sura sprang auf. Sie schloss Finn die Arme. Es war überflüssig, wenn sie zugab, dass sie sich große Sorgen gemacht hatte. Man sah es schon sehr deutlich. „Man sagte mir, ihr seid in einen Hinterhalt geraten… Ich hatte so große Angst, Finn!“
Finn klopfte Sura unbeholfen auf den Rücken. „Es ist gut, Sura. Ich bin hier und wie du siehst, auch noch am Stück.“
„Was ist passiert?“, drängte Sura auf Finn ein.
„Wir wurden von The Armory überrascht, einer der schwarzen Ritter, wie man sie hier nennt. Und seine Visage wäre vielleicht das letzte gewesen, das ich gesehen hätte… Und ja, die Gerüchte stimmen. Zay hat jemanden getötet, den sie eigentlich schon in die Schranken gewiesen hatte. Dafür hat sie Lumi den Hals gerettet. Vid kümmert sich gerade um sie und um Denmir. Der Arme hat seinen großen Zeh eingebüßt.“ Finn biss die Zähne zusammen. „Kein sehr angenehmer Anblick, aber Denmir hat wieder angefangen, auf den anderen rumzuhacken. Ich schätze, es geht ihm wieder besser.“
Sura legte das Baby wieder in seine Wiege. „Wie lange hat Vid gebraucht, den Zeh zu rekonstruieren?“
„Drei Stunden, schätze ich. Aber die Nerven sind durch. Der Zeh bleibt wohl taub“, sagte Finn zu Sura. „Aber was dich sehr erschrecken wird, ist diese Sache mit Zay.“
„Ich habe es mitgekriegt, Finn.“ Sura schnaubte. Sie hatte es doch geahnt… Sie wusste, dass das passieren würde! „Wo ist sie jetzt?“
„Warum willst du das wissen?“, erfragte Finn. Sura war recht schwer zu durchschauen.
„Sie hat jemanden getötet, Finn! Selbst wenn sie es aus Rache getan hat, wird sie bald Probleme bekommen. Und zwar mit sich selbst.“ Sura stürmte durch die Tür nach draußen.

„Zay?“, fragte Sura, als sie das Mädchen in der Kantine vorfand. Sie aß ihren Haferbrei nicht, starrte die Schüssel aber die ganze Zeit an, als könnte sie diese so vielleicht zum Verschwinden bringen…
„Was wollen Sie?“, murrte Zay, die den Löffel durch den Brei gehen ließ. „Arzt hin oder her – ich kenne Sie nicht!“
„Ich bin nicht in meiner Funktion als Arzt hier, Zay. Es sind menschliche Belange, die mich zu dir geführt haben. Und ich sehe, dass es dich fertig macht, hm?“ Sura setzte sich neben Zay. „Soll ich deinen Haferbrei essen?“
Zay schob Sura die Schüssel zu. „Ja, du bist der Meinung, ich habe einen großen Fehler begangen und gehöre bestraft!“
„Ich bin der Meinung, du hast einen schweren Fehler begangen“, erwiderte Sura. Sie aß den Haferbrei, der aber nicht mehr schmeckte. „Aber ich denke, du bist genug bestraft worden.“
„Der General hat mich aber nicht bestraft“, wandte Zay ein. „Sie hat mich nur schief angesehen, als… na ja, als würde sie etwas von mir erwarten.“
„Hmmm…“ Sura dachte nach. „Dein Gewissen bestraft dich, Zay. Deshalb hast du deinen Haferbrei nicht runtergekriegt. Du hast keinen Appetit. Es ist die Schuld, die dir zu Lasten des Appetits den Tag erschwert.“ Ihre Augen blitzten vielsagend. „Zay, ich kenne das Gefühl! Ich habe die Starkiller-Basis zerstört. Du hast keine Ahnung, wie vielen Leuten ich auf diese Weise das Leben genommen habe! Was soll ich denn sagen, hm?“
Zay erwiderte nichts. „Das rechtfertigt aber nicht, dass ich… jemanden ermordet habe! Auch wenn es nur so ein dummer Ritter von Ren war!“
„Wo ist deine Mutter?“, hakte Sura nach.
„Sie redet nicht mehr mit mir. Ich habe nämlich meine Ausbildung geschmissen.“ Zay legte den Kopf auf den Tisch. „Warum nur?“
Sura war aufgefallen, dass sie weinte. „Zay, du bist nicht allein! Finn sagt, als Kämpfer hast du Klasse. Vielleicht bietet er dir sogar einen Platz in seiner Crew an, wenn du alt genug bist.“
„Ich muss hier weg! Ich brauche… mehr Zeit.“ Zay wischte sich die Tränen weg.
„Ich lasse dich nicht gehen“, machte Sura deutlich. „Ob du es glaubst oder nicht, wir zwei haben noch eine Rechnung offen!“
Zay starrte ins Leere. „Machen Sie doch, was sie wollen!“
„Zay, ich weiß jetzt, wie dein Vater gestorben ist. Vielleicht tröstet es dich, zu wissen, dass er Aufrecht den Tod gefunden hat – im Kampf gegen jemanden, der ein Lichtschwert trug. Er muss sehr mutig gewesen sein.“ Sura machte eine kurze Pause. „Und ich habe eine Nachricht empfangen. Anscheinend hat sie dein Vater aufgenommen, noch ehe er starb.“
Sie überreichte Zay einen Chip. „Vielleicht hilft dir das. Wenn du deine Mutter siehst, sag Bescheid.“
Zay nahm den Chip entgegen. „Sie meinen, er w-wusste es?“
„Er wusste es und er hat sein Schicksal akzeptiert.“ Sura versuchte zu lächeln, aber ihre Muskeln verkrampften sich. Sie wollte Zay Mut machen. Aber es hatte wohl keinen Zweck. „Außerdem…“, begann Sura ein wenig verunsichert. „Der General hat mich gebeten, dich zu testen. Sie glaubt, du könntest machtempfänglich sein. Ich halte mich da noch etwas zurück, aber ich werde natürlich tun, was ich tun muss.“ Sie schob die leere Schüssel beiseite. „Sooo… Jetzt bin ich satt. Wollen wir gehen?“
Zay schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht machtsensitiv. Wer sagt das denn?“ Sie hatte wohl kalte Füße bekommen.
„Ich war ‘s nicht.“ Sura zog sich den Pullover über, den sie in ihrer Tasche mitgeschleppt hatte. Sie fror, da die Heizungen ausgefallen waren. Langsam brachen ihnen die Ressourcen weg. Wenn sie Pech hatten, mussten sie die Basis bald wieder verlassen. Aber Sura hegte noch die Hoffnung, dass es nicht so weit kam. Wie sollte Rey sie denn finden?
Sura ging voran. Sie sah nicht nach, ob Zay folgte. Sie vertraute darauf, dass sie folgen würde.

Rey konnte das Wochenende über wieder verschnaufen. Sie trainierte weiter das Shii-Cho. Da sie weiter beharrlich blieb, lernte sie weiter aus den Büchern. Vielleicht war es doch nicht so schlimm, ein Jedi zu sein. Rey las die Bücher aus. Sie bediente sich an einer Tabelle, in der seltsame Zeichen eingeritzt waren. Sie wurde in Ton geritzt, und für Rey war diese Tabelle sehr hilfreich. Sie schaffte es, sich die Texte zumindest sinngemäß zu übersetzen. Und wenn sie mal nicht weiter wusste, fragte sie einfach ihren Meister. Er hatte die Sprache genau studiert.
„Die innere Kraft zur Beherrschung des Feuers“, sagte Rey wie zu sich selbst. Sie schlug das neue Kapitel auf. Las sie da richtig? Dann war es ein Sith-Meister, der als Erster die Macht des Feuers erlangte… Darth Bane wurde er hier genannt. Rey konnte es nicht glauben. Hatte sie die ganze Zeit von der dunklen Seite Gebrauch gemacht? Sie blätterte weiter. In der nächsten Seite wurde eindeutig gesagt, dass diese Fähigkeit sogar vererbt werden konnte. Sie ging oft mit einer sehr schwierigen Persönlichkeit einher. Leute, die diese Fähigkeit beherrschten, besaßen einen natürlichen Hang zur dunklen Seite, da das innere Feuer heißer brannte, wenn die Emotionen Überhand nahmen. Rey erschauderte. Bedeutete das, dass das ein Fluch war und kein Segen? Rey betrachtete die Bilder, die hier abgebildet waren. Die Farben waren zwar ein wenig verblichen, aber die Figuren waren noch immer erkennbar. Eine der Figuren hatte sich in Flammen gehüllt, ohne Schaden zu nehmen, während die andere lebendig verkohlte. Die letzte Illustration deutete sogar an, dass der Mann in Asche zerfiel, als sein Kontrahent einen ganzen Flammensturm entfacht hatte.
Rey brummte der Schädel. Sie hatte Angst… Was, wenn Luke Skywalker das Feuer nicht kontrollieren konnte und sie diesen versehentlich verletzte? Denn es wurde erwähnt, dass auch viele der mächtigsten Anwender der Macht keine Kontrolle über das Feuer hatten. Rey dachte nach. Vielleicht war es besser, wenn sie ihren Meister zumindest warnte. Vielleicht wusste er sogar, wie er Rey helfen konnte. Sie trat durch die Hütte hinaus. Aber sie fand ihren Meister nicht gleich, da dieser Feuerholz hacken gegangen war.
„Du solltest dich ausruhen, Rey“, ermahnte sie der Jedi-Meister. „Du übernimmst dich.“
Rey schüttelte den Kopf. „Ich muss ihnen etwas sagen. Es könnte wichtig sein… Haben Sie von anderen Jedi-Rittern gehört, die die Macht des Feuers in sich trugen?“
Luke Skywalker runzelte die Stirn. „Eine seltsame Frage, die du da stellst. Aber von Jedi-Rittern, die es kontrolliert haben, habe ich gehört, ja. Das ist aber keine sehr verbreitete Fähigkeit. Unter den Sith schien es sogar jemanden zu geben, der in der Lage war, das Feuer zu beschwören… Darth Bane, der Sith-Lord, der die Regel der Zwei schuf.“
Rey schwitzten die Hände.
„Du willst mir etwas sagen, Rey?“, hakte der Jedi-Meister nach. „Ich kannte mal jemanden, der die Fähigkeit hatte, Kontrolle über das Feuer zu erlangen. Eine sehr komplizierte Frau. Sie hieß Szirha Deeja-Mhin.“
Rey glaubte, sich verhört zu haben. „Dann stimmt es?“ Sie sah ihren Meister an. „Szirha Deeja-Mhin, sagen Sie? Stimmt es, dass sie einander nicht ausstehen konnten?“
„Wieder so eine Frage...“, stutzte der Jedi-Meister. Er musterte Rey genau, als würde er etwas ahnen. „Wir waren sogar befreundet, Szirha und ich. Du ahnst nicht, wie viel ich durch sie gelernt habe.“
Rey klappte der Mund auf. „Sie mochten sich sogar?“
„Natürlich, Rey. Wir teilten zwar nicht die gleichen Ansichten, aber wir mochten einander. Vielleicht sogar deshalb, weil wir so verschieden waren.“ Der Jedi-Meister legte die Axt auf den Stumpf. „Was willst du mir sagen, Rey?“
„Szirha Deeja-Mhin ist meine Mutter.“ Jetzt war der Groschen gefallen. Rey konnte ihre Aussage nicht zurückziehen. Und sie bereute, dass sie es gesagt hatte.
Der Jedi-Meister schien kurzzeitig die Fassung zu verlieren. „Was?“ Rey war froh, dass er die Axt nicht mehr bei sich trug.
„Wo ist sie?“, verlangte er zu wissen. „Wo ist Szirha? Warum ist sie nicht bei dir?“
„Ich habe sie seit vierzehn Jahren nicht mehr gesehen. Sie verschwand einfach… später erfuhr ich, dass sie wohl…“ Rey brachte den Satz nicht zu Ende. Sie hatte ihren Meister nie so erlebt. Und sie glaubte auch nicht, dass er so leicht aus der Fassung geriet.
„Wo ist sie?“, wiederholte er. „Rey, antworte!“
„Sie ist tot“, sagte Rey, die nicht mehr weiter wusste. „Wir suchen schon seit einer gefühlten Ewigkeit nach meiner Mutter… Aber wir haben ihre Leiche nie gefunden, geschweige denn den Ort, wo sie versklavt wurde.“
„Man hat sie versklavt? Nein, Rey, da irrst du dich. Die Szirha, die ich kannte, gab nie kampflos auf.“ Und doch, er glaubte seinen eigenen Worten nicht. Tränen standen in seinen Augen. Erst jetzt viel Rey tatsächlich auf, dass auch Luke Skywalker nicht unfehlbar war. Er war… menschlich. Er litt, da er Szirha sehr geschätzt hatte.
„Sie kann nicht tot sein, Rey“, sagte er leise. „Sie war machtsensitiv, genau wie du es bist. Wenn sie gestorben wäre, dann hätte ich das gespürt.“ Seine Augen glitten wieder zu Rey. „Ich muss meditieren, Rey. Vielleicht finde ich mehr heraus, wenn hier wieder Ruhe einkehrt. Und du… setze dein Training fort!“ Er ließ sie allein. Für den Jedi-Meister stand fest, dass er nicht eher ruhen würde, bis er wusste, was mit Szirha geschehen war.

Zay Meeko. Schnell sprach sich herum, dass auch sie machtsensitiv war. Eigentlich, so würde man sagen, sei es keine Schande, die Macht nutzen zu können. Aber für Zay brach eine ganze Welt zusammen, als sie sich wieder mit ihren Freunden treffen wollte… und abgewiesen wurde.
„Sind die Gerüchte wahr?“, hatte Friedl wissen wollen. „Du bist ein Jedi-Anwärter?“
Zay blieb stumm, da sie ahnte, dass etwas nicht stimmte. „Nicht unbedingt“, hatte sie dann aber erklärt. „Wer weiß, ob ich von der Persönlichkeit her überhaupt zum Jedi-Orden passe, hm?“
Friedl hatte angefangen, zu lachen. Langsam, aber schmerzlich wurde Zay bewusst, dass man sie auslachte. „Was hast du?“, fragte sie, da sie wissen wollte, warum Friedl über sie lachte.
„Okay!“ Friedl hatte kurz aufgehört zu lachen, da sie Luft holen musste. „Du weißt aber schon, dass die Jedi wie Mönche gelebt haben, oder? Sie durften keine Familie haben oder so.“
Zay wusste das. „Ich habe nicht gesagt, dass ich einer von ihnen sein will.“
„Das wirst du auch nicht“, bekräftigte Friedl. „Du hast jemanden umgebracht… Alle wissen es! Du bist ein Mörder!“ Das letzte Wort unterstrich sie mit weiteren Lach-Attacken.
„Die haben meinen Vater getötet!“, rief Zay, die langsam sauer wurde. „Ich habe sie bezahlen lassen.“
„Ein Jedi-Ritter mordet nicht. Und genau deshalb wirst du nie ein Jedi sein, Zay.“ Friedl ließ sie nicht in Ruhe.
„Lass mich in Frieden!“ Zay kehrte Friedl den Rücken zu. Es war vorbei, erkannte sie. Sie würden nie mehr Freunde sein. Das Vertrauen war gebrochen.
Ohne Vorwarnung stieß Friedl Zay gegen das Fenster. Glas knirschte, als es in hunderte Teile zerbarst. Zay saß am Boden, die Hand fest umklammert. Sie blutete.
„Hey, sie hat dir den Rücken zugewandt!“, schrie eine männliche Stimme. Ein junger Mann trat zum Vorschein. Er trug eine mandalorianische Rüstung. „Du solltest niemanden angreifen, der dir den Rücken zugekehrt hat!“ Zay wusste, wer er war. Er hieß Jango Fett und war das Erbe seines berüchtigten Vaters, Boba Fett. Er setzte seinen Helm ab. Friedl streckte ihm die Zunge raus.
„Um deinetwillen verschone ich dich heute“, drohte er. Er hatte sich über Zay gebeugt, die zitterte.
„Zay!“, rief nun auch eine weibliche Stimme. Der General kam herbeigeeilt. „Sag, mein Junge, was ist passiert?“
„Verrat, das ist los!“ Er war sehr erzürnt. „Das Mädchen hier hat der da den Rücken zugekehrt, da sie sich wohl gestritten haben. Und dann hat diese – ähm, wie heißt du eigentlich? - durch das Fenster gestoßen.“ Wie immer, wenn er mit etwas überhaupt nicht einverstanden war, funkelte er sie an. Friedl war so eingeschüchtert, dass sie sich wohl liebend gern in Luft aufgelöst hätte. Jango Fett ließ aber nicht ab. „Wenn du klug bist, machst du jetzt den Rückzieher!“ Er half Zay auf, die aber nicht gut Stand hatte.
„Vielleicht wäre es besser, wenn du sie gleich zu Sura bringst“, meinte der General.
„Was passiert dann mit der da?“, fragte er nach.
Der General dachte nach. „Ich werde sie erst noch anhören.“
Zay, die noch immer Widerstand in sich hatte, sprang auf. Ohne zu zögern, verpasste sie Friedl einen schweren rechten Haken, ehe sie wieder einknickte. „Stell dich mir, wenn du Eier hast!“
Der General hielt Zay auf Abstand. „Zay, keine Selbstjustiz! Wir hatten das Thema schon“, mahnte sie diese ab.
Jango Fett stellte sich aber gegen den General. „Sie hat es nicht besser verdient!“
„Schluss jetzt“, sagte der General ruhig. „Du solltest dich mit Zay bei Sura melden. Sie braucht dringend Hilfe!“
Zay richtete sich aber wieder auf. Sie rang kurzzeitig mit sich, setzte sich aber durch. „Ich brauche keine Hilfe“, entgegnete sie. Sie tauchte nach unten ab und war, ohne dass die anderen genau wussten, wie, einfach verschwunden.
„Mein Junge, du bist Kopfgeldjäger! Warum zögerst du?“, erinnerte der General Jango Fett. Zay hatte sich in den Büschen verkrochen.
„Vielleicht wäre sie auch ganz gut als Kopfgeldjäger. Zumindest habe ich keinen Schimmer, wo sie ist.“ Eben wäre er vor Wut beinahe geplatzt, doch jetzt musste er unwillkürlich lachen. Und er musste sich eingestehen, dass er Zay sogar mochte. Niemand ahnte, dass Zay Meeko für lange Zeit unauffindbar sein würde. Viele Monate, in denen niemand erfuhr, wie es Zay erging. Denn sie verschwand, ohne auch nur einen Hinweis zu hinterlassen…
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