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Feuer und Eis - 1. Teil: Zwielicht

GeschichteSchmerz/Trost, Sci-Fi / P16
Finn Kylo Ren Leia Organa Poe Dameron Rey Snoke
12.06.2018
11.11.2020
45
211.658
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1 Review
 
18.12.2018 2.680
 
Hier ist das letzte Kapitel vor Weihnachten. In der kommenden Woche werde ich es vermutlich nicht schaffen, da es sonst zu stressig wird. Also rechnet nicht damit. Ich wünsche euch trotzdem ein frohes Fest!

DAS IRRLICHT

Rey saß mit Sura auf der Couch. Zusammen sahen sie sich über den Projektor, den Rey unter Alkoholeinfluss stehend eigentlich zerlegt hatte, die Nachrichten an. Wie immer schimmerte über der Scheibe ein Hologramm, gestochen scharf. Seit die Erste Ordnung den Hauptsitz der Republik entmachtet hatte, fielen immer mehr Planeten unter die Kontrolle dieser Organisation. Der Raum war in bläulichen Schein gehüllt. Es war dunkel auf Endor. Die Ewoks hatten sich in ihre Baumhäuser zurückgezogen. Um wilde Tiere fernzuhalten, hatten sie Fackeln aufgestellt. Der orangene Schimmer erstreckte sich bis in den vorderen Teil des Wohnzimmers. Er bildete einen unangenehmen Kontrast zu den blauen Wänden. Durch das Fenster blendete das Flutlicht, das den Landeplatz in der Nähe beleuchtete. Seitdem Rey Sura die Nacht über wach gehalten hatte, war diese noch immer ziemlich sauer. Aber dass sie zumindest wieder mit Rey sprach, war wohl ein Fortschritt. Schließlich verabschiedete sich Sura ins Bett. Rey war allein. Ihren Gedanken nachhängend schaltete sie den Projektor ab. Warum hatte die Erste Ordnung das getan? Wie konnte sie das billigen? So viele Planeten zu zerstören… Rey verstand nicht, warum sie die Erste Ordnung nicht früher verlassen hatte. Sura schien es auch so zu ergehen. Rey hatte sie noch nie so niedergeschlagen erlebt. Langsam begann Rey, sich zu fragen, warum gerade jetzt, wo sie den Jedi-Orden gebraucht hätten, niemand da war, der die vielen unschuldigen Wesen verteidigte, die das Attentat nicht überlebt hatten. Milliarden Leben kamen da zusammen. Wie viele Leben müsste man Buße tun, das wiedergutzumachen? Rey war überzeugt: So etwas war unentschuldbar. Und sie würde verhindern, dass das noch einmal passierte. Wenn sie ihre Aufgabe erledigt hatte, würde sie nach Endor zurückkehren. Zusammen mit den anderen würde sie die Starkiller-Basis ausschalten. Und zwar dann, wenn der General den Befehl erteilte. Lediglich die Vorbereitungen hielten sie von der Idee ab, gleich in den Kampf zu ziehen, für den General zumindest, der Verluste vermeiden wollte. Rey saß noch eine Weile so da, als sie die Tür einklappen hörte. „Rey?“, fragte Finn. Er setzte sich neben Rey auf die Couch. „Hm?“, machte diese. „Du bist wieder zurück. Geht es dir gut?“ Finn antwortete knapp: „Wir haben jemanden verloren, Rey. Er… ist als Held gegangen.“
„Wie Commander Reegan?“
„Unser Lieutenant. Er hat unsere Truppe gerettet – auch mich.“ Finn stockte der Atem. „Wie kann ich hier sitzen, wo er doch derjenige ist, der es verdient hätte. Warum lebe ich? Kannst du mir das erklären?“
„Das frage ich mich auch die ganze Zeit. Commander Reegan hat einen Sohn. Er wird seinen Vater nie kennen lernen. Es ist meine Schuld, Finn. Ich habe keine Familie mehr. Niemand würde mich vermissen.“
„REY! Hör auf so etwas zu sagen!“, rief Finn erbost. „Sura und ich – wir sind deine Familie! Oder nicht?“
Rey zögerte. „Wir sind aber nicht verwandt. Das ist es nicht... Verstehst du das denn nicht? Ich vermisse meine Ma! Nicht selten frage ich mich, wie sie wohl an meiner Stelle gehandelt hätte.“ Sie ergriff seine Hand. Sie war sehr warm.
„Das kann ich dir nicht sagen“, deutete das Finn. Er verstand, wie Rey sich fühlen musste. „Vielleicht hätte sie es auch nicht gewusst. Ich denke, eine eindeutige Antwort kann man da nicht geben.“ Er zog Rey zu sich heran. „Ganz gleich, was passiert – wir passen aufeinander auf. Trotzdem – sollte ich mein Leben für Sura oder dich geben müssen, dann werde ich das tun. Du wirst gebraucht, Rey. Und Sura versorgt die Verwundeten. Ohne sie wären diese verloren.“ Sein Blick war erfüllt von Wärme.
„Ich wünschte, wir müssten nicht kämpfen. Dann bräuchten wir auch nicht fürchten, jemanden zu verlieren.“ Rey schüttelte sich. „Immer, wenn jemand stirbt, habe ich das Gefühl, zu spüren, wie sein Licht erlischt.“ Sie kauerte sich auf der Couch zusammen.
„Das tut mir Leid“, entschuldigte sich Finn. „Wie bei Commander Reegan eigentlich.“ Er zog einen Kommunikator aus seiner Tasche. „Hier ist das ganze Geschehen während des Kampfes auf Ton. Du hörst den Lieutenant brüllen. Das letzte Geräusch, das er von sich gibt, ist ein Würgen. Jemand hat ein Loch in seinen Kehlkopf gebohrt. Als ich es sah, wurde mir gleich bewusst, dass ich so etwas das erste Mal erblickte. Er blutete nicht. Es war, als sei er innerlich verkohlt. Und ich weiß nicht, wie.“
Rey kniff die Augen zusammen. „Es könnte Säure gewesen sein.“
Finn schien das aber nicht zu glauben. „Nein, es waren keine Ätzungen zu sehen“, entgegnete er gleich. Er strich Rey über die Wange. Er wurde starr. „Was ist das?“, fragte er plötzlich. Er deutete auf ihren Hals.
„Was denn?“, fragte Rey verwirrt. „Ich sehe aus wie immer.“
Finn drängelte Rey von der Couch. Er bugsierte sie ins Bad. Als er diese vor den Spiegel geschoben hatte, obgleich sie sich wehrte, zeigte er wieder auf ihren Hals. Rey klappte der Mund auf. Da war ein Symbol eingeschnitten, verblasst zu einer weiß schimmernden Narbe. „Was ist das für ein Symbol?“, fragte sie Finn unsicher, dessen dunkle Haut merkwürdig ergraut war. „Ich habe einen Verdacht. Hoffen wir, dass ich Unrecht habe.“ Herausstechend war die Form. Sie sah aus wie eine holografisch leuchtende Pyramide, die erst durch das Licht sichtbar wurde. Rey rüttelte Finn an den Schultern. „Sag schon!“, forderte sie engsten Freund auf.
„Komm mit! Der General weiß es sicher besser. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich Recht habe.“ Finn führte Rey vor sich her. Zusammen verließen sie das Quartier.
„Warum hast du auf einmal so eine Angst?“ Rey wurde langsam ungeduldig. „Du zitterst.“ Als sie das Quartier des Generals erreichten, wurden sie von den Wachen gestoppt. „Kein Durchlass.“ Finn bleckte die Zähne. „Es ist aber wichtig!“, empörte er sich. „Das sagen sie alle“, erwiderte ein rothaariger Mann gähnend. Er trug den gleichen E-03-Blaster, wie die Offiziere der First Ordner. Aber Finn war immer noch stämmiger als der andere. Und sein Blick war ziemlich angsteinflößend. Der Wachmann schluckte schwer. „Gehen Sie!“, sagte er dann. Er entriegelte die Tür.
Der General war in seine Arbeit vertieft. Sie koordinierte die Truppenzüge und sprach über den Kommunikator mit Han Solo, der gerade seine Truppe in die Schlacht führte. Als sie Finn sah, schien sie kurz verärgert, aber sie fasste sich wieder. „Sie sehen nicht gut aus, Finn.“ Sie beendete die Übertragung. Verwalter überprüften die Truppenbewegungen auf den Hologrammen. Eine Frau seufzte, wandte sich aber wieder ihrer Arbeit zu. „Hör auf!“, rief Rey Finn zu, die jetzt die Nase voll hatte. Finn zog Rey die lederne Jacke von den Schultern. „Das Symbol… Sagen sie mir, dass ich Unrecht habe!“ Der General strich Rey über den Hals. Sie erstarrte. „Das ist nicht wahr. Wer hat dir diese Narbe hinterlassen, Rey?“
„Ich weiß es nicht. Genau genommen habe ich sie erst heute bemerkt“, sagte sie verzweifelt. „Warum? Sagt mir mal jemand, warum sich hier alle so merkwürdig verhalten.“
Der General blickte auf, wie gebannt schien sie. „Rey, du trägst das Symbol des Sith-Ordens.“ Sie trat zurück. „Es gilt der Ära vor Darth Bane, als die Sith noch zahlreich vertreten waren. Abgesehen von Luke Skywalker und mir sollte niemand wissen, wie es aussieht.“
„Ich dachte, es sei das Zeichen der alten Mandalorianer...“, meinte Finn. „Das hat man mir zumindest so gesagt.“
Der General schüttelte den Kopf. „Das ist ein Irrtum.“ Sie wandte sich wieder zu Rey.
„Was soll das heißen?“, fragte Rey. Es hatte sie schwer getroffen.
Der General schien selbst Schwierigkeiten zu haben, das zu verstehen. „Heutzutage wagen es nicht einmal mehr die Mandalorianer, so ein Zeichen zu tragen. Es scheint mehr, als würden sie es fürchten. Sehen Sie dich, werden sie versuchen, dich zu töten, Rey. Und das nicht ohne Grund. Die kriegerische Kultur der Mandalorianer entstand durch die erbitterten Kriege, die sie gegen die Sith führten. Und das hier war nicht das Zeichen der Mandalorianer. Es war das der Sith.“
Rey ließ sich auf einen der Hocker sinken. „Das kann nicht sein!“, murmelte sie. „I-ich verstehe das nicht.“
Der General nickte. „Ich vertraue dir, Rey. Aber ich möchte, dass du auch mir vertraust. Gibt es etwas, das du mir noch nicht erzählt hast? Vielleicht kann ich dir helfen...“
Sie nahm Rey in die Arme. „Ich spüre doch, wenn jemand Dunkelheit in sich trägt. Und das tust du nicht.“ Der General versuchte wohl, Rey wieder zu Atem kommen zu lassen. Aber diese schüttelte den Kopf. „Vielleicht sollte ich gehen…“ Der General zog Rey an den Armen. „Du bist auf meiner Seite, Rey. Das reicht mir als Argument.“ Sie neigte sich zu Finn. „Ich brauche Sura hier!“
„Ja, Ma‘am.“
Rey zog eine Grimasse. Sie konnte sich nicht erinnern, wie sie zu der Narbe gekommen war. Während sie von allen Seiten misstrauisch beäugt wurde, fasste sie einen Entschluss. Sie musste hier weg. Und zwar gleich. Auf einmal schien Rey niemand mehr zu vertrauen. Warum, wusste sie schon. Das war auch nicht schwer zu erraten. Wer auch immer Rey die Narbe verpasst hatte, war wirklich gerissen. Er wusste, dass er das Vertrauen in Rey so zerstören konnte. Vertrauen, das in Anbetracht ihrer Vergangenheit ohnehin schon sehr labil war. Wie sollte sie diesen Rückschlag verkraften? Rey wusste nicht weiter. Sicher vertrauten Sura und Finn ihr vorbehaltlos. Aber das galt nicht für den restlichen Widerstand. Dameron kam vielleicht noch in Frage, aber Rey war sich nicht sicher, wie weit seine Loyalität reichte. Das Beste war es, zu verschwinden. Wie damals, so auch heute. Diesmal würde sie aber allein sein. Ganz allein. Rey schloss die Augen. Bewusst versuchte sie, die Macht zu beschwören. Sie atmete ruhig. Sie spürte, wie die Kraft in sie hineinfloss – unaufhaltsam.
„Rey...“, begann der General mit merkwürdig klingender Stimme. „Tu das nicht!“ Sie versuchte, Rey von hinten zu greifen, aber sie war zu langsam.
Die junge Frau wich vor Leia zurück, die kaum die Gelegenheit hatte, zu reagieren. Es schien, als wüsste Rey, wie der General reagieren würde, ehe es dieser selbst wusste. Sie schwenkte zur Seite. „Lassen Sie es, Ma‘am! Ich kann hier nicht bleiben!“
„Rey, ich vertraue dir!“, unterstrich der General.
„Das reicht aber nicht“, entgegnete Rey. „Ich muss auch ihnen vertrauen können.“ Die Macht pulsierte zwischen ihnen. Der General zuckte zusammen. Die Macht war unglaublich stark in Rey. Das hatte sie so nicht erwartet. Der General hatte wirklich Schwierigkeiten, die junge Frau zu zügeln. Sie stemmte sich mit ganzer Kraft gegen Rey, aber das Mädchen war unbeherrschbar. Langsam schienen auch die Wachen zu merken, dass etwas nicht stimmte. „Hör auf, Rey! Ich kann dich nicht zügeln.“ Der General trat einige Schritte zurück. Rey biss die Zähne zusammen. Sie starrte ihre Hände an. Sie verspürte ein Kribbeln. Es zog sich bis in ihre Finger. Rey zögerte. „Was…?“, fragte sie mit seltsam hoher Stimme. Plötzlich begannen ihre Hände rot zu glühen. Es war, als hätte Rey ihre Hände ins Feuer getaucht. Schmerzen spürte sie nicht. „Ich verstehe das nicht!“, rief Rey beinahe panisch. Flammen züngelten an ihren Fingern entlang nach oben. Rey schwang ihre Hand die Wand entlang. Sie hinterließ einen glühenden Einschnitt. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie die ganze Energie ihrer Umgebung ausschließlich auf ihre Hände konzentriert hatte. Und das ohne es zu merken. Die Wachen an den Seiten beobachteten sie, starr vor Entsetzen. Rey spürte, dass sie Angst hatten. Und sie war groß. Sie sog die Flammen durch die Hände wieder ein.
„Rey… Ich glaube, ich habe dich unterschätzt“, sagte der General langsam. Sie wurde unterbrochen, als Sura plötzlich in der Schwelle erschien.
„Hm...“, begann Sura, als sie in die einzelnen Gesichter sah. „Wie sehen Sie denn aus, Ma‘am? Ist etwas passiert?“ Der General war kreidebleich geworden. „Ich muss mit dir reden, Sura...“, sagte dieser zögernd. Kurz richtete sie sich an Rey. „Ich werde das regeln, Rey! Vielleicht wäre es besser, wenn du mich jetzt meine Arbeit machen lässt.“
„Ich wollte das nicht“, sagte Rey verzweifelt.
Sura legte Rey eine Hand auf die Schulter. „Ist schon gut, Rey. Sag mir, warum bist du so… unruhig?“
Der General lenkte ein. „Lass mich das erklären.“
Währenddessen zog sich Rey zurück. Wie war das denn gerade passiert? Sie verstand die Welt nicht mehr.

„Rey?“, sprach Dameron, als sie sich beide auf den Weg zum Frachter machten. „Was ist los? Die ganze Zeit bist du so still.“
„Ich bin eben müde. Ist das so ungewöhnlich?“, log Rey. Zumindest war das eher die halbe Wahrheit. Alte Tempelanlagen zierten den Weg. Die Ewoks hatten sie errichtet. Hier huldigten sie ihren Göttern. Gelegentlich huschten einige der kleinen Bärchen an ihnen vorbei. Nervös waren sie, deshalb trauten sie sich nie sehr nah an die Menschen heran. Lediglich der General bildete da eine Ausnahme. Überhaupt schienen sie sich sogar zu kennen. Rey betrachtete den bewucherten Tempeleingang. Moose flochten sich über den Fels. Ranken versperrten ihnen den Weg. „Was ist gestern eigentlich passiert?“, fragte Dameron, nun ungeduldiger. „Ich habe Gerüchte gehört.“
„Wer sagt, dass sie wahr sind?“
Dameron schüttelte den Kopf. „So etwas kann man sich nicht ausdenken. Es klingt einfach viel zu absurd.“
„Ah.“ Rey tat, als sei sie nicht überzeugt. „Was sind das für Gerüchte?“
„Zweierlei, sagte man mir. Ein Mal, dass du das Zeichen der Sith seit Jahren mit dir herumschleppst und etwas, das sogar noch verrückter klingt.“ Dameron rümpfte die Nase. „Ich halte das für unwahrscheinlich.“
Rey blieb stehen. Wütend spuckte sie auf den Boden. „Ich halte die Gerüchte für wahr.“
„Das...“
Heftig streitend gingen sie weiter.

Rey saß mit verschränkten Armen auf dem Pilotensitz. Wie immer, wenn der Frachter auf Sparflamme lief, war das Cockpit ziemlich ausgekühlt. Die Reise hatte sich als sehr umständlich erwiesen. Dameron hatte die Gefahr gewittert, ehe es Rey tat. Sie konnten nicht in den Hyperraum springen. Und das nur, weil ein Späherschiff der First Order mitten in der Nähe war. Sicher würde es auffallen, wenn sie in Lichtgeschwindigkeit überwechselten. Man würde ihrem Schiff, dass aussah als stamme es von ihnen, sicher eine Staffel hinterherschicken. Sicher, Rey hatte es auch von der First Order gestohlen. Wenn man ihnen eine Staffel entsandte, würde man ihnen sicher auch auf die Schliche kommen. Dameron hatte die Energiezufuhr minimiert. Das war der einzige Weg, ihren Scannern zu entgehen. Ein Späherschiff war in der Regel auch mit höchstmöglichen Technologien ausgestattet, das es ermöglichte, Feinde aus weiter Entfernung abzuhören. Deshalb flog Dameron möglichst unauffällig. Rey ‘s Hände verkrampften sich über den Kontrollen. „Sie werden uns erwischen.“
Dameron schüttelte den Kopf. „Positiv denken… positiv.“ Er schien selbst nicht überzeugt. Doch als sich über den Kommunikator eine Stimme meldete, gab ihnen das den Rest. Es war einer der Flugoffiziere. „Frachter 1003, warum fliegen sie bei minimaler Energie. Gibt es ein Problem bei der Treibstoffzufuhr?“
Rey stockte der Atem. Nicht auch das noch!, schrie sie in sich hinein. Sie tauschte einen kurzen Blick mit Dameron.
„Melden Sie sich, Trupp!“, sagte der Offizier nun etwas lauter.
„Überlass das mir“, flüsterte Rey Dameron zu. Sie räusperte sich. Kurz legte sie ihre Hand auf den Kommunikator, damit es klang, als habe dieser ein Leck. „Sehr wohl, Sir. Unser Energielevel ist niedrig. Wir fliegen möglichst weit unten, um sicherzustellen, dass die Welle nicht unsere Triebwerke sabotiert. Ein Ionentreffer, Sir. Wir haben außerdem feindliche Späher gesichtet.“
Dameron unterdrückte ein Grinsen.
„Ein Ionentreffer?“, fragte der Offizier. Der Kommunikator stockte. „Landen Sie unverzüglich. Wir werden das Schiff reparieren. Wie lautet ihre Nummer, Trupp?“
Rey hoffte inständig, dass es nicht auffiel, wenn sie ihre alte Nummer verwendete. „FN-1739“, sagte sie dann.
Der Offizier am anderen Ende geriet kurz ins Stocken. Rey fürchtete schon, sie sei aufgeflogen. Dann meldete sich wieder die Stimme. „FN-1739, sie werden des Verrats angeklagt. Wenn Sie sich nicht ergeben, schießen wir.“
„Das hätte gar nicht funktioniert“, ärgerte sich Rey über sich selbst. „Ich hätte es doch wissen müssen!“
Sie tauschte einen kurzen Blick mit Dameron. „Hast du eine Idee?“
„Du hast es in Sand gesetzt“, verkündete Dameron.
„Das habe ich nicht.“
„Doch.“
Rey schnaubte. „Was wollen Sie, Offizier?“
„Ich bin hier der Commander“, entgegnete der scheinbare Fliegeroffizier. Im Hintergrund knisterte es. „Und Sie sind verhaftet!“, fügte er hinzu.
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