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Mutual

GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Shawn Peter Raul Mendes
11.06.2018
05.09.2019
15
20.337
4
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11.06.2018 1.502
 
Elisabeth:

Oh mein Gott! Nur noch wenige Stunden und ich werde endlich Shawn Mendes treffen. Aufgeregt schaue ich aus dem Fenster des ICEs, der an Feldern und Wiesen vorbei meinem Ziel entgegen rauscht. In einer halben Stunde werde ich am Kölner Hbf eintreffen und von dort eine S-Bahn zur Lanxess Arena nehmen. Dass ich mit meinen 17 Jahren vollkommen alleine reise, stört mich überhaupt nicht. Ich bin sehr selbstständig und schon oft mit dem Zug zu meiner besten Freundin Maria nach Berlin gefahren.
Das Einzige, was ich ein bisschen schade finde, ist die Tatsache, dass ich mich nach dem Meet&Greet und dem Konzert mit niemandem darüber austauschen kann. Zwar sind ein paar meiner Freundinnen auch Fans von Shawn Mendes, aber trotzdem war keiner dazu bereit, den unglaublich hohen Preis für das Meet&Greet zu bezahlen. Auch ich habe lange überlegt, ob es sich wirklich lohnt, so viel Geld dafür auszugeben, habe mich am Ende dann aber doch noch dazu entschieden.
Gerade noch rechtzeitig, denn die meisten Tickets für dieses Event, sind schon vergriffen gewesen, als meine Mutter mir mit ihrer Kreditkarte das Ticket gekauft hat. Nun habe ich für ein paar Monate auf mein Taschengeld verzichten müssen, aber dafür bin ich kurz davor IHN endlich zu treffen.
Ich will mir gerade meine Kopfhörer von den Ohren nehmen, um nochmal schnell aufs Klo zu gehen, da rauscht es in den Lautsprecherboxen und eine Stimme verkündet das baldige Eintreffen in Köln. Na gut, dann wird das Klo wohl noch etwas warten müssen.
Schnell packe ich meine Sachen in meinen Rucksack, stehe auf und stelle mich schon mal an die Tür. Wie immer bin ich viel zu früh und hätte locker noch fünf Minuten sitzen bleiben können. Ich habe jedoch immer totale Angst, dass ich es nicht mehr rechtzeitig aus dem Zug schaffe und einfach weiter fahre. Besonders heute wäre das eine totale Katastrophe, weil ich dann zu hundert Prozent das M&G verpassen würde. Also schaue ich noch ein bisschen aus dem Fenster und kann es kaum erwarten, dass der Zug endlich in den Bahnhof einfährt. Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter. Ich drehe mich um und blicke einem braunhaarigen Mädchen, das in etwa so alt ist wie ich, entgegen.
„Hi, ähm weißt du zufällig, wie man zur Lanxess Arena kommt?“, fragt sie und schaut mich aus blauen Augen an.
„Ähm.. Also ehrlich gesagt nicht so wirklich, aber ich muss da auch hin. Also keine Ahnung. Ich glaube man kann mit der S6 zur Station Köln Messe/Deutz fahren und dann irgendwie laufen, aber wo man da lang muss... Keine Ahnung“, antworte ich und beiße mir auf die Zunge. Warum muss ich bloß immer so herum stammeln, wenn ich mit neuen Leuten rede? Das Mädchen lächelt mich an.
„Naja, wofür gibts Google Maps. Wollen wir vielleicht zusammen fahren? Mein Orientierungssinn ist echt kacke und zusammen wäre es viel lustiger! Gehst du auch zum Shawn Mendes Konzert?“ Ich nicke und will gerade erklären, dass ich mich eigentlich ganz gut orientieren kann, als der Zug zum Stehen kommt und die Türen sich öffnen.
„Am Besten suchen wir mal nach dem S-Bahngleis“, sage ich, während wir auf den Bahnsteig springen. Schnellen Schrittes gehen wir durch die Bahnhofshalle und finden relativ schnell das Schild, das uns den Weg zur S-Bahn zeigt. „In welche Richtung fährt denn die Bahn, die wir nehmen müssen?“
„Gute Frage“, antworte ich und gucke angestrengt auf die Infotafel vor mir, die leider überhaupt nicht informativ ist. Ich kratze mich am Kopf und schaue mich um. Vielleicht kann ich die Frau da vorne nach dem Weg fragen. Die sieht eigentlich ganz nett aus. Doch das Mädchen, dessen Namen ich, wie mir gerade auffällt, noch gar nicht weiß, hat das schon selbst in die Hand genommen und redet mit einer anderen Frau, die einen Kinderwagen vor sich herschiebt. Auf einmal dreht sie sich um und kommt auf mich zugelaufen.
„Wir sind am falschen Gleis. Das da ist unsere Bahn“, sagt sie und zeigt auf einen Zug zwei Gleise weiter.
„Und wenn wir die noch bekommen wollen sollten wir jetzt rennen.“ Sofort sprinte ich los und renne dabei fast einen kleinen Chihuahua über den Haufen.
„Ups, sorry“, rufe ich dem Besitzer, der mir genervt hinterherschaut, zu und renne weiter. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir die Bahn und lassen uns schnell auf zwei Sitzplätze fallen.
„Wie heißt du eigentlich?“, frage ich.
„Julia! Und du?“
„Ich heiße Elisabeth! Aber alle nennen mich Lissi“, antworte ich. Mehr weiß ich dann auch schon nicht mehr zu sagen.
Das ist eins der Dinge, die mich am meisten an mir ärgern: mir fallen einfach nie Gesprächsthemen ein, die ich in einen Smalltalk einbringen könnte. Zum Glück ist Julia da anders. In den zwei Minuten Fahrt bis zur Haltestelle, an der wir aussteigen müssen, erklärt sie mir lang und breit, dass der einzige Grund warum sie alleine zu dem Konzert geht, der ist, dass ihre beste Freundin sich vor zwei Tagen den Fuß gebrochen hat und weder Julias Eltern noch sonst jemand Lust gehabt hat mit nach Köln zu kommen und sie auf das Konzert zu begleiten.
„Und was ist mit dem Ticket deiner Freundin? Verfällt das jetzt einfach?“, frage ich, da ich mich etwas wundere, dass man einfach so ein paar hundert Euro teures Meet&Greet Ticket verfallen lässt.
„Ich werde versuchen es an jemanden vor der Arena zu verkaufen und wenn keiner so viel Geld dabei hat, werde ich es halt verschenken.“
„Oh...Ok!“ Ich bin wirklich überrascht, dass sie das so locker sagt. Hätte ich ein zweites Ticket übrig, hätte ich schon vorher panisch versucht es irgendwie über das Internet zu verkaufen. Wenn ich das Ticket schon nicht nutzen könnte, würde ich wenigstens mein Geld zurück haben wollen. Julia scheint da sehr gechillt zu sein und sich wenig Sorgen um das Geld zu machen.
Vielleicht ist sie ja reich und wenn ich es mir recht überlege, würde das auch gut zu ihrem äußeren Erscheinungsbild passen. Zu normalen Bluejeans und einem Levi's T-Shirt trägt sie eine Jeansjacke, die nicht gerade aussieht als wäre sie von H&M und eine LouisVuitton-Handtasche. An ihrem Handgelenk glitzert eine teueraussehende Uhr und um ihren Hals baumelt eine silberne Kette.
Dagegen komme ich mir ein bisschen arm vor, mit meiner H&M Jeans und dem Oberteil, das ich irgendwo auf meiner letzten Flohmarkttour gefunden habe. Eigentlich mag ich meinen Style, der ein bisschen Vintage ist und trotzdem ziemlich schlicht, aber neben diesem Mädchen, das zusätzlich auch noch extrem selbstbewusst zu sein scheint, finde ich meine Klamotten auf einmal nicht mehr ganz so cool.
„Nächster Halt: Köln Messe/Deutz“
„Wir müssen aussteigen“, bemerke ich und schnappe mir meinen Rucksack. Auf dem Bahnsteig krame ich mein Handy heraus und öffne Google Maps. Ich deute in eine Richtung und behaupte, dass dies der richtige Weg sei. Ich hoffe sehr, dass das auch stimmt, da es wirklich peinlich wäre, wenn ich uns in eine komplett falsche Richtung lotsen würde.
Als wir ungefähr zehn Minuten später die Halle erreichen, atme ich erleichtert auf. Auf dem Weg haben Julia und ich uns über alles mögliche unterhalten und auch schon unsere Handynummern sowie Insta- und Snapchatnamen ausgetauscht. Auf dem Vorplatz stehen schon relativ viele Fangirls, die anscheinend darauf hoffen, einen vorzeitigen Blick auf den Teenieschwarm erhaschen zu können.
Julia verschwindet zwischen ein paar Mädchen und kommt kurz darauf freudestrahlend zurück. Sie hat es tatsächlich geschafft, die Meet&Greet-Karte an jemanden zu verkaufen, der jetzt wild auf- und abhüpfend mit dem Stück Papier (zugegebenermaßen einem sehr kostbaren Stück Papier) herumwedelt.
„Wow“, sage ich und wende mich in Richtung der Wegweiser, die einen um die Arena herum zu einem kleinen Seiteneingang führen, über dem groß Meet&Greet steht. Ich ziehe die schwere Tür auf und betrete nach Julia einen Vorraum in dem schon ungefähr 30 andere Mädchen warten.
Inzwischen bin ich ganz froh, mich nicht alleine in eine Ecke stellen zu müssen, sondern Julia an meiner Seite zu haben. Wir schließen unsere Taschen und Rucksäcke in ein Schließfach neben der Eingangstür und unterhalten uns noch ein bisschen über Shawn. Derweil beobachte ich, wie immer mehr Leute den Raum betreten. Nachdem wir etwa eine halbe Stunde gewartet haben, öffnet sich um zehn vor vier eine Tür am anderen Ende des Raumes und ein breit gebauter Mann fängt an die Tickets zu kontrollieren.
Julia und ich stellen uns in die Schlange, die sich überraschend schnell gebildet hat und hüpfen aufgeregt von einem Bein aufs andere. Nach einer halben Ewigkeit kann ich mein Ticket endlich dem Türsteher zeigen und in den nächsten Raum gehen.
Jetzt geht es endlich los!


Ich hoffe euch hat das erste Kapitel gefallen! Da das meine erste Fanfiction ist, würde ich mich sehr über Verbesserungsvorschläge und Anregungen freuen. Ein paar Kapitel habe ich schon geschrieben, von daher wird nächste Woche auf jeden Fall das Nächste kommen. Mein Ziel ist es pro Woche ein bis zwei Kapitel hochzuladen, je nachdem wie ich so vorankomme.
LG Rosetomyheart
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