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Make Love Great Again

GeschichteHumor, Parodie / P12
Angela Merkel Barack Obama Donald Trump Frauke Petry
10.06.2018
08.07.2020
3
1.965
5
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17.06.2018 557
 
Fortsetzung Angie's Geschichte:
"Trump betrachtete die Haare seiner teuren Polyester-Perücke. Plötzlich kam ihm ein Gedanke: Gefiel Putin blond überhaupt? Vielleicht hatte er ihn ja angelogen, als er ihm bei ihrem letzten Candlelight Dinner dazu Komplimente gemacht hatte. Vielleicht gefiel Putin diese Perücke gar nicht. Vielleicht mochte er lieber dunklere Farben, dunkel wie das Geheimnis, dass sie verband. Oder so warm wie das Gefühl, dass man nach einem Vodka-Shot empfand.

Trump nahm einen tiefen Atemzug. Er durfte sich jetzt nicht in seinen Gefühlen verlieren. Gleich würde sein Sohn vorbeikommen, um mit ihm "Schiffe versenken" zu spielen. Er richtete sein Toupet, nahm seine Freizeitwaffe und feuerte noch ein paar Schüsse auf den Stapel Zeitungen voller Fake News. Sie flatterten durch das Zimmer. Auf der Stelle rasten ein paar Angestellte des weißen Hauses umher, um sie aufzusammeln. Er seufzte. Die Schmetterlinge in seinem Bauch flatterten wie die Blätter umher und verteilten sich in alle Windrichtungen, verstreut durch die amerikanische Leidenschaft, die das Schießen in ihm wie in jedem echten Amerikaner entflammte.

Endlich konnte er die Schmetterlinge für einen Moment vergessen.
Sein Sohn betrat das Oval Office, Fidget Spinner in der Hand und mit dem gleichen verdutzten Gesichtsausdruck wie immer. "Farmst du wieder XP, Papa?"
"Nein, mein Sohn, wir sind in der realen Welt. Hast du etwa wieder die ganze Nacht gespielt?"
Trump seufzte. Was sollte nur aus diesem Jungen werden. Er hatte Glück, dass er einen reichen Vater hatte, wie er selbst damals.

"Sohn, SOHN! Pack doch mal kurz den Fidget Spinner weg. Wo wollen wir heute Schiffe versenken?"
"Loot Lake", sagte Barron und starrte abwesend auf seinen nun stillstehenden Fidget Spinner.
Der verzweifelte Vater fuhr mit seinen "huge hands" durch seine Perücke.
"Wie oft denn noch, Sohn? Gut, dann entscheide ich halt.", stöhnte Donald auf."

Angies Telefon klingelte. Sie seufzte, erhob sich vom Sofa und ließ dabei schweren Herzens ihren Laptop zurück.

Sie hob den Hörer ab. Von dem anderen Ende hörte man nur Stille. "Hallo, Angela Merkel hier. Wer ist da?"

Von dem anderen Ende der Leitung hörte man nur schweres Atmen.

"Hallo?"

"Ich kenne dein Geheimnis, DarkBrezel69"
Angies Blut gefror in den Adern.
"Im Internet geben wir vor jemand zu sein, der wir nicht sind", sprach die Stimme am anderen Ende.
Ein Klicken in der Leitung verriet Angie, dass der Unbekannte aufgelegt hatte.

Angela ging nicht zurück zu ihrer Fanfiction. Diese Nacht konnte Angie auch nicht schlafen. Die bizarr verzerrte Stimme hallte in ihrem Kopf weiter.
"Im Internet geben wir vor jemand zu sein, der wir nicht sind"
Was sollte das bedeuten? Wer war das? Die Panik ließ Angela selbst am nächsten Morgen nicht los, ihr Körper fühlte sich wie betäubt an.
Was wenn ihr Geheimnis herauskäme? Was wollte die Stimme am anderen Ende der Leitung? Sie erpressen? Aber was wollte sie im Austausch für ihr Schweigen? Und woher kannte sie ihr Geheimnis?

Angela war bisher immer sehr vorsichtig mit ihrem Geheimnis umgegangen, hatte ihren Privatlaptop niemals irgendwohin mitgenommen... wer hätte Zugriff darauf haben können?

Es gab eine Person, die sich zwischen ihren Welten eingenistet hatte. Lauernd. Bedrohlich.
Angie wusste nicht, was sie dagegen tun konnte.

Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie sich machtlos.
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