Tanpen shōsetsu

von Kosakoni
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Echizen Ryoga Echizen Ryoma Fuji Syusuke Sanada Genichirou Tezuka Kunimitsu Yukimura Seiichi
09.06.2018
26.03.2020
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Zusammen zu kommen, war nur logisch.
Nicht zuletzt, weil sie einander viel bedeuteten, sondern einfach zusammen passten. Ryoma fühlte sich – nebst seinen Senpais – kaum jemanden näher, als Sanada, der stets auf ihn achtgab. Begonnen hatte es sogar kurz nach ihrem ersten Match gegeneinander im Viertelfinale ihrer Regional-Ausscheidung. Zunächst mit monatlichen Spielen, wobei die absolute Härte, wie sie zwischen ihrem ersten Mal geherrscht hatte, abgeflaut war und Ryoma sogar zugeben musste, dass es einfach Spaß machte, gegen den Rikkaidai Vizen zu spielen.

Irgendwo zwischen diesen Treffen und dem Tenniscamp begann sich eine richtige Freundschaft zu entwickeln, die umso intensiver wurde, während der Zeit, in der er sein Gedächtnis verlor. Es einzig dessen unermüdliches Vertrauen in ihm war, das ihn später dazu bringen sollte, trotz verlorenem Gedächtnis irgendwie gegen Yukimura Stand halten zu können.

Wenn man also jetzt darüber nachdachte …
War es doch umso verwunderlicher, dass es nicht sehr viel früher hierzu gekommen war.

Aber in Wirklichkeit – und entgegen der damaligen Gerüchten wegen diesem ominösen Fotos dank Yukimura – küssten sie sich zum ersten Mal, da verletzte sich Sanada an seiner Stelle, der ihn gerade noch rechtzeitig aus dem Weg geschubst hat. Es Ryoma erschrak, wie gern ihn der Schwarzhaarige haben musste, sich fast erschlagen zu lassen von einem Felsen. Doch da kniete dieser vor ihm. Mit blutiger Stirn und nebst dem Drang ihn für diese verflucht unvorsichtige Art sich selbst gegenüber eine runter zu hauen, konnte Ryoma ihn nur am Kragen packen und küssen.

Dass sie deswegen fast eine Woche nicht miteinander sprachen, weil es sie beide in wahnsinnige Verlegenheit brachte …

~*~ One ~*~

The second first kiss

~*~ One ~*~


… musste niemand sagen.

Und ebenso wenig, wegen wem sie am Ende doch wieder gegenüber von einander landeten. Yukimura einfach zu unscheinbar lächelte, als dass dieser nicht involviert war. Während also Yukimura und Fuji sich lächelnd sowie unschuldig neben ihnen über irgendwelche komischen Farne unterhielten – und nein, er hörte nicht zu – versuchte Ryoma nicht daran zu denken, wie gut sich volle Lippen auf seinen angefühlt haben oder … lange, kräftige Finger an seiner Hüfte, die ihn festgehalten hatten.

Er steckte sich somit gerade ein Stück Sushi in den Mund, als er Sanadas Blick begegnete, der intensiv und dunkel auf ihm lag. Oder eher … seinen Lippen, sodass er schluckte und mitten in der Bewegung einfror. Mit den Stäbchen zwischen den Lippen und einem rasenden Herzen. Fast vergaß er überhaupt zu essen, woraufhin er ruckartig den Blick wieder senkte und langsam zu kauen begann. Seine Stäbchen den Weg neben seinen Teller fanden, eh er sich wenige Augenblicke erhob und was von frischer Luft murmelte.

Sobald er draußen war, fühlte es sich an, als hätte man ihm einen Stein vom Brustkorb genommen, womit es ihm leichter fiel zu atmen. Was passierte denn bitteschön mit ihm? Fragte er sich. Sonst war er doch nicht so … und jetzt war es, als hätte ein Parasit von ihm Besitz ergriffen, wodurch er gar nicht mehr er selbst war.

Hinter sich hörte er die Tür des Sushiladens aufgehen, woraufhin er sich herum wandte und zu seiner Überraschung Fuji sah. Der Schwarzhaarige verschränkte ein wenig fröstelnd die Arme vor der Brust, während sein Blick lächelnd auf den Sternenhimmel über ihnen gerichtet war. Ryoma erneut auffiel, wie unglaublich hübsch dieser war und warum er sich nicht viel eher zu diesem hingezogen fühlte. Er glaubte jedenfalls, dass es sehr viel einfacher wäre. „Wunderschöne Nacht.‟, lächelte Seigakus Tensai, eh dieser den Kopf zu ihm wandte und Ryoma dem sanften Ausdruck des Älteren begegnete. Ihm dadurch auffiel, wie akkurat die schwarzen Strähnen ihm wiedermal an seinen Schläfen hinabfielen und ihn damit irgendwie unbeschwert aussehen ließen.

Unbeantwortet blickte er in die tiefen, bernsteinfarbenen Augen, bis Fuji näher an ihn herantrat und neckisch gegen seine Kappe tippte. „Ist dir vielleicht schon aufgefallen, wie Sanada dich ansieht?‟ So, wie Fuji lächelte, sobald Ryoma seine Wangen warm pochen spürte, musste er gar nichts sagen. „Es scheint zudem so, als würde … es nicht unerwidert sein.‟

„Ich vermisse es, einfach nur mit ihm befreundet zu sein.‟, murmelte er, wobei er den Kopf abwandte und die Hände in die Hosentaschen schob. Vor ihm machte Fuji einen verständnisvollen Laut. „Ja … es ist am Anfang komisch. Aber … wenn es der Richtige ist, wird es spektakulär.‟ Ryoma kam nicht umhin den Älteren ein wenig unsicher zu mustern. „Hat Senpai jemand richtigen?‟, fragte er leise, woraufhin Fuji leicht schmunzelte und auf den Fußballen leicht nach vorne wippte, wodurch die schwarzen Strähnen ihm in die Stirn fielen. Es ihn daran erinnerte, wie Fuji immer reagierte, wenn Tezuka früher Etwas tat oder fragte, eh ihm der Tensai auswich und das Thema wechselte. Dann aber richtete sich Fujis Blick wieder auf ihn. „Nein. Doch war es mit Eiji und Oishi ebenso. Du hast es sogar hautnah mitbekommen damals.‟

Das war … Ryoma hatte natürlich die Veränderung zwischen beiden mitbekommen, doch nicht gedacht, es wäre davon. Zumal er angenommen hatte, die zwei wären zu dem Zeitpunkt bereits ein Paar gewesen. „Aber … ich will mich nicht mit ihm streiten.‟, sagte er desolat, woraufhin Fuji näher trat und sanft seine Schulter berührte. „Müsst und werdet ihr auch nicht. Ihr solltet nur drüber reden, ansonsten wird es irgendwann eskalieren. Und ihr seid zu süß, um so auseinander zu gehen.‟

„Reden ...‟, murmelte er missmutig vor sich hin. Es gab nichts Schlimmeres, als das, dachte er und nickte trotzdem. Hinzukam, dass er nicht einmal wusste, wie er das anfangen sollte.

Fuji hingegen schien da eine bessere Vorstellung zu haben. „Ach, was für ein Dummerchen ich doch bin. Ryoma du kannst dieses Wochenende nicht bei mir übernachten, aber ich wette Sanada hat ein Platz in seinem Bettchen für dich.‟ Noch bevor Ryoma argumentieren – oder weglaufen – konnte, griff Fuji nach Yukimuras Handgelenk und zog den Größeren kichernd in eine andere Richtung. Wie verdattert starrte er den beiden nach.

„Wieso …‟ Ryoma blickte zu Sanada, der etwas angespannt zu Boden blickte, eh er zu ihm sah und nickte. „Du kannst natürlich bei mir übernachten.‟ Er musste eigentlich gar nicht … und Ryoma würde es Fuji heimzahlen, diese dreckige Lüge ausgesprochen zu haben. Aber … „Das ist nett.‟, erwiderte er somit nur leise, nur um schweigend dem Größeren zu folgen und zu hoffen, dass sie vielleicht wieder zur Normalität übergehen würden.

~*~

Unsicher saß Ryoma auf der Bettkante des Älteren, während dieser duschte. Dabei konnte er das Rauschen des Wassers hören und musste sich stark davon abhalten, seine Gedanken schweifen zu lassen. Seine eigenen Haare fielen ihm feucht in die Stirn, von seiner eigenen Dusche zuvor, wobei Sanada während dessen das Bett für ihn frisch bezogen und ihm Klamotten raus gelegt hat.

Wie ordentlich und strukturiert Sanada wohnte, hatte er bereits im Camp gesehen. Allerdings war es trotzdem so gänzlich anders, nun direkt in dessen Zuhause zu sein. Dabei fielen ihm besonders die Kalligrafien an den Wänden auf, welche selbstgezeichnet aussahen. Und er glaubte sogar, sich zu erinnern, dass Sanada dies gerne tat.

Weiter sah er ein Katana, das an der Wand angebracht war und im warmen Licht gar nicht so gefährlich wirkte, wie es vielleicht sein konnte. Ryoma musterte die scharfe Klinge, von der er nicht glaubte, das sie echt war. Oder doch? Er musste schon zugeben neugierig zu sein. Weshalb es ihn wenig wunderte, plötzlich vor diesem zu stehen und kurios die Hand danach auszustrecken. Dass er sich wegen seiner Neugierde erst vor wenigen Monaten einen Stachel von Fujis doofen Kakteen eingefangen hat, fiel ihm in dem Augenblick gar nicht mehr ein.

Allerdings entgegen zu seiner Übernachtung bei dem Tensai, schlangen sich dieses Mal warme, lange Finger um sein Handgelenk und hielten dieses behutsam aber bestimmt fest. „Es ist scharf.‟, kam es dunkel von Sanada, der plötzlich neben ihm stand. Ryoma blinkte, wobei ihm bewusst wurde, Etwas nur dann als gefährlich zu erahnen, wenn es ihn wirklich verletzte. Zumindest war es das, was ihm der Vize mal ziemlich direkt gesagt hat. Schluckend nickte er somit, machte jedoch keine Anstalten, sich von Sanada zu lösen. Der blickte ihm tief in die Augen, wodurch sich sein Puls plötzlich verdreifachte. Der Ältere diesen sogar gegen seine Fingerspitzen pochen spüren sollte.

Während sie sich so in die Augen blickten, wurde sich Ryoma wieder darüber bewusst, warum er Sanada damals eigentlich geküsst hat. Und das es nicht aus der alleinigen Situation gekommen war, sondern …

„Ich hab dich gern.‟

Für einen Augenblick glaubte Ryoma, die Worte hätte er ausgesprochen, bis ihm Sanadas angespannter Ausdruck auffiel, bei dem dieser angestrengt zu Boden blickte und die Augenbrauen zusammengezogen hatte. Ihm somit die nassen Haarsträhnen in die Stirn fielen. Ihm klar wurde, dass Sanada sich mit seinen Gefühlen ebenso bodenlos fühlte, wie es Ryoma tat.

„Ich … dich auch.‟, wisperte er damit beinah lautlos, woraufhin sich dennoch die dunkelbraunen Augen sogleich wieder auf ihn richteten und warme Fingerspitzen hauchzart seine Wange berührten, eh Sanadas Hand sich gänzlich an seine Wange legte. Ein heftiges Prickeln durch seine Fingerspitzen zog. Genießend schmiegte er sich an die warme Handfläche, bevor er sein Handgelenk sachte aus dem sanften Griff herausdrehte und die Hand an die breite Brust des Älteren legte. Sie kannten einander nun über drei Jahre. Seit dem Spiel damals und noch nie hat er sich so … so gefühlt.

Und noch bevor er sich in seinen eigenen Gedanken verlieren konnte, überbrückte Sanada den Abstand zwischen ihnen und Ryoma hielt den Atem an. Wenige Sekunden später … „Entschuldige, ich hab noch nie ...‟, hauchte der Größere verlegen, allerdings konnte er nur mit dem Kopf schütteln und zog Sanada sachte an dessen Nacken zurück, wobei er sich gleichzeitig auf die Zehenspitzen stellte und den Älteren erneut küsste. Genießend schloss er die Augen, bei dem Gefühl der großen Hände auf seinen Hüften, die ihn sachte nach vorne und somit näher an den starken, langen Körper des Anderen zogen.

Es sollte sich nicht gut anfühlen, dachte Ryoma immer …
Und er sollte sich nicht danach sehnen, in starke Arme geschlungen zu werden, aber …

Zum ersten Mal musste er sich eingestehen, sich vollkommen wohl in der physischen Nähe eines anderen zu fühlen. Es zu genießen, wie zärtlich er zurück geküsst wurde. Und das, obwohl er nie … Etwas atemlos sank er zurück auf die Fußballen, während Sanadas Stirn gegen seine sank und er den frischen Geruch von Minze in sich aufnahm. Sachte schob er die Finger tiefer in die schwarzen, nach rasierten Nackenhaare, um ihn erneut zu küssen, als die Tür aufgestoßen wurde. „HAHA – ich wusste es!‟

Verlegen fuhr er sich über das Gesicht, während Sanada seiner Nichte nachrannte.

~*~ two ~*~

first time to get touched

~*~ two ~*~


Angestrengt atmete Ryoma durch. Zwei Wochen …
Seit zwei verflucht langen Wochen waren sie nun zusammen, nur um immer dann, wenn sie einen Moment der Zweisamkeit haben konnten, sogleich gestört zu werden. Er schätzte ihre Freunde ja sehr, aber so langsam … wollte er jemanden das Herz herausreißen.

Somit konnte das folgende Wochenende nicht schnell genug kommen, zu dem ihn Sanada eingeladen hatte. Zwar war Ryoma kein Fan von Hütten im Wald, aber er nahm an, dass ihn der Ältere vor Käfer und sonstigen Kleinfieh beschützen könnte.

~*~

„Es tut mir leid.‟, waren die ersten Worte des Größeren, nachdem er ihm die Tür geöffnet hatte und verdutzt blinzelte. Ryoma wollte nach dem Warum fragen, als sich Kirihara an Sanada vorbeischob und den Arm um seine Schultern legte. „Ne, Echizen, das wird bestimmt lustig.‟ Skeptisch zuckte seine Augenbraue, allerdings wollte er sich die Hand ins Gesicht klatschen, als er den Klang Momos Stimme hörte. Ja super …

~*~

„Bist du mir böse?‟, fragte ihn Sanada, während sie einen Wanderweg entlang gingen und Ryoma mürrisch die Hände in den Hosentaschen vergraben hatte. „Nein.‟, antwortete er langsam und versucht die aufgeregten Stimmen ihrer Freunde zu ignorieren. Ganz besonders Fuji, der über irgendetwas kicherte.

Er wollte diesem gerade folgen, als sich lange Finger um seinen Unterarm schlossen und er einen Moment später sachte gegen einen Baumstamm gedrückt zu werden. „Ich habe mich sehr auf dieses Wochenende mit dir gefreut und lasse mir das nicht nehmen, selbst, wenn du sauer auf mich bist.‟ Ryoma blinzelte einmal, nur um skeptisch in die dunklen Augen zu sehen. „Verbietest du mir gerade, böse auf dich zu sein?‟ Unbewegt erwiderte Sanada seinen Blick, was …

… ihm gefiel. Denn es erinnerte ihn an ihr erstes Spiel. Damals hatte ihn der Vize ebenfalls so angesehen. Streng und … überlegen. Klar mochte er die Sanftmütigkeit des Älteren, die auch gewiss nicht viele sehen durften. Und noch weniger jene, die nicht mit diesem in einem Team gewesen waren. Aber … Ryoma mochte ebenso eine gute Herausforderung. Weshalb er frech grinste. „Ach und wie willst du mich dazu bringen?‟

Für einen Moment schien es so, als verstünde Sanada nicht ganz, warum er plötzlich so frech war, bevor sich dessen Wangen leicht röteten und warme Lippen zärtlich über seine streichelten. Genussvoll schloss er die Augen, während sich seine Hände in den langen Nacken des Älteren schoben und ihn somit näher zog. Sofort spürte er die großen Hände an seinen Hüften, nur um eine davon sachte unter sein T-Shirt streicheln zu spüren.

Ihm entkam ein sehnsüchtiger Laut, wobei er sich enger an Sanada presste, dessen Finger sich sachte in seine Hüfte drückte und er wollte …

Klick

Sehr langsam drehte Ryoma den Kopf, wo Fuji die Kamera sinken ließ und ihn strahlend ansah. „Ihr seid wahnsinnig attraktiv zusammen.‟ Ryoma spürte, wie sein Augenwinkel leicht zuckte. „Fuji ...‟, knurrte er warnend. „Saa … wenn ihr möchtet, kann ich euch die Abzüge ...‟ Noch bevor der Tensai weitersprechen konnte, jagte ihm Ryoma nach. Dieser verfluchte Voyeur!

~*~ three ~*~
first time to taste you
~*~ three ~*~

Ryoma versuchte sich gerade an den Übungsaufgaben zu seiner Abschlussarbeit, als der Stuhl vor ihm mit einem leisen Kratzen zurückgezogen wurde, eh sich Seigakus Tensai geschickt und mit gespreizten Beinen darauf niederließ. Einer Banane in der Hand und mit einem lächelnden Ausdruck auf dem Gesicht. „Saa … lernst du wieder?‟

„Nein, ich gebe eine Teeparty.‟, erwiderte er sarkastisch, was Fuji ein leises Schmunzeln entlockte. Schließlich linste er auf, sobald der Tensai begann die Banane zu schälen und lächelnd das längliche Obst musterte. „Ich wundere mich nur, Ryoma-kun …‟ Er sah zurück auf das Papier, nur um einen Fehler zu erkennen und frustriert die Antwort weg zu radieren. Ablenkung durfte er sich nicht leisten. Schließlich konnte er diese Themen alle. Aber zu versagen kam nicht in Frage!

„... bist du schon in den Genuss gekommen … zu naschen?‟ Ryoma blickte von der Aufgabe weg, zu Fuji, der ihn aus seinen tiefen, bersteinfarbenen Augen aufmerksam musterte, bevor er sich die Spitze der Banane in den Mund schob und Ryoma …

Ryoma wollte im Boden versinken!

~*~

Durch die bevorstehenden Abschlussarbeiten war Ryoma sowie der Rest des Teams vom Training befreit, was ihm die Möglichkeit gab, noch vor Ende des Trainings bei Rikkaidai, bei denen auf den Courts zu erscheinen.

Aufmerksam musterte er das Team vor sich, deren Training und wie eingenommen diese waren, weshalb er sich unbemerkt den Weg zu Sanada bahnen konnte, der am Rande des Ganzen stand. Die Arme streng – wie es sich für einen Trainer gehörte – vor der Brust verschränkt und so verflucht attraktiv …

„Ich muss dir was zeigen. Jetzt.‟, sagte er knapp hinter diesem, woraufhin sich dessen Kopf sogleich zu ihm drehte und er überrascht angesehen wurde. Dann aber schulte Genichirou seinen Blick und sah zurück auf die Courts. „Das Training läuft noch.‟ Ryoma nickte leicht. „Genau deswegen … komme ich auch.‟ Er musterte die Rückhand von Kirihara, der gegen einen Unterklässler spielte, bevor er zurück zu Sanada aufsah, der ihn sprachlos musterte. Es somit offensichtlich verstanden hat.

„Siebzig Runden nach eurer letzten Trainingseinheit.‟, bellte der Schwarzhaarige somit hart heraus, eh er Ryoma zu dessen Umkleide führte. Ein erregendes Kribbeln durchfuhr seine Glieder, sobald die Tür hinter ihnen zufiel und er seinen Freund direkt gegen die Tür zurückdrängte. „Ryoma ...‟, hauchte Sanada leise, bevor er von ihm geküsst wurde und es in seinem Bauch vor Erregung kräuselte, als er über den leicht feuchten Nacken des Älteren streichelte. Er vorher gespielt haben musste. Er presste sich hart an seinen Freund, dessen Hände sich sogleich an seine Hüften legten, eh an seinem Hemd der Uniform gezogen wurde, wodurch lange Finger sofort unter den dünnen Stoff fuhren.

Er liebte die Berührungen seines Freundes. Egal, ob sie wie jetzt sehnsüchtig schienen – immerhin sahen sie sich aktuell nicht mehr so oft – oder flüchtig, in einem kurzen Augenblick der Zärtlichkeit. Zumal sie inzwischen auch sehr viel … bekannter miteinander geworden waren. Wenn auch nicht ganz in anderen Gebieten. Umso mehr verlangte es ihm danach, mehr von seinem Freund zu haben. Und nicht nur, weil Fuji ihm dreckige Bilder mit dieser dämlichen Banane in den Kopf gepflanzt hat.

Somit küsste er die weichen, vollen Lippen ein letztes Mal, nur um geschickt auf die Knie zu sinken und es zu genießen, wie ihn Sanada aus großen Augen ansah. „Ryoma?‟ Mit einem leichten Kopfschütteln leckte er sich über die Lippen, eh er die schwarze Trainingsshorts des Älteren hinab schob und – als er die beachtliche Länge unter schwarzem Stoff sah – hart schluckte. Er hatte zwar eine gewisse Vorstellung gehabt, aber … „Du … du musst nicht ...‟, murmelte Genichirou verlegen, aber Ryoma machte nur einen leisen Laut, bevor er mit den Fingern langsam unter den Bund fuhr und diesen nach und nach hinabzog. Gleichzeitig lehnte er sich nach vorne, nur um über die weiche Haut seiner Hüfte zu küssen. Einen Moment später spürte er lange Finger in seinem Haar, das ihn zärtlich streichelte.

Vor Wochen noch hätte er nie gedacht, sich hiernach mal zu sehnen. Oder überhaupt … Aber er musste zugeben, mit Genichirou wollte er alles und so viel mehr …

Sein Herz schlug wie verrückt gegen seine Brust, je mehr Haut er entblößte. Mit den Fingerknöcheln fuhr er über heiße, weiche Haut und er wollte sich gerade erneut nach vorne lehnen, als die Tür aufgestoßen wurde und Ryoma sich unter seinem Freund wiederfand. Wenn auch nicht in einer recht grazilen Pose.

~*~ four ~*~
let me tell you something
~*~ four ~*~

Sanada fuhr sich ein wenig nervös über den Nacken, während er darauf wartete, dass man ihm die Tür öffnete. Nach allem, was sie bereits getan hatten, sollte er sich heute nicht nervös fühlen. Obwohl … wenn er gleichzeitig daran dachte, wie oft sie bereits bei ihren ersten Malen unterbrochen worden sind … Er fühlte sich traurig in der Tatsache, dass sie einfach nie den richtigen Moment füreinander zu haben schienen. Umso mehr wünschte er sich für heute …

„Sanada-kun. Wie schön dich zu sehen. Komm rein. Ryoma ist im Garten.‟, lächelnd übertrat er die Türschwelle, nachdem ihn Ryomas Cousine einließ und grüßte sie sanft, während er sich die Schuhe abstreifte. „Ich habe gehört, dass ihr euch wieder für die Nationals qualifiziert habt, ich gratuliere.‟ Überrascht sah er zu Nanako, die ihn lächelnd musterte. „Vielen Dank.‟ Sie nickte knapp und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. „Möchtest du was trinken?‟

Wenn er es nicht besser wüsste, dann hatte er das Gefühl, sie wollte ihm irgendetwas sagen, wusste es aber nicht zu formulieren, weshalb er es auch nicht ansprach. „Gerne. Wasser, wenn ihr habt.‟ Schmunzelnd nickte sie. „Kommt sofort.‟

Nachdem er sich erneut bedankte, wandte er sich um, um zur Terrasse zu gehen, die in den Garten führte, nur um fast schüchtern seinen Namen zu hören. Fragend sah er zurück. „Ich freue mich sehr … für … Ryoma ist so … glücklich seither.‟ Zunächst war er nicht sicher, was sie meinte, bis … und seine Wangen leicht rosa wurden. „Das … danke.‟, hauchte er und drehte sich dann wieder herum, um eiligst in den Garten zu bekommen. Ihm sein Herz bis zum Hals pochte, so heftig fühlte es sich an, zu wissen, dass er Ryoma glücklich machte.

Auf der Terrasse ließ er seinen Blick über den riesigen Garten schweifen, wobei er nicht lange brauchte, um Ryoma ausfindig zu machen. Lächelnd setzte er sich in Bewegung, um zu diesen zu gehen. Er genoss dabei das Gefühl von warmen Grashalmen unter seinen Fußsohlen, was er sonst nur spürte, wenn er bei sich selbst im Garten mit dem Katana übte. „Ryoma.‟, grüßte er seinen Freund sanft, der müde von seiner Katze aufblickte, die er mit einem Grashalm neckte. Sofort legte sich ein Lächeln auf das hübsche Gesicht des Jüngeren, dessen Augen begannen sich mit dieser wahnsinnigen Affektion zu füllen, deren Ausdruck einzig er zugeworfen bekam.

„Hi.‟, erwiderte der Jüngere sanft, woraufhin er sich zu ihm ins Gras setzte. Er gewohnheitsgemäß die weiße Kappe von Ryomas Kopf nahm, um ihn einen Kuss auf die Schläfe zu hauchen. Ryoma wiederum berührte seinen Oberschenkel sanft, wobei er wusste, spätestens in dessen Schlafzimmer intensiver begrüßt zu werden. „Ich hab dir Etwas mitgebracht.‟ Überrascht blinzelte Ryoma. Er nahm sich seine Schultasche von der Schulter, die er langsam öffnete. Dabei versuchte, sich seine Nervosität nicht ansehen zu lassen. Zumal er auch nicht wusste …

Nachdem sie nun wirklich immer unterbrochen worden waren, dachte er, wäre es einfacher, keine große Aktion aus dem zu machen, was ihm so wahnsinnig wichtig war, dass es Ryoma wusste. Während sich Ryoma also aufsetzte und ihn aufmerksam musterte, blickte er für einen unsicheren Augenblick auf das beigefarbene und dicke Pergament, welches in einem schlichten Holzrahmen eingefasst war, eh er es aus der Tasche zog. Er gab es Ryoma jedoch noch nicht. „Nur … deswegen musst du nichts dazu sagen.‟, murmelte er und schluckte nervös, eh er die Hand ausstreckte und …

„Ich liebe dich – oh wie süß – oh scheiße! Entschuldigung!‟

Erschrocken zuckte sein Kopf nach oben, wo Nanako stand und ebenso erschrocken zurück sah. Völlig überfordert wandte sie sich zum Gehen, nur um sich erneut umzuwenden und das Tablett neben ihnen im Gras abzustellen und dann sofort abzurauschen. Frustriert blickte er auf seine Finger, die den Holzrahmen nun nur noch kraftlos hielten. Er war wirklich kein Beziehungsmaterial, ging es ihm durch den Kopf, als weiche Fingerspitzen zwischen seine Finger glitten und den Rahmen zärtlich von dort herausnahmen. Sein Herz machte einen gewaltigen Satz, bei der Art, wie Ryoma seine Kalligrafie musterte. Dann hob sich Ryomas Blick auf ihn, der ihn voller Wärme traf und … „Ich dich auch. Sogar sehr.‟, erwiderte der Jüngere zärtlich sowie schüchtern, aber es war …

Ruckartig überbrückte er den Abstand zwischen ihnen und küsste seinen Freund auf die Lippen. Ihm war es egal, ob dessen Vater hier irgendwo war oder sonst wer … Er wollte nur – und bekam es sogleich, als sich lange Finger in seinen Nacken schoben und sein Kuss voller Leidenschaft erwidert wurde.

~*~ five ~*~
Let me come for you …
~*~ five ~*~

Es gab niemanden, der Sanada intimer kannte, als Ryoma. Jedenfalls wenn es nach Nähe und …

„Ah.‟ Er biss sich leicht auf die Lippen, während sich seine Finger in den weichen Haaren seines Freundes vergruben, dessen Kopf in seiner Halsbeuge lag und geschickte Finger zwischen seinen Beinen. Und ja … solchen Situationen. Die langen Beine rutschten leicht über seine gespreizten aufwärts, als Ryoma den Kopf hob und ihn mit großen Augen ansah. „Okay?‟

Manchmal wusste er wirklich nicht …
Mal ernsthaft, wie hatte dieser Junge ihn eigentlich damals so knallhart schlagen können? So stur, verbissen und absolut brillant, wenn er in Wahrheit so verflucht schüchtern und unsicher war … wie zur Hölle? Er konnte somit nur halb außer Atem in diese schönen, großen Augen blicken, bis er knapp nickte und Ryoma dann erneut zu sich zog, um ihn leidenschaftlich zu küssen. Es umso mehr genoss, wie dessen Finger sich in seine Schulter krallten, während die andere Hand sich begann schneller zu bewegen.

Seine freie Hand schob sich derweilen über diesen schönen, sehnigen Rücken hinab, zu dem festen Hintern seines Freundes, der genussvoll in den Kuss seufzte. Sanada spürte, wie seine Erregung immer intensiver wurde. Er wollte Ryoma enger an sich spüren und gleichzeitig drängte er sein Becken nach oben, entgegen der sündigen Berührung, die ihn wahnsinnig machte.

Er war so …
Sein Griff festigte sich im selben Moment, wie Ryoma seinen Namen wisperte …
Er wollte …

„Hi Genichirou ich hab – oh … hallo.‟ Die schnurrende Stimme seines ehemaligen Buchous zu hören, gerade wenn er dabei war … Erschrocken fuhr er heftig zusammen, woraufhin Ryoma vom Bett fiel und er umso eiliger nach seiner Bettdecke tastete. „Raus hier! Raus hier! Yukimura raus!‟

Es folgte ein amüsiertes Schmunzeln und Sanada wollte im Boden versinken. Murrend kam Ryomas Kopf verwuschelt zum Vorschein, nur um ihn mürrisch zu mustern. „Wir brauchen unbedingt ein menschenfreies Wochenende. Allein.‟ Kraftlos sank er zurück auf sein Bett und nickte. Das war es … das Stichwort. Allein.

~*~ and the one time ~*~

Ryoma hatte angenommen, dass, wenn sie alleine wären, würden sie direkt über einander herfallen. Nach drei Monaten der Beziehung, in denen ihre Versuche miteinander intim zu werden dauernd unterbrochen worden, wäre … es normal.

Allerdings verlief es doch um einiges normaler zwischen ihnen. Zuerst aßen sie gemütlich im Esszimmer zusammen das Sushi, das Sanada mitgebracht hat, bevor sie ins Wohnzimmer gingen, um sich einen Film anzuschauen. Genießend kuschelte er sich dabei in die starken Arme seines Freundes, der sanft über seinen Rücken streichelte.

Es war echt komisch. Vorher hatte Ryoma nicht gedacht, er könnte sich in einer Beziehung wohlfühlen. Nähe und Intimität klangen für ihn so abwegig. Klar ließ er sich von seinem alten Team manchmal umarmen oder lieb haben. Er konnte es ja auch nicht leugnen, dass er sie nach wie vor gern hat. Und sie waren es schließlich, die seine Mauer stetig abgetragen hatten, so dass er am Ende offen für … nun …

Während der Film eine doch … komische Wendung einnahm, drehte Ryoma den Kopf und blickte entlang, an einem langen Hals, der an einem kantigen Kiefer endete. Sein Blick glitt weiter, über einen hohen Wangenknochen und feinen, schwarzen Haarsträhnen, die knapp über der Augenbraue des Älteren endeten. Ihm erneut mit einem warmen Prickeln im Bauch bewusst wurde, wie verflucht attraktiv und reif Genichirou aussah.

Manchmal war es genau das, was ihn ein wenig innehalten ließ. Die Erkenntnis, wie unterschiedlich sie optisch waren. Sanada so groß und erwachsen, während Ryoma …

Seine Gedanken wurden unterbrochen, als Genichirou den Kopf wandte und ihn sanft durch das Licht des Fernsehers anblickte. Lange sahen sie einander in die Augen, bis warme Fingerspitzen sanft über seine Wange fuhren. Genießend lehnte er sich gegen die Berührung, durch die sein Herz einen Ticken schneller schlug.

Wenn ihm damals jemand gesagt hätte – zu dem Zeitpunkt, als sie miteinander ihr erstes Match gespielt hatten – dass sie einmal zusammen kämen und einander so unaussprechlich viel bedeuten würden; Ryoma hätte sie alle zum Teufel geschickt. Denn auch, wenn dieses eine Spiel einfach unglaublich gewesen war, damals war einfach so vieles anders. Er war gerade erst dabei gewesen, sich selbst zu finden. Allerdings hatte dieses Spiel damit auch sehr viel zu tun gehabt, ihm bewusst zu machen, dass er Tennis nicht alleine darum liebte, des Gewinnens wegen. Sondern, weil jeder Gegner ihn auf eine andere Weise neue Wege eröffnete, sich selbst zu verbessern.

Dass das Ganze natürlich so weitreichend war, dass es sich auch auf seine sozialen Kompetenzen hinaus ausweiten konnte …

„Woran denkst du?‟, fragte ihn Genichirou leise, wobei die weichen Fingerspitzen höher glitten, um ihn sanft durch die Haare zu streicheln, was ihm einen genussvollen Laut entlockte. Sachte schüttelte er den Kopf, um die Berührung nicht zu verlieren. „Unwichtig.‟, erwiderte er im gleichen Tonfall, bevor er sich nach oben lehnte und Sanada sanft küsste. Es genoss, wie dieser sogleich den Kuss erwiderte, eh er auf dessen Schoß gezogen und gleichzeitig eng umarmt wurde.

Seine Hände fielen auf die breiten Schultern, an denen er sich festhielt. Ihm wie jedes Mal auffiel, wie gut es ihm gefiel, diese Stärke unter dem dünnen Baumwollstoff des Sportshirts ausmachen zu können. Dabei fuhr er von den breiten Schultern langsam über diese, hinab über die starken Oberarme, die ihn mehr als einmal in den letzten Tagen voller Erregung erfüllt hatten, wenn ihn der Größere vollkommen mühelos anhob und gegen Etwas drängte.

Zuvor hatte es ihn ja immer gestört, der Kleinste und Schmalste im Vergleich zu all seinen Senpais und Freunden zu sein. Doch mit Sanada war es … ungemein erregend, was er allerdings nie aussprechen würde.

Große Handflächen fuhren von seinen Hüften, über seinen Rücken auf und ab, wobei er leicht außer Atem den Kuss lösen musste. Ryoma fiel auf, die die langen Finger immer länger über dem Bund seiner Hose innehielten, bevor sie wieder höher fuhren. Und so, wie Sanada ihn ansah … „Wollen wir …‟ – „Ja.‟, blinzelnd sah er den Älteren an, nur um leicht zu grinsen.

Langsam erhob er sich von dem Schoß seines Freundes, wobei er seine linke Hand einfing und ihn dann mit sich führte. Es war natürlich nicht das erste Mal, dass sie alleine in seinem Zimmer wären. Mit der Gewissheit jedoch alleine im gesamten Haus zu sein … – alle Türen und Fenster waren verriegelt, damit auch wirklich niemand reinkommen könnte – Tja, Pech gehabt, Baka, wenn du den Schlüssel wieder vergessen hast, dachte sich Ryoma zu dem Moment noch, eh er den Riegel umgedreht hat.

Sobald sie bei ihm im Zimmer waren, entließ er Genichirous Hand. Jedoch auch nur, um Karupin sanft auf den Arm zu nehmen und auf dem Flur auszusetzen. „Sorry.‟, murmelte er, wusste aber auch, dass selbst sie ein Störfaktor werden konnte. Schließlich schloss er die Tür hinter sich, wogegen er sich mit rasendem Herzen lehnte, weil ihm plötzlich klar wurde … Und zwar so richtig … sie waren allein!

Für einen Augenblick fühlte er sich wie kurz vor dem Finale damals, als sie gegeneinander spielen mussten. Denn auch wie dieses damals, würde das hier vielleicht alles entscheiden. Zumal … zwischen allen Dingen, die sie bisweilen versucht hatten … so sind sie doch nie zu einem Abschluss gekommen.

„Bist du nervös?‟, fragte ihn Genichirou leise, der an ihn herangetreten und sanft über seine Wange streichelte. Ryomas Herz beinahe explodierte vor Aufregung. Er würde jedem ein Grinsen sowie ein rüdes Yadda an den Kopf werfen, doch … „Was … wenn ich nicht gut bin?‟, wisperte er. Er kannte doch nur Tennis und … die Theorie von Fujis versauten Nachrichten, die er stets mit roten Wangen und einer halben Erregung wieder löschte. Mistkerl! Lächelnd wurde ihm eine Strähne aus der Stirn gestrichen. „Was, wenn ich dir wehtue? Lass … uns einfach … nicht so viel nachdenken, okay? Und wir hören auf, wenn irgendetwas komisch wird … ist das okay für dich?‟

Das war der Sanada, den er im Camp als seinen besten Freund erfuhr. Und jener, in den es ihm unmöglich war, sich nicht in ihn zu verlieben. „Mehr als okay.‟, erwiderte er somit sanft, eh er sich auf die Zehenspitzen stellte, um Sanada zu küssen, der ihm erneut entgegenkam. Seine Hände fuhren sofort über den langen, sehnigen Nacken, nach oben in die kurzen Haare, welche trotzdem so weich waren. Binnen eines Augenblicks wurde er mühelos angehoben und gegen die Tür gepresst. Sofort schlang er die Beine um die schmalen Hüften, wo er die beginnende Härte gegen seinen Innenschenkel pressen spürte. Es war so … er liebte diese Stärke! Nicht nur auf dem Court.

Ebenso mühelos trug ihn der Größere durch sein Schlafzimmer, wo er behutsam auf der Matratze abgelegt wurde und das alles, ohne, dass sie den Kuss lösen mussten. Es jedoch taten, nachdem sich ihre Haare in seiner Stirn vermischten, was ihn leicht kitzelte und er atemlos aufkeuchte. „Du machst mich wahnsinnig.‟, hauchte Sanada atemlos gegen seine Lippen, was Ryoma gern zurückgeben würde. Allerdings fuhren im selben Moment die großen Hände unter sein T-Shirt und sein Kopf fiel haltlos in sein Kissen zurück.

Es war interessant, wie wenig dominierend Sanada in den letzten Wochen gegenüber ihm gewesen war, im Gegensatz zu der direkten Berührung, wie sie jetzt initiiert wurde. Und Ryoma liebte es. Sehnsüchtig spreizte er die Beine unter seinem Freund, nur um sich leicht aufzusetzen, als Sanada ihm das T-Shirt begann auszuziehen. Achtlos wurde der Stoff zur Seite geworfen und sein Oberkörper mit sanften Fingerspitzen gestreichelt. „So schön ...‟, wisperte Sanada über ihm, was ihm sofort die Röte ins Gesicht trieb.

Eigentlich kannten sie sich ja schon halbnackt. Und ja … theoretisch auch gänzlich, aufgrund der Umkleidekabinen, doch niemand würde zugeben, auch mal hinzusehen …

Schließlich hob er die Hände an Sanadas eigenes T-Shirt, das er am Bund umfasste, eh er es langsam hinaufzog und schluckte, je mehr er von seinem Freund aufdeckte. In seinem Bauch kräuselte sich Erregung sowie ein tiefes Verlangen, danach jeden Zentimeter seiner perfekten und so weichen Haut zu berühren. Mit einer Hand fuhr er somit direkt über die breite Brust, hinab über den so definierten Bauch, bevor seine Hand sanft umfasst und neben seinem Kopf ins Kissen gedrückt wurde.

„Ryoma ...‟, er musste schlucken, durch die Art, wie Sanada seinen Namen aussprach. „... ich will dich so sehr.‟ Alles in ihm prickelte vor Hitze, während seine Shorts sich plötzlich sehr, sehr eng anfühlten und seine Wangen brannten. „Dann nimm mich.‟, wisperte er rau, eh seine Lippen in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelt wurden, der ihm jeglichen Gedanken raubte. Er bekam dabei nicht einmal richtig mit, wie seine Shorts hinab geschoben und durchs Zimmer geworfen wurde. Erst als die große, warme Handfläche über seinen Innenschenkel fuhr, wurde er sich dessen bewusst und stöhnte erregt in den Kuss.

So nahe … so verflucht nahe an seiner Erregung, befanden sich die weichen Fingerspitzen, als Sanada den Kuss plötzlich löste und ihn atemlos musterte. „Wenn … ich etwas tue, das –...‟

„Ich wehr mich schon, wenn mir was nicht gefällt.‟, grinste er leicht frech, trotz beschleunigter Atmung sowie der Erregung, die unmissverständlich zwischen ihnen emporragte. Weshalb Ryoma auch ein kleines Bisschen stolz auf sich war, sogar noch einen ganzen Satz Zustande zu bringen. Der blinzelnde Ausdruck auf Sanadas Gesicht, war es definitiv wert, dachte er, nur um sein Grinsen zu verlieren, als sich die langen Finger geschickt um seine Länge legten.

Seine freie Hand krallte sich um den starken Oberarm des Älteren, der ihn begann zu massieren. Ihn nicht einmal so eine Erregung durchzog, wenn er sich selbst … Haltlos schlossen sich seine Augen durch die prickelnde Hitze, die seinen Unterleib flutete. Automatisch sowie sehnsüchtig hob sich seine Hüfte, um mehr von ihm zu bekommen, allerdings verließ ihn die Hand, welche seine bislang ins Kissen gedrückt hat, nur um nun seine Hüfte zurückzuhalten und noch bevor er sich vielleicht beschweren konnte, schlossen sich heiße Lippen um seine Spitze.

Der Laut, der ihm entkam … Atemlos krallte er die Finger in Genichirous weiche Haare, während sein Kopf sich ins Kissen presste. Alles drehte sich vor schierer Lust. Es war einfach so unbeschreiblich gut. Die Empfindung sowie … Einfach, dass es Sanada war, der ihm diese Empfindungen schenkte, fühlte sich wahnsinnig gut an.

Er war so kurz davor zu kommen, Ryoma rechnete insgeheim mit irgendetwas, das sie jetzt überraschen oder stören würde. Doch egal wie hart er sich in den kräftigen Arm krallte oder in die weichen Strähnen … so fiel er umso heftiger über den Abgrund. Atemlos keuchte er Sanadas Namen, während der fast zu lange an seiner Spitze saugte und leckte, eh er sich löste und weiche Haarsträhnen ihn an der Hüfte kitzelten. Dort, wo Sanadas Stirn ruhte. Sachte sowie etwas zittrig fuhr Ryoma mit seinen Fingern durch die weichen Haare, hinab in den leicht feuchten Nacken, was ihn ungemein erneut erregte. Zu wissen, wie sehr er seinem Freund zusetzte.

„Süß ...‟, hauchte es ihm gegen die feuchte Haut, was ihn leicht schaudern ließ. „Hm?‟, ein fragender Laut entwich ihm im selben Augenblick, wie Genichirou sich über ihm aufrichtete und ihn mit leicht geröteten Wangen, jedoch voller Lust anblickte. „Ich sagte … du schmeckst süß.‟

Es dauerte einige Sekunden, bis die Erkenntnis ihn traf, wobei seine eigenen Wangen sich erhitzten. Gerne würde er was erwidern, doch hauchte ihm sein Freund einen Kuss auf die Stirn und nahm ihm so jegliche Kratzbürstigkeit – so nannte es Fuji jedenfalls liebevoll. „Hast du ...‟, begann der Ältere leise und nahe an seinem Ohr, was ihn den Kopf drehen ließ. „Hab ich …?‟ Dunkle Augen senkten sich etwas ab, woraufhin er sofort verstand und er verlegen zur Schublade linste. „Ich hab Handcreme ...‟, murmelte er, womit sich Sanada dorthin lehnte und sie öffnete, nur um einen leisen Laut zu machen, der ihn den Kopf gänzlich dorthin drehen ließ. „Was?‟

Skeptisch musterte er seinen Freund, bis der in die Schublade griff und eine pinke Tube herausholte, die er noch nie gesehen hat! Fassungslos starrte er auf diese, nur um zähneknirschend den rosafarbenen Post-It davon abzuziehen und … „Viel Spaß, ich hoffe auf einen ausführlichen Bericht. Dieser Bastard!‟, fauchte Ryoma biestig, während Genichirou schmunzelte und entnahm ihm den Zettel sachte, bevor er zurück aufs Bett gedrückt wurde. „Du kannst ihn gerne übermorgen seine Bestrafung geben, aber jetzt ...‟

Schluckend beobachtete er, wie Sanada sich zwischen seine Beine positionierte und die pinke Tube dann mit einem intensiven Blick auf ihn öffnete. „Jetzt … will ich mein Finale mit dir.‟

Sanada dominierend war schon scharf.
Aber Sanada der beim Vorspiel Tennisanalogien sagte …

Begierig ruckte Ryoma nach oben, wo er den langen Nacken packte und seinen Freund leidenschaftlich küsste. Er im nächsten Moment diesem die Shorts hinab schob und nach seinem Glied greifen wollte, doch wurden seine Hände erneut eingefangen und ihm über dem Kopf zusammen gehalten. „Noch nicht …‟, murmelte der Ältere in einem Ton, der ihm einen erregenden Schauer über den Körper brachte. Langsam wurden seine Hände entlassen, er eine davon sofort ausstreckte, um seinen Freund zu berühren, der jedoch sah ihn eindringlich an. Schluckend senkte sie Ryoma auf die Matratze ab, wo er sich leicht ins Laken krallte, sobald sich Sanada zurücklehnte und mühelos seine Hüften für sich anhob. Sein Herz schlug ihm so hart in der Brust, bei der Art, wie ihn die dunkelbraunen Augen musterten. Sehnsüchtig und erregt.

Zärtlich schlang sich ein Arm um seine Hüfte, um ihn oben zu halten, während die breiten Schultern sich unter seine Kniekehlen schoben und Ryoma der Atem stockte. Seine Fingerspitzen kribbelten darin, sie in die weichen Haare seines Freundes zu schieben, doch musste er sich zurückhalten. Schließlich hörte er ein leises Klicken der Tube, woraufhin er seine Wangen brennen spürte und das Gesicht seitlich gegen seinen Oberarm drückte. Hörte gleichzeitig Fujis neckende Stimme, sich zu entspannen, wenn der Moment gekommen war, allerdings war er sich nicht sicher, ob Fuji eine Ahnung hatte, wie Sanada gebaut war. Plötzlich fühlte er sich so nervös wie nie, als sich jedoch warme Lippen zärtlich auf seinen Innenschenkel pressten und er unsicher nach unten blickte, wo ihn Genichirou sanft musterte. „Willst du aufhören?‟

Wollte er …?

Doch wenn Ryoma tiefer in sich hineinhörte und sogar trotz der Nervosität seine Erregung sah … „Mach weiter.‟, wisperte er rauer, als er es von sich kannte. Allerdings musste der Ton irgendetwas in seinem Freund auslösen, dessen Stirn sich für einen Moment gegen seinen Schenkel presste, eh Sanada nickte und warme, große Handflächen seine Pobacken streichelten, eh sich lange, glitschige Finger dazwischen schoben und Ryoma ein atemloser Laut entwich, durch die Art, wie sie Stellen berührten … Erzitternd drängte er sich gegen die tastenden Fingerspitzen, die sich verflucht gut anfühlten, so, wie sie seine Öffnung massierten und streichelten. Ryoma versuchte nicht daran zu denken, sich von ihrer Größe einschüchtern zu lassen. Er wollte … er wollte ihn einfach zu sehr!

„Wenn ich dir wehtue ...‟
„Mach … oh bitte … mach weiter ...‟, keuchte Ryoma atemlos, während er sich härter in das Laken krallte und dann endlich spürte, wie sich Sanadas Finger in ihn schob. Er wusste nicht, wie tief, aber es fühlte sich für einen Augenblick zu tief an. Zu … viel. Allerdings und obwohl er keinen Laut von sich gab, bis auf ein Keuchen, hielt sein Freund inne und küsste sich von seinem Schenkel, tiefer, zu seiner Erregung. Spätestens hier musste er seine Finger in Sanadas Haare schieben. Doch entgegen der Vermutung die warmen Lippen über diese gleiten zu spüren, bahnten sie sich ihren Weg tiefer und in eine Richtung, die Ryomas Schenkel leicht zucken ließ und er Sanadas Kopf fortschieben wollte. Sachte wurde sein Handgelenk eingefangen und im selben Moment, wie sich der Finger tiefer in ihn schob, spürte er die heiße Zunge. Jedoch keinen Schmerz, keine Nervosität, sondern pure, überwältigende Lust, die seinen Körper heftig erzittern ließ. Ryoma ihm das heimzahlen würde, sollte er überhaupt wieder klar denken können.

Es dauerte nicht lange, da presste sich ein zweiter Finger in ihn. Ebenfalls warm, lang und so … Und obwohl es Ryoma für einen Moment beinahe lähmte, war es einfach nichts entgegen der Lust, die ihn mit jedem weiteren Moment erfüllte. Immer mehr und immer intensiver. Er sich nicht einmal zurückhalten konnte, als ein dritter Finger folgte, durch den er zuckend zu einem weiteren Höhepunkt kam.

Genussvoll wurden ihm die Spuren vom Bauch geleckt, wobei sich Sanada tiefer über ihn lehnte. Lange Finger sanft aus ihm herausglitten und Ryoma sich fürchterlich leer fühlte. Sehnsüchtig musterte er seinen Freund, dessen Ponysträhnen ihm auf der Stirn klebten, die Wangen gerötet und seine Erregung ihm hart sowie tropfend zwischen den definierten Schenkeln hing. Ryoma ihn so gerne berühren wollte, doch alles was er konnte, war sich mit seinen zitternden Fingern tiefer ins Laken zu krallen, sobald seine Schenkel in die Armbeugen seines Freundes hinabrutschten und dessen Stirn sanft auf seine sank, während die heiße, feuchte Spitze seine Öffnung streifte. „Ryoma ...‟

„Ich liebe dich.‟, hauchte er atemlos, woraufhin sich Genichirous dunkle Augen schlossen und dann schob sich die dicke Spitze in ihn. Sofort fiel seine Hand, mit der er sich derweilen in sein Kissen gekrallt hat, auf den breiten Rücken seines Freundes, wo er Schweiß und die angespannten Muskeln fühlen konnte. Es ihn so erregte, zu wissen, wie Sanada sich fühlte, und das ohne, dass er etwas sagen musste. Sie einander einfach so gut lesen konnten. Sachte zogen sich die Arme unter seinen Schenkeln heraus, wobei sie die schmale Hüfte umschlingen konnten und Ryoma gleichzeitig breite Handflächen wahrnahm, die ihn bestimmt festhielten. Er sich nicht vorstellen konnte, wie intensiv ihn Sanada gerade spüren konnte. Aber … wenn es nur annähernd so intensiv war, wie dessen Erregung immer tiefer zu fühlen …

„Gott … du …‟ Ryoma biss sich auf die Lippen, durch Sanadas Aufkeuchen. Dessen Kopf auf seine Schulter sank, sobald er gänzlich in ihm war. Er sich noch nie so … gefühlt hat, wie in diesem Moment. Noch nie hat er sich jemanden so hingegeben. Oder hätte es sich vorstellen können … aber das hier war … Ryoma fand keinen besseren Vergleich; es war besser, als Tennis. Besser, als jeder Sieg, jeder noch so harte … unerreichbar erscheinende Sieg, den er sich je erkämpfen musste. Es war …

Er löste seine inzwischen leicht tauben Fingern aus dem Laken, um mit ihnen über Sanadas feuchten Rücken zu streicheln, nach oben in seinen Nacken, wo er durch die kurzen Haare fuhr und sanft seinen Namen wisperte. Langsam hob sich dessen Kopf von ihm. Tief blickten sie sich in die Augen, was ihn daran denken ließ, wie alles begonnen hat. Nicht ihre Beziehung … sondern diese … Freundschaft zwischen ihnen. Wie Sanada ihn auffand, wann immer er sich vor jedem zurückgezogen hatte, um seine Ruhe zu haben. Weil er jemand anderes einfach nicht ertrug. Aber Sanada war da und … sah durch ihn hindurch, als würde er ihn einfach … Als würde er nur ihn sehen. Und ihn verstehen. Durch all seine Schichten von gespielter Unnahbarkeit und den Mauern.

Damals war der Ältere schon so tief in ihm gewesen. Und Ryoma hatte ihn immer von sich geschoben. Aber jetzt – hier – konnte er ihn gar nicht tief genug in sich spüren. Womit er vorsichtig sein Becken gegen das Genichirous hob, dessen Lider leicht flackerten und seinen Kiefer anspannte, eh er sich vorsichtig zurückzog, nur um sich sachte wieder in ihn zu schieben und Ryoma wusste … sollte sie jetzt – egal wie unmöglich es wäre – jemand unterbrechen, er würde ums Verrecken nicht aufhören. Viel lieber zog er Sanada zu sich hinab, um ihn zu küssen.

Atemlos und ein wenig schlampig durch ihr beides Stöhnen, aber es war so … so gut. Zu gut, weshalb sie beide wussten, es nicht lange auszuhalten. Allerdings war es auch egal. Sie hatten das gesamte Wochenende für einander. Zwar wollte Ryoma morgen Tennis spielen mit dem Größeren … jetzt allerdings …

Jetzt allerdings umschlang er Sanadas langen Körper so fest er konnte, um ihn so tief es ging zu spüren und es kaum erwarten konnte, dieses Gefühl in den nächsten Stunden so oft, wie nur möglich zu bekommen. Das sowie diesen unbeschreiblichen Laut, den Sanada von sich gab, als er sich zeitgleich wie Ryomas Höhepunkt über ihn kam, sich in ihm ergoss.

~*~

Ryoma dachte es wäre eine gute Idee die Zeit für sie beide zu nutzen …
Doch sobald er sich Montagmorgen auf seinen Platz setzen musste, um seine erste Prüfung zu schreiben … verstand er plötzlich, warum ihm der Tensai riet, es beim ersten Mal auch beim ersten Mal für das Wochenende zu belassen.

~*~ Fin ~*~
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