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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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1 Review
 
13.08.2018 3.566
 
-Kapitel Acht-

Catapedaphobia



Als sie zu Tazunas Haus zurückkehrten wartete dort bereits Naruto auf sie – oder eher auf Sakura – wie ein vorfreudiger Welpe. Seine Augen funkelten und er sprang energiegeladen von einem Fuß auf den anderen. "Tazuna sagt ihr hättet Gatos Yacht gekapert!", erklärte er in dem Moment in dem sie durch die Tür kamen und Sakura gerade damit beschäftigt war aus ihren Sandalen zu schlüpfen.

Wenn sie nicht so sehr an Naruto gewöhnt gewesen wäre hätte sie bei seinen Worten vielleicht das Gleichgewicht verloren und wäre auf der Stelle nach hinten umgekippt, doch so wie es nun einmal war, war sie sowohl zu müde als auch zu gewöhnt an seine Macken als das es sie groß scheren würde. Also starrte sie ihn nur einen langen Moment still an bevor sie aus ihren Sandalen schlüpfte und sie ordentlich nebeneinander in den Genkan stellte.

"Ich meine, ich und Sasuke waren mit Haku beschäftigt", und seine Stimme wurde deutlich ruhiger und trauriger als er weitersprach, "also habe ich es nicht gesehen, aber Tazuna sagt das da eine Menge Söldner war und du irgendein total cooles Jutsu benutzt hast das sie eingefroren hat und dann, whoosh, bist du los gerannt und hast ihn über deine Schulter geworfen und bist von der Brücke gesprungen!" Er wippte auf seinen Ballen vor und zurück während er wild gestikulierte und Sakura versuchte nicht noch einmal die Moment durchleben zu müssen in denen sie gerade genug Zeit gehabt hatte um zu entscheiden wie sehr der Aufprall wehtun würde.

Er machte mit seiner Hand eine scharfe Geste diagonal von oben nach unten; er war völlig in seine Geschichte vertieft. "Und dann bist du auf diesem Träger runter gerannt und auf das Deck der Yacht gesprungen wo du und Tazuna drei Schurken geschlagen haben bevor ihr siegreich davon gesegelt seid!"

Wenn Naruto die Geschichte erzählte klang es so viel heroischer als es gewesen war. Das Lob das mitschwang ließ einen bitteren Nachgeschmack in ihrem Mund zurück, doch sie fühlte noch immer ein bisschen Schuld von dem Versuch ihn zu schlagen den sie früher am Tag unternommen hatten. Also verlagerte sie nur ihr Gewicht und griff mit einer Hand unsicher an den anderen Arm. Es hatte den Vorteil das sie das Zittern ihrer Hände damit in den Griff bekam. "Es ist nicht – du oder Sasuke-kun hättet keine Probleme gehabt."

Und das, stellte sie mit einer seltsamen Distanz zum Geschehen fest, war sehr nah an der Wahrheit. Vielleicht wären der Sprung von der Brücke und von da auf den Stahlträger und dann auf die Yacht für keinen von beiden so gut ausgegangen wie für sie – das war Chakramanipulation und Mathematik – doch wenn sie es zur Yacht geschafft hätten wäre alles ganz anders gelaufen als bei ihr. In ihrem Kopf konnte sie sehen wie Sasuke-kun die Wasserklone niedergemäht hatte, schnell und atemberaubend effizient. Naruto, weniger geübt, aber unberechenbarer mit dutzenden Klonen die zu seiner Verfügung standen und getötet werden konnten ohne das Narben blieben.

Genau wie in dem Moment in dem Kakashi-sensei sie auf die Spezialisierung ihres Teams hingewiesen hatte überkam sie das überwältigende Gefühl hier nicht hinzugehören. Sie hatte gegen Männer gekämpft die nichts weiter als Banditen waren, die vielleicht nicht einmal Nuke-Nin gewesen waren und sie hatte Flashbacks und Albträume und Narben. Sasuke-kun und Naruto hatten gegen einen echten Nuke-Nin gekämpft und das ohne die ungelenke Verzweiflung die sie getrieben hatte.

Sie hatten den Kampf gewinnen wollen.

Sakura war nur fest entschlossen gewesen nicht zu sterben.

Mit einem Mal überkam sie ein beunruhigendes Gefühl was ihre Zukunft in diesem Team anging und Kakashi-senseis Worte aus dieser Nacht blitzten in ihrem Kopf auf. Zu überleben bedeutete mehr Kämpfe. Mehr Kämpfe wie dieser und schwierigere. Weil sie nicht für immer Genin sein würden. Eines Tages würden sie auf Missionen wie diese geschickt werden weil sie dafür geeignet waren und nicht weil das Schwierigkeitslevel der Mission falsch eingeschätzt worden war.

"Sakura-chan?", fragte Naruto sie besorgt. Erst jetzt wurde ihr bewusst das sie still und stumm eingefroren war wo sie gestanden hatte. Auch Sasuke-kun sah sie fragend an.
Angewohnheiten waren machtvoll, selbst wenn um einen herum die Welt zerbrach an die man geglaubt hatte. Ein spontanes, falsches Lächeln ersetzte ihren blanken Gesichtsausdruck. "Entschuldige, ich bin nur ein bisschen müde.",

Naruto stolperte zur Seite und murmelte eine ungelenke Entschuldigung, sodass sie ins Hause gehen konnte. Doch in diesem Moment konnte selbst der Gedanke daran das Haus die nächsten Tage mit Sasuke-kun für sich alleine zu haben ihre Stimmung nicht heben. Weil sie zu verstehen begann, dass das hier nicht nur eine schreckliche Simulation im Training war und sie nicht einfach mit geschlossenen Augen darauf warten konnte das es alles vorbei war. Das hier war ihr Leben und ob sie es nun mochte oder nicht – sie musste es leben.

Das war was es bedeutete zu überleben.

[Kill Your Heroes]



Doch in dieser Nacht waren es nicht nur ihre Albträume die sie weckten. Sie hatte sich verschlafen gefragt warum sie aufgewacht war, weil da keine Reste des Terrors waren die sie lähmten, als das weiche Geräusch das sie im Hintergrund gehört hatte langsam zu Stimmen wurde die sich unterhielten. Auch wenn es zu leise war als das sie Worte hätte ausmachen können. Doch von den Schritten her wusste sie das es Naruto war den Kakashi-sensei nach draußen gescheucht hatte.

Als sie sich herumdrehte um es sich wieder bequemer zu machen traf ihr Blick den von Sasuke-kun der sich von ihr wegdrehte und stoisch vorgab zu schlafen.

[Kill Your Heroes]



Kakashi-sensei wollte im Land der Wellen bleiben bis die Konstruktion der Brücke abgeschlossen war, etwas das nun da Gatos Vermögen der Regierung zugefallen war sehr viel schneller voran ging. Trotz all seiner Bemühungen den Bau zu verhindern waren es letzten Ende Gatos Gelder, welche die Fertigstellung der Brücke sicherstellen würden. Die einzige Enttäuschung für die Leute im Land der Wellen war das sie wohl nicht alles würden behalten dürfen – zumindest ein Teil der illegalen Gelder würde an die Firmen zurückgegeben werden müssen denen Gato es geraubt hatte, doch die Regierung verlängerte den bürokratischen Prozess so lange wie möglich.

Auch wenn Gato selbst durch Zabuzas Hand auf der Brücke gestorben war hatte er eine Menge Söldner bei sich gehabt die es gewohnt waren leichtes Spiel mit ihren Opfern zu haben und die nicht am Kampf beteiligt gewesen waren. Sie wurden langsam aber stetig zurück aufs Festland gebracht, doch Team Sieben war noch immer damit beschäftigt die Brücke und die Bauarbeiter zu bewachen.

Kakashi-sensei übernahm die Wache am Nachmittag bei der Sakura ihm Gesellschaft leistete sobald sie wieder fit genug war – nach zwei Tagen miserablen Fiebers die sie völlig unfähig dazu zurückgelassen hatten ihre Zeit mit Sasuke-kun zu genießen – und sie lösten Sasuke-kun und Naruto immer dann ab wenn Kakashi-sensei der Meinung war das es Mittag war.

Doch der Nachmittag war tatsächlich der entspannende Teil des Tages, weil auch wenn er Sasuke-kun und Naruto Anweisungen gegeben hatte miteinander zu trainieren und er ihre Ergebnisse am Ende des Tages evaluierte hatte sie das große Los gezogen. Denn ihr galt zumindest ein Teil der uneingeschränkten Aufmerksamkeit von Kakashi-sensei.

Die, für jemanden der noch nie viel davon abbekommen hatte, völlig ausreichend war.

"Was Sasuke am meisten braucht ist Praxis und Naruto lernt am besten indem er Sachen wiederholt", hatte er ihr erklärt als sie sich das erste Mal in der Lichtung hinter Tazunas Haus getroffen hatten. Die Dämmerung war nicht mehr weit entfernt gewesen und die Sonne warf ein graues Licht über die Welt in dem Kakashi-sensei weit weniger gefährlich aussah als das letzte Mal als sie so miteinander gesprochen hatten.

"Sie zusammen trainieren zu lassen passt gut zur der Art in der die Beiden lernen. Du andererseits bist ein Genjutsu-Typ, was Hand in Hand mit einer hohen Intelligenz geht. Und du kannst dich als potenzieller Jounin-sensei keine zwanzig Schritte der Akademie nähern ohne die Lehrer darüber fluchen zu hören wie schwer es ist Genjutsu-Typen dazu zu bekommen an den Übungen im Unterricht aktiv teilzunehmen. Dein Lernstil ist einfach anders. Ninjutsu- und Taijutsu-Typen lernen am besten mit ihren Körpern, aber dein eifriges kleines Gehirn macht es dir schwer dich zu konzentrieren wenn du nicht von dem gefordert bist was du tust. Wenn man dir ein Diagramm und eine Demonstration gibt lernst du am einfachsten und schnellsten, also wandert deine Aufmerksamkeit von den Basisdrills schnell zu dem süßen Shinobi in der zweiten Reihe vor dir und du konzentrierst dich nicht mehr auf das was du tun sollst. Und, am schlimmsten von alldem ist das du schlau genug bist das Ergebnis mit der geringsten Anstrengung zu erreichen die nötig ist um trotzdem noch dafür gelobt zu werden."

Sakura wurde rot wegen der Genauigkeit mit der er sie eingeschätzt hatte. Drills waren immer etwas gewesen das sie mit minimalem Einsatz und Konzentration gemacht hatte, wenn es nicht gerade neue Manöver oder etwas besonders Schwieriges gewesen waren. Und sie hatte dabei eine Menge Zeit darauf verwendet Sasuke-kun zu beobachten.

Doch dann sprach Kakashi-sensei wieder und anders als bei den Übungen in der Akademie galt ihm ihre volle Aufmerksamkeit. "Ich möchte damit nicht sagen das Drills unwichtig sind. Weil sie sehr wichtig sind. Muskelerinnerung aufzubauen kann im Kampf dein Leben retten. Doch es passt nicht gut zu dir, also versuchen wir es ein bisschen anders. Und jetzt wo wir ein bisschen Zeit für uns haben können wir da weitermachen wo wir aufgehört haben. Bewegung."

"Nur Bewegungen?", fragte Sakura zögerlich.

"Dein Taijutsu Stil kommt aus dem Lehrbuch", entgegen Kakashi-sensei trocken. "Offen gesagt ist das etwas wie Kleidung von der Stange. Weil sie dafür ausgelegt ist jedem zu passen passt sie eben nicht jedem gut und das wäre auch okay wenn du nicht ausgerechnet in einem Team eingeteilt wärst das sich aufs Kämpfen spezialisiert. Und wenn du ein Junge wärst würde es wahrscheinlich trotzdem funktionieren wenn du genug Arbeit reinsteckst. Doch deine Stärken werden nie in Größe, Reichweite oder Gewicht liegen. Deine Stärke ist deine Fähigkeit Chakra zu manipulieren, also ist es ziemlich sinnlos dir etwas neues beizubringen bis wir wissen wo genau dabei deine Grenzen liegen", und dann lächelte er als er zu ihr herüber sah. "Außerdem denke ich das es bisschen zu früh für dich ist wieder mit intensivem Taijutsutraining anzufangen."

Sakura erlaubte sich einen vorsichtigen Seufzer der Erleichterung bei seinen letzten Worten. Doch dann fiel ihr etwas ein. "Und Genjutsu?", hakte sie nach.

Kakashi-sensei summte nachdenklich vor sich hin. "Lass uns einen Deal machen, Sakura-chan. Wenn du am Ende des Tages noch genug Energie übrig hast um Probleme dabei zu haben einzuschlafen, werde ich dir ein Genjutsu beibringen. Aber", er hielt einen Finger in die Höhe, "nur eins pro Woche. Die restliche Zeit kannst du darüber nachdenken was du im Kampf mit ihnen anstellen kannst. Ein Jutsu zu kennen und zu wissen wie man es am besten einsetzt ist besser als zehn zu kennen und keine Idee zu haben was man mit ihnen anfangen kann."

Sie nickte und ihr Blick fiel auf den großen Sack der neben Kakashi-sensei stand. "Was ist das, Sensei?"

"Trainingsutensilien. Aber bevor wir damit anfangen lass uns mal schauen ob wir dir nicht beibringen wie du aus großer Höhe springen kannst ohne deine Gelenke permanent zu schädigen, ne? Es ist irgendwie Schade das wir nicht im Dorf sind. Ich glaube du bist eine der wenigen Personen die von den Referenztexten profitieren würden. Aber nun ja, ich werde es dir einfach erklären müssen während wir daran arbeiten."

Anders als ihre Lehrer in der Akademie war Kakashi-sensei nicht so schnell daran sie zu loben. Auch wenn er sie genauso wenig nicht so schnell ermahnte oder korrigierte. Es war eher so das er einmal kurz erklärte was er von ihr wollte, es einmal vorführte und sie dann mit der Aufgabe alleine ließ zu entwirren was sie tun musste während er in der Nähe ein Nickerchen machte. Es war das am wenigsten geführte "geführte" Training an dem sie je teilgenommen hatte.

Am Anfang hatte sie ein Problem mit seiner Herangehensweise bis ihr klar wurde das die übermäßig detaillierten Ausführungen ihrer ehemaligen Lehrer eine Krücke waren die sie nicht brauchte. Und, ein Teil von ihr erkannte das an, so wie er vorhin zusammengebrochen war und wie oft er nachts wach war, war die extra Portion Schlaf eine sehr gute Idee falls sie wieder angegriffen wurden.

Sie stellte schnell fest das es sehr viel befriedigender war sich durch jede einzelne Chakramanipulation selbst durchzuarbeiten als jedes Detail gezeigt zu bekommen, was kein kleiner Teil ihrer Frustration mit Naruto in der Akademie gewesen war. Sie hatte solche Sachen immer schnell gemeistert, was es irritierend machte darauf warten zu müssen das die Lehrer den langsamsten Schüler immer und immer wieder durch die Aufgabe führten. Ihre Geduld war immer schnell aufgebraucht gewesen und ihr Geist war auf Wanderschaft zu angenehmeren Dingen gegangen, wie zum Beispiel dazu wie perfekt Sasuke-kuns Profil war.

Nicht hier. Sobald sie eine Aufgabe gemeistert hatte gab Kakashi-sensei ihr die nächste. Von Ast zu Ast zu springen hatte sie schnell verinnerlicht und so begann sie vorsichtig aus größeren Höhen zu springen. Ihre letzte Erfahrung damit ließ sie vorsichtig sein und so arbeitete sie sich langsam immer höher hinauf.

Doch als die Höhen aus denen sie sprang immer größer wurden, wurde ihr immer unwohler und sie machte einfache Fehler die dafür sorgten das sie härter landete als nötig oder sich unschön den Fuß verdrehte. Sie verlor ihr Selbstbewusstsein Stück für Stück mit jeder missglückten Landungen und ein unangenehmes Gefühl verdrehte ihr den Magen. Nach einer besonders schlechten Landung kauerte sie sich zusammen und wickelte ihre Arme um ihre Knie, das Kinn oben aufgestützt.

Das funktioniert so nicht, dachte sie. Bald werde ich es versauen, mir wieder wehtun und was dann?

Doch sie war schon so vorsichtig wie irgend möglich und arbeitete unter den besten Bedingungen die sie sich vorstellen konnte. Trotzdem hatte sie noch immer Angst und ein Teil ihres Geistes, ein ganz kleiner Teil der frei von der Angst war wusste das dies der Grund war wegen dem sie ins Stolpern kam.

Sie schloss die Augen und versuchte sich vorzustellen was Kakashi-sensei tun würde um ihr zu helfen.

Dann seufzte sie, weil "helfen" und "Kakashi-sensei" immer noch sehr nach Antonymen klangen, besonders wenn es darum ging ihr mit ihren Ängsten zu helfen. Also versuchte sie sich vorzustellen was ihre Teamkameraden tun würden nur um bei Sasuke-kun vor eine Wand zu laufen. Wenn Sasuke-kun Angst hatte würde er das nie zugeben und wahrscheinlich trotzdem eine Möglichkeit finden weiterzumachen.

Das ließ nur Naruto übrig.

Doch auch wenn sie eine Idee hatte was Naruto tun würde war sie sich nicht sicher ob sie genug Mut zusammenkratzen konnte um es selbst zu tun.

Oder ob es eine gute Idee war.

Weil Naruto den höchsten Baum in der Umgebung suchen und sich von der absoluten Spitze stürzen würde ohne an seine Ängste und die Konsequenzen zu denken falls er nicht richtig landete.

Aber wenn sie das schaffen würde ohne sich dabei weh zu tun wäre jeder andere Sprung auf dieser Insel kürzer und im Vergleich zu Zuhause waren die Bäume hier nicht übermäßig hoch. Tief in ihrem Inneren erinnerte sie sich vage an Lektionen darüber wie es einem helfen konnte Ängste zu überwinden indem man sie sich ihnen direkt stellte auch wenn sie nicht wusste ob das darauf anwendbar war sich von hoch gelegenen Orten zu stürzen.

Auch wenn ein Teil von ihr wusste das es eine dumme, dumme Idee war zwang sie sich auf die Füße und vorwärts, auch wenn die Angst an ihr fraß. Doch ihr Stolz und der Wunsch das die Angst aufhören würde trieben sie vorwärts und einen Baum hinauf. Sie balancierte auf der obersten Spitze die sie mit ihrem Chakra verstärkte damit sie nicht unter ihr nachgab. Bevor ihr Verstand nachkommen konnte sprang sie.

Sakura verschluckte sich an ihrem Schrei auf dem Weg nach unten während die Äste gegen ihre entblößten Arme schlugen, aber sie war zu sehr auf den immer näher kommenden Boden fokussiert als das sie es richtig mitbekam. Schlechte Idee, war der lauteste Gedanke in ihrem Kopf doch er war genauso schnell weg wie er gekommen war.

Stattdessen ging es nur noch um Chakra. In diesen langen, schmerzhaften Sekunden war sie sich dessen so bewusst wie noch nie. Die Ruhe mit der es floss und abebbte, sich veränderte und verlagerte und die schieren Möglichkeiten die mit ihm kamen. Es sollte unmöglich sein das diese Energie in ihr Berge zerbersten lassen, Feuer heraufbeschwören, die Luft formen konnte, doch wenn es all das nicht konnte würde sie sehr bald ein Musterbeispiel für die Definition eines Trümmerbruchs werden.

Ihr Herz schien in einer anderen Geschwindigkeit zu fallen als der Rest ihres Körpers und in ihrer Kehle gefangen zu sein während ihr Frühstück damit beschäftigt war sich einen Weg daran vorbei zu suchen. Doch so lange wie ihr Fall auch war, genauso schnell war er auch vorbei und ihre Finger fanden sich auf einer stacheligen Decke aus Piniennadeln wieder die den Waldboden bedeckte. Sie war in die Hocke gegangen um die Wucht des Aufpralls besser abzufedern genau wie Kakashi-sensei es ihr gezeigt hatte, doch sie purzelte nach vorn auf die Knie und atmete einige Mal tief und zittrig ein und aus.

Kakashi-sensei war zu ihr geeilt ohne ein Geräusch zu machen.

"Ahh...Sakura-chan?"

Sie schaffte es ein gequältes Geräusch zu machen.

Nach einer langen Pause in der Kakashi-sensei keine Ahnung hatte was er zu ihr sagen sollte, meinte er: "...war der Fall schön?"

"Das – das war schrecklich, Kakashi-sensei!", japste sie.

"Mah, mah", sagte er. "Du bist sicher gelandet. Was hast du versucht zu tun?"

Sie stolperte durch die Erklärung während Kakashi-sensei skeptisch auf sie hinunter blickte. "...und hat es funktioniert?"

"Nein", sagte sie sicher. Dann: "...vielleicht."

Das brachte ihr ein leichtes Tätscheln auf dem Kopf ein und so langsam begann sie sich eher wie ein geliebtes Haustier zu fühlen als wie sein liebster Schüler. Es war ihr nicht entgangen das Kakashi-sensei das nur bei ihr machte.

"...willst du es nochmal probieren?", fragte er.

[Kill Your Heroes]



Als sie es zu einer Kunst getrieben hatte sich von hohen Orten zu stürzen, was sie den größten Teil einer Woche gekostet hatte und sie mit gerade genug Energie am Ende eines Tages gelassen hatte das Kakashi-sensei ihr das Magen: Kokoni Arazu no Jutsu beigebracht hatte – das Kakashi-sensei ihr wenig beeindruckend als das schwächste der Genjutsu vorgestellt hatte die ihre Umgebung beeinflussten – fingen sie mit etwas anderem an.

Rennen.

Aber nichts so einfaches wie Runden zu laufen. An diesem Morgen fand man sie auf der Veranda, das schwache Morgenlicht gerade stark genug um die topographische Karte lesen zu können deren Ecken mit Steinen beschwert waren und der seltsame Sack wieder an seiner Seite.

"Also", sagte Kakashi-sensei während er einen der runden Steine auf die Karte legte, "Regeln. Nicht auf Bäume klettern, keine Waffen, du wirst auf dem Wasser laufen müssen also ist das erlaubt. Aufgeben ist unakzeptabel. Deine Aufgabe ist es von hier", sagte er und zeigte auf den Punkt an dem Tazunas Haus stand zu eine anderen Punkt ganz auf der anderen Seite einer Reihe von kleinen Inseln, aber nicht allzu weit weg, "nach hier zu laufen."

"Das wars?", fragte Sakura skeptisch und versuchte sich die Karte einzuprägen. "Habe ich ein Zeitlimit?"

"Kein Zeitlimit als solches, aber...", Kakashi-senseis Stimme wanderte. "Naja, ich denke mal man könnte es einen Grund nennen dein bestes zu geben, ne?"

Er sah sie nicht an doch der Ton seiner Stimme hatte sich gefährlich verändert und Sakura musste gegen eine Gänsehaut ankämpfen. "Hier, stellt dich auf die andere Seite des Hofs. Warte bis ich dir das Signal gebe."

Wachsam, mit ihrem Herz nur ein bisschen schneller als normal schlagen und mehr als misstrauisch tat Sakura was er von ihr wollte. Die friedliche Atmosphäre war verflogen und ersetzt worden von der schweren Stille die kurz vor einem Sturm die Luft erdrückend schwer machte. Es gab keinen besonderen Grund aus dem sie sich fühlen sollte als würde gleich etwas schreckliches passieren, doch ihr Handflächen waren bereits schwitzig und ihre Atmung unregelmäßig.

Kakashi-sensei biss sich in den Daumen und seine Hände flogen durch eine Reihe von Handzeichen die so schnell waren das sie kaum erkennen konnte welche es waren und als er seine Hand auf das Holz der Veranda schlug konnte sie die drei Hunde gar nicht übersehen die blieben als der Rauch sich lichtete. "Nach fünf Minuten", sagte er ruhig als würde keine riesige Bulldogge über seine Schulter starren, "werde ich dir Shiba, Urushi und Bull hinterher schicken. Und Sakura? Sie beißen. Jetzt lauf."

Sie raste davon.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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